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Es soll königlich regnen

Die Regentropfen prallen auf das Fenster, die Straßen sind nass, das Wetter ungemütlich. Für uns selbstverständlich und meistens auch unerwünscht. Schließlich sind wir verrückt nach Sonnenschein. Doch fernab in Thailand warten und hoffen die Menschen sehnlich auf Regen. In dem Land in Asien herrscht aktuell nämlich eine große Dürre. In 22 von 76 Provinzen fällt weniger Regen, als eigentlich benötigt wird.
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Trotz Gebete, fällt der Regen eben nicht, wie er soll. Also muss die moderne Technik her. Mit ihr ist der der thailändischen Regierung nämlich gelungen, das erhoffte Gut zu erzeugen. Und es werde Regen! Wie das funktionieren soll? Nein, kein Wettergott, sondern eine spezielle Fliegerstaffel namens “Royal Rainmaking”. Diese setzt auf eine Besonderheit der thailändischen Dürre. Nämlich Wolken am Himmel. Wo Wolken sind, ist auch Regen? Nicht im asiatischen Land fernab. Diese geben nämlich in der Regel keinen Regen ab, wie es sonst üblich ist. Durch bestimmte Techniken sollen diese aber dazu animiert werden. Die Utensilien dafür sind Trockeneins und speziell entwickelte Chemikalien.

Eine königliche Idee, oder? Schließlich stammt sie auch von einem König – nämlich den thailändischen Bhumibol Adulyadej. Den Geistesblitz für den künstlich erzeugten Regen hatte er aber bereits im Jahr 1956. Der König wollte die Wolken zum Abregnen zwingen und startete Forschungsprojekte, die er eigens finanzierte. Im Jahr 1969 wurde dadurch erstmals künstlicher Regen erzeugt. Auch heute ist diese Innovation immer noch vom Nutzen, wurde aber stetig weiter entwickelt. Auch in diesem Jahr soll sie helfen, die Dürrezeit zu überwinden. Diese machte sich auch schon im vergangenen Jahr stark bemerkbar. Lange mussten die Thailänder auf den Monsun warten. Als er da war, fiel er jedoch sehr schwach aus. Und das führte letztendlich dazu, dass die Wasserspeicher des Landes nur halb gefüllt sind.

In der Regel tritt der Monsun Ende Juni und bringt reichlich Regen mit sich. Sollte er auch 2016 verspätet und schwach sein, könnte es langfristig zu Wassermängel im Land führen. Die Situation spitzt sich zu. Deswegen wurde von der Regierung erneut die Regenflugstaffel in Gang gesetzt. Der Trick liegt im Salz. Damit wird zunächst versucht, die Entstehung von Wolken anzuregen. Im nächsten Schritt werden verschiedene Chemikalien eingesetzt, welche für das Wachstum der Wolken sorgen. Danach komm Trockeneis hinzu, welches letztendlich den tatsächlichen Regenguss in Gang setzt. Und es regnet…

Durch den Klimawandel wird das Wetter immer unberechenbarer und die Menschen müssen immer mehr mit länger Dürreperioden Rechnung. Wer weiß, vielleicht wird diese Technik deswegen auch in Zukunft von internationaler Bedeutung sein.

Foto: Inge Maria

Wenn Tomaten unter Strom stehen

Was haben eigentlich Tomaten mit Energie zu tun? Mehr, als Ihr wahrscheinlich dachtet! Und was hat das wiederum mit Disneyland zu tun? Auch hier gibt es einen Zusammenhang. Aber alles nacheinander…

Sie sind rot, saftig, lecker. Tomaten sind aus der Gemüse-Theke nicht wegzudenken und gehören zu den beliebtesten Lebensmitteln. Ob im Salat, auf dem Brot oder in der Spaghetti-Soße – dieses Produkt findet sich wahrscheinlich in fast jeder Küche. Doch bevor es die Tomate zu uns nach Hause oder überhaupt in den Supermarkt schafft, muss sie einen Gemüse-Check bestehen. Von den geernteten roten Früchten landen nämlich längst nicht alle im Verkauf. Genau wie bei anderen Früchten und Gemüsearten werden nach der Ernte die meisten Exemplare aussortiert. Hierfür gibt es verschiedene Gründe. Wenn Tomaten Schäden aufweisen, Wachstumsrisse oder einfach nicht die “richtige” Form haben, schaffen sie es nicht in den Handel. Wer denkt, es handelt sich hier um Einzelfälle, irrt sich. Die Mengen des aussortierten Lebensmittels sind beträchtlich. Alleine Florida weist jährlich rund 396 000 Tonnen an Tomatenabfall auf. Allgemein gilt die Regel, dass etwa 40 Prozent der Ernte zurück bleibt. Während ein Teil des Ausschusses an Tiere verfüttert wird, wird der andere Teil schlichtweg entsorgt. Die Lebensmittel landen in der Tonne.

Das muss aber nicht sein – so die Meinung von US-Forschern, die sich damit befasst haben, wie man verschmähte Tomaten doch noch sinnvoll nutzen kann. Tomaten haben mehr Energie, als Ihr wahrscheinlich dachtet. Denn mit der leckeren Frucht lässt sich tatsächlich Strom erzeugen! “Wir wollten einen Weg finden, um diese biologischen Reste zu verwerten”, erklärt Venkataramana Gadhamshetty von der South Dakota School of Mines & Technology. “Denn auf Deponien erzeugen sie nur das starke Treibhausgas Methan und im Wasser sorgen sie für große Verschmutzungs-Probleme.”

