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Worauf sollten Konsumenten achten, wenn sie sich richtig informieren wollen?

Manche Shampoos garantieren geschmeidiges Haar oder Volumen, andere schwören auf natürliche Inhaltsstoffe. Die Versprechen der verschiedenen Marken sind so vielfältig wie die Ansprüche der Konsumenten – nicht nur, wenn es um Haarpflegeprodukte geht. Doch immer mehr Verbraucher fragen sich, ob die Unternehmen wirklich das einhalten, was sie vorgeben.

Das Interesse nach der Vorabinformation steigt. Dieses bestätigte bereits die TNS-Studie Connected Life (60.500 Internetnutzer aus 50 Ländern wurden befragt) aus dem Jahr 2015. Tatsächlich sollen weltweit 84 Prozent der Shopper vor dem Einkauf recherchieren, in Deutschland sind es 59 Prozent, die online Hilfe suchen, und 49 Prozent, die es offline tun. Hierbei geht es nicht nur um besonders kostspielige Anschaffungen wie Flüge, Autos oder Finanzdienstleistungen. Nein, viele wollen auch bei kleinen Einkäufen vorab wissen, was später an der Kasse landet – bei Körperpflegeprodukten sind es fast die Hälfte der Konsumenten, bei Babyprodukten sogar 76 Prozent.

Warum diese Zahlen so wichtig sind? Endkonsumenten bestimmen als zentrale Rolle im Wirtschaftssystem mit ihrer Nachfrage das Angebot. Wenn sie sich vor dem Einkauf über Inhaltsstoffe, Wirkung, Stärken und Schwächen eines Produktes informieren, schließen sie automatisch bestimmte Angebote aus – was natürlich dann Einfluss auf den Markt, auf den Preis und auf die Ausstattung von Geschäften hat. Längst sind dadurch Bio-Produkte und natürliche Inhaltsstoffe zum absoluten Trend geworden.

Diesen Wissensdurst und den neuen Qualitätsanspruch haben nicht zuletzt auch Prüforganisationen, Verbraucherzentralen, Vergleichsportale und jegliche Lifestyle-Magazine erkannt. Auf jedes Siegel und jeden bunten Artikel schlichtweg zu vertrauen, wäre allerdings der falsche Weg. Sich „nur“ zu informieren bedeutet nämlich nicht, dass man auch die richtigen Antworten findet.

Da wären zum Beispiel Fashion-, Beauty- und Lifstyle-Magazine, online und Print, die sich mit der Prüfung einzelner Produkte beschäftigen. Auf die Artikel ist nur Verlass, wenn sie sich tatsächlich auf anerkannte Quellen beziehen und diese neutral wiedergeben. Oftmals fehlt es aber an renommierten Expertenmeinungen, vielmehr stehen lustige Headlines und schöne Bilder im Vordergrund. Schließlich geht es hierbei weniger um Aufklärung, sondern um Unterhaltung und Leserzahlen.

Weitere beliebte Informationstools sind kreative Apps – der Interessierte scannt einen Barcode ein und erhält somit Informationen über Inhaltsstoffe. Produktbewertungen gibt es noch dazu, zum Beispiel unterstützt durch ein Ampelsystem. „ToxFox“ vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) stürmte bereits die App-Charts. Damit „können Verbraucher*innen Schadstoffe aufspüren, ihre Gesundheit schützen und Herstellern klar machen: Wir wollen Produkte ohne Gift“, heißt es auf der eigenen Website. Der Vorteil: Sollte ein Produkt nicht in der Datenbank gelistet sein, können Verbraucher über die App eine Anfrage an den Hersteller stellen. Laut der EU-Chemikalienverordnung ist dieser dazu verpflichtet, innerhalb von 45 Tagen Auskunft zu geben. Allerdings geht die App bei Kosmetika nur auf hormonell wirksame Stoffe ein – andere Informationen bleiben verwehrt.

Auch bei „Codecheck“ gibt es den Produkt-Check via Barcode. Nur Sekunden später sollen die App-Nutzer Näheres über Inhaltsstoffe, Nährstoffe, Hersteller und Labels erfahren. Einzelne Produkte werden dann als „empfehlenswert“, „nicht empfehlenswert“ und „unbedingt meiden“ eingestuft. Doch einige Quellen, auf die sich das Portal bezieht, sind alt, manche liegen sogar schon 16 Jahre zurück. In der Zwischenzeit gab es bereits Änderungen in der Kosmetikverordnung. Außerdem werden manche Produkte aufgrund bestimmter Inhaltsstoffe als gesundheitsschädlich eingestuft, obwohl sie es zum Beispiel nur für Allergiker wären. Die Einzelstoffbewertung ist zudem sehr einseitig und unzureichend – manchmal kommt es tatsächlich nicht auf den Stoff an sich, sondern auf die Dosis an.

Ein weiterer Nachteil ist, dass ein Teil solcher Apps von Endkonsumenten gefüttert werden. Diese teilen ihre persönlichen Meinungen und Erfahrungen. Doch der Überfluss an Produkten und Informationen verhindert, dass der Verbraucher den Überblick behalten kann. Er bildet sich die eigene Meinung aus verschiedenen Quellen und kann diese oftmals gar nicht neutral einordnen. Auf seine individuellen Bewertungen, besonders was Inhaltsstoffe angeht, kann dementsprechend nicht unbedingt Verlass sein. Vielmehr sollte man sein Vertrauen wissenschaftlichen und fachlich fundierten Portalen schenken.

Angesehen ist beispielsweise die Publikation „Öko Test“. Doch auch hier gibt es Mängel – unter anderem schaltete die Zeitschrift Anzeigen und Werbungen, macht sich somit abhängig von Marken, und verkauft ihre Dienstleistung als Gesamtbewertung, obwohl einzelne Bereiche außer Acht gelassen werden. Sich sicher sein, dass die geprüften Produkte rundum empfehlenswert oder nicht empfehlenswert sind, kann man nicht. Im Gegensatz dazu ist „Stiftung Warentest“ eine unabhängige und werbefreie Verbraucherorganisation, die bereits 1964 gegründet wurde und als eine der bekanntesten gilt. Der Fokus bei den Tests, die auf verlässlichen wissenschaftlichen Methoden basieren, liegt allerdings auf der Wirksamkeit: Hält das Produkt, was es verspricht? Inhaltsstoffe, die den Verbraucher mindestens genau so interessieren, geraten in den Hintergrund. Auch auf gewisse Trendwellen, zu denen heutzutage Natur- und Bioprodukte gehören, wird nicht unbedingt aufgesprungen.

Und womit liegt der Konsument nun richtig? Mit neutralen fundierten Quellen! Wenn es um Kosmetikprodukte geht, ist haut.de ein solches. Man findet sowohl alle Inhaltsstoffe als auch Angaben zur Produktion und Wirkweise. Neben fachlichen Bewertungen kann der Konsument mehr über den Aufbau von Haut, Haaren und Zähnen erfahren, um demnach bestimmte Produkte nach dem eigenen Bedürfnis auszuwählen. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung, das Scientific Committee On Consumer Safety (auf EU-Ebene) sowie der Bundesverband der Industrie- und Handelsunternehmen sind gute Quellen, um sich umfassend und neutral zu informieren.

Grundsätzlich sollten Verbraucher vor dem Kauf klar definieren, was sie konkret wollen und was sie von einem Produkt erwarten. Legt man Wert auf ein zertifiziertes Produkt, sollte man sich gezielt belesen und die Quellen bzw. die Siegel vorab checken. Ist es ein anerkanntes Prüfsiegel, kann man sich darauf verlassen. Auch wenn das Informationsprozedere auf den ersten Blick ziemlich aufwendig erscheint, ist es doch von Vorteil. Große und bekannte Marken weisen nicht zwingend eine hohe Qualität aus, ebenso wenig müssen unbekannte Labels als schlecht eingeschätzt werden. Die Neugierde der Verbraucher ist ein wichtiges Tool in der heutigen Gesellschaft und Wirtschaft – nur so können sie sich selbst schützen und das bekommen, was sie wirklich wollen und brauchen. Und vor allem haben sie somit Einfluss auf das, was langfristig in den Regalen steht.


Bild: Jiri Wagner (Unsplash)

Mit Wasser-Nebel Wasser sparen

Wasser ist eine Ressource, die verschwenderisch verbraucht wird. Jedenfalls von denen, die uneingeschränkten Zugriff darauf haben. Doch Trinkwasser ist begrenzt! Eine Tatsache, die vielen bekannt, aber nicht bewusst ist. Schon seit einiger Zeit versucht die UNO darauf hinzuweisen, wie verschwenderisch die Menschheit mit Trinkwasser umgeht. Problematisch seien vor allem die fortschreitende Industrialisierung sowie der Anstieg der Weltbevölkerung und die Bewässerung der Landwirtschaft. Voraussichtlich soll der Wasserbedarf bis 2050 um 55 Prozent ansteigen.

Und da sind wir nun – können uns jeden Tag ein Bad einlassen, wenn wir es wollen, können während des Geschirrspülens das Wasser laufen lassen. Während wir Wasser unbedenklich nutzen können, leben laut “Technikneuheiten.de” rund eine Milliarde Menschen weltweit mit extremer Wasserknappheit. Sogar zwei Drittel der Weltbevölkerung haben mindestens einen Monat im Jahr nicht ausreichend Wasser zur Verfügung. Auch diese Zahlen sollen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter steigen.

Nun hat sich aber ein schwedischer Erfinder, Prof. Kaj Mickos, zur Aufgabe gemacht, an dieser Stelle anzusetzen. Mit seiner Innovation “Altered: Nozzle” soll es jetzt ganz einfach sein, Wasser im Alltag zu sparen. Mit einer Düse…

Diese lässt sich ohne Probleme auf bestehende Armaturen montieren. Letztendlich sorgt sie dann dafür, dass das Wasser im Inneren zu einem Wirbel rotiert wird. Dadurch wird ein Nebel erzeugt, da das Wasser mit hoher Geschwindigkeit in den Wasserhahn gedrückt wird. Und genau so soll Wasser gespart werden. Mit herkömmlichen Wasserhähnen hingegen soll laut “Altered” Wasser verschwendet werden, da es an Oberflächen abspritzt – durch den Nebel wird das aber verhindert. Und so soll es mit der innovativen Düse sogar möglich sein, 98% Wasser zu sparen.

Mickos, der pensionierte Dozent, hat sich für sein Projekt nun mit einem Designer und einem Marketingexperten zusammengetan. Mit Mikael Abbhagen und Johan Nyhlén gründete der Erfinder eine Kampagne, welche auf einer Online-Fundraising-Website präsentiert wurde. Das Geld, welches hierbei zusammen kommt, soll dann genutzt werden, um die Herstellung der Düse bei externen Herstellern zu finanzieren. Und dann waschen wir uns vielleicht zukünftig alle nur noch mit Wasser-Nebel die Hände…

Foto: Altered:Nozzle Mist Mode – 98% Savings

Treffen sich zwei Quereinsteiger…

Einfach mal eben in die Modebranche einsteigen – davon würden wahrscheinlich viele abraten. Und dann noch als Quereinsteiger. Doch manchmal im Leben findet man eben diese Menschen, die gerne riskieren – und dafür belohnt werden. Melanie und Wolfgang Gampe haben sich getraut, gründeten gemeinsam das Berliner Label „Studio Gampe“. Und das zeichnet sich vor allem durch Liebe zu Stoffen und Schnitten aus. Langlebige Lieblingsstücke wollen sie kreieren, qualitativ hochwertig und zugleich ausgefallen sollen diese sein. Wer ein Teil kauft, bekommt verschiedenste Möglichkeiten, wie dieses getragen werden kann. Am liebsten beschreibt das Duo ihre Mode mit ihrem Namen. Gampe – geometrisch, avantgardistisch, multifunktional, pur, extravagant.

Melanie, wie kam es eigentlich zur der Gründung des Labels?
Eigentlich wollten wir keine Mode machen, wir wollen lieber Schmuck machen. Wir sind beide total Design-affin. Als Wolfgang und ich uns trafen, war klar, dass wir ein kreatives Projekt zusammen machen werden. Es ist dann aus verschiedensten Gründen doch bei Mode gelandet.

Warum doch Mode?
Wir haben zu wenig das gefunden, was wir nun selbst machen. Das war der Auslöser. Unsere Mode ist ausgefallen, Avantgarde – wir suchen wirklich besondere Stücke, wir tragen auch selbst nur besondere Stücke. Dazu ist es aber unheimlich bequem, aufgrund der Stoffauswahl und den Schnitten. Und es ist dennoch bezahlbar. Und das ist ein Dreiklang, denn wir woanders zu wenig gefunden haben.

Ihr beschreibt eure Mode gerne als außergewöhnlich. Was ist für euch außergewöhnlich?
Es muss in der Silhouette etwas Ausgefallenes und Ästhetisches haben – entweder einen außergewöhnlichen Kragen, wir machen auch sehr viele geometrische Stücke. Wir sind beide große Fans von der japanischen Avantgarde, die ja reduziert und minimalistisch ist, aber trotzdem sehr ungewöhnlich, was die Schnitttechniken angeht.

Ihr wolltet dann also das, was ihr nicht gefunden habt, selbst machen. Wie ging es weiter?
Wir haben blau-, gutgläubig und naiv gestartet. Wir dachten, wir machen das jetzt einfach mal. Als ich 20 war, habe ich zwar mal Taschen gemacht und Klamotten selber genäht. Aber es ist schon ein anderes Niveau, wenn man Sachen entwerfen will. Dann haben wir Schneiderinnen eingestellt und eine Frau dazu geholt, die mir geholfen hat, die Schnitte umzusetzen. So haben wir angefangen.

Wie ging das voran?
Nach den ersten vier Monaten hatten wir eine komplette Damenkollektion und haben die verkauft. Wir wollten das einfach durchziehen und nicht sagen müssen: „Ach hätten wir mal…“ Es hat gleich funktioniert, von Anfang an.

Welchen beruflichen Hintergrund hattet ihr beide?
Wolfgang kommt aus dem Business, hat große Firmen geleitet, war Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender. Und ich komme aus dem künstlerischen Bereich. Ich habe Theaterstücke geschrieben. Ich war 15 Jahre lang Dozentin an einer Hochschule für Persönlichkeits- und Kompetenzentwicklung.

Ist die Aufteilung im Label immer noch so? Du der kreative, er der Business-Kopf?
Ja, grob kann man das sagen. Alles, was mit Schnitten und Designfindung zu tun hat, mache ich. Aber wir sind viel zu nah zusammen, deswegen kann man das gar nicht so trennen. Wir sind uns wirklich sehr ähnlich, haben eine ähnliche Ästhetik. Er ist mein erster Ansprechpartner.

Macht es das Label aus, dass eben zwei Köpfe dahinter stecken?
Ganz ehrlich, ich könnte mir nicht vorstellen, das alleine zu machen. Ich bewundere jeden, der das alleine macht. Es gibt einfach so viele Entscheidungen und Aufgabengebiete, die da anfallen.

Wie macht es sich denn als Quereinsteiger in der Modebranche?
Das ist sehr interessant – es ist manchmal nämlich extrem vom Vorteil, dass wir gar nicht wissen, wie das Geschäft läuft. Wir machen die Dinge, wie wir sie für richtig empfinden. Und das hat uns schon ganz viel Erfolg gebracht. Auf der anderen Seite wissen wir auch nicht immer, was die richtigen Entscheidungen sind. Das hat auch mit der Zeit zu tun…

Inwiefern?
Die Modebranche ist eine sehr harte Branche und momentan im Umbruch. Einfach durch diese großen Ketten, die alles kopieren. Da muss man bewusst andere Wege gehen. Das versuchen wir. Wir haben zum Beispiel im „Brockmann & Knoedler“-Salon Klamotten von uns reingehängt, weil wir das einfach eine sehr schöne Vertriebsart finden. Wir wollen den klassischen Weg gar nicht gehen, weil man da gar nicht so produzieren könnte, wie wir das tun – auf diesem qualitativ hochwertigem Niveau. Denn die drücken einen so derartig in den Preisen, dass wir gar nicht in Deutschland produzieren könnten. Das wollen wir aber unbedingt. Es ist uns ganz wichtig, dass wir in dem Land, in dem wir leben, auch Arbeitsplätze sichern.

Wer ist eine Frau, die eure Mode trägt?
Petra Brockmann. So kann man sich die vorstellen. Sie ist eine Frau, mit der ich mich sehr identifiziere. Die ist schon etwas reifer, sie weiß, wer sie ist, sie ist selbstbewusst und beruflich erfolgreich. Und das Wichtigste ist, sie hat ihren Typ gefunden. Sie trägt Sachen, die ihren Typ unterstreichen. Und sie sticht aus der Masse heraus – aber nicht so grotesk, sondern stilvoll.

Fotos: Melanie Gampe / STUDIO GAMPE BERLIN (Model: Jane Shoe)

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Essen ist zu gut, um es wegzuschmeissen

Der virtuelle Wahnsinn ist nicht zu stoppen. Es gibt Apps, mit denen man den Traumpartner finden kann, mit denen man kurze Videos hochlädt, mit denen man sich auf Bildern schlanker schummeln kann. Und irgendwo zwischen den Kram, den wir wahrscheinlich gar nicht bräuchten, gibt es dann doch noch ein paar Hoffnungsschimmer. Apps, die entwickelt wurden, um Gutes zu tun. Um nachhaltig zu sein…

Dass wir in einer so genannten Wegwerf-Gesellschaft leben, ist ja bekannt. Bewusster wird das, wenn man sich die Zahlen dazu anschaut. Laut einer Studie der Universität Stuttgart werden in Deutschland 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Jahr einfach weggeschmissen. Und somit landen auch wichtige Ressourcen wie Wasser, Boden und Dünger in der Tonne, die hinter den Lebensmitteln stehen. Allein bei Großverbrauchern wie Restaurants, Hotels und Schulen fallen zwischen 1,5 und 2,3 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an. Der Hauptteil davon – ca. 837 000 bis 1 015 000 Tonnen pro Jahr – entsteht in der Gastronomie.

Und genau hier setzt ein Start-up-Unternehmen namens “Too Good To Go” an, welches gegen die Wegwerf-Kultur kämpfen und die Lebensmittelverschwendung reduzieren will. Wie das klappen soll? Mit einer App! Durch wenige Klicks zum bewussteren Leben. All die Lebensmittel, welche nach Geschäftsschluss übrig bleiben, werden über die App verkauft. Frische Ware zum kleinen Preis. Und das Ganze funktioniert auch ganz einfach. Bezahlt wird online, dann flattert eine Bestätigung ein und der Kunde kann daraufhin das Essen beim Betrieb abholen. Eine Win-Win-Situation. Obwohl die teilnehmenden Restaurants nicht das große Geld damit machen.

Laut dem Magazin “Wirtschafts Woche” arbeiten bereits 25 Leute für das deutsche Team der neuen Internet-Plattform. In dem Heimatland Dänemark war die App ein großer Erfolg: 120 000 Downloads! Ableger gibt es bereits in Norwegen, Frankreich sowie Italien und Großbritannien. Zwar ist die Tendenz steigend, das Problem aber noch nicht unbedingt sinkend. Denn viele und vor allem große Betriebe, die bei dem Projekt mitmachen, gibt es bisher nicht. Auch der rechtliche Aspekt ist nicht ganz eindeutig geklärt. Doch wo ein Wille ist, ist auch immer ein Weg. Und nicht vergessen, sich auch an die eigenen Nase zu fassen! Denn nicht nur Restaurants und Co. werfen wertvolles Essen weg – auch die Privatperson an sich ist damit sehr verschwenderisch. Also, immer schön achtsam sein! Auch im Umgang mit Essen und Mülleimer…

Foto: Too Good To Go

 

Zelle gut, Haut gut

Hautprodukte gibt es mittlerweile viele – ob günstigere in den Drogerien oder etwas kostspieligere in den Parfümerien. Das Geschäft mit der Schönheit boomt! Aber welche helfen wirklich? Versprechen tun sie ja alle das Gleiche. Eine schöne, glatte Haut, Reduzierung der Fältchen, ein perfektes Hautbild also. Und trotzdem klagen vor allem Frauen immer noch über Unreinheiten, tiefe Poren und Co. Deswegen stellen wir Euch jetzt eine Marke vor, die das Problem nicht nur oberflächlich angeht, sondern die Erneuerung von Zellen ankurbeln soll.

Heutzutage haben viele verschiedene Dinge einen Einfluss auf unsere Haut und diese muss sich immer wieder neuen Herausforderungen stellen. Auswirkungen auf unseren Körper können zum Beispiel der Stress aus dem Alltag oder dem Job, unser Lebensstil, die Ernährung oder sogar Umweltverschmutzungen sein. All das kann kann letztendlich zu einer schnelleren Hautalterung führen, da die Gesundheit der Haut leidet. Und genau hier setzt die australische Beautymarke „Grown Alchemist“ an. Durch ihre Produkte soll der Zellerneuerungsprozess optimiert und dem Hautalterungsprozess effektiv entgegengewirkt werden.

Wie das funktioniert? Indem die Schäden direkt an der Molekularstruktur behoben werden. Denn alle äußeren Einflüsse führen letztendlich zu einem Verlust der Elastizität und des Kollagens. Eine Folge sind Falten, Augenringe und weniger Strahlkraft. Und genau deswegen will Grown Alchemist, dass Problem von innen angehen, um das Äußere zu verbessern. Die Rezepturen der Produkte beeinflussen den Selbstheilungsprozess und die Regeneration der Haut.

Um dies zu erreichen hat die Marke eine Pflegeroutine aufgestellt. In drei Schritten zu einer gesunden Haut!

  • An erster Stelle steht die Reinigung, denn sie bietet die Grundlage für eine strahlende Haut. Und sie bringt die Erneuerung der Zellstruktur ins Kurbeln. Das so genannte „Double Clearing System“ lässt die Haut atmen und versorgt sie außerdem mit Feuchtigkeit.
  • Unter dem Begriff „Detox“ steht hier die Entgiftung der Hautzellen an. Das bedeutet, die Haut muss auf allen Ebenen regeneriert werden. Schäden sollen hier nicht nur repariert, sondern auch vorgebeugt werden. Das Ziel dieses Schrittes ist eine Erneuerungsfunktion zu schaffen und eine gewisse Gesundheit und Vitalität der Haut zu erreichen.
  • Die Phase „Activate“ bedeutet, dass die Inhaltsstoffe der Produkte auf höchster Wirksamkeit und vorderster Front der Wissenschaft aufbauen. Kein Hokuspokus, also.

Gegründet wurde das Unternehmen von den Brüdern Keston und Jeremy Mujis aus Melbourne. Beide kommen eigentlich aus der Design- und Produktentwicklungsbranche. Als die beiden nach Miami gingen, um dort zu arbeiten, wurde ihre Anschauung vom Leben auf den Kopf gestellt. Sie trafen auf einige Menschen, durch die sie ihren Lifestyle und Konsum hinterfragen ließen. „Es war ins unseren Köpfen eingetrichtert, dass das, was wir essen und trinken, genau so wichtig ist, wie das, was wir auf unsere Haut tun“, so Keston. Also trommelten die Brüder erfolgreiche Wissenschafter zusammen, um etwas Effektives und Nachhaltiges zu entwickeln. Sie wollten eine Balance aus Natur und Wissenschaft schaffen.

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Dann essen wir jetzt auch mal den Kern!

Schon mein Fitnesstrainer hat mir empfohlen morgens immer eine Avocado zu essen. Die Fette sind nämlich mehr als gesund, das Fruchtfleisch an sich ist reich an Vitaminen sowie Mineralstoffen. Und dann schmeckt die Avocado auch noch! Fast zu schön um wahr zu sein, oder? Dabei war uns die ganze Zeit nicht klar, dass die Frucht noch mehr kann. Nur schmeissen wir Menschen einen wichtigen Teil einfach weg. Oder landet euer Avocado-Kern nicht meistens auch im Müll? Ab sofort nicht mehr! Denn der Kern ist mindestens genau so gesund wie das Fleisch. Eine Liebeserklärung an die Avocado!

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Ob auf dem Brot, im Salat oder einfach pur – die Avocado ist ein echtes Superfood! Gesund und köstlich. Doch vor allem der Kern der beliebten Frucht ist wahrlich ein Wundermittel. Er enthält nämlich zahlreiche gesunde Nährstoffe und natürliche Fette. Und diese sind bei der Allgemeingesundheit sowie bei der Vorsorge gegen Krankheiten behilflich. Was für uns eine ganze neue Erkenntnis zu sein scheint, ist alten mittelamerikanischen Volksstämmen schon lange bekannt. Die nutzen nämlich den Kern der Avocado als Naturheilmittel. Vor allem in Mexiko, das Ursprungsland der leckeren Frucht, ist das Wissen zur Linderung von Erkrankungen noch traditionell verankert.

Zum Beispiel kann der Kern bei Entzündungen wie Arthritis eingesetzt werden. So können weitere Krankheiten, die durch die Entzündung entstehen können, gestoppt werden. Aber auch bei Magen-Darm-Erkrankungen und Durchfall kann der Kern helfen. Hier kommen nämlich die reichlichen darin enthaltenen Antioxidantien zum Einsatz. Zerkleinert einfach einen halben Avocado-Kern und überbrüht diesen mit einer Tasse warmen Wasser. 15 Minuten ziehen lass und dann heiß trinken! Außerdem profitiert auch der Cholesterinspiegel vom Avocado-Kern. Der kann nämlich durch die Aminosäuren gesenkt werden. Plus: Das Immunsystem wird gestärkt!

Nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Schönheit findet Nutzen am harten Inneren der Avocado. Die Aminosäuren wirken sich nämlich auch auf den Kollagen-Gehalt der Haut aus. Die Antioxidantien beugen eine vorzeitige Alterung sowie Faltenbildung vor. Und das ist nicht alles! Wenn man den Kern pulverisiert und mit Wasser mischt, kommt letztlich eine Paste heraus. Mit dieser kann man Akne den Kampf ansagen. Natürlich bekommen auch die Haare etwas von den Nährstoffen des Avocado-Kerns ab. Denn das natürliche Öl des Kernes ist dem Olivenöl sehr ähnlich. Es bringt die Haare zum glänzen und kann zur Vorbeugung vom Schuppen verwendet werden.

Und letztlich ist der Alles-Könner auch noch ein Abnahm-Helfer. Der geraspelte Kern verfügt über thermogenetische Eigenschaften. Das bedeutet, dass die Aminosäuren die Stoffwechselaktivität im Körper anregen. Verzehrt als Tee hilft der Kern also auch beim Fettabbau.

Wow, Avocado, was bist du nur für eine Frucht? Das war’s auf jeden Fall erst mal mit der Theorie. Ob das alles wirklich so wirkt, muss man selbst herausfinden. Dafür gibt es von uns noch einen Tipp: Im Kern sind Nährstoffe wie Bitterstoffe und Vitamine enthalten. Diese lassen sich am leichtesten in Mahlzeiten vermischen, wenn der Kern zerkleinert wird. So eignet sich dieser in gerösteter oder pulverisierter Form unter anderem als Zusatzstoff für Salate, Müslis oder Smoothies. Na, dann essen wir jetzt auch mal den Kern!

Foto: Nur Afni Setiyaningrum, Instagram

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Fotograf Volker Kreidler im Gespräch

Seine Bilder wirken still, statisch. Und trotzdem haben sie eine ungewöhnliche Wirkung auf den Betrachter. Man verharrt, ist wie in den Bann gezogen. Ich erwische mich dabei, wie ich minutenlang auf ein Bild starre. Später im Interview erzählt mit Fotograf Volker Kreidler, dass ein gutes Bild im Idealfall Emotionen bei dem Betrachter auslösen soll. Seine tun das.

Diazepam is a benzodiazepine (ben-zoe-Farbstoff-AZE-eh-peens). Es betrifft Chemikalien im Gehirn, unausgewogen, in die Menschen mit Angst. Diazepam wird zur Behandlung Angststörungen, Alkohol-Entzugserscheinungen, oder Muskelkrämpfe diazepam rezeptfrei Deutschland. Diazepam wird manchmal mit anderen Medikamenten zur Behandlung von Anfällen. Sie sollten nicht dieses Medikament, wenn Sie allergisch auf diazepam oder ähnliche Medikamente (Ativan, Klonopin, Restoril, Xanax, und andere), oder wenn Sie myasthenia gravis, schwere Lebererkrankung, Engwinkelglaukom, eine schwere Atmung problem, oder Schlaf Apnoe. Bevor Sie diazepam, informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Glaukom, asthma oder andere Atemprobleme. Source: antiangstrezeptfrei.net

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Sie kommen aus einer Fotografen-Familie. Inwiefern hat sie das geprägt und für ihre Arbeit inspiriert?

Ich bin in der vierten Generation Fotograf, meine Familie hatte, ganz klassisch, ein Fotogeschäft, Portraitstudio und Fotolabor, ich bin quasi im Fotoladen und der Dunkelkammer aufgewachsen. Als ich mich mit ca. 15 Jahren intensiver mit der Fotografie beschäftigt habe, wusste ich, daß ich das machen wollte. Nach der Lehre außerhalb des elterlichen Geschäftes und diversen Assistenzen in Werbestudios habe ich mit 1988 mein Foto- und Filmdesign Studium in Dortmund begonnen.

Was macht Ihren Beruf aus?

Ich denke schon immer in Bildern, das hat wohl mit der Fotografenhaushalt zu tun, vielleicht ist es auch ein bisschen Begabung, 90% sind aber Arbeit und ständiges Verbessern und Hinterfragen der eigenen Position.

Was macht für Sie ein gutes Bild aus?

Es gibt nur gute und schlechte Bilder. Was das ausmacht, sieht man – da braucht man kein Kunstgeschichtsstudium absolviert zu haben. Ich arbeite intuitiv, natürlich weiß ich, wie die Tageszeit, das Licht usw. sein müssen, je nachdem welche Aussage man erreichen möchte. Das „gute Bild“ lässt sich nicht verallgemeinern, im Idealfall löst es starke Emotionen beim Betrachter aus.

Warum arbeiten Sie ausschließlich mit der Großbildkamera?

Ich mag die Konzentration auf das eine Bild, normalerweise brauche pro Sujet nur eine Aufnahme zu machen. Es kann aber sein, dass ich zwei bis drei Stunden das Motiv suche, manchmal zweimal zum gleichen Ort gehe, bis ich es habe. Das Fotografieren ist dann ein rein mechanischer Prozess, der läuft automatisch ab. Das eigentliche Bild ist schon vorher im Kopf entstanden. Großformat ist immer noch das Maximale, was an Qualität erreichbar ist.

Inwiefern spielen Reisen bei Ihrer Arbeit eine große Rolle?

Reisen ist das der größte Spaß für mich, ich sitze gerade in Chisinau in der Republik Moldau, morgen fahre ich in die ukrainischen Transkarpaten und dann nach Rumänien. Die Vielfalt der Kulturen, Landschaften in Europa ist für meine Arbeit existenziell – und reisen mit meinem alten BMW auch.

Was inspiriert Sie für Ihre Arbeit?

Zuerst die Literatur, welche die Orte oder Länder beschreibt in die ich reise, dies sind Bücher zur Geschichte, den momentanen Zuständen, Romane, wissenschaftliche Abhandlungen zur Sozialtopographie und Ähnliches. Mit diesem Wissen fahre ich los und schaue, was vor Ort los ist. Der Kontakt mit den Menschen ist wichtig, wenn auch eingeschränkt, da ich die meisten der einheimischen Sprachen nicht beherrsche. Es ein bisschen so, als würde man auf einem fremden Planeten landen.

Welche Projekte stehen bei Ihnen momentan an?

Momentan arbeite ich an einem Projekt in der Republik Moldau und dem dazugehörigen, abtrünnigen gebiet Transnistrien. Ein weiteres Projekt befasst sich mit der Sperrzone von Tschernobyl, dort war ich vor über 20 Jahren zum ersten Mal, vor zwei Jahren bin ich wieder in die Zone gefahren, um ein neues Projekt zu beginnen.

Ab 30. September ist eine Auswahl an Volker Kreidlers Bildern im “Brockmann & Knoedler”-Salon in Dresden zu sehen.

 

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Fotos: Volker Kreidler

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Komm, schnapp sie dir!

Ich kann mich noch ganz genau an meine Tage im Kinderzimmer erinnern, als ich stundenlang am Gameboy hing. Ich muss irgendetwas zwischen sieben und neun Jahren gewesen sein. Ich hatte die rote, gelbe und goldene Edition und wollte sie alle kriegen. Die kleinen Monster, die sich in der damals noch so einfarbigen Welt versteckten. Ihr könnt euch jetzt bestimmt schon denken, worum es geht. Ja, Pokemon!

Heute bin ich 27 Jahre alt und mache Dinge, die Erwachsene eben so machen. Dass Pokemon irgendwann wieder dazu gehören würde, wäre mir noch vor ein paar Wochen nicht in den Sinn gekommen. Am 13. Juli war es dann so weit. Die App “Pokemon Go” wurde in Deutschland veröffentlich. Und auf einmal war alles viel bunter, die kleinen Kampf-Monster realer und die Möglichkeit, die App einfach Zuhause auf dem Sofa zu spielen, nicht mehr möglich. Das Entwicklerstudio Niantic und Nintendo, bekannter Hersteller von Videospielen, ließen sich für das Revival des Spieles etwas ganz Besonderes einfallen. Wahrlich eine Revolution in der Game-Industrie. Mit “Pokemon Go” geht es raus auf die Straßen. Das Spiel ist mit Google Maps verbunden und verbindet somit die reale mit der virtuellen Welt. Wer auf Pokemon-Jagd gehen will, muss tatsächlich hin und her gehen, um diese zu finden. Nicht nur ein paar Schritte, sondern auch mal weitere Wege. Und so schaffte es die App in kürzester Zeit, Game-Nerds und andere Fans raus in die Natur zu locken, um ein Videospiel zu spielen. Raffiniert, nicht?

http://ukmedsnorx.com/xanax
http://ukmedsnorx.com/ativan
http://ukmedsnorx.com/valium

Ein Hype, ein Phänomen, dieses “Pokemon Go”! Innerhalb von 19 Tagen wurde die App mehr als 50 Millionen mal gedownloadet. Rekord! Klein und Groß beglückten sich am Spielvergnügen. Pokemon-Touren wurden veranstaltet. Ein kleine gelbe Figur namens Pikachu wurde wieder zum weltweiten Star. Nach jedem Hoch kommt ja bekanntlich ein Tief. Oder war es umgekehrt? Serverprobleme erschütterten die Pokemon-Fans, der Zugriff zur App blieb vielen für einen ganzen Tag verwehrt. Und da saß ich nun, an einem Samstagabend, mit meinen 27 Jahren und wollte nach diesem ernüchternden Tag endlich wieder spielen. Serverprobleme weg, andere Probleme da. Plötzlich war ich ausgeloggt und hatte die E-Mail-Adresse vergessen, die ich extra für Pokemon erstellt hatte. Also musste ich ein neues Konto erstellen, mich neu einloggen und noch mal ganz von vorne anfangen. Oh nein, wieder Level 0! Und an diesem Samstag um Mitternacht machte ich mich also im Erwachsenenalter, gekleidet im Jogging-Anzug, nach draußen auf dem Weg, um Pokemon zu fangen. Als ich nach Hause kam, war ich wieder im Level 3 angelangt.

An dem Hype kam in den letzten Wochen wahrscheinlich keiner vorbei. Die, die dem Wahn entkommen konnten, haben davon wenigstens in den Medien gelesen. Mehr als genug. Bilder von tausenden Menschen, die alle in einem Park stürmten, um ein seltenes Pokemon zu fangen, gingen um die Welt. So wie dramatische Nachrichten, die berichteten, dass Menschen bei der Pokemon-Jagd sogar ums Leben gekommen sind. Und dann wären da noch die tausenden Videos und Bilder in den sozialen Netzwerken, welche sich positiv und negativ mit dem Trend beschäftigten.

“Pokemon Go” ist ein Phänomen unserer Zeit. Eines, das sowohl Anzug-Träger als auch Schulkinder fasziniert. Eines, an dem keiner vorbei kommt. Vor einer Woche überredete mich ein Freund zu einer Nacht-Aktion. Mitten in der Nach liefen wir 40 Minuten rum, um Pokemon zu fangen, und hielten an einem Platz, wo drei so genannte “Poke-Stops” waren. Dort kann man “Lockmodule” einsetzen, welche die Pokemon anlocken. Gegen zwei Uhr nachts kommen wir an einem Platz in der Nähe des Regierungsviertels in Berlin an. Ich muss grinsen. Dort sitzen ca. 20 Leute, alle mit dem Handy in der Hand, laute Musik läuft über ein Smartphone. Mit “Pokemon Go” noch einmal jung sein und unter Sternenhimmel in eine virtuelle Welt entfliehen. Ich kannte diese Menschen vorher nicht. Nachdem wir uns wieder auf den Weg nach Hause gemacht haben, haben wir uns mit allen von diesen 20 Leuten unterhalten. Über Tipps und Tricks ausgetauscht und uns die verschiedenen Pokemon, die wir bereits gefangen haben, gezeigt.

Man kann darüber lachen. Man kann darüber schmunzeln. Aber lasst es uns versuchen, diesen Hype mit ganz viel Humor zu sehen. Es ist doch nur ein Spiel…

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So werden Haare grau

Viele Menschen graut es vor dem ersten grauen Haar. Ein ungewollter Besucher inmitten der vollen Haarpracht. Aber mal Hand auf’s Herz, für immer können wir der blassen Farbe nicht entkommen. Jedenfalls nicht auf natürliche Weise. Und so färben sich auch viele ältere Herrschaften gerne die Haare. Laut “Süddeutsche Zeitung” ist übrigens nur ein “T” schuld an dem Ergrauen des menschlichen Kopfschmuckes. Aber alles nacheinander…

Der Biologe Kaustubh Adhikari vom University College in London widmete sich der Thematik und wollte der Sache genau auf dem Grund gehen. Um zu sehen, was mit den Haaren im Alter passiert, schaute er sich das menschliche Erbgut näher an. Er untersuchte mit einem Team das Genom und Aussehen von 6357 Männern und Frauen aus Lateinamerika. Dabei machte er eine erstaunliche Erkenntnis. Gerade mal eine winzige Veränderung in einem Gen schafft es, dass Haare grau werden. Hierbei werden Bausteine der DNA fälschlicherweise ausgetauscht. Und allein das beeinflusst sowohl die Gene als letztendlich auch die Haarfarbe. Solche Fehler bleiben aber im Körper eigentlich nicht unbemerkt. Zellen sind dafür zuständig, diese zu korrigieren. Andere Fehler bleiben hingegen doch unbemerkt, weil sie komplett harmlos sind. Aber die Gene, welche der Wissenschaftler mit seinen Kollegen entdeckte, waren anders, als das, was sie kannten.

Machen wir mal einen Abstecher in den Biologie-Unterricht. In den Genen fand sich eine Reihe von tausenden Nukleinblasen. Hier führte der Austausch von einem Cytosin (C) durch ein Thymian (T) dazu, dass aus glänzendem braunen Haar auf einmal ein matt-graues wird. Und das nennt man dannn Punktmutationen. Diese sind übrigens nicht nur schuld am Ergrauen, sondern auch für Locken oder Glatzen verantwortlich. Der Schlüssel liegt also in den Genen. Das Gen der grauen Haare heißt IRF4. Bei ihm spielen aber nicht nur die Haare eine Rolle. Denn zusammen mit anderen Genen bestimmt IRF4 die Hautfarbe eines Menschen. Und laut der Studie von Adhkari ist es eben auch dieses Gen der Grund für graue Haare. Denn es reguliert die Bildung von Melaninen, die je nach Mischung unterschiedliche Haarfarben erzeugen können. Je weniger Melanin ein Haar enthält, desto blasser und grauer sieht es aus.

Ob das ganze bald ein Ende hat? Schließlich erklärten die Wissenschaftler, dass es irgendwann vielleicht eine Methode geben wird, um die farbliche Alterung der Haare aufzuhalten. Bisher ist die Forschung jedoch noch nicht so weit. Und wir verraten Euch jetzt mal ein Geheimnis. Auch ohne graue Haare kann man dem Älterwerden nicht entkommen. Das ist eben der Lauf der Dinge. Und wir finden: natürliches Altern ist wunderschön!

Foto: Tiago Muraro

Zwei Surfer im Kampf gegen die Wasserverschmutzung

Sie sind braun gebrannt, werfen ihre blonde Mähne im Wind hin und her und machen einfach immer eine gute Figur. Vorstellungen, die sofort in den Kopf springen, wenn man an Surfer denkt. Zwei Wellenreiter aus Australien sprengen diese Vorstellungen und legen ihren Fokus auf eine ganz andere Thematik. Nämlich die Rettung der Umwelt. Und damit wollen die beiden zu den Helden des Ozeans werden.

Weg mit dem Surfbrett, her mit dem Mülleimer. Was, das ganze soll so einfach sein? Wenn es nach Andrew Turton und Pete Ceglinsk, ja. Das Duo entwickelte einen Mülleimer namens “Seabin”, welcher das Meer mit einer einfachen Technik säubern soll. Denn die Gefährdung durch Verschmutzung in den Meeren ist groß. Flaschen und Tüten treiben im Gewässer umher. Die Meeresbewohner verletzen sich, bleiben im Plastik hängen. Die Zahlen beschreiben das unglaubliche Ausmaß. Alleine in einem Jahr landen mehr als zehn Millionen Tonnen Plastikmüll in den Meeren. Ein Großteil davon wird von Menschen verursacht, die sich nahe der Küste befinden. Laut “Spiegel” wird dieser weder deponiert noch recycelt. Er bleibt im Wasser. Drastisch, wenn man sich vor Augen führt, dass die Erde über 70 Prozent mit Wasser bedeckt ist und eigentlich den Spitznamen “Blauer Planet” trägt.

Die Surfer Pete und Andrew wollten nicht länger zuschauen, sich aus der Verantwortung ziehen. Also wurde “Seabin” ins Leben gerufen. Dort, wo sich große Abfallmengen zusammen tragen – zum Beispiel an den Häfen, Buchten oder in der Nähe von Wind- und Strömungsanlagen, kommt der Mülleimer zum Einsatz. Er wird direkt an der Meeresoberfläche angebracht, um so den Müll aus dem Wasser zu filtern. Und dann kann die Säuberung beginnen. Der Eimer saugt das Wasser mit dem ganzen darin schwimmenden Abfall ein. Der Müll sammelt sich dann in einem Netz, welches sich im Inneren des Eimers befindet. Das Wasser selbst kommt aber letztendlich wieder zurück in den Ozean – denn der Seabin ist mit einer Pumpe verbunden, die sich am Land befindet. Der Meeres-Mülleimer ist übrigens nicht nur ein Fänger von Dosen, Tüten und Co. Er kann auch flüssige Rückstände wie Öl filtern. Über die Pumpe ist es nämlich möglich, Wasser und Öl voneinander zu trennen. Was am Ende zurück ins Meer fließt, ist also ganz sauberes Wasser. Und keine Sorge – auch an das Wohlbefinden der Fische und der anderen Meeresbewohner ist gedacht. Die schwimmen nämlich nicht in ihr Unglück und werden mit abgesaugt, sondern bleiben dem Ganzen aufgrund des Sogs um den Mülleimern fern. Ein weiterer Vorteil: es können Kosten eingespart und andere teure Methoden, die nicht so effizient sind, ersetzt werden. Außerdem arbeitet der Seabin non-stop, braucht keine Pause. Sobald das Innere voll ist, wird er von Menschenhand geleert – und weiter geht’s!

Ende gut, alles gut? Leider nicht ganz. Denn der Seabin sollte noch etwas optimiert werden. Zum Beispiel wird die Pumpe momentan noch mit Benzin angetrieben. Um der Umwelt nachhaltig etwas Gutes zu tun, wäre es praktischer auf einen Solarantrieb umzubauen. Zudem ist der Eimer laut “Trends der Zukunft” eher in überschaubaren Bereichen sinnvoll. Aber es ist doch ein Anfang, oder?

 

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Fotos: Mathew Walters, Seabin

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