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3,2,1 – meins. Und deins. In einer narzisstischen Welt, in der sich alles um das eigene Ego dreht, wird das Wir doch noch zum großen Trend. Kollektivkonsum lautet das Stichwort. Aber ist es nun das Miteinander, das Teilen, was uns reizt, oder ist es doch der Geiz, der uns treibt?

Laut dem „Time Magazine“ soll der geteilte Konsum eine der zehn großen Ideen sein, welche die Welt verändern. Und vor allem ist es eine Idee, die mit dem Wandel der Gesellschaft kompatibel ist. Und die junge Gesellschaft tickt eben ganz eigen. Nehmen wir das Beispiel Berlin. Das Mekka der Kreativszene. Aus aller Welt stürmen junge Menschen in die deutsche Hauptstadt, um ihren Traum zu leben. Irgendetwas mit Medien, oder kreativ sein, vielleicht Mode, Musik. In meiner Generation hat das Wort Selbstverwirklichung einen neuen Stellenwert erreicht. Wir wollen nicht einfach arbeiten, um zu leben. Wir wollen unsere Arbeit leben, unsere tiefsten Wünsche in Realität verwandeln. Dass viele jedoch ihr ganzes Leben lang auf der Suche nach ihrem tiefsten Wunsch sind, ist Nebensache. Na ja, und wenn man dann nicht gerade eine Kreditkarte von Mami und Papi zugesteckt bekommen hat, heißt es erstmal: sich durchbeißen. Jobben, feiern, jobben, die Stadt erleben – und an so vielen Stellen wie möglich sparen. Fangen wir doch bei der Wohnung an. Warum eine eigene in einem Außenbezirk mieten, wenn man für den gleichen Preis gemeinsam mit coolen Leuten in einem Szene-Kiez wohnen kann? Der erste Schritt Richtung Kollektivkonsum ist also die Wohngemeinschaft. Ein beliebte Möglichkeit, die mittlerweile nicht nur in den 20ern von Bedeutung ist. Und weil ein eigenes Auto gerade finanziell nicht zu verwirklichen ist, kommen „DriveNow“ und „Car2go“ doch genau richtig. Sharing-Autos sind schließlich bequemer als die U-Bahn und günstiger als Taxis. Dass damit aber im weitestem Sinne auch gegen Umweltverschmutzung gekämpft werden soll, haben nur wenige im Sinn. Ist aber so – und außerdem sind grundsätzlich alle Produkte effizienter, wenn sie öfter genutzt werden. Also geht der Sharing-Gedanke schon mal auf.

Das Prinzip des gemeinschaftlichen Konsums und WGs sowie geteilte Büroflächen sind an sich nichts Neues, erleben aber gerade einen Boom. Und das hat vor allem das erweiterte Angebot und das Internet zu verantworten. Ob Tauschbörsen oder „Car Sharing“-Unternehmen, das Angebot im Netz ist groß. Und so auch die Nachfrage. Laut eine Repräsentativbefragung der Leuphana Universität Lüneberg war bereits 2013 jeder zweite Deutsche ein Teil der „Sharing Economy“. „Insbesondere die jüngere Generation habe die Vorteile einer Ökonomie des Teilens wiederentdeckt und belebe sie dank der Internettechnologie neu“, so der Wissenschaftler Prof. Dr. Heinrichs Harald. Nun sind vor allem Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gefordert, dass die Ökonomie des Teilens und des gemeinsamen Konsums eine Ergänzung zur Eigentums-Ökonomie darstellt und seine Entwicklungspotentiale entfalten kann.

Denn wir leben in einer Konsumgesellschaft. Der Kauf von Neuwaren steigt nach wie vor. Und das Gefühl von dem Besitz eines Lieblingsproduktes kann nicht ersetzt werden. Doch Konsum bedeutet besonders in der westlichen Zivilisation oft auch Überfluss und führt zur Wegwerf-Kultur. Wert spielt keine Rolle mehr. Und ob es jetzt der Geiz ist, der uns treibt, oder doch der Drang, etwas zu verändern, spielt beim Kollektivkonsum keine Rolle mehr. Denn die Wirkung ändert sich nicht. Wer mit auf den Zug aufspringt, trägt dazu bei, dass der Kollektivkonsum nicht nur eine Modeerscheinung ist. Nachhaltigkeit lautet die Zukunft. Und auch wenn uns der eigene Nutzen zum Kollektivkonsum bringt, kann dieser positive Einflüsse auf politische, gesellschaftliche oder ökologische Probleme und Missstände haben– sei es Ressourcenknappheit, Umweltverschmutzung und Ausbeutung von Menschen. Spar’ Geld und beuge Verschwendung vor! Mit dem Ich-Gedanken zum Wir-Gefühl. Na, wenn’s funktioniert…

Foto: DriveNow Promo

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