Aber wie soll nun wirklich Strom aus der Tomate fließen? Die Forscher fanden heraus, dass es Möglich ist, die in dem Lebensmittel erhaltenen organischen Verbindungen als Energiequelle zu nutzen. Demnach werden Tomaten mit ausgewählten Bakterien in Kontakt gebracht. Durch diese werden die roten Früchte in Einzelteile zerlegt. Und genau in dem Prozess entstehen Elektronen, welche eingefangen und in einer Brennstoffzelle gespeichert werden können. Diese Zelle ist vergleichbar mit einer Batterie und kann Energie bei Bedarf wieder abgeben. Eine Sensation – und trotzdem kein Durchbruch. Denn die generierte Menge an Elektrizität ist im Vergleich zu herkömmlichen Stromquellen sehr gering. Zehn Milligramm Tomaten können 0,3 Watt Energie produzieren. Aber immerhin würde das für bestimmte Institutionen ausreichen. Und hier kommt Disney Land ins Spiel. Wenn man die 396 00 Tonnen Tomatenabfall aus Florida für die Energiegewinnung nutzen würde, könnte das Disney Land Orlando neunzig Tage mit Strom versorgt werden.

Die Erkenntnis ist da, das Ziel jedoch noch lange nicht erreicht. Die Forscher hoffen nun und arbeiten daran, die Effizienz der Methode nach und nach steigern zu können. Das Ziel ist es, einen größeren Output an Strom zu erreichen. Der Austausch mit anderen Wissenschaftler soll hierbei helfen. „Unsere Forschungsaufgabe momentan ist es, die grundlegenden Transfermechanismen der Elektronen und die Interaktion zwischen den Tomatenabfällen und den Mikroben zu untersuchen“, erläutert Venkataramana Gadhamshetty. Bis Tomaten also wirklich unter Strom stehen und als verlässliche Energiequelle dienen, könnten noch einige Jahre vergehen. Aber das Warten lohnt sich hierfür wirklich.

Und was lehrt uns diese wahre Geschichte? Dass uns die Natur alles gegeben hat, was wir brauchen. Es liegt nur bei dem Menschen, damit verantwortungsvoll umzugehen.

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Fotos: Anda Ambrosini, Deniz Altindas

Die Arbeit mit dem Tod ist kein Trauerspiel

Das Leben ist vergänglich, das wissen wir. Tage gehen vorüber, Menschen gehen von uns. Doch wenn diese eine geliebte Person aus deinem Leben tritt, fühlt es sich an, als würde die Welt für einen Moment still stehen. Schmerz, Trauer, Kontrolllosigkeit. Was am Ende bleibt, ist nicht greifbar. Es sind die Erinnerungen.

“Du bist erst tot, wenn sich niemand an dich erinnert” – so steht es auf der Seite von “Vergiss mein nie” geschrieben. Madita van Hülsen und Anemone Zeim gründeten das Unternehmen, welches u.a. für Trauerbegleitung steht. Aber viel mehr ist es eine Erinnerungswerkstatt. In kreativen und emotionalen Prozessen entstehen hier Erinnerungsstücke für die Ewigkeit. Denn an dem Tod kann man nichts rütteln, eine geliebte Person nicht mehr zurück ins Leben holen. Akzeptanz ist das Stichwort. Nach vorne zu schauen der Weg. Und auf diesem kann auch der Verstorbene ein Teil des eigenen Lebens bleiben – mit Erinnerungen.

“Wir haben uns grundsätzlich mit dem Thema Tod auseinander gesetzt und gemerkt, dass viele Menschen sehr ungern darüber sprechen. Und wenn es dann soweit ist, weiß man nicht, was man machen soll, weil man sich nicht auskennt. Es gibt viele Dienstleistungen um das Thema Sterben und Bestattungen, aber es gibt keinen Service, der sich damit befasst, was bleiben soll. Was bleibt, ist die Erinnerung”, erklärt uns Anemone im Interview mit “Organic Lifestyle”.

Und diese sind in jedem Fall ganz unterschiedlich und individuell. Deswegen ist ein gemeinsames Gespräch mit den “Vergiss mein nie”-Gründerinnen essenziell. In Hamburg haben es sich die beiden mit ihrer Erinnerungswerkstatt gemütlich gemacht. Wenn die “Kunden”, die Trauernden, zu ihnen kommen, soll der Raum eine positive Atmosphäre versprühen. Hier geht es nicht darum, Abschied zu nehmen. Viel mehr soll der Verstorbene geehrt werden, nicht in Vergessenheit geraten. “Jeder hat ja verschiedene Erinnerungsstücke, die mehr oder weniger mit Gefühlen behaftet sind. Wir fassen das quasi zusammen, sodass es alltagstauglich wird”, sagt Anemone. Was am Ende dabei heraus kommt, ist bei jedem Mal etwas anderes. Eben ganz individuell. “Es gab den Fall, als die Mutter von einer jungen Frau verstorben ist. Nach dem Tod hatte sie noch den Lieblingspullover ihrer Mutter, welchen sie selbst gestrickt hatte. Der war aber total aus der Mode. Sie konnte den Pullover also nicht nicht benutzen, aber sich natürlich auch nicht von ihm trennen. Wir haben dann überlegt, welche Möglichkeiten es gibt und letztendlich einen Schal daraus gestrickt. Die Form ist zwar weg, aber die Erinnerungen kann sie jetzt immer bei sich tragen. Außerdem ist der Schal noch mit dem Geruch ihrer Mutter behaftet.”

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Dass sich Madita und Anemone nach und nach immer mehr mit dem Tod beschäftigten, war ein Prozess. “Madita und ich haben beide jemanden verloren, haben unsere Erfahrungen gemacht. Wir haben in der Zeit festgestellt, dass wir junge Frauen sind, die einen gewissen Anspruch an die Welt haben, dass wir stark individuell unser Leben gestalten. Wenn man dann aber beim Bestatter sitzt, ist das alles weg – weil man keine Ahnung hat, was abgeht. Das war der erste Impuls”, erzählt sie. “Ich habe Madita getroffen und die hatte ähnliche Erfahrungen gemacht. Man muss stark in sich hineinfühlen und das können die Leute meist nicht, weil sie mit der Situation überfordert sind. Deswegen haben wir uns an einem Punkt getroffen. Wir können uns über das Thema unterhalten, ohne dass die Stimmung total kippt. Es war sehr angenehm und befreiend, mal darüber sprechen zu können.”

Und trotzdem gilt der Tod immer noch als Tabuthema. Zu angsteinflössend ist der Gedanke daran, zu schmerzhaft die Erinnerungen. “Der Tod wird weggeschaltet. Wir leben in einer makellosen Welt, man darf keine Fehler machen. Das Nicht-Funktionieren ist nicht gern gesehen heute. Der Tod passt gar nicht in dieses Lebenskonzept. Klar, ist das Thema in den Zeitungen allgegenwärtig. Aber kulturell haben wir es verlernt. Es gibt da Berührungsängste. Es ist wichtig, dass man seine Möglichkeiten kennt”, findet Anemone. “Aber nach und nach tut sich was in der Leben-Tod-Thematik. Doch da ist noch ganz viel Luft nach oben – bis es ein normal integriertes Thema ist, wozu die Kinder ihre Eltern befragen können. Wir denken, dass es dann auch nicht mehr so angsteinflössend ist.”

Neben der Erinnerungsarbeit und Workshops hat das Duo auch ein Buch rund um das Thema Tod geschrieben. Keine Trauer-Lektüre, sondern ein positiver Impuls.  “Es geht darum, wie sich die Erinnerungsarbeit positiv auf die Trauer auswirken kann. Man zieht nicht Kraft aus dem Verlust, sondern aus dem gemeinsam gegangenen Weg”, erklärt sie. “Das geht durch kreative Arbeit oder durch Erinnerungsstücke. Es ist ein Info-Buch, gibt aber auch Anleitungen.”

Wir haben gelernt: Die Arbeit mit dem Tod ist kein Trauerspiel. Anemone: “Ich habe mitgenommen, dass das Leben ein Wunder ist. Bis es entsteht, wie lange es da sein darf. Es ist so ein großes Glück, dass man jeden Tag rausgehen und sich über kleine Dinge freuen sollte.” Und das sollten wir alle…

Fotos: Vergiss mein nie Promo

“Öko ist nicht uncool”

Ihre Stimme hat etwas Besonderes. Rau, bestimmend. Wenn sie erst mal in Fahrt kommt, kann man nichts anderes, als gespannt zuhören. Die Wahl-Hamburgerin ist gebürtige Portugiesin. Wahrscheinlich sind es ihre Wurzeln, die ihr auffallendes Temperament ausmachen. Aber es sind vor allem ihre positive Art, ihr Tatendrang und ihr Einsatz für Gutes, was sie mir, einer ihr Fremden, so besonders macht… Die Rede ist von Carine Patricio, Restaurantleiterin des Gourmet-Restaurants  “Jellyfish” und begeisterte Sommelière.
Ja, diese Frau kennt sich offensichtlich mit Weinen aus. Was aber nicht heißt, dass sie diesen willkürlich auftischt. Nein, Carine ist eine von den Revolutionären unter den Sommeliers. Eine, die für ein bewusstes Leben kämpft. Und das fängt bei ihr vielleicht bei Wein an, hört dort aber noch lange nicht auf. “Das Thema Wein ist sehr vielfältig. In der Schule lernt man alles zu der Thematik, aber irgendwann trifft t man auf seine eigenen Vorlieben . Man findet seinen Weg. Für mich ist Bio das Minimum – und Bio-Dynamisch ist definitiv der Weg”, erklärt sie im Interview mit “Organic Lifestyle”. “Über Naturwein kann man sich natürlich streiten. Aber alle Weine, die ich serviere, sollten aus einem ökologischem Anbau stammen und am besten Bio-dynamisch sein. Denn das ist naturnah. Abgesehen davon, schmeckt der Bio-Wein auch einfach besser.”

Auf vielen Weinbergen wird immer noch mit Pestiziden gearbeitet. Es finden sich kahle Stellen, an denen nichts mehr wächst. Der Grund ist nicht Mutter Natur – sondern das Gift, verursacht durch den Menschen. Carine: “Grundsätzlich ist alles in Balance. Das Gleichgewicht, welches die Natur haben kann, muss respektiert werden.” Auch beim Weinanbau. Aber auch der Prozess bis hin zum fertigen Wein sollte welchem mehr Beachtung geschenkt werden.

Ein Rückblick: Schon im antiken Griechenland wurde Schwefel als Konservierungsmittel verwendet. Ohne die geheime Zutat könnte der Wein nämlich schnell oxydieren und zu Essig werden. Dieses Wissen hat sich bis in die heutige Zeit ausgebreitet. Mittlerweile werden die meisten Weine geschwefelt. “Wenn die Trauben maschinell geerntet werden, ballern sie die mit Schwefel ohne Ende zu – bevor überhaupt gepresst wird”, so Carine. “Ich finde es schade: Auf jeder Wurstpackung steht aufgelistet, was drin ist. Bei Wein ist das nicht so. Hier wird nur aufgeführt, dass er Sulfite enthält, weil das von der Natur gegeben ist. Schwefel findest du in den Bergen. Natürlich enthält jeder Wein Schwefel, auch wenn der Winzer nicht schwefelt. Das ist eben von der Natur vorgegeben. Aber es stehen ja auch keine Infos von Gelatine usw. geschrieben. Man kann so viel in Wein reintun, um ihn zu kleben.”

 

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Carines Konsequenz ist eine strenge Auswahl. “Ich habe nur Weine von Winzern auf der Karte, die ich kenne. Oder von Orten, an denen ich selbst war oder gearbeitet habe. Ich will wirklich wissen, woher die Weine kommen – ein Händler kann mir schließlich viel erzählen. Ich würde meinen Gästen einfach nichts anbieten, was ich selber nicht trinken würde. Und zwar mit gutem Gefühl.” Schließlich ist Wein letztendlich nicht nur ein Genuss-, sondern auch ein Nahrungsmittel.

Trotzdem findet sie, dass sich nicht nur in der Wein-Branche langsam etwas tut. “Früher war Bio immer gleich öko. Es hatte einen abwertenden Charakter.  Es ist nicht uncool, öko zu sein. Es ist verdammt cool, verdammt selbstbewusst und verdammt respektvoll gegenüber diesem wunderschönen Planeten, der das Schlechte nicht verdient hat. Wir sind alle Attentäter, wenn uns mal bewusst wird, was wir diesem Planeten antun.”

Deswegen setzt sich Carine weiterhin für ein bewussteres Leben ein, will sich aber auch selbst weiterentwickeln. “Ich würde gerne meinen Sommelier-Master machen. Davon gibt es weltweit nur 200. Es gibt vier Stufen und ich bereite mich gerade auf die dritte Stufe vor.” Und das bedeutet viel Theorie, aber auch: “Probieren, ausspucken, probieren, ausspucken,…”

 

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Fotocredits: susannedittrich.de, Angelina Litvin, Jassy Onyae, Serge Esteve

Wenn das Gehirn zum Orgasmus kommt

Blonde lange Haare, hübsches Gesicht, sanfte Stimme, slawischer Englisch-Akzent. Diese Dame bringt euch zum Orgasmus. Im Internet faltet die Youtuberin flauschige Handtücher, bürstet sich sanft die Haare, blättert in einem Buch – und Millionen Menschen schauen ihr dabei zu. Eine neue Form des Voyeurismus? Nein, eine Tiefenentspannung für jedermann!

Was Stilnox wird verwendet für
Stilnox wird verwendet, Schlaf bei Patienten mit Schlafstörungen zu initiieren und zu pflegen, auch Schlaflosigkeit genannt. Es ist nicht für den Einsatz für mehr als 4 Wochen zu einem Zeitpunkt empfohlen.
Stilnox schlaftabletten rezeptfrei hat eine andere chemische Struktur auf andere Schlaftabletten . Stilnox wirkt im Gehirn spezielle Bindungsstellen , die den Schlaf produzieren.
Ihr Arzt kann jedoch vorschreiben Stilnox für einen anderen Zweck.
Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Fragen haben, warum es Ihnen vom Arzt verschrieben wurde.
Dieses Medikament ist nur mit einem ärztlichen Rezept erhältlich.
Stilnox geht in die Muttermilch und es gibt eine Möglichkeit, Ihr Kind betroffen sein können. Ihr Arzt wird die Risiken und Vorteile der Verwendung es zu diskutieren, wenn Sie stillen oder planen zu stillen.
Lessen info: blog.organiclifestyle.de
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Bei der Dame mit der Engelsstimme handelt es sich um die 29-jährige Maria, die den Kanal „Gentle Whispering“ betreibt. “In dieser Welt aus Stress und Chaos soll mein Kanal deine geheime Insel der Erholung und des Friedens sein”, beschreibt sie ihren YouTube-Channel. Bei den alltäglichen Handlungen, die das Gehirn berieseln, handelt es sich um die Entspannungsmethode und löst eine ASMR (Autonomous Sensor Meridian Response) aus. Einen deutschen Begriff für das Phänomen gibt es bisher noch nicht, weder Psychologen noch Neurologen oder Schlafforscher können bisher erklären, wie ASMR genau ausgelöst wird. Marias Fans beschreiben die Wirkung als „Orgasmus für das Gehirn“. Einen sexuellen Zusammenhang soll die Ekstase jedoch nicht haben. ASMR diene dagegen als Entspannung und Einschlafhilfe. Andere berichten sogar, durch die Technik ihre Depressionen überwunden zu haben. Wenn die Russin also sanft über eine Bürste streicht, überkommt die Zuschauer ein wohliges Kribbeln – erst im Hinterkopf, dann breitet es sich über den ganzen Körper aus. Das emotionale Kropf-Prickeln wird als überaus angenehm und beruhigend empfunden, ausgelöst wird es durch Sinnesreize, in diesem Fall erzeugt durch Marias grazile Bewegungen und sanfte Geräusche.
Obwohl das Phänomen nicht wissenschaftlich erforscht ist, sind sich Neurologen sicher, dass das Gehirn besonders auf gewisse Geräusche reagiert. Immer sind es alltägliche Geräusche, denen wir oft gar keine Aufmerksamkeit schenken, wie das Knistern von Zeitungen oder Geschenkpapier, fließendes Wasser. Diese Geräusche sind Trigger, welche anscheinend das selbe Netzwerk im Gehirn ansprechen. Doch ASMR ist längst nicht für jeden empfänglich. Auf die Stimulanzen reagieren besonders Menschen, die vorsichtig und nachsichtig mit Menschen sowie Situationen interagieren. Um das große Kribbeln zu spüren, sollte man sich also für die kleinen Dinge öffnen können. Und in einer so lauten Welt, tut es bestimmt gut, auch mal auf die leisen Töne zu hören. Nebenwirkungen oder gesundheitliche Störungen sind bisher nicht bekannt. Na, dann mach’s doch mal deinem Gehirn…

Nähere Infos gibt es HIER!

Foto: Youtube “GentleWhispering”

Sie lässt Beauty-Herzen höher schlagen

Kennt Ihr diese eine beste Freundin, die immer ein paar Schmink-Tipps parat hat? Die alle ihre Freundinnen vor dem Clubbesuch schminkt und ihnen die Haare schön zaubert? Beatrice Kober ist so eine Freundin. Das war sie schon früher und das ist sie auch heute noch. Nur eben auf professioneller Basis…

Vor acht Jahren begann ihr Abenteuer in der Beauty-Branche. Beatrice absolvierte eine Ausbildung als Ganzheitskosmetikerin, war danach drei Monate arbeitssuchend. In ihr tobte die Lust, etwas zu riskieren. “Ich habe mir einfach gedacht ‘So, jetzt mache ich mich selbstständig.’ Ich bin ins kalte Wasser gesprungen. Nach acht Jahren kann ich sagen, dass ich gut davon leben kann.” Heute darf sie ihr Schmink-Know-how bei unterschiedlichsten Projekten beweisen. Sie schminkt bei großen Events, Hochzeiten, Shootings, für Film und Bühne. Beatrice lebt das Leben, wovon andere nur träumen. Und doch will sie etwas zurückgeben. Mit Tipps und Tricks für Jedermann. Ehm, für jede Frau! “Ich gebe Workshops für Beauty-Kunden oder interessierte Frauen. In den Seminaren zeige ich dann u.a., wie man sich richtig schminkt. Das wissen nur die wenigsten.” Und warum die Make-up Artistin nun auch als professionelle Ratgeberin arbeitet? Na ja, da wären wir wieder bei der besten Freundin, die eben immer Tipps gibt. Beatrice: “Eine Freundin kam zu mir, weil sie Problemhaut und Augenringe hatte. Sie wollte, dass ich ihr mal zeige, was man da machen kann. Das habe ich natürlich. Danach war sie einfach glücklich. Sie sagte: ‘Das würden andere bestimmt auch toll finden.” Und so war es dann auch. Denn mit ihren Tricks rund um Lippenstift und Puder lässt Beatrice Beauty-Herzen höher schlagen. “Ich bekomme so viele Nachrichten und positives Feedback von glücklichen Kunden. Das ist wirklich schön.” Bei ihrer Arbeit verfolgt sie aber eine klare Linie: “Ich setze gerne auf die natürliche Schönheit. Ich gehöre nicht zu denen, die Gesichter zukleistern. Die Frauen wollen ja schließlich nicht angemalt aussehen.”

Nein, das ist nicht alles. Die “beste Freundin von nebenan” – so nennen wir Beatrice jetzt mal – zaubert nicht nur Glamour ins Gesicht, sondern verwöhnt ihre Kundinnen auch anders. “Die Damen kommen eigentlich zum Schminken zu mir. Aber wie beim Friseur erzählen sie mir ihre Probleme. Ich gebe auch gerne mal Tipps, wenn es ums Abnehmen geht. Bei mir gibt es eben ein Rundum-Schönheitsprogramm”, sagt sie. Und dazu gehört auch die Reinigung der Haut. “Ich mache zwar keine Kosmetik. Aber ich arbeite mit einem neuen Gerät. Es handelt sich um Mikrosilber, was antibakteriell ist. Man muss deswegen die Bürste nicht desinfizieren, sondern hält sie einfach unter das Wasser. Die Reinigung ist zehnmal effektiver. Nach der Anwendung kann die Haut viel mehr Wirkstoffe aufnehmen.” Wer schön sein will, muss eben erst gereinigt werden.

 

sdr

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Unser Event des Jahres

Roter Teppich, Blitzlichtgewitter, 2 500 Gäste. So könnte man den “SemperOperball” zusammenfassen, der am vergangen Freitagabend stattfand. Eines der größten deutschen Kulturevents. Mittendrin: Brockmann & Knoedler. Das Unternehmen begleitete die spektakuläre Veranstaltung erneut als offizieller Beauty-Partner und machte die Gäste mit einer besonderen Goodiebag glücklich. Als dann um 19 Uhr die ersten geladenen Gäste in ihren Roben und Smokings über den roten Teppich flanierten, musste alles perfekt sein, alles sitzen. Und dafür sollten natürlich Profis her.
Auch in diesem Jahr hat B&K eine hochkarätige Stylingcrew aus internen und externen Stylisten zusammengestellt. Es wurde wieder fleißig frisiert und geschminkt. Doch damit an dem besonderen Tag alles gut läuft, benötigt es eine intensive Vorbereitung. Hättet Ihr gedacht, dass die ersten Planungen für den Semperopernball schon im Sommer starteten? Monatelange Arbeit – nur für diesen einen Moment. Und wieder einmal ist nicht alles Gold, was glänzt. Denn um ein glamouröses Event zu garantieren, musste hinter den Kulissen fleißig gewerkelt werden.
Die erste Station des Verwöhnprogrammes war die VIP-Stylinglounge in der BrockmannundKnoedler Academy. Diese fand mittlerweile zum dritten Mal in Folge statt. Hier konnten sich VIPs über ein kostenloses Rundum-Paket freuen. Haarstyling, Make-up und Maniküre. Damit die Kunden ein einwandfreies Styling genießen konnten, hieß es für die B&K-Mitarbeiter planen und koordinieren. Schließlich mussten über den Tag (12 bis 20 Uhr) 46 Kunden betreut werden, alle hatten individuelle Wünsche, jedes Styling benötigte unterschiedlich viel Aufwand. Also wurden die Stylistin vor dem großen Tag mit Sorgfalt ausgewählt. Besonders an dieser Station wurde mit Friseuren zusammen gearbeitet, die bereits Schulungspartner sind, ihr Know-how einwandfrei beherrschen. Letztendlich waren in der Lounge fünf Haarstylisten, vier Make-up-Artisten und eine Dame für die Maniküre im Einsatz. Und das Team musste vor allem spontan sein – Extrawünsche, Zeitdruck und Last-Minute-Probleme stehen da auf der Tagesordnung. Und nebenbei musste natürlich auch dafür gesorgt werden, dass neue Stylistin integriert werden. Denn die Teamarbeit ist das A und O an so einem besonderen Tag.
Nächste Station: die VIP-Stylinglounge im Hotel Taschenbergpalais Kempinski. Diese ging zum zweiten Mal an den Start. Schon in den Jahren zuvor riefen viele Gäste aus dem Hotel im Salon an und fragten nach einer Spontan-Behandlung. Da dort die Terminbücher zu voll waren, wurde kurzerhand ein Pop-up-Store im Hotel eröffnet. Und hier durften sich die Hotelgäste über atemberaubende Steckfrisuren und ein perfektes Abend-Make-up freuen. Doch zum Verwöhnprogramm gehörte noch viel mehr. Willkommengeschenke, eisgekühlter Champagner, Shuttleservice.
Die dritte Styling-Station war die Tages- und Abendstylinglounge in der Semperoper. Mitten im Geschehen! Und dafür suchte sich B&K nicht einfach irgendein Hinterzimmer. Nein, die Location musste etwas Repräsentativeres sein. Der Verbindungsgang! Während in der Oper selbst klassisch Walzer getanzt wurde, fand im Verwaltungsgebäude dahinter die Party zum Event statt. Drinks, Liveband und lockeres Tanzen. Jeder, der sich richtig amüsieren will, musste also erst mal an B&K vorbei. Denn die Stylinglounge war im Verbindungsgang der beiden Locations zu finden. Gestylt wurden dort u.a. die Hostessen, Künstlerbetreuer sowie die Mitglieder der Fördervereine und die Mitarbeiter der organisierenden Agenturen. Und da kann es auch mal hektisch zugehen. Denn wer auf dem Ball in Schlüsselfunktionen arbeitet, hat sein Handy nonstop in der Hand, wahrscheinlich viel zu wenig geschlafen und sicherlich noch etliche Arbeitsstunden vor sich. Die wenigen Minuten Erholung holen sich die Fleißigen auf dem Stylingstuhl bei B&K. Und danach geht es wieder weiter mit der Arbeit. Aber wenigstens hatten die Damen dann eine Frisur, mit der sie auch um fünf Uhr morgens noch ein Rad auf der Bühne schlagen könnten, und trotzdem dabei schön aussahen.
Es war wieder ein toller Abend voller Glamour und Überraschungen! Wir bedanken uns bei den Partnern für ihre Unterstützung.

Organic Lifestyle®, Autohaus Pattusch, Choco del Sol, Weidemann Cosmetics, KP Media,

Team Robert Rettich, Anna Russo, Team Robert Hubatschek (Strassl Exklusiv), Beatrice Kober,

Stefanie Zimmermann, Albert’s Frisuren, head couture, Friseur Nawarth, Anett Brenke,

Bo n Say Hairlounge, und vielen vielen mehr.

 

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Fotocredit: Blicklicht Photographie

Von der Gastro in die Modewelt

Nicht alle Menschen haben das Glück, ihre Berufung auszuleben, ihre Leidenschaft in die Realität zu tragen. Sie sind oft ihr ganzes Leben auf der Suche nach dem Sinn. Stephanie Zimmermann hat ihren gefunden – mit einigen Umwegen…
Die Dresdnerin war jahrelang in der Gastronomie tätig. Doch Erfüllung fand sie dort nicht. Lange Arbeitstage, viele Überstunden, wenig Freizeit, keine Zeit für sich. Eine Routine schlich sich in ihr Leben ein. Arbeiten, die freien Stunden beim Feiern genießen, schlafen, arbeiten. Doch in Stephanie schlummerte mehr. Ein Talent, das nur darauf wartete, endlich ausbrechen zu dürfen. In der Gastronomie sah sie keine Perspektive mehr und fand nach zwei Jahren Überlegung ihre Leidenschaft in der Modebranche. “Fotos uns Make-up waren immer schon mein Ding”, erinnert sich Stephanie zurück. “Ich habe viel recherchiert, was mir gefallen würde, und bin dann beim Beruf des Make-up-Artisten hängen geblieben.”
Es folgte ein Sprung ins kalte Wasser. Ohne Furcht und ohne Blick zurück wagte Stephanie nach einer Ausbildung zum Professional Hair & Make-up Artist den Schritt in die Selbständigkeit. Man kann sagen, dass die Dresdnerin für ihren Mut wohl belohnt wurde. Als Neuling in der Branche machte sie schnell Kontakte, schminkte für Shootings und arbeitet mittlerweile auch an überregionalen Projekten in Berlin, München und Lanzarote. “Früher in der Gastro habe ich nicht wirklich ein Leben gehabt”, sagt sie. “Heutzutage bin ich oft unterwegs und froh darüber, viel rumzukommen. Jetzt bin ich aber auch froh, mal Zuhause zu sein, weil ich meine Freizeit ganz anders genießen kann.” Und mit einem Schlag änderte sich ihr ganzes Leben. “Aus Leidenschaft zum Traumberuf” – so steht es auf ihrer Website geschrieben.
Dann das Karriere-Highlight im vergangenen Jahr. Zusammen mit Fotografin Mariella Vagabundo eröffnete die 32-Jährige ein Fotostudio. Mit Make-up-Abteilung und Styling-Bereich, versteh sich. Und hier darf sich jeder Mal wie ein Star fühlen, auch mal selbst vor die Linse treten  – ob im Shooting mit der besten Freundin oder mit dem Ehemann. In der Dresdener Neustadt schaffen die Beiden Damen dann Bilder für die Ewigkeit.
Aufgehört zu träumen hat Stephanie trotzdem nicht. “Wenn noch weitere große Aufträge reinkommen würden, würde ich mich natürlich freuen. So kann ich alles etwas stabilisieren und natürlich noch mehr erreichen.” Erst mal steht am 29. Januar der Semperopernball an. Hier ist Stephanie als Make-up-Artistin zum ersten Mal dabei. “Das Besondere daran ist, dass es so ein großes Event ist – für Dresden wahrscheinlich das größte, was es gibt. Das ganze Feeling, die Atmosphäre ist toll. Ich denke, dass es ziemlich gigantisch wird.” Da sind wir uns sicher!

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Besitzt du noch oder teilst du schon?

3,2,1 – meins. Und deins. In einer narzisstischen Welt, in der sich alles um das eigene Ego dreht, wird das Wir doch noch zum großen Trend. Kollektivkonsum lautet das Stichwort. Aber ist es nun das Miteinander, das Teilen, was uns reizt, oder ist es doch der Geiz, der uns treibt?

Laut dem „Time Magazine“ soll der geteilte Konsum eine der zehn großen Ideen sein, welche die Welt verändern. Und vor allem ist es eine Idee, die mit dem Wandel der Gesellschaft kompatibel ist. Und die junge Gesellschaft tickt eben ganz eigen. Nehmen wir das Beispiel Berlin. Das Mekka der Kreativszene. Aus aller Welt stürmen junge Menschen in die deutsche Hauptstadt, um ihren Traum zu leben. Irgendetwas mit Medien, oder kreativ sein, vielleicht Mode, Musik. In meiner Generation hat das Wort Selbstverwirklichung einen neuen Stellenwert erreicht. Wir wollen nicht einfach arbeiten, um zu leben. Wir wollen unsere Arbeit leben, unsere tiefsten Wünsche in Realität verwandeln. Dass viele jedoch ihr ganzes Leben lang auf der Suche nach ihrem tiefsten Wunsch sind, ist Nebensache. Na ja, und wenn man dann nicht gerade eine Kreditkarte von Mami und Papi zugesteckt bekommen hat, heißt es erstmal: sich durchbeißen. Jobben, feiern, jobben, die Stadt erleben – und an so vielen Stellen wie möglich sparen. Fangen wir doch bei der Wohnung an. Warum eine eigene in einem Außenbezirk mieten, wenn man für den gleichen Preis gemeinsam mit coolen Leuten in einem Szene-Kiez wohnen kann? Der erste Schritt Richtung Kollektivkonsum ist also die Wohngemeinschaft. Ein beliebte Möglichkeit, die mittlerweile nicht nur in den 20ern von Bedeutung ist. Und weil ein eigenes Auto gerade finanziell nicht zu verwirklichen ist, kommen „DriveNow“ und „Car2go“ doch genau richtig. Sharing-Autos sind schließlich bequemer als die U-Bahn und günstiger als Taxis. Dass damit aber im weitestem Sinne auch gegen Umweltverschmutzung gekämpft werden soll, haben nur wenige im Sinn. Ist aber so – und außerdem sind grundsätzlich alle Produkte effizienter, wenn sie öfter genutzt werden. Also geht der Sharing-Gedanke schon mal auf.

Das Prinzip des gemeinschaftlichen Konsums und WGs sowie geteilte Büroflächen sind an sich nichts Neues, erleben aber gerade einen Boom. Und das hat vor allem das erweiterte Angebot und das Internet zu verantworten. Ob Tauschbörsen oder „Car Sharing“-Unternehmen, das Angebot im Netz ist groß. Und so auch die Nachfrage. Laut eine Repräsentativbefragung der Leuphana Universität Lüneberg war bereits 2013 jeder zweite Deutsche ein Teil der „Sharing Economy“. „Insbesondere die jüngere Generation habe die Vorteile einer Ökonomie des Teilens wiederentdeckt und belebe sie dank der Internettechnologie neu“, so der Wissenschaftler Prof. Dr. Heinrichs Harald. Nun sind vor allem Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gefordert, dass die Ökonomie des Teilens und des gemeinsamen Konsums eine Ergänzung zur Eigentums-Ökonomie darstellt und seine Entwicklungspotentiale entfalten kann.

Denn wir leben in einer Konsumgesellschaft. Der Kauf von Neuwaren steigt nach wie vor. Und das Gefühl von dem Besitz eines Lieblingsproduktes kann nicht ersetzt werden. Doch Konsum bedeutet besonders in der westlichen Zivilisation oft auch Überfluss und führt zur Wegwerf-Kultur. Wert spielt keine Rolle mehr. Und ob es jetzt der Geiz ist, der uns treibt, oder doch der Drang, etwas zu verändern, spielt beim Kollektivkonsum keine Rolle mehr. Denn die Wirkung ändert sich nicht. Wer mit auf den Zug aufspringt, trägt dazu bei, dass der Kollektivkonsum nicht nur eine Modeerscheinung ist. Nachhaltigkeit lautet die Zukunft. Und auch wenn uns der eigene Nutzen zum Kollektivkonsum bringt, kann dieser positive Einflüsse auf politische, gesellschaftliche oder ökologische Probleme und Missstände haben– sei es Ressourcenknappheit, Umweltverschmutzung und Ausbeutung von Menschen. Spar’ Geld und beuge Verschwendung vor! Mit dem Ich-Gedanken zum Wir-Gefühl. Na, wenn’s funktioniert…

Foto: DriveNow Promo

Haarwäsche – Schritt für Schritt

Wasser an, Haare einschäumen, Wasser drüber, fertig. So die Routine. Doch bei der Haarwäsche kann man tatsächlich so einiges falsch machen – besonders, wenn man die Organic Lifestyle-Produkte benutzt. Deswegen geben wir euch nun ein paar Tipps, wie es richtig geht. Eure Haare werden euch dankbar sein.

  1. Wassertemperatur testen! Mit zu kaltem Wasser bekommt man das Produkt nicht gut ausgespült, Rückstände bleiben im Haar. Bei zu warmen Wasser quillt das Haar auf. Dadurch würde der Effekt der Pflegeprodukte wieder verloren gehen. Die perfekte Wassertemperatur ist also die eigene Körpertemperatur. Lasst das Wasser einfach über das Handgelenk laufen. Wenn ihr die Temperatur des Wassers nicht spürt, ist es genau richtig.
  2. Es kann losgehen. Die Haare werden vorsichtig einschamponiert. Bei sehr geschädigtem und verschmutztem Haar darf es auch zweimal hintereinander sein. So bekommt man die Kopfhaut frei. Und nicht wundern, wenn es beim ersten Mal noch nicht schäumt!
  3. Nachdem das Shampoo ausgespült wurde, sollte die Kur einmassiert werden. Das Ganze könnte dann wie gespachtelt aussehen. Wenn eine Wand gut gespachtelt ist, ist sie glatt. So sollte es auch beim Haar sein. Dieses sollte nun gut zu kämmen sein. Die Einwirkzeit beträgt übrigens nicht länger als drei Minuten.
  4. Haare erneut ausspülen – aber nicht willkürlich! Das Wasser sollte von der Kopfhaut weg nach unten über die Spitzen laufen. Erst die Kopfhaut, dann die Spitzen spülen. Bei ersterem benutzt man nämlich am wenigsten Pflege. Achtung: Nicht zu viel ausspülen! Man sollte zwar fühlen, dass kein Produkt mehr im Haar ist, aber es sollte nun schön weich sein.
  5. Nun kommt der Conditioner ins Spiel, der gar nicht tief eingearbeitet werden muss. Denn er dient lediglich dazu, das Haar zu schließen. Die äußerste Schicht legt sich wieder an. Wenn die Haare anfangen zu glänzen, kann der Conditioner ausgespült werden. Warum die Haare geschlossen werden? Dass Wasser und das Shampoo sind basisch, was dazu führte, dass die Haare geöffnet wurden. So konnten die Pflegeprodukte wirklich tief in das Haar eindringen. Durch den Conditioner mit saurem pH-Wert zieht sich das Haar dann wieder zusammen, wird fester.
  6. Ausspülen, fertig!

 

Übrigens: Habt Ihr auch schon mal gehört, dass Schamponieren schädlich für die Haare ist? Alles Quatsch! Bei Haarwäschen gibt es kein richtig oder falsch – es gibt nur falsche Produkte! Ein Haar sollte wie eine Pflanze betrachtet werden. Wasser, Sauerstoff und Sonne tun dem Haar gut. Ob dieses also jeden Tag oder nur dreimal in der Woche gewaschen werden sollte, hängt allein von der Struktur des Haares ab. Wenn Ihr Euch also nicht sicher seid, fragt einfach bei Eurem Friseur des Vertrauens nach und lasst das Haar genauer unter die Lupe nehmen. Es gilt also keine allgemeine Regel. Denn das Haar ist so individuell wie der Besitzer selbst!

 

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Fotos: Privat, Fade Qu