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Das Wort zu Weihnachten

Es ist das Fest der Liebe. Eigentlich. An Weihnachten kommt jährlich die Familie für ein gemeinsames Essen und das gegenseitige Geschenkeverteilen zusammen. Es ist die Zeit im Jahr, an der man eigentlich zur Ruhe kommen sollte, die Zeit mit der Familie genießen. Kurz vor Jahreswechsel will man noch einmal seine Gedanken sammeln, Energie tanken. Das hört sich in der Theorie erst mal ziemlich plausibel und einfach an. In der Praxis aber ist das Ganze mit ziemlich viel Stress verbunden. Kennt ihr sie – die drei Viren der Weihnachtszeit?

Zolpidem wird zur Behandlung von Schlafstörungen (Insomnie) bei Erwachsenen. Wenn Sie Probleme beim einschlafen, es hilft Ihnen, schneller einschlafen, so können Sie sich eine bessere Nachtruhe. Zolpidem gehört zu einer Klasse von Medikamenten Diese schlafmittel genannt Beruhigungsmittel-Hypnotika. Es wirkt auf das Gehirn zu produzieren eine beruhigende Wirkung. Dieses Medikament ist in der Regel beschränkt auf die kurze Behandlungszeit von 1 bis 2 Wochen oder weniger. Nehmen Sie nicht eine Dosis dieser Droge, es sei denn, Sie haben Zeit für eine vollständige Nachtruhe von mindestens 7 bis 8 Stunden. Wenn Sie aufwachen, bevor, dass, müssen Sie möglicherweise einige Verlust des Gedächtnisses und Probleme haben kann, sicher tut jede Aktivität, die Wachsamkeit und Aufmerksamkeit verlangen, wie Autofahren oder bedienen von Maschinen. Die Dosierung basiert auf Ihrem Geschlecht, Alter, Gesundheitszustand, anderen Medikamente, die Sie einnehmen können, und Reaktion auf die Behandlung. Erhöhen Sie nicht Ihre Dosis, nehmen Sie es öfter, oder verwenden Sie es für länger als vorgeschrieben.


Nummer Eins: Geschenke! Für die Empfänger ein Segen, für die Verschenker eine Achterbahn voller Gefühle. Jedes Jahr aufs Neue möchte man das perfekte Geschenk für den perfekten Menschen finden. Eigentlich hätte Mama ja den ganzen Sternenhimmel verdient. Den kann man schlecht kaufen. Was soll also wieder auf das Neue her, um ihr ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern? Ein Blick in das Portemonnaie. Ups, schon wieder pleite. Und da fängt der Stress schon an. Dann denke ich an Menschen, deren Geldhahn nicht aufhört zu fließen. Wie machen das eigentlich Angelina Jolie, Brad Pitt und Co., die sich alles auf der Welt selbst leisten können? Wenn Geschenke einen ganz anderen Stellenwert haben… In den letzten drei Tagen vor dem geliebten und gefürchteten 24. Dezember geht’s dann auf Shoppingtour. Na ja, auf die Idee sind anscheinend auch Tausend andere Menschen gekommen. Was für ein Gewusel und Geschupse – als ob es die letzten Jahre nicht anderes gewesen wäre. Mitten im Einkaufszentrum mache ich mir Gedanken über unser konsumorientiertes Weihnachtsfest. Die Industrie sagt “danke”. Aber wenn man dann die glücklichen Gesichter der Liebsten unter dem Tannenbaum sieht, sind diese Gedanken längst vergessen. Und dieses eine besondere Lächeln bekommt man oft auch nur mit einer kleinen Geste, etwas, das vom Herzen kommt. Und wenn man auf das eigene hört, ist das richtige Geschenk bestimmt ohne Stress schnell gefunden. Oder?

Mmhhh, in der ganzen Wohnung riecht es nach Keksen, die Lichter erhellen die Wohnung, der Bruder schnappt sich den Laptop und macht “Last Christmas” von Wham an. Da ist sie doch, die Weihnachtsstimmung. Während Mama in der Küche die Gans und Klöße brutzelt, mache ich es mir auf der Couch gemütlich und suche mir im TV einen der vielen Weihnachtsfilme aus. Ich komme zur Ruhe. Aber irgend etwas stört. Und da wären wir bei dem Weihnachtsvirus Nummer Zwei. Die Arbeit, die nicht aus dem Kopf geht. Bevor es in den verdienten Urlaub ging, hat man noch das eine oder andere auf dem Schreibtisch liegen lassen. Dies und das müsste eigentlich noch erledigt werden. Soll man sich jetzt doch noch ein Home Office auf dem Festtagstisch bauen? Und dann wäre noch die ungewisse Arbeit, die nach den Feiertagen auf uns wartet. Wie kann man die Ruhe vor dem Sturm genießen, wenn der in ein paar Tagen doch wieder an der Tür klopft? Ganz einfach! Zurücklehnen und Gedanken abschalten, loslassen. Ist schwerer, als man denkt. Aber wenn man sich einmal getraut hat, laden die Akkus wie von selbst.

Und dann wären da noch Träume, die man sich nicht verwirklicht, die Männer, die man nicht geküsst, die Kilos, die man wieder nicht abgenommen und die Reisen, für die man nicht gespart hat. Gedanken über Gedanken. Denn nach Weihnachten bedeutet auch kurz vor dem Jahreswechsel. Und mal ehrlich, wer ist schon bereit für ein weiteres neues Jahr? Mal wieder älter werden, neue Vorsätze, neue Aufgaben. Alles ist ungewiss, die Karten werden neu gelegt. Stress abbauen, das wäre doch mal ein guter Vorsatz für das neue Jahr. Damit fangen wir am besten jetzt schon an. Wie? Wir lassen diese zwingenden Gedanken los, akzeptieren die aktuelle Situation und starten ohne große Vorsätze, ohne großen Stress. Klar, sollte man sich Ziele setzen. Aber mit positiven Gedanken funktioniert fast alles wie von selbst. Einfach ausprobieren!

Das OLS-Team wünscht frohe und stressfreie Weihnachten!

Foto: Nikola Jelenkovic

 

Das Social-Media-Problem meiner Generation

Ich bin seit fünf Wochen clean. Nein, nicht so, wie ihr denkt. Seit über 40 Tagen habe ich kein Bild mehr bei Instagram gepostet und bin kurzzeitig den Fängen der Social-Media Welt entkommen. Das hört sich für manche vielleicht unverständlich an. Aber das sind eben die Probleme, mit denen meine Generation zu kämpfen hat.
Ihr habt bestimmt diesen einen Freund oder kennt es sogar von euch selbst, wenn man ca. 20 Selfies von sich schießt. Eins davon ist okay genug, um es zu posten. Aber erst muss natürlich noch ein passender Filter gefunden werden, Profis benutzen zusätzlich sogar Weichzeichner und erhellen die Zähne. Wenn das Foto genug bearbeitet ist, die Lippen volumig und die Nase stupsig aussieht, darf auf „posten“ gedrückt werden. Ach so, und bitte nicht die Hashtags vergessen: #ootd # friends # happy #fashion #likeforlike #nofilfer. Irgendwie seltsam unsere Generation. Und dann wären da noch die Bilder vom Mittagstisch, vom Kaffee oder den neuen Schuhen. Die Vielfalt bei Instagram und Co. kennt keine Grenzen. Für eine Zeit lang war das ganze aufmerksamkeitsgestörte Verhalten in der Online-Welt irgendwie normal für mich. Aber mit der Zeit kam ich ins Grübeln…
Ich war mit meinen Freunden zum Brunchen verabredet. In einem Szene-Lokal in Kreuzberg. Dort, wo es nur außergewöhnliche Kreationen zum Frühstück gibt. Das Essen, eine perfekte Requisite. „Bitte bestellt aber nicht alle das Gleiche. Das sieht sonst nicht gut für das Instagram-Foto aus“, sagte mein guter Freund. Als das Essen kam, durften wir nicht loslegen, obwohl die Bäuchlein schon knurrten. Nein, die Sonnenbrillen und iPhones mussten auf dem Tisch erst zurecht gelegt werden, die Teller hin und her geschoben. Klick, klick, klick. Erst nachdem aus allen Perspektiven ein Bild gemacht wurde, durften wir essen.
Was ist nur los mit meiner Generation, dass wir das Gefühl haben, alles mit anderen Leuten teilen zu müssen? Bei Facebook sind es wenigstens noch Freunde und Bekannte, bei Instagram aber sind es fremde Leute, von denen wir uns ein Portiönchen Selbstbewusstsein holen. Mit jedem Like geht das Selbstwertgefühl eine Treppe nach oben. Bleiben die Likes aus, wird das Foto kurzerhand wieder gelöscht. War wohl nicht gut genug. Perfekte Fotos, schöne Gesichter, teure Klamotten, coole Szene-Partys. Wir erschaffen uns eine Scheinwelt. Mit dem echten Leben hat diese aber meist wenig zu tun.
Ich habe meine Instagram-Fotos quasi in einer Nacht- und Nebelaktion gelöscht. Still und heimlich. Ich kam morgens von einem Club nach Hause und es ging mir nicht aus dem Kopf. Ich hatte keine Lust mehr, mich zu inszenieren – für Fremde. Ich wollte nicht mehr 20 Selfies machen, um das 17. zu bearbeiten und mich optisch so zu verändern, dass ich anderen gefallen könnte. Ich wollte nicht darauf warten, wie viele Likes ich für ein Foto bekomme. Ich wollte nicht mehr jeden Augenblick mit der Öffentlichkeit teilen, sondern Momente einfach nur für mich genießen. Ich wollte mich nicht mehr beweisen. Also weg mit den Selfies, den Bildern mit Freunden, den Fotos von Konzerten oder Store-Openings. Mit ein paar Klicks waren sie verschwunden. Die Bilder, die Likes und einige Follower. Ein Foto ist geblieben. Es zeigt den „Like“-Button bei Instagram. „Lass diese Dinge nicht für dein Selbstwertgefühl verantwortlich sein”, steht darauf. Es hat 31 Likes.
Willkommen im 21. Jahrhundert. Internet gehört zur Tagesordnung. Kein Tag vergeht, an dem wir nicht mit unserem Smartphone online surfen. Während Social Media jahrelang als Vernetzung von Kontakten galt, ist es heutzutage so viel mehr als das. Eine Geldmaschine, ein Wirtschaftsfaktor. Für viele Marken und Unternehmen sind soziale Netzwerke wichtiger als Werbungen. Hier kann mit dem Endverbraucher direkt kommuniziert werden. Kein Wunder, dass daraus auch so genannte Instagram-Blogger entstanden sind. Die einen trinken bestimmte Energy-Drinks, die anderen tragen bestimmte Labels. Und damit wird gut Geld gemacht. Und die Portion Aufmerksamkeit gibt’s gratis dazu.
Vielleicht sind auch deswegen so viele Menschen so viel beschäftigt mit Instagram, Facebook, Snapchat. Vielleicht möchten sie auf den Geldzug mit aufspringen. Was ja auch okay ist. Vielleicht ist es ihnen aber gar nicht bewusst, wie sehr sie ihren Drang nach Aufmerksamkeit ausleben und Bestätigung suchen. Letztendlich gehört im Leben mehr dazu, als eine perfekte Internetwelt und mehrere Tausend Follower. Und keiner sollte sich einem Schönheitsideal fügen müssen, was online kommuniziert wird. Nein Mädels, ihr müsst nicht alle schattierte Gesichter und aufgespritzte Lippen haben. Und wenn ich das nicht habe, muss ich auch nicht mein Foto-Bearbeitungsprogramm überstrapazieren, um so auszusehen. Was sich für manche vielleicht banal anhört, ist für viele ein ernsthaftes Problem. Denn wenn man dem Ganzen auf den Grund geht, geht es oft um eine mit sich selbst unzufriedene Person. Die sich nicht gut genug fühlt, die mit anderen mithalten muss. Die einen mögen damit gut umgehen können, andere haben damit zu kämpfen. Wer gewinnt schon den Kampf gegen das Internet?
Ich möchte keine Moral-Apostel sein. Ich war es nur für eine Zeit lang satt, dass sich so viel um eine virtuelle Welt gedreht hat. Und deswegen sollte ja auch nicht komplett auf Social Media verzichtet werden! Aber weniger ist manchmal mehr. Was sind Momente schon wert, wenn wir sie für andere festhalten, sie aber selbst verpassen? Und was macht es uns als Mensch aus, wenn wir im Internet perfekt erscheinen, uns im Spiegel aber eine andere Person anschaut?
Jetzt höre ich mich fast an, wie eine Social-Media-Revolutionärin, die gegen den virtuellen Strom schwimmen will. Aber auch ich werde mich irgendwann wieder fügen, dem Wahn verfallen. Vielleicht in ein paar Tagen, vielleicht in ein paar Wochen, vielleicht werden auch Monate vergehen. Aber meine nächsten Fotos kommen bestimmt. Ich weiß nicht, ob das traurig, oder einfach nur normal ist…

Foto: Gabriel Santiago

Diese Gärtner tauchen ab

Jeder kennt sie, die Nesseltiere, die in selbst gebildeten Kolonien die Meereswelt in ein Farbenspiel verwandeln. Blau, Gelb, Orange, Lila – die Farbrange von Korallen kennt keine Grenzen. Man sieht sie auf eindrucksvollen Fotos, viele Hobby-Taucher gehen unter Wasser, um selbst einen Blick der beeindruckenden bunten Gebilde zu erhaschen. Und doch sind Korallen mehr als nur schön anzusehen. Die Riffe bieten Fischen sowie Schildkröten nicht nur eine Heimat, sondern auch Nahrung und Brutstätten. Doch äußere Einflüsse, wie die Meeresverschmutzung und der Klimawandel führten mit der Zeit dazu, dass Riffe zerstört wurden und immer noch werden. Einige Korallenarten sind vom Aussterben bedroht. Und damit wird dem Meer nicht nur die Optik genommen, sondern auch den Lebewesen ein Teil ihres Lebensraums, in dem etwa ein Viertel aller bekannten Meeresfische existieren.

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Was der Mensch durch sein nicht nachhaltiges Handeln im Laufe der Jahrzehnte also zerstört hat, muss der Mensch nun auch wieder gerade biegen. Denn ohne das Eingreifen von Menschen haben viele der Korallenriffe keine Überlebenschance mehr – geschweige denn eine Möglichkeit zur Fortpflanzung.

Schon 1990 fanden sich eine Gruppe von Freiwilligen zusammen, um das Überleben der Korallen zu ermöglichen. Sie gründeten die „Global Coral Reed Alliance“. Bis heute sind andere Organisationen ihrem Beispiel gefolgt, verschiedene Techniken wurden entwickelt und immer mehr Standorte kamen dazu. Mittlerweile kämpfen sie u.a. auf Bali, in Florida und Indonesien sowie Thailand um das Überleben der Unterwasserwelt. Man nennt sie die Korallen-Gärtner.
Diesen ist der Wert der Korallen für das maritime Leben durchaus bewusst. Also nutzen sie Strom, um das Vorhaben voran zu bringen. Aber kann Strom im Zusammenhang mit Wasser wirklich funktionieren? Bei dieser Kombination würde man eigentlich das Gegenteil von Leben erwarten, welches geschaffen werden soll. Doch das von dem Architekten Wolf Hilbertz und dem Wissenschaftler Tom Goreau entwickelte Biorock-Verfahren ist sicher für Fisch und Mensch. Aus Stahl oder Draht werden hierbei künstliche Rifffundamente geschaffen, zusammengeschweißt wird das Konstrukt dann am Meeresboden verankert. Die Konstrukte finden sich übrigens in verschiedenen Formen wieder – genau wie es eben die Natur vormacht. Im nächsten Schritt werden die Gebilde mit einem isolierten Kupferdraht verbunden, durch den Gleichstrom weiter geleitet wird. Die elektrische Spannung ist so niedrig, dass weder Mensch noch Fisch einen Schaden davon tragen könnten.
Durch den Strom wird ein mineralischer Niederschlag erzeugt, der die Voraussetzung für die Bildung einer Festigkeit ist, die in ihrer Zusammensetzung der natürlichen Korallenriffe ähnelt. Die Salze, die durch die elektrolytische Reaktion entstehen, führen zur Ablagerung von Kalkstein. Und dieser regt die Korallen wiederum zum Wachstum an. Abgebrochene Korallenstücke finden durch Transplantation ihren Platz auf dem Draht. Je mehr Stücke, desto schneller das Wachstum.

Ende gut, alles gut? Fast! Denn wieder könnte der Mensch dafür verantwortlich sein, dass die Entwicklung der Korallen ins Wanken gerät. Die künstlichen Riffe erfordern nämlich eine regelmäßige Pflege und Überwachung. Schließlich könnten Taucher oder Bootsanker die Bildungen zerstören. Der fragile Lebensraum kann durch nur einen unachtsamen Flossenschlag stark beschädigt werden. Und dann wird zerstört, was seit Jahren gewachsen ist…

Irgendwie ironisch, dass genau Taucher wiederum von großer Bedeutung für die Menschen rund um das Unterwasserprojekt sind. Denn in den künstlich erzeugten Korallenriffen siedeln sich nach und nach immer mehr Fische an, was ja das maritime Leben schützt. Und genau die Fische locken neugierige Taucher an. Diese fördern den Tourismus, schaffen letztendlich Arbeitsplätze. Wieder ein schönes Beispiel dafür, dass bei einem nachhaltigen Umgang zwischen Mensch und Natur für alle Seiten nur Positives entstehen kann.

Foto: “Bursting with color” by the tahoe guy, Some rights reserved, www.piqs.de

 

Seine Träne bleibt

„Als Tränentattoo (umgangssprachlich auch Knastträne) bezeichnet man eine Tätowierung in Form einer Träne, zumeist unter dem Auge gestochen. Es steht unter anderem in Verbindung mit kriminellen Aktivitäten. Seine genaue Bedeutung ist jedoch umstritten“, steht es in der Internet-Enzyklopädie Wikipedia. Auch Kai Uwe hat sie, die so genannte „Knastträne“. Und das, obwohl er mit Knast so wirklich gar nichts am Hut hat. Er ist von oben bis unten tätowiert, auch andere Tattoos zeichnen sein Gesicht. Willkommen im 21. Jahrhundert. Ungewöhnlich ist das schon längst nicht mehr. Die permanente Körperbemalung als neue Ästhetik. Und trotzdem hat der Tätowierer regelmäßig mit Vorurteilen zu kämpfen. „Ich wurde deswegen schon oft auf der Straße angesprochen“, erzählt der 27-Jährige dem „Organic Lifestyle Magazin“. „Dann kommt die klassischen Frage: ‚Warst du im Gefängnis?‘ Das passiert relativ oft.“ Wie man auf so viel Ignoranz reagiert? Mit Humor: „Ich antworte meistens: ‚Ja.‘ Ich sage das aber so, dass die schon merken, dass es nur Spaß ist.“ Eine Lebenseinstellung? Eine Rebellion? Vielleicht sollte man aufhören, so viel in Knasttränen und Co. hinein zu interpretieren. Schließlich sind wir die Generation Y, Hedonisten, machen, was wir wollen. „Ich habe Bock drauf und finde es schön“, sagt Kai Uwe. „Ich fand das schon immer interessant, einfach ein No-Go zu machen. Dadurch, dass ich es mir als Tätowierer erlauben kann, ist es letztendlich egal, wie ich rumlaufe. Natürlich werde ich trotzdem noch von der Seite schief angeschaut. Es wird nicht so akzeptiert, wie viele glauben.“

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Alles fing an mit einem Logo der MTV-Sendung „Jackass“, als Kai Uwe 18 Jahre alt war. „Damals war ich ein Fan und wollte ein Tattoo davon haben.“ Neun Jahre später hat der Dresdner den Überblick über seine Tattoos verloren. Wie viele es sind? „Keine Ahnung.“ Schmetterling, Kreuz, Frauenköpfe und Schriftzüge. Nur ein kleiner Ausschnitt seiner Körperkunst.
Jede Schale hat einen Kern. Hinter dem Körperkult, der Fassade, steckt Kais Leidenschaft zur Kunst. „Ich würde es nicht als Kunst, sondern als Handwerk bezeichnen“, sagt er bescheiden. Schon von klein auf zeichnete und malte er Bilder. Anfangs den Klassiker: Haus, Mama, Papa. Heute sind es traditionelle Zeichnungen: Anker, Schwalbe, Steuerrad. Kai nennt es „Seefahrer-Klischees“. Für die ist er bekannt, das wissen auch seine Kunden. Und trotzdem verpasste er schon die unterschiedlichsten Tattoos. Mal außergewöhnlich, mal schlicht. „Ich habe mal einen Toaster über einen Hintern tätowiert, aus dem keine Toasts, sondern Delphine kamen.“ Aber es gibt auch No-Gos: „Alles, was in eine komische politische Richtung geht, verneine ich komplett. Und Sachen, die nicht schön aussehen. Ich berate die Leute so weit, dass man einen Kompromiss eingeht, der für beide Seiten vertretbar ist.“ Schließlich ist das Tattoo für immer. Permanent. Irgendwie beängstigend, oder? „Die Verantwortung ist so groß“, sagt er. „Man muss im Kopf so weit sein, dass man erkennt, dass man den Körper eines anderen Menschen verändert. Das bleibt für immer da. Mit diesem Gedanken klar zu werden, war das Schwerste für mich.“ Irgendwie sympathisch.

Fotos: Kai Uwe

So wird das Haar wieder auf den Ursprung reduziert

Sonntag, 10 Uhr morgens in Dresden. In der Brockmann & Knoedler Business Academy beginnt der Anwendertag zu den Organic Lifestyle-Produkten. Dabei sind 14 weibliche und ein männlicher Friseur, die heute mehr über das Produkt erfahren wollen, was dahinter steckt, wie es angewendet wird, wie es sich am eigenen Haar anfühlt. Mittendrin: ich. Mehrmals blondiert, mit geschädigtem Haar. Habe ich meinen Haarausfall schon erwähnt? Ich bin für diesen Tag aus Berlin angereist, um das Event als Reporterin zu begleiten, so viel Input daraus zu ziehen, wie möglich. Was mir vorher nicht bewusst war, heute lerne ich auch etwas für mich.

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Der Anwendertag beginnt mit einer kleinen Theoriestunde. Daniel Thomas übernimmt die Leitung und geht schon zu Beginn in die Tiefe. Die OLS-Produkte werden bist auf das letzte Detail runter gebrochen. Was steckt drin, was lösen die Inhaltsstoffe aus. Durch OLS wird das Haar wieder auf den Ursprung reduziert, das lerne ich. Das klappt mit organischen Inhaltsstoffen, die alle in Deutschland wachsen. Insgesamt gibt es mittlerweile 14 Produkte. Was auch mit auf dem Weg gegeben wird: entweder ganz oder gar nicht. Wer neben einer OLS-Haarwäsche andere Stylingprodukte benutzt, reißt die Arbeit wieder ein. Auch negative Erfahrungen rund um das Produkt werden erfragt und geklärt. Zwischendurch werden Anekdoten aus dem Friseuralltag erzählt, es wird sich ausgetauscht, gescherzt, gelacht. Notiz an mich: Mit Humor macht sogar Theorie Spaß. Heute lerne ich außerdem über die Haarstruktur und, wie diese auf bestimmte Stoffe reagiert. Aber auch, welche Produkte genau das Gegenteil erzielen, was sie versprechen und, was der falsche Umgang mit dem Haar für Konsequenzen haben kann. Ich fasse mein Haar an, die Konsequenzen spüre ich.

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Jetzt geht es zum Praktischem. Die Teilnehmer sollen sich gegenseitig die Haare mit den OLS-Produkten waschen. Hier stehen ihnen die Trainer helfend zur Seite. Es wird genau darauf geachtet, wer welche Haarstruktur hat und, welches Produkt zu dieser passt. Manche der Teilnehmer sitzen 20 Minuten oder länger am Waschbecken und bekommen bei geschädigtem Haar vielleicht sogar die Haare zwei bis dreimal gewaschen. Das soll nämlich erst mal alles aus dem Haar spülen, was da nicht rein gehört. Eine Prozedur, die man nicht unbedingt vom 0815-Friseur kennt. Hier geht es nicht um Schnellig-, sondern um Gründlichkeit und das individuelle Haar. Ich frage mich, wie viele Wäschen mein Haar benötigen würde.

Ich schaue mir die Prozedur ganz gründlich an, gehe von Teilnehmer zu Teilnehmer. Hier ist alles dabei. Blondiertes, gefärbtes, mit Dauerwelle behandeltes, aber auch gesundes Haar. Und trotzdem haben alle nach dem ersten Föhnen den gleichen Wow-Effekt. Das Haar schimmert und glänzt. Ganz natürlich, ganz ohne Styling-Produkte. Bevor das Haar jetzt wieder nass gemacht und mit einem Conditioner behandelt wird, heißt es Mittagspause. Zeit, die Teilnehmer kennenzulernen. Ich höre mich um. „Wir sind aus Waldkirch und haben gerade einen Salon aufgemacht. Wir sind hier, weil wir nächste Woche die OLS-Produkte in den Salon bekommen. Ich möchte mehr darüber erfahren“, erzählt mir eine Teilnehmerin. Empfohlen wurden ihr die Produkte von einer befreundeten Friseurin. Eine Teilnehmerin, die einen Salon in Österreich hat und extra für den Anwendertag angereist ist, erzählt, dass sie OLS schon ein Jahr selbst anwendet und Veränderungen an ihrem Haar bemerkt hat. „Sie sind sehr schnell gewachsen. Meine Haare waren wieder, wie als Kind – super stark.“ Das organische Bewusstsein liegt ihr sehr am Herzen, wie sie erzählt. Nach dem Anwendertag will die Friseurin entscheiden, ob sie das Produkt nächstes Jahr ordern will oder nicht. Eine andere Teilnehmerin ist seit 20 Jahren Friseurin. Mit ihr wird es interessant – denn sie ist zu Beginn des Anwendertages eine Skeptikerin, was die Produkte angeht. „Wenn man schon so lange Friseurin ist und schon mit so vielen Produkten gearbeitet hat, fehlt mir manchmal das Verständnis, sich auf etwas Neues umzustellen“, erklärt sie mir. „Der Tag ist mir wichtig, um mein Bewusstsein zu erweitern und mich auf das Produkt einzulassen. Ich muss es besser verstehen können. Bei den Kunden hat es bisher sehr gut funktioniert. Aber bei mir persönlich ist es noch nicht so.“

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Nach der Pause geht es weiter mit der Prozedur. Die Conditioner werden angewendet, um die Haare wieder zu schließen. Manche bekommen vorher noch eine Haarmaske aufgetragen. Als Stylingprodukt wird das Proteinspray angewendet, andere brauchen es gar nicht. Beim Haarföhnen wird es immer lauter – liegt aber an den Unterhaltungen der Teilnehmer. „Das ist der Hammer. Die Haare fühlen sich so toll an. Die glänzen total.“ Das höre ich übrigens mehrmals. Am Ende des Seminars sehe ich ein Lächeln an allen Teilnehmerinnen sowie glänzendes und bewegliches Haar. Eine Teilnehmerin kommt auf mich zu: „Du hast die Haare jetzt aber nicht mit OLS gewaschen, oder?“ Ich antworte grinsend: „Nein, sieht man das?“ Sie: „Na ja, du bist jetzt die einzige, die solche Haare hat.“ Ich fasse meine Haare an. Was sie mit „solche“ meint, weiß ich ganz genau. Mir fällt auf, dass ich heute den ganzen Tag als Negativ-Bespielt verwendet wurde – wie das Haar eben nicht aussehen und sich anfühlen sollte. Selbst Schuld. Ich werde dann auch mal auf OLS umsteigen – und die Entwicklung meiner Haare könnt ihr dann bald hier auf dem Blog verfolgen.

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Fotos: Privat

Halloween: Traditions-Horror oder Bereicherung?

Süßes, sonst gibt’s Saures! Das kommt dir bekannt vor? Dann bist du wahrscheinlich auch schon im Grusel-Fieber und freust dich, wenn am 31. Oktober wieder Halloween gefeiert wird. Hexen und Geister laufen durch den Nebel die Straße entlang, es wird gefeiert und gegruselt. Im Supermarkt nebenan sind die Regale voll mit Süßwaren rund um den Geisterkult, Kürbisse mit reingeschnitzten Fratzen zieren die Fensterbänke der Deutschen, unterschiedlichste Clubs veranstalten Halloween-Partys. Gäste sollen natürlich kostümiert erscheinen – am besten mit ganz viel Filmblut im Gesicht. Freizeitparks laden sogar zum großen Halloween-Spektakel. Hier darf sich einmal im Jahr gefürchtet werden. Ohne Konsequenzen. Alles nur Spaß! Männer mit Kettensägen laufen den Passanten hinterher, blutverschmierte Monster lachen ihnen frech ins Gesicht. Und dann wären da noch ganz viele Freddy Krügers, Zombies und Skelette. Einmal im Jahr darf man sich hier fühlen wie im Horrorfilm – aber mit Happy End.
Und warum wird dieser ganze Klamauk überhaupt gefeiert? Weil das die Amerikaner irgendwann mal vorgemacht haben? Schließlich sieht man seine Lieblingsstars von Jahr zu Jahr mit unterschiedlichsten Gruselkostümen durch die Presse tingeln. Und dann wäre da noch die legendäre Halloween-Party von Heidi Klum. Klingt spannend, sollten wir auch in Deutschland einführen, oder? Aber so einfach war das dann doch nicht. Was viele nicht wissen: Das Totenfest soll Anfang der 90er Jahre gezielt in Deutschland eingeführt bzw. vermarktet worden sein. Nach dem ersten Golfkrieg gab es reihenweise Absagen von vielen Karnevals- und Festnachtsfeiern. Natürlich überlegte die Industrie, wie diese Verluste wieder reingeholt werden können, berichtete Dieter Tschorn von der Fachgruppe Karneval des Deutschen Verbands der Spielwaren-Industrie der „Welt“. Drei Jahre später wurde dann die Werbetrