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Gucci, Prada, Valentino: Veronique Kern (SMC) im Talk über das echte Modelbusiness

Schöner, schlanker, fitter: Die Anforderungen an Fashion-Models sind hoch. Doch wie sieht es hinter den Kulissen aus? Wir haben mit Veronique Kern, Founder von SMC Model Management, über das Modelbusiness gesprochen. Sie verrät uns, worauf es beim Model-sein ankommt, was das Geheimnis für den Erfolg ihrer Agentur ist und wie sie es geschafft hat, ihre Models auf die Laufstege der Welt zu bringen.

OLS: Ihre Modelagentur wurde 2009 gegründet. Woher kam der Wunsch nach einer eigenen Agentur?
Veronique Kern: Die Agentur gibt es schon viel länger, war damals jedoch nur national vertreten. Ab 2009 wurde aus Supermodels Connect SMC und es ging in die internationalen Märkte: London, Mailand, Paris. Wir wollten unbedingt mit großen Häusern wie Prada und Gucci arbeiten und mehr in den High Fashion-Bereich.

OLS: Ihr Sohn Alexander David Kern ist Mitbegründer und Modelagent von SMC. Er wird häufig als „Das Auge“ bezeichnet, da viele Models, die er entdeckt hat, auf den Laufstegen der Welt laufen. Woher kommt sein Gespür fu?r „rohe Diamanten“?
Veronique Kern: Alexander hat einfach ein gewisses Bauchgefühl. Seine Ästhetik fu?r Schönheit und außergewöhnliche Schönheiten entsprachen genau dem, was die Designer gesucht haben.
 

“Die Kunst ist nicht nach oben zu kommen, sondern oben zu bleiben.”

 
OLS: Sie waren lange selbst Model. Aus dieser Zeit konnten Sie sicher viele wertvolle Erfahrungen in Ihre Agentur einfließen lassen.
Veronique Kern: Tatsächlich kann ich meinen Models dadurch wirklich viel mitgeben und bringe ihnen vor allem bei, dass es nicht nur um Schönheit geht, sondern viel mehr um Ausdauer, gesunden Ehrgeiz, Geduld und Professionalität. Die Kunst ist nicht nach oben zu kommen, sondern oben zu bleiben.

OLS: Was unterscheidet SMC von anderen Model-Agenturen?
Veronique Kern: Wir nehmen ausschließlich Girls unter Vertrag – und das im kleinen Rahmen, so called “Boutique Management”. Dadurch können wir viel intensiver and den Karrieren unserer Models arbeiten, was wiederum den schnelleren Erfolg im Vergleich zu anderen erklärt.

OLS: SMC ist eine der erfolgreichsten Model-Agenturen international. Was ist das Geheimnis fu?r den Erfolg?
Veronique Kern: Es ist die persönliche und freundschaftliche Beziehung zu unseren großen Kunden, die wir über die Jahre hinweg aufgebaut haben. Davon profitieren unsere new faces stark.
 

“Für die Fashion Week muss man fit wie ein Sportler sein!”

 
OLS: Ihre Models laufen für große Marken wie Prada, Gucci, Louis Vuitton oder Valentino. Wie schaffen sie diesen großen Sprung in das Model-Business?
Veronique Kern: Die Casting-Direktoren fragen zu jeder neuen Saison direkt nach unseren new faces und sind gespannt, welche Models  wir ihnen vorstellen. Nachdem unsere Models von uns den richtigen Feinschliff bekommen haben und ready sind, geht meist alles ganz schnell.

OLS: Was muss ein Model haben, um in Ihre Agentur aufgenommen zu werden?
Veronique Kern: Ein gewissen Look, die richtigen Maße und Personality. Schönheit alleine reicht nicht. Unsere Models heben sich vor allem durch ihre besondere Personality und ihren Streetstyle von anderen Models ab.

OLS: Viele Modelagenturen setzen ihre Models unter Druck: Sie müssen dünner sein, fitter. Wie sieht das beim SMC aus? Gibt es strenge Regeln, an die sich die Models halten müssen?
Veronique Kern: Wir haben keine Regeln! Dennoch müssen unsere Models gesund, sexy, schlank und fit sein. Wer nicht auf seinen Body und seine Ernährung achtet und regelmäßig Sport macht, fu?r den gibt’s keine Fashion Week – dafür muss man fit wie ein Sportler sein und Power haben. Nur dünn sein führt bei uns und unseren Kunden zu keinem Erfolg!

Veronique Kern & Alexander David Kern


 

“Als Model hat man nur einmal die Chance. Man muss sich einen Namen machen.”

 

OLS: Nach außen wirkt das Modelbusiness glamourös. Die Models bewegen sich zwischen Prominenten und teuren Fashion Labels. Wie sieht die Realität aus?
Veronique Kern: Die lange und harte Arbeit im Vorfeld vor großen Shows, Red Carpets oder Awards sehen nur die wenigsten Leute. Im Modelbusiness ist es genau wie in Hollywood: Einen Film zu drehen dauert mehrere Monate. Man ist ständig am Set und muss immer topfit sein. Das ist nichts im Vergleich zum Glamour, den man dann zur Filmpremiere auf dem Red Carpet sieht.

OLS: Trotz des Glamour-Status, der Models oft zugeschrieben wird, hört man auf der Gegenseite auch, dass Models bei ihren Jobs kaum Geld verdienen, in winzigen WGs zusammengepfercht leben und bei Castings nur als eine Nummer von vielen behandelt werden. Was ist dran an der Kritik?
Veronique Kern: Jeder fängt klein an. Natürlich hat ein Topmodel ein anderes Honorar als ein new face. Am Anfang verdient man natürlich nicht so viel – man muss sich ja auch erstmal einen Namen machen. Aber sobald die ersten großen Editorials und Shows gelaufen sind, gibt’s beim Honorar keine Grenzen nach oben. Und was das Wohnen angeht: Unsere Mädels haben Glück. Wir haben immer SMC Apartments vor Ort.

OLS: Viele Models werden nach ein bis zwei Saisons aussortiert. Was ist der Grund fu?r diese kurzlebigen Karrieren?
Veronique Kern: Man hat als Model nur einmal die große Chance, einen Hype oder den gewissen Moment. Durch harte Arbeit im Voraus können wir den Models genau das ermöglichen. Wenn es dann aber soweit ist und das Model zum Beispiel endlich bei Prada ist, muss es mit Sympathie, Charme, Fun und Style vor Ort überzeugen und rausstechen. Models gibt es viele, deshalb ist es immer wichtig, cool zu sein, so dass die Kunden wieder mit einem arbeiten wollen. Personality ist gefragt. Die Kunden arbeiten mit Spirit und Ritualen, und legen daher keinen Wert auf Models ohne Energie.

 

Erfahrt hier mehr über SMC und die Models.

 

Bildcredits: Marcel Schwickerath für BrockmannundKnoedler, SMC Model Management

Hair Rehab® Teil 3

Vor einem halben Jahr machte ich Schluss mit Chemie in meinem Haar! Keine unüberlegten Haarexperimente mehr, genauso wenig wie Haaröle oder Anti-Frizz-Sprays. Das Ziel: Zurück zum Ursprung – mit den Haaren, die ich über die Jahre ziemlich strapaziert hatte.

 

Die Phase des Stillstands

Und nun sitze ich zum dritten Mal auf dem Friseurstuhl im BrockmannundKnoedlerSalon in Dresden. Wieder blicke ich von meinem Platz aus auf die Frauenkirche und freue mich auf aufgefrischte Haare. Die letzten Wochen waren definitiv durchwachsen. Vor allem erlebte ich eine Phase des Stillstands. Ich hatte das Gefühl, meine Haare würden sich nicht mehr positiv weiterentwickeln. Ich war an einem Punkt angekommen, an dem es nicht mehr weiter ging. Sie fühlten sich besonders in den Spitzen wieder etwas härter an, waren ausgefranst. Ich wusste nicht, woran es lag. Trotzdem hatte ich keine anderen Produkte als die Organic Lifestyle® Haarwäsche und -kur genutzt. Auch, wenn ich an manchen Tagen nach dem Föhnen am liebsten einfach Öl in meine Haare geklatscht hätte, um sie zu bändigen. Aber das Ganze ist nun mal ein langer Prozess und mir wurde klar, dass ich es nicht erwarten konnte, meine Haare endlich wieder perfekt zu sehen. Also musste ich Geduld haben und diesen Weg eben weitergehen. Und das tat ich.

 

Ein Hoffnungsschimmer

Circa zwei, drei Wochen bevor ich meinen Termin im BrockmannundKnoedlerSalon hatte, bemerkte ich eine positive Entwicklung. Von einer Haarwäsche auf die andere. Plötzlich fühlten sich meine Haare wieder etwas besser an und mein Wachstum beschleunigte sich. Meine Haare kamen mir länger vor. Klar, das war nur eine subjektive Einschätzung, aber der herausgewachsene Ansatz sollte mir Recht geben.

Im Salon werden meine Haare wieder mit Strähnen aufgefrischt. Auch am Ansatz wird mit Strähnchen gearbeitet, damit hier ein fließender Verlauf zum Rest meiner Haare gebildet wird. Mittlerweile merke ich, dass das natürliche Blond, welches ich jetzt habe, viel besser hält. Auch nach den Haarwäschen verfärbt sich der Ton nicht mehr. Nach den ersten beiden Behandlungen war das noch anders. Grund dafür war, dass meine Haare – nach den ganzen Strapazen aus der Vergangenheit – Farbpigmente nicht mehr so gut aufnehmen konnten. Aber wie gesagt: Auch das hat sich nun verbessert.

 

Neue Farbe, neue Produkte

Von Chefin Petra lerne ich übrigens, dass man das Kalk im Berliner Wasser in meinen Haaren sehen, beziehungsweise spüren kann. Und dass man mit den Organic Lifestyle® Produkten gewissenhaft umgehen sollte. Das heißt, ich kann diese nicht wie herkömmliche Produkte benutzen, sondern muss die vorgeschriebene Anwendung beachten. Denn auch das hat großen Einfluss auf die Entwicklung meiner Haare. Also bekomme ich von Stylistin und Farbspezialistin Laura Quick eine kleine Blitzschulung, was die Anwendung angeht.
Draußen ist es mittlerweile dunkel geworden, meine Haare aber wieder heller. Petra verpasst mir noch einen Haarschnitt und fertig ist die neue Frisur. Wieder bin ich mehr als zufrieden. Vor allem, weil sich meine Haare immer gesünder anfühlen und die Farbe immer natürlicher aussieht. Die nächsten Wochen und Monate werde ich meine Haare mit der blauen Linie, also den feuchtigkeitsspendenden Produkten, waschen und pflegen. Und wieder komme ich meinem Traum von langen, gesunden Haaren einen Schritt näher…

 

P.S.: Lust auf Anwendungstipps in Sachen Organic Lifetsyle®?

Ihr wollt mehr über Organic Lifestyle® und seine Anwendung erfahren? Dann schaut Euch den Film mit Daniel Thomas und Model Caro an. Hier wird einfach erklärt, wie Ihr die Produkte richtig zu Hause anwendet.

Lies hier Teil 1  und Teil 2 der Hair Rehab® Story!

 

 

Hair Rehab® Teil 2

Es war eine Odyssee. Die Entwicklung meiner Haare, meine ich. Jahrelang strapazierte und schädigte ich sie mit Farb-Experimenten. Bis ich Hair Rehab® ausprobiert habe. Ich ließ mir die Haare im BrockmannundKnoedlerSalon in Dresden färben und schneiden und benutze seitdem nur die Organic Lifestyle® Produkte. Nun sind drei Monate vergangen. Und glaubt mir: Der Schritt zurück zum Ursprung ist nicht einfach nur ein Schritt. Er ist ein langer Weg. Denn auch die Organic Lifestyle® Produkte können meine kaputten Haare nicht von einem Tag auf den anderen gesund zaubern.

Kurzer Rückblick

Als ich vor drei Monaten nach Hause kam, war ich glücklich. Meine Braun-Grün-Schlamm-Farbe war endlich weg und hatte für ein schönes Blond Platz gemacht. Ich war zufrieden. Und sollte es auch bleiben. Auch wenn meine Farbe noch nicht ganz gehalten hat. Das konnte sie auch nicht. Denn natürlich waren meine Haare so vorbelastet, dass sich die Farbe mit den Haarwäschen noch etwas veränderte, hier und da etwas goldiger wurde. Aber ich war weiterhin glücklich. Denn sie blieb eine schöne Farbe.

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Back home

Die Struktur meiner Haare fühlte sich nach meinem Friseurbesuch super an. Schön geschmeidig. Da ich meine Haare meistens per Luft trocknen lasse, konnte ich diesen geschmeidigen Effekt anfangs nicht selbst erzielen. Oft waren meine Haare vor allem in den Spitzen noch etwas strohig. Ich hatte ja alle anderen Produkte weggeschmissen. Auf Öle oder andere Weichmacher musste ich deswegen verzichten. Also entschied ich mich anfangs des Öfteren noch für einen Dutt, um das Problem zu umgehen. Ich gab aber die Hoffnung nicht auf, dass Organic Lifestyle® bald Wirkung zeigen würde.

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Zurück zum Ursprung

Es vergingen wahrscheinlich sechs bis acht Wochen, bis ich die ersten wirklichen Fortschritte bemerkte. Das hatte mir übrigens auch die BrockmannundKnoedler Stylistin Laura Quick prophezeit. Wenn sich etwas organisch entwickelt, braucht das seine Zeit. Doch auf einmal fühlten sich meine Haare viel weicher und nicht mehr so hart und strohig an. Ich konnte sie wieder offen tragen, ohne zwangsläufig die Spitzen glätten zu müssen. Und als die Tage so vergingen und ich meine Haare fleißig mit Organic Lifestyle® pflegte, kam auch meine alte Haarstruktur zurück. Das Wellige. Die Wellen in meinen Haaren, die ich so vermisst hatte, waren endlich wieder da. Und es sah plötzlich so aus, als hätte ich sie mit einem Lockenstab bearbeitet. Aber nein, alles Natur! Und worüber ich mich am meisten freute, war das Tempo, in dem meine Haare wuchsen. Mein größter Wunsch war es, dass ich sie bald wieder so lang wie früher tragen könnte. Und Dank Organic Lifestyle® war ich auf einem guten Weg.

Hair Rehab® Teil 2

Und so saß ich nach drei Monaten wieder auf dem Friseurstuhl bei BrockmannundKnoedler, um meinen Ansatz aufzufrischen. Natürlich blieb es nicht dabei. Petra Brockmann schnitt mir diesmal wirklich nur die Spitzen. Die Farbe bekam mit neuen Highlights ein kleines Makeover. Sie wurden in meinen Ansatz eingearbeitet, so dass dieser ganz natürlich mitwachsen kann. Ansatzproblematik behoben! Und das Ergebnis zauberte mir mal wieder ein Lächeln ins Gesicht. Schon beim ersten Mal war ich ja sehr zufrieden gewesen. Und diesmal war ich wunschlos glücklich. Auch das wurde mir von Anfang an gesagt: auch der Weg zur perfekten Farbe ist ein Prozess. Mit jedem Friseurbesuch wird diese optimiert, nein, sogar perfektioniert werden.
Dieses Mal hielt die Farbe nach dem Waschen auch viel besser. Meine Spitzen waren zwar noch leicht strapaziert, aber der Rest des Haares fühlte sich schon sehr gesund an. Ich freue mich, den organischen Weg weiter zu gehen und halte Euch natürlich auf dem Laufenden.

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P.S.: Schon gewusst?

Ich habe noch einen Tipp von Petra mit auf den Weg bekommen. Ich fragte sie, wie oft ich meine Haare glätten darf, ohne diese zu schädigen. Ihre Antwort verblüffte mich. Das Glätten sei nämlich gar kein Problem, da die Pflege durch die Hitze noch mehr ins Haar eingearbeitet wird. Nur Produkte wie Hitzesprays sollte man unbedingt weglassen. Diese bewirken nämlich genau das Gegenteil von dem, was wir damit bezwecken wollen.

Du hast den 1. Hair Rehab® Beitrag verpasst? Dann hier entlang!

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Blütenbestäuber sind vom Aussterben bedroht

In einer Welt, in der sich alles um die großen Dinge dreht, werden die kleinen oft vergessen. Doch ohne die kann das ganze System ins Schwanken geraten. Mit fatalen Folgen…

Es kann bedeuten, dass Sie Schwierigkeiten in den Schlaf, oder Sie können aufwachen für längere Zeit während der Nacht, oder Sie können aufwachen zu früh in den morgen. ‘Schlaftabletten’ wie Zopiclon sind als Letzte Mittel sein medicament somnifère zopiclone, aber Sie sind manchmal vorgeschrieben, für eine kurze Zeit zu helfen, mit einer besonders schlechten patch von Schlaflosigkeit. Zopiclon gehört zu einer Klasse von Arzneimitteln, die allgemein als Z-Drogen. Es funktioniert durch Einwirkung auf die Art und Weise Nachrichten gesendet werden, in Ihrem Gehirn, die Ihnen helfen, zu schlafen. Es reduziert die Zeit es braucht, für Sie zum einschlafen und erhöht die Länge der Zeit verbringen Sie mit schlafen. Zopiclon wird oft arbeiten Sie auch in der kurzen Frist, aber es ist in der Regel nicht vorgeschrieben für mehr als zwei bis vier Wochen.
Mehr: somnifere.info blog

Wer im Bio-Unterricht aufgepasst hat, weiß, dass Tiere, die Pflanzen bestäuben, essenziell sind. Sie sorgen für eine natürliche Ausbreitung der Pflanzenwelt. Weltweit gibt es mehr als 20 000 verschiedene Tierarten der Bestäuber. Stolze Summe? Ganz im Gegenteil! Eine Studie der “University of Reading” in Großbritannien warnte, dass nach dieser Zahl vierzig Prozent der Arten vom Aussterben bedroht sind. Vor allem Bienen und Schmetterlinge sind davon betroffen. Auch ein Bericht des Weltrats für Biologische Vielfalt (IPBES) bestätigt diese Sorge. Grund für die Vernichtung von Bienenvölkern und Co. seien der Klimawandel, der große Einsatz von Pestiziden sowie die intensive Landwirtschaft. Doch die Blütenbestäuber schaffen Milliardenwerte, auf welche die Menschheit angewiesen ist. Ohne Bienen keine Birnen, Kirschen, Äpfel und Pflaumen.

Und wieder hat der Mensch seine Finger im Spiel! Es ist nicht unbekannt, dass das bereits stattfindenden Bienensterben mit dem Einsatz von Insektiziden im Zusammenhang stehen muss. Dieses fällt jedoch in verschiedenen Regionen unterschiedlich aus – je nachdem, wie die landwirtschaftliche Produktion und die Anwendung von Pestiziden stattfindet, erklärt der IPBES-Bericht.

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Die Gefahr wird besonders am Beispiel des Monarchfalters sichtbar. Vor einiger Zeit gab es noch eine Milliarde Exemplare des königlichen Schmetterlings in Nordamerika. Heute ist der Bestand drastisch auf etwa 65 Millionen gesunken. Pestizide führten dazu, dass Seidenpflanzgewächse vernichtet wurden, welche wiederum eine der Hauptnahrungsquellen des Monarchfalters sind. Ein Teufelskreis… Eine ähnliche Entwicklung lässt sich nach den britischen Forschern mittlerweile auch bei anderen Blütenbestäubern beobachten. Dies kann nicht nur Auswirkungen auf die Natur sondern, auch auf die Produktion von Kaffee und Kakao haben. „Wir sind in einer Periode der Abnahme“, erklärt der Lead-Autor der Studie Simon Potts. „Und dies wird immer stärkere Konsequenzen haben.“

Was der Mensch zerstört hat, muss er jetzt wieder richten. Bevor es zu spät ist. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks fordert: „Wir brauchen eine nachhaltigere Landwirtschaft, auch in Deutschland und Europa.“ Demnach sollten keine öffentlichen Gelder eine Landwirtschaft unterstützen, welche zur Zerstörung unserer eigenen Lebensgrundlage beitragen. Grundsätzlich sollten Menschen aktive Schutzmaßnahmen für die Bestäuber ergreifen. Denn, wie in der Studie beschrieben, haben diese direkte Auswirkungen auf die Ernteträger. Das ist nicht nur wichtig und gut für die Umwelt, sondern auch für die Ernährungssicherheit.

Was bleibt, ist die Hoffnung. Weltweit haben sich bereits Organisationen und sogar Privatpersonen vereint, die sich nun für die Erhöhung des Schmetterling-Bestands einsetzen.

Fotos: Dominik QN, Ryan Jacques

Komm, wir gehen wandern!

Als Kind konnte ich nicht nachvollziehen, was meine Eltern dazu bewegt, wandern zu gehen. Den ganzen Tag kämpft man sich bergauf, ächzt, schwitzt, bei Wind und Wetter, und das nur, um am Ende des Tages wieder bergab zu laufen. Der Sinn des Ganzen entschloss sich mir in keinem der unzähligen Wander-Urlaube, so gut meine Eltern auch versuchten, es mir schmackhaft zu machen. Es mussten erst 15 Jahre vergehen, um zu begreifen, dass Wandern mehr ist, als das anstrengende Erklimmen von Gipfeln.

Für mich ist das „In-der-Natur-sein“ eine Wohltat, um Körper und Geist wieder auf Null zurückzusetzen und dem Alltagsstress zu entfliehen. Ich liebe die Berge, die endlosen grünen Wiesen und die faszinierende Tierwelt. Daher habe ich mich im vergangenen Jahr auch wieder mit dem Thema „Wandern“ befasst und ausprobiert, ob ich daran inzwischen genau so viel Gefallen finden würde, wie meine Eltern. Ich habe mir passende Kleidung gekauft sowie ein neues paar Wanderschuhe. Und eine große Packung Blasenpflaster. Der Wanderurlaub war gebucht, also hieß es: Schuhe einlaufen und die Kondition trainieren! Praktisch, wenn sich um die Ecke die unendlichen Weiten der Sächsischen Schweiz erstrecken und man sich selbst schon einmal testen kann!

An einem Samstag im August war es dann endlich so weit: Über die App Outdooractive haben sich mein Freund und ich für den Anfang eine mittelschwere Route von circa zwölf Kilometern ausgesucht, die entlang vieler bekannter Aussichtspunkte führt und als beliebter Klassiker bekannt ist. Auch wenn das Wetter an diesem Tag eher nass-kalt und sehr nebelig war,  starteten wir nach kurzer Autofahrt an der Schrammsteinbaude unsere Tour. Der dicke Nebel hüllte den Wald, durch den wir liefen, in ein märchenhaftes Licht. Unser Wanderweg führte weiter durch kantige Felsformationen. Über Metalltreppen, Leitern und Holzbohlen kraxelelten wir durch eine feuchtkühle Schlucht immer weiter bergauf. Notiz am Rande: Unsere Kondition lässt doch noch sehr zu wünschen übrig… Jedoch werden wir nach diesem anstrengenden Aufstieg  belohnt und können – auf den Schrammsteinen angekommen – verschnaufen und erleben einen unglaublichen Rundumblick auf die Felsen der Sächsischen Schweiz.


Nebel und Regen nehmen uns zwar etwas die Sicht, sorgen aber gleichzeitig für eine mystische Kulisse. Unterhalb der Schrammsteine schlängelt sich im Tal die Elbe entlang. Es ist beeindruckend, was die Natur hier geschaffen hat. Nach kurzer Pause führt der Weg ein Stück zurück und dann über viele Leitern und Treppen weiter in Richtung Breite Kluft. Auf dem Weg beginnt es leider fürchterlich an zu regnen, so dass die vielen Treppen und Leitern sehr rutschig werden. „Jetzt gibt es kein Zurück mehr! Augen zu und durch!“, denke ich mir. Also Jacke zu, Kapuze um und weiter geht’s! Uns begegnen immer wieder viele Touristen mit Sandalen an den Füßen, die mit der Witterung deutliche Probleme haben und sich nur mit Mühe die Wege entlang hangeln. Ein Glück, dass wir unsere Wanderschuhe haben. An der Breiten Kluft angekommen, machen wir eine kurze Pause und genießen einen einmaligen Blick in die Ferne. Auch hier erstrecken sich die typischen Felsformationen und die dicht bewachsenen Wälder neben tiefen Kluften, in denen die dicken Regenwolken festhängen.

Unsere letzte große Aussichtsplattform ist der berühmte Carolafelsen. Dort angekommen machen wir eine ausgiebige Pause und essen unsere Brote, Äpfel und Kekse, die wir uns Zuhause eingepackt haben. So sitzen wir auf dem Boden, essen und betrachten das vor uns liegende Tal, während der Regen langsam nachlässt. Neben uns sitzen viele andere Wanderer, die die gleiche Idee hatten. Auch sie sind sichtlich vom Regen  in Mitleidenschaft gezogen worden. Wann kommt endlich die Sonne wieder? Man sieht ihnen an, dass sie sich genau diese Frage stellen… Nach einer dreiviertel Stunde machen wir uns langsam auf den Weg bergab. Ich verfolge die Wegbeschreibung unserer Route und lese, dass wir jetzt die Wilde Hölle hinab gehen müssen. Diese Wilde Hölle ist so wild, dass ich sie gar nicht wirklich registriere und meinen Freund erst einmal daran vorbeilotse: „Das ist doch kein Weg! Guck doch mal, da sind nur Büsche und Felsen. Hier rechts ist ein Pfad. Das wird die Wilde Hölle sein!“ Also bogen wir rechts ab in der festen Annahme, richtig zu sein. Unser GPS Tracker zeigte uns aber schnell, dass wir die falsche Richtung eingeschlagen hatten… Also ging es zurück und die, für mich nicht als Weg erkennbare Schlucht in Richtung Kirnitzschtal hinab. Kurz darauf war mir klar, warum dieser Weg Wilde Hölle hieß und warum auf dem Schild „Schwierig!“ stand…  Es war tatsächlich kein normaler Weg. Wir mussten über riesigen Felsen  klettern, welche mit feuchtem Moos bewachsen waren. Das erschwerte natürlich das Festhalten ungemein. Hier und da gab es gar keinen direkten Weg mehr – man musste an der Felswand mittels kleinen Metalltritten entlang klettern. Nichts für schwache Nerven und schicke Turnschuhe! Wir überholten einige „Wanderer“, die die ganze Wilde Hölle nur so herab schlitterten. Ich hoffe bis heute, dass sie ohne Beinbrüche Zuhause angekommen sind… Die letzte Hürde war eine leicht in den Fels eingeschliffene Treppe, die ich nur hinab rutschen konnte, da der Abstand der letzten Stufe zum Boden einfach viel zu groß war. An dieser Stelle war ich sehr froh, dass wir den Weg bergab und nicht bergauf gehen mussten.

Kaum sind wir der Wilden Hölle entkommen, bricht die Sonne plötzlich durch die Wolken und der Himmel reißt auf. Nach all den Strapazen am Vormittag war das die größte Belohnung. Der Weg geht sanft bergab durch einen Wald hindurch. Die Luft ist angenehm frisch und riecht nach Sommerregen. Durch die Baumwipfel piksen immer wieder Sonnenstrahlen hindurch und trocknen unsere nassen Regenjacken. Tief einatmen, die Ruhe genießen. Mehr braucht es nicht. Inzwischen sind wir schon fünf Stunden unterwegs. Die Route ist eigentlich ausgeschrieben auf eine Laufdauer von vier Stunden. Irgendwas machen wir wohl falsch. Entweder sind wir zu langsam oder wir haben zu viele Pausen gemacht. Aber das hier ist ja auch kein Wettrennen – ich bin dankbar über jede Minute hier draußen. An einer großen Wiese angekommen, haben wir noch einmal einen wunderbaren Blick auf die nördliche Seite der Schrammsteinkette, die wir zu Beginn unserer Tour erklommen haben. Schon verrückt, wie hoch sie von hier unten sind!

Auf dem Elbleitenweg angekommen, geht rechterhand ein Pfad ab, der zurück zum Schießgrund führt. Hier erwartete uns eine große Überraschung! Der Falkenstein, welcher am Morgen noch in dicke Wolken gepackt und damit für uns vollkommen unsichtbar war, erstreckte sich vor uns im Glanz der Nachmittagssonne. Mit diesem letzten Highlight unserer Tour kehrten wir nach insgesamt fünfeinhalb Stunden zum Auto zurück. Die Beine schmerzten, die Füße qualmten – aber der Kopf war frei.

Mein Fazit: Ich bin immer wieder begeistert, welch unterschiedlichen Formen die Natur mit sich bringt und dankbar dafür, diese erkunden zu können. Nach so einem Tag ist man natürlich k.o., aber im Inneren spürt man eine wohlige Wärme und ein riesiges Glücksgefühl, verbunden mit einer großen Portion Stolz. Schließlich haben wir zwölf Kilometer und 477 Höhenmeter überwunden, uns Herausforderungen gestellt und dem Wetter getrotzt. In diesen Momenten wirkt alles andere nichtig und irrelevant. Und genau das ist vermutlich, was meine Eltern am Wandern auch schon fasziniert hat. Wandern ist wirklich mehr als das Erklimmen von Gipfeln. Wer aus dem Alltag ausbrechen, den Kopf frei bekommen und gleichzeitig etwas für die Fitness tun möchte, sollte es unbedingt ausprobieren! Jeder noch so schwere Anstieg lohnt mit einer atemberaubenden Aussicht. Also nichts wie raus mit Euch. Der Frühling steht vor der Tür und tolle Landschaften, die entdeckt werden möchten.

Du hast Lust, diese Tour selbst zu gehen? Hier findest du die Route.

Hair Rehab® Teil 1

Mission Haare, wie Stroh – geschafft!

Ich habe es getan! Endlich habe ich mir bei BrockmannundKnoedler die Haare machen lassen. Ich hatte es auch bitter nötig. Eine lange Historie an unterschiedlichen Haarfarben liegt hinter mir. Schon mit 12 Jahren habe ich mir die ersten Strähnen setzen lassen. Damals noch Block-Strähnen. Es sollte nicht dabei bleiben. Irgendwann wurden sie braun, dann wieder goldig blond. Dann ein Weinrot. Danach lange schwarz. Was war noch mal meine Naturhaarfarbe? Ach, schon längst vergessen. Kupfer waren sie auch irgendwann. Und danach wieder braun. Und dann doch wieder Kupfer – nur ein anderer Ton. Ach so, meine Grün-Blau-Phase habe ich ganz vergessen. Und pinke Dip-Dye-Akzente hatte ich auch irgendwann mal. Bis ich es wissen wollte. PLATINBLOND! Ja, das hat meinen Haaren den Rest gegeben. Mission Haare, wie Stroh – geschafft! Danach kamen irgendwelche komischen Ombré-Variationen. Muss ja im Jahr 2016 auch nicht mehr sein. Also zurück zu braun. Nur das sind sie leider nicht geblieben. Ja, der fiese Grünstich kam dazu. Was für ein Werdegang.

 

 

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Im BrockmannundKnoedlerSalon Dresden

Und jetzt sitze ich hier in Dresden. Haare trocken, Haare kaputt, Haare nicht schön. Ungewollt fünf verschiedene Töne auf dem Kopf. Oben abgebrochen. Alles, was man zum Schönsein eben nicht braucht. Irgendwie komisch, dass genau ich als Schreiberling bei BrockmannundKnoedler und Organic Lifestyle® gelandet bin. Und irgendwie auch Schicksal. Denn genau ich, die Haarkatastrophe schlechthin, die nicht nur kaputte Haare hat, sondern sich auch noch jedes auf dem Markt vorhandene Silikon-Produkt in die Haare klatscht, findet nun den Weg ins Natürliche. Zurück zum Ursprung mit BrockmannundKnoedler.

 

Alles anders!

Und irgendwie ist hier im Salon so gar nichts, wie ich es sonst vom Friseur kenne. Das fängt beim wunderschönen Design und der Inneneinrichtung an und hört bei kleinen Details auf. Zum Beispiel bekommen alle Kunden einen Organic Lifestyle-Kimono angezogen, bevor sie sich auf den Platz setzen. Natürlich auch ich. Denn heute bin ich Kundin. Das fesche Mäntelchen ziehe ich mir übrigens in einer kleinen aber hübschen Kabine an. Natürlich auch durchdesignt. Habt ihr so etwas schon einmal bei einem Friseur gesehen? Ich auch nicht. Von dem Ausblick müssen wir gar nicht sprechen. Nur so viel: direkter Blick auf die Altstadt. Und die Mitarbeiter sind die Kirsche auf der Sahnetorte. Wie sie sich um mich kümmern, mir jeden Wunsch von den Lippen, ähm, Haaren ablesen. Ich glaube, das ist wirklich der erste Friseur, bei dem ich mich wirklich wohl gefühlt habe. Und das, bevor überhaupt jemand mit meinen Haaren losgelegt hat. Nun gut, jetzt müssen wir auch ehrlich sein. Häme habe ich auch über mich ergehen lassen müssen. Den einen oder anderen Witz über meine Haare habe ich mit Humor ertragen. Viel bleibt mir bei dem jetzigen Zustand auch nicht übrig.

 

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Zurück zum Ursprung

Es geht los. Zuerst werfen aber die Chefs, Petra und Thomas, einen Blick auf das Desaster. Dann darf Stylistin und Farb-Spezialistin Laura Quick ran. Es geht zum Waschbecken, wo sie mir zuerst die Haare nass macht und danach eine leichte Blondierung aufträgt. Zu dem Zeitpunkt ist mir noch nicht klar, dass ich gleich fast eine Stunde am Waschbecken verbringen darf. Und Laura weicht nicht von der Seite. Ein einfaches Einwirken gibt es hier nicht. Weiter geht es mit dem Bleaching. Immer und immer wieder massiert sie die Blondierung ein. Mal intensiver, mal weniger intensiv. Laura erklärt mir, dass sie damit einen gezielten Farbabzug machen kann und somit bestimmen kann, wo mehr Helligkeit und wo mehr Farbe hin muss. Das macht auch für einen Laien Sinn.

 

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Nächster Schritt: Zwei Mal werden meine Haare shampooniert. Nach dem zweiten Mal quietschen sie ganz schön. Das bedeutet, dass sie sauber sind. Endlich! Liegt wahrscheinlich bei meinen Haaren schon zehn Jahre zurück. Danach bekomme ich eine Protein-Kur. Eine reicht jedoch nicht aus. Es folgt eine Feuchtigkeits-Kur. Um die Haare dann wieder zu schließen, bekomme ich noch einen Conditioner aufgetragen. Zurück zum Platz.

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Zwischenstopp…

Meine Haare werden geföhnt, um den aktuellen Stand zu betrachten. Ich bin jetzt kurzzeitig kupfrig. Das ist aber nur ein Zwischenstopp auf der Reise zum natürlichen Blond. Dass diese lang wird, war mir klar. Aber so lang? Aber das hat auch seinen Grund. Laura macht mir jetzt Strähnen bzw. Paintings ins Haar. Dabei beobachte ich sie ganz genau. Ich habe ja schließlich Zeit. Viiieeel Zeit! Schon alleine die Art und Weise, wie sie die Folien schließt ist eine Technik für sich. Und jede einzelne Strähne, die sie zieht, ist hauchdünn. Hier wird nichts dem Zufall überlassen. Hier sitzt jeder Griff, jede Bewegung. Kein schnell schnell, damit wir alle früh Feierabend machen können. Ich sage euch: Wenn irgendwo Wert auf Qualität und Perfektion gelegt wird, dann in diesem Salon! In keiner einzigen Sekunde mache ich mir Sorgen, dass mir das Ergebnis nicht gefallen könnte, obwohl es eine totale Veränderung sein wird. Nach ungefähr drei Stunden ist der Vorderkopfbereich komplett mit Paintings gesetzt und auch hinten ist das Magma aufgetragen. Ich lerne, dass dieses die Haare aufhellt und einnuanciert. Es kann sowohl die Pigmente abbauen als auch einlagern. Und dann heißt es einwirken. Warten. Mit meinen 69 Folien am Vorderkopfbereich.

 

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Qualität braucht Zeit

Zurück zum Waschbecken. Wieder wird zwei Mal shampooniert. Es folgen zwei Kuren und der Conditioner. An meinem Platz wartet schon Petra mit einem Föhn auf mich. Die Chefin höchstpersönlich. Da muss ich innerlich grinsen und freue mich total, bleibe aber nach außen hin ganz cool. Typisch Journalistin eben. Je trockener die Haare werden, desto mehr kann man die Farbe erkennen, die mir mit viel Mühe gezaubert wurde. Mir gefällt, was ich sehe. Sehr sogar. Als mich Petra fragt, was ich denn morgen mache, merke ich schon, dass irgendwas im Busch ist. Sie fängt mit dem Schnitt an. Mein erster Organic HairCut. Und zum Abschluss gibt es noch eine Überraschung: Ich bin fertig…nicht! Jetzt wird mir klar, warum mich die Chefin nach meinen Samstagsplänen gefragt hat. Ich soll in Dresden bleiben – über Nacht. Und am nächsten Morgen noch mal in den Salon – zum Perfektionieren. Ich wäre mit diesem Ergebnis heute glücklich nach Hause gefahren. Wie glücklich werde ich dann morgen sein?

 

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Über Nacht in Dresden

Nun sitze ich wieder hier – mit Blick auf die Frauenkirche, die Sonne scheint mir ins Gesicht. Mittlerweile lächelt mich eine Blondine im Spiegel an. Pünktlich um zehn Uhr hat Laura schon die Folien und das Magma bereit gelegt. Day Number 2 – let’s go. Wieder setzt sie mir Strähnen. Im zweiten Schritt bearbeitet sie meine Ansätze mit Farbe. Feinschliff vom Feinsten. Dann heißt es wieder einwirken – und zurück zum Waschbecken: zwei Mal shampoonieren, zwei Mal Kur, Conditioner. Zurück zum Platz. Spannung! Denn was sich jetzt unter dem Handtuch verbirgt, ist meine neue sensationelle (Achtung Spoiler) Farbe. Mit Spannung schaue ich in den Spiegel. Petra steht schon mit dem Föhn bereit. Trocknen, fertig. Es ist geschafft. Nach sieben Stunden am ersten Tag und sechs Stunden am zweiten Tag habe ich endlich meine fertige Farbe. Hallo, neuer Mensch im Spiegel. Was es geworden ist? Ich würde es als Erdbeerblond bezeichnen. Tolle helle Strähnen, ein Touch Rosé – für mich perfekt. An meine neue Frisur werde ich mich nicht gewöhnen müssen, denn sie passt einfach. Das bin ich.

 

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Bye bye, Chemie!

Da das mein Artikel ist und es heute nur um mich und meine Haare geht, darf ich jetzt auch ganz subjektiv schreiben. Und schwärmen so viel ich will! Denn Folgendes muss ich jetzt wirklich loswerden: Meinen Haaren hätte nichts Besseres, als dieser Friseurbesuch passieren können. Danke an alle Beteiligten! Und ich hoffe, dass Petra und Thomas jetzt ein bisschen lächeln, wenn sie diesen Artikel lesen. Denn die beiden Experten haben so einige Male geschmunzelt, als ich mit dem völlig kaputten Haar vor ihnen stand. Und nun findet Fräulein Chemie-im-Haar mit ihnen endlich den Weg ins Natürliche. Und der ist noch lange nicht zu Ende. Denn jetzt steht zwar die Frisur, die Qualität aber noch lange nicht. Schließlich bin ich aufgrund meiner Haar-Experimente vorbelastet. Meine bisherigen Haar-Produkte sind schon in der Tonne gelandet. Bye bye, Chemie! In den nächsten Wochen werde ich die OLS-Produkte testen und Euch nehme ich natürlich mit auf die Reise. Die neue Mission: wieder lange Haare!

Ihr wollt wissen wie es weitergeht? Dann schaut am 19.03. und 09.04. wieder auf den Blog. Dann gibt es Hair Rehab Teil 2 und 3! Ihr seid Friseure und möchtet das Hair Rehab Seminar besuchen und lernen wie man Kunden wie mich durch diesen Prozess führt? Dann informiert Euch hier über die nächsten Termine in der BrockmannundKnoedler Academy.

 

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Share the Meal – Teilt Euer Essen

Es ist manchmal schon erschreckend – wenn man sich über bestimmte Dinge bewusst wird. Zum Beispiel, wenn es ums Essen geht. Was schlagen wir uns manchmal die Bäuche voll. An Cheat-Days sind es Pizza und Kuchen, an disziplinierten Tagen sind es irgendwelche fancy Fitness-Superfoods. Für einen Durchschnittsbürger ist es schwer vorstellbar, was es wirklich bedeutet, Hunger zu haben. Ich meine, wirklichen Hunger. Nicht, wenn der Magen mal zwischendurch knurrt. Ich meine den Hunger, wenn man tagelang nichts zwischen die Zähne bekommen hat, die Energie schwindet, der Körper schwach wird, wenn es immer schwerer wird, zu funktionieren. Ja, es ist unvorstellbar, dass Menschen immer noch unter diesen Umständen leben müssen bzw. versuchen zu leben, obwohl vor unseren Augen täglich Tonnen von Essen weggeschmissen werden. Weltweit haben geschätzt 815 Millionen Menschen nicht genug zu essen. Viele davon sterben an Hunger. Es sind insgesamt sogar mehr Menschen die an Hunger sterben als an AIDS, Malaria und Tuberkulose zusammen. Mir ist bewusst, dass wir schon lange von diesem Problem wissen. Wir alle. Und ich weiß auch, dass dieses Problem für viele Menschen nicht greifbar, eben unvorstellbar ist. Aber das heißt nicht, dass es nicht existiert. Deshalb sollten wir unsere Augen auch nicht davor verschließen.

Eine Welt ohne Hunger

Vielleicht braucht es einfach nur den richtigen Impuls. Den gibt nun die Organisation „UN World Food Programme“ (WFP). Ganz einfach. Mit einer App. Diese nennt sich „Share The Meal“ und soll beim Kampf gegen die Hungersnot helfen. Es kostet gerade einmal 40 Cent, ein Kind für einen Tag zu ernähren. Und diese kann man in der App per Klick ganz leicht spenden und somit sein Essen „teilen“. Das Ziel: eine Welt ohne Hunger. Die App unterstützt dabei vor allem Kinder in Kamerun, Lesotho, Jordanien, Jemen, im Südsudan, Nigeria, Haiti, aber auch in Syrien, im Libanon und Malawi.

Share the Meal

Je nach (Entwicklungs-)Land variieren die Kosten für Ernährungshilfe. Die Organisation WFP erhält die App-Spenden und verteilt diese dann. Die konkrete Hilfe hängt von der jeweiligen Situation ab. In manchen Fällen bekommen die Bedürftigen für das Essen Bargeld oder Gutscheine. In Notsituationen werden aber auch Grundnahrungsmittel wie Reis, Nudeln, Bulgur, Linsen, Zucker, Salz, Öl und Mehl verteilt. Besonders Kinder, die von Mangel- und Unterernährung betroffen sind, benötigen nährstoffreiche Spezialnahrung, wie zum Beispiel spezielle Mischungen aus Getreide, Soja, Hülsenfrüchten, Ölsamen und Trockenmilch, die mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert werden.

Ein glückliches und gesundes Kind ist nur einen Klick entfernt.

Fast 20-Millionen Mahlzeiten wurden bereits geteilt. Grund zu feiern. Und es werden immer mehr Nutzer. Die App unterliegt den internationalen strengen Datenschutzbestimmungen. Für die Nutzung von Share the Meal bedarf es, abgesehen von den Appstore-Informationen um die App herunterzuladen, lediglich einer Kreditkartennummer oder alternativ einem PayPal Login. Hier ist es nicht notwendig, ein Benutzerprofil anzulegen. Wer möchte, kann die App aber mit Facebook verknüpfen und so die Spenden der Freunde sehen und die eigenen vernetzen. Ein glückliches und gesundes Kind ist nur einen Klick entfernt. Also, los!

 

Fotos: Share The Meal Press, Tom Saater

 

Echte Mamas

Echte Mamas: Wenn man Mama wird, steht das Leben plötzlich Kopf. Schon in der Schwangerschaft spielen die Hormone verrückt, die Emotionen fahren Achterbahn, der Köper macht was er will und alles ist neu, unbekannt und aufregend. Als Mama stellen sich einem so viele Fragen, auf die man keine Antworten hat, man ist unsicher, steht vor großen Entscheidungen und beschäftigt sich mit Themen, die einem vorher ganz fremd waren. Mit wem könnte man sich da besser austauschen als mit anderen Mamas, die Ähnliches erleben oder erlebt haben und einem zur Seite stehen, einem neue Perspektiven aufzeigen oder einfach nur mal sagen: „Es ist völlig in Ordnung, wie Du das machst!“ Genau das wollten Miriam Wiederer, Marion Scheithauer und Sara Urbainczyk mit ihrem Online-Magazin Echte Mamas erreichen. Die Idee dazu kam den drei Hamburgerinnen bei Spieltreffen während der gemeinsamen Elternzeit. Es war mehr eine Herzensangelegenheit als die Vision einer neuen Berufung, als sie mit einer Facebook-Seite in ein neues Unternehmen starteten. Dass sie damit einen Nerv treffen würden und die Facebook-Seite Echte Mamas heute nach einem Jahr schon 400.000 Follower stark ist, hätten sie damals nicht gedacht.

Bereits nach einem Jahr schon 400.000 Follower auf Facebook

„Wir waren überrascht wie schnell sich die Social Community gerade in unserer geschlossenen Facebook-Gruppe gebildet hat“ erzählt uns Marion. Dort können sich Mütter und werdende Mütter zu Themen wie Schwangerschaft, Erziehung oder Beziehungsfragen austauschen. Die Mamas fühlen sich so wohl und vertraut. Sie sprechen über alles miteinander. Ein paar wenige haben sogar angefangen die Gruppe eigenständig zu verwalten. „Sie haben gefragt, ob wir Hilfe brauchen und geben heute Beiträge frei und kümmern sich um Mitgliedsanfragen. Dafür sind wir ihnen unglaublich dankbar. Bald haben wir unser erstes Administratoren-Treffen. Es ist spannend zu erleben wie sich unsere Vision ganz organisch weiterentwickelt.“ Bereits 10 Mio. Beitragsinteraktionen im Monat verzeichnet das Trio von www.echtemamas.de und auch ihre Website kann sich über 600.000 Unique User freuen.

Erfolgsrezept und handwerkliches Können

Begeisterung, Freude an der Arbeit und auch das eigene Muttersein, waren wohl die ersten wichtigen Zutaten für dieses Erfolgsrezept, aber auch echtes Können, denn alle Drei sind vom Fach. Sie kommen aus der Verlagsbranche: Marion Scheithauer war Beauty-Chefin der Bauer-Zeitschrift “Maxi”, Miriam Wiederer leitete dieses Ressort beim Gruner+Jahr-Titel “Brigitte” und Sara Urbainczyk ist Business-Director der Bauer-Portale “Wunderweib.de” und “Lecker.de“. Sie ist noch in Elternzeit. Sie kennen sich aus in der Branche und jede bringt ihre Erfahrungen, Talente und Ideen mit ein. Sara ist Profi im digitalen Business und Facebook-Marketing und weiß genau, was es braucht, um organisch mehr Reichweite zu erzielen. Miriam ist das Organisationstalent, Redaktionsleiterin und für das Personal verantwortlich und Marion ist die Kreative, die Designkonzepte entwickelt und mit viel Herz eine Welt kreiert, die Mitgefühl, Vertrauen und Nähe schafft.

 

„Wir bilden das echte Leben ab. Kein Filter. Kein Drama.”

Aber auch der Content ist vielversprechend. „Wir bilden das echte Leben ab. Kein Filter. Kein Drama.”, sagt Marion. Auf Echte Mamas gibt es „keine durchgestylten Über-Mütter, die nie einen Fleck auf ihrer Designer-Bluse haben, und bei denen das Baby von Anfang an durchschläft, nie schreit und alles als erstes kann.“(www.echtemamas.de) Nein, hier erzählt das wahre Leben! Viele Mamas fühlen sich gerade in der Zeit der Schwangerschaft und im ersten Jahr nach der Geburt sozial ausgeschlossen und einfach allein. Darauf einzugehen und diese Gradwanderung zwischen Wunderschön und Wahnsinn zu begleiten gelingt Echte Mamas einfach gut und macht sie so beliebt.

 

Raum für Austausch, Diskussionen und Aufklärung.

Dabei haben die drei echten Mamas auch keine Ambitionen zu belehren oder ihre eigene subjektive Meinung an die Frau zu bringen. Was nicht bedeutet, dass sie keine haben. Aber Mamas sind verschieden und ihre Kinder sind es auch. Ob eine Mama ihr Kind täglich nach dem Mittagessen aus der Kita abholt, oder erst 16:30 Uhr, weil sie 40 Stunden arbeitet, wird hier nicht bewertet. Die eine legt ihr Kind von Anfang an ins eigene Bett und genießt den erholsamen ruhigen Schlaf, andere entscheiden sich für Kuschelzeit und intensive Nähe im Familienbett. Und so könnte man Seiten füllen. Da gibt es kein Richtig oder Falsch, dafür aber Austausch, Diskussionen, Mitgefühl, geteilte Freude und natürlich auch Aufklärung.

 

Die Geschichten der Anderen

Marion erklärt im Interview mit dem Organic Lifestyle Magazin: „Zum Beispiel beim Thema Impfen versuchen wir schon Impfgegnern die Ängste zu nehmen, die oft aus Vorurteilen entstanden und wissenschaftlich überhaupt nicht fundiert sind.“ Auch dem Thema Kinder und Karriere würden Miriam, Marion und Sara gern noch mehr Beachtung schenken. Denn auch heute ist es noch nicht selbstverständlich, dass auch bei einer erfolgreichen Frau, Kinder zum Leben dazu gehören! Doch erst einmal möchten sie den Geschichten der Mamas mehr Raum geben. Persönliche Schicksale, Fragen, Anregungen und berührende Geschichten bereichern das Online-Magazin und die sozialen Netzwerke von Echte Mamas.

Die Risiken der Online-Kommunikation

Natürlich gibt es darunter auch Themen, die das Potential haben sich negativ hochzuschaukeln. Oft sind es aber Missverständnisse aufgrund von unzureichenden Erklärungen, Interpretationsspielräumen und letztlich dem Fehlen von Mimik und Gestik, die dazu führen, dass eine Diskussion auch schnell mal abdriften kann. Wenn man im wahren Leben dem Gesprächspartner gegenüber sitzt, kann man mit etwas Sensibilität schnell erkennen, ob man den Bogen überspannt hat oder ob es noch Erklärungsbedarf gibt.

„Online fehlt das einfach“, so Marion Scheithauer: „In den meisten Fällen ist es aber keine Absicht. Das sind alle tolle Mamas.“ Aber bei einer Reichweite von 15 Mio pro Woche und 2,5 Mio Engagements lässt sich das selbst mit der Hilfe der Administratoren nicht immer verhindern oder überschauen. „Als ich es zum ersten Mal erlebt habe, bin ich mega erschrocken! Aber mit der Zeit sieht man, dass es sich auch wieder reguliert. Und User, die immer wieder negativ auffallen werden gesperrt, aber die meisten sind ganz normale Mamas wie wir und gehen sehr respektvoll miteinander um!“

Offline-Events bereichern das Online-Leben

Doch nicht nur online wollen die drei Hamburgerinnen aktiv sein. Es gibt noch viele frische Ideen. Im Frühjahr fand ihre erste „Baby-Shower-Party“ statt. „Es sollte noch viel mehr Offline-Events geben. Wir hatten so eine gute Zeit mit den Mamas. Es war traumhaft, sie so glücklich zu sehen.“, berichtet Marion. Mit Hilfe von Sponsoren wie Pampers oder Sigikid gab es für die zehn Mütter auch einen reich gedeckten Geschenktisch! Das schönste an diesem Tag, waren aber die ehrliche Freude, die Gespräche und das herzliche Miteinander! Das würden Miriam, Marion und Sara gern wiederholen, aber dafür braucht es zukünftig einen Eventmanager, der sich allein nur darum kümmert.

Und das Online-Magazin ist ja auch noch jung. Wer weiß welche Wege sich noch eröffnen!
„Wir sind ja noch in der Findungsphase. Wir lieben unsere User. Und wenn sie sich noch mehr wünschen, wir sie noch mehr unterstützen und sie noch glücklicher machen können, dann tun wir das und sind da ganz vorn mit dabei!“

(Bilder: Echte Mamas, pixabay)

Künstliche Intelligenz in unserem Alltag

„Künstliche Intelligenz“ – dabei denkt man spontan an humanoide Roboter oder Maschinen deren Aussehen und Fähigkeiten uns durch bekannte Filme wie “Matrix“, „I, Robot“ oder „ExMachina“ bereits gut bekannt sind. Auch von intelligenten Autos, die autonom fahren sollen, hat man schon gehört – jedoch scheinen diese Dinge noch fernab der Realität zu liegen und eine Verwendung im Alltag scheint kaum denkbar. Dabei vergessen wir oft, wie nah wir bereits mit künstlicher Intelligenz zusammenleben: es sind die kleinen Helferlein des Alltags – Apps und Programme unseres Smartphones oder Computers, die bereits zu unseren täglichen Begleitern geworden sind. Sie organisieren unseren Tag, überwachen unsere Ernährung und Fitness oder stellen uns auf Zuruf schnell die wichtigsten Informationen aus ihrer Websuche zusammen.

Wir surfen täglich im Netz – ohne zu hinterfragen, was da genau passiert.

Sie gehören zu unserem Alltag und die Frage, wie diese Dinge funktionieren, stellen wir uns kaum noch. Dabei sammeln diese kleinen unsichtbaren Programme und Algorithmen fleißig Daten über unser Verhalten und leiten daraus mitunter unsere Vorlieben für Informationen und Produkte ab, die es Unternehmen ermöglichen, neue Produkte daran anzupassen oder diese passenden Zielgruppen anzubieten. Einige dieser Programme sind sogar bereits fähig selbständig Probleme zu lösen und sich eigenständig weiter zu entwickeln. Das beginnt bereits bei einer vermeintlich einfachen Websuche auf Google.

Es entsteht Deine persönliche Filterbubble

Die Suchmaschine verwendet eine Vielzahl an Programmen, die im Hintergrund ablaufen und u.a. auswerten, welches Ergebnis unserer Suche am besten entsprochen hat. Sie leiten aus der Verweildauer auf der Seite ein entsprechendes Ranking für die nächste Suche ab – sie sind selbstlernend. So kann eine Seite, die zwar die notwendigen Keywords enthält, jedoch nicht den gewünschten Präferenzen der Suchenden entspricht, als weniger relevant eingestuft werden. Dass die persönlichen Präferenzen verfolgt werden, merkt man am ehesten an den Werbeanzeigen: Erst vor eine Woche habe ich nach einem neuen Wintermantel im Netz gestöbert und seit dem verfolgen mich Anzeigen mit Wintermänteln von Esprit, Zalando und anderen Portalen – ohne, dass ich je dort gewesen bin.

 

Künstliche Intelligenz: Jeder Nutzer hat seine ganz eigene Filterblase

 

Da nicht alle Sucher ausreichend umfassend Begriffe zur Präzision ihrer Suche eingeben, versuchen die Programme über andere Möglichkeiten zu einem bestmöglichen Suchergebnis zu gelangen. Zukünftig werden z.B. vermehrt Bewertungen von Kunden und Gästen in das Ranking der Seiten einfließen: Sucht man nach einem „guten Restaurant in Berlin“ können die Programme auf entsprechende Bewertungen (z.B. bei Nutzung der Suche auf Facebook) zurückgreifen. Neben den eingegeben Begriffen können dabei außerdem frühere Seitenbesuche und Suchergebnisse des Nutzers für das Suchergebnis ausschlaggebend sein. In einem vereinfachten Beispiel dargestellt: Unter dem Suchbegriff „pony“ können Informationen zum Tier oder zur Frisur auftauchen – je nachdem welche persönlichen Präferenzen die Programme „gelernt“ haben. Dieses Phänomen wird auch FilterBubble genannt, da es dem Nutzer nicht möglich ist über die Ergebnisse der eigenen Suchen hinaus zu blicken.

Fatale Auswirkungen auf die Entscheidungsfindung und kreative Prozesse

Für unseren Alltag kann das weitreichende Konsequenzen haben, die bisher noch im Verborgenen liegen: Laut dem Kommunikationswissenschaftler Wolfgang Schweiger bevorzugen Menschen überwiegend Medienangebote, die ihrer eigenen Meinung entsprechen (die sog. Echokammer-Effekt). Durch die vermehrte Nutzung von Suchmaschinen wie Google und Portalen wie Facebook und Twitter zur Information, deren Programme personalisierte Ergebnisse liefern, gehe der breite Überblick über das aktuelle Tagesgeschehen verloren und damit auch die Auseinandersetzung mit gegensätzlichen Themen (aus Psychologie Heute 08/2017). Dieses Phänomen hat nicht nur Auswirkungen auf die allgemeine Entscheidungsfindung, sondern auch auf kreative Prozesse: Durch eine vermehrte Nutzung der Suchmaschinen und Portale bewegt man sich schnell im immer gleichen Angebot von Themen und Ideen.

Gerade die Konfrontation mit Neuem und Unbekanntem kann jedoch für die Inspiration und die Entdeckung von Trends ausschlaggebend sein. Damit scheint der unbewusste Einfluss der künstlichen Intelligenz auf unseren Alltag bisher doch umfangreicher als gedacht: Wir wandeln in der Welt einer rosaroten Blubberblase, in der es nur Dinge gibt, die unserem Geschmack entsprechen, Menschen die unsere Meinung teilen und Programme, die unsere Wünsche kennen, bevor wir sie ausgesprochen haben… Das ist für meinen Geschmack ein bisschen zu viel Watte, in die wir da gepackt werden – und die verhindert wichtige Lern- und Erfahrungsprozesse.

 

Künstliche Intelligenz: Gedruckte Medien sind nach wie vor eine gute Ergänzung zur Inspiration.

 

Um die eigene Entscheidungsfreiheit weiterhin beizubehalten, kommt es auf die richtige Nutzung der Angebote an: Weiß man um die Funktionsweise der Programme, kann man unter Umständen auf Alternativen ausweichen, die andere Suchmöglichkeiten bieten. So gibt es verschiedene Meta-Suchmaschinen, welche indirekt auf verschiedene Suchmaschinen zugreifen und damit eine Personalisierung weitestgehend vermeiden können. Speziell Google bietet zudem einen Dienst an, der es ermöglicht, den personalisierten Sucher auszuschalten. Weiterhin, wird ein Suchergebnis umso treffsicherer, je mehr Zeit man in die korrekte Umschreibung des Gesuchten investiert. Die Suche kann so zu umfassenderen Ergebnissen führen, die nicht zwingend personalisiert sind.

Wichtig ist, sich den Einfluss vorhandener Angebote bewusst zu machen und entsprechend darauf zu reagieren. Im richtigen Zusammenspiel, können intelligente Programme weiterhin unseren Alltag erleichtern, ohne dass wir ein Stück von unserer Entscheidungsfreiheit unbewusst aufgeben müssen. Also schaut euch genau an, was euch vorgesetzt wird! Schaut über den Tellerrand, lest andere Meinungen, seid offen für Diskussionen und wenn gar nichts mehr hilft: Nutzt Bücher oder Zeitschriften zum suchen – die geben Zeit zum Nachdenken und man kann selbst entscheiden, was man sieht und wann man es sieht.

(Bilder: pixabay)

FILMTIPP: noma – Ein Blick hinter die Kulissen des besten Restaurants der Welt

Vom besten Restaurant der Welt, kulinarischen Experimenten und der Liebe zum Wesentlichen

Bereits vier Mal erhielt das noma in Kopenhagen den Titel „Bestes Restaurant der Welt“, erkochte sich bis heute außerdem zwei Michelin-Sterne und wurde plötzlich zum Ziel für Feinschmecker aus aller Welt. Doch was ist das Erfolgsrezept?

Das noma – eine Kombination aus den nordischen Wörtern „nordisk“ (nordisch) und „mad“ (Essen) – hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich nur auf heimische Zutaten zu beschränken und ausschließlich Produkte zu verwenden, die in der unmittelbaren Umgebung wachsen. In einem inspirierenden, emotionalen Dokumentarfilm begleitet Regisseur Pierre Deschamps noma-Gründer und Chefkoch René Redzepi, wie er sich aus dem Nichts heraus an die Weltspitze kochte, obwohl das Konzept zu Beginn auf große Kritik stieß. „Kollegen haben sich über mich lustig gemacht. Sie spotteten, dass das nicht funktionieren kann und dass es eine absurde Idee sei, sich auf diese wenigen Zutaten zu beschränken. Natürlich frustrierte mich das – ich habe mich nicht mehr als Koch gesehen“, erklärt Redzepi. Eine Einladung nach Grönland brachte Redzepi dann schlussendlich die Idee von Zeit und Ort: „Serviere jeden Tag eine Mahlzeit, die den Gästen zeigt, wo sie gerade sind und welche Jahreszeit wir haben! Das neue noma entstand und damit ein neues Ich!“

noma bestes Restaurant der Welt Essen Küche Film Kulinarisch Dänemark Kopenhagen

Drei Jahre lang hat Pierre Deschamps Redzepi auf seinem Weg begleitet, Höhen und Tiefen des nomas mit der Kamera verfolgt und bekannte Spitzenköche, das noma-Team sowie Zulieferer zu Wort kommen lassen. Die Symbiose aus hochsensibler Küche, experimentellen Kreationen, emotionalen Kommentaren und eindrucksvollen Bildwelten gibt einen intimen Einblick in das kulinarische Universum von René Redzepi.

“Wenn man die frischesten Zutaten will, müssen sie auch aus der unmittelbaren Umgebung kommen.”

„Wenn man neugierig darauf ist, was es hier vor Ort alles gibt, entdeckt man Geschmacksrichtungen, die man sich nicht erträumen lassen kann. Der Geschmack eines Gerichts ist mit dem Ort verbunden, daher gibt es bei uns keine Kartoffeln aus den Niederladen oder Erdbeeren aus Frankreich. Natürlich wäre es viel einfacher, all diese Sachen zu importieren. Allerdings würden genau solche Zutaten die Gerichte um 10–15 Prozent schlechter machen. Wenn man die frischesten Zutaten will, müssen sie auch aus der unmittelbaren Umgebung kommen“, erklärt Redzepi seinen Entschluss. Diese hohen An- und Herausforderungen sind es, die das Konzept so kompliziert, aber auch einzigartig machen. Fünf Monate im Jahr ist das Land mit Schnee bedeckt, was die Suche nach geeigneten Zutaten erschwert. Nur mit der Hilfe von vielen engagierten und kreativen Köpfen ist es möglich, tägliche Aufgaben zu meistern. Eine besondere Rolle spielen dabei auch Zulieferer wie der schwedische Pilzexperte Roland Rittman, die es ermöglichen, dass das noma sein Konzept dauerhaft verfolgen kann. Und genau das ist es, was die Gerichte des noma von anderen unterscheidet.

noma bestes Restaurant der Welt Essen Küche Film Kulinarisch Dänemark Kopenhagen

Der Film zeigt, wie das gesamte Team selbstständig neue Rezepte kreiert, mit Kulturen, Konsistenzen und Temperaturen experimentiert, scheitert und zu neuer Größe wächst. René Redzepi erscheint darin als Genie, Vater, Poet und Komponist, der Harmonien schafft, wo Disharmonien erwartet werden. Er ist mutig, wahnsinnig, naiv – und damit erfolgreich. Er selbst sagt, dass Frust, Fehlschläge und Scheitern helfen können, über sich hinaus zu wachsen. „Samstagnacht-Projekte sind da, um Sachen zu probieren, so oft zu versagen, wie es nötig ist, aber immer zu einhundert Prozent dabei zu sein. Genau dann lernen wir.“

Der Film lockt in eine tiefinspirierende Welt und lässt wieder auf das Natürliche besinnen. Gespannt verfolgt man die Erfolgsgeschichte des nomas; Gefühle der Überraschung bis hin zum tiefen Mitgefühl und unendlicher Faszination sind beständiger Begleiter. Man erlebt die ‚Künstler’ des nomas dabei, wie sie mit viel Fingerspitzengefühl, großer Liebe zum Detail und unendlicher Perfektion mehr als nur Essen auf Teller bringen, erlebt Höhen, Tiefen, Rückschläge und folgt ihnen auf der Reise und der Suche nach dem Ziel.

Ein faszinierender Film nicht nur für Liebhaber der außergewöhnlichen Küche, detailverliebter Aufnahmen und emotionaler Musikkonzepte, sondern besonders für alle, die dem Alltag entschwinden und sich zum Ursprung des Wesentlichen mitnehmen lassen wollen.

noma – Ein Blick hinter die Kulissen des besten Restaurants der Welt, 13,99 €
Gibt es zum Beispiel hier.

Mehr zum Film unter: www.noma-derfilm.de

(Bilder: Facebookpage noma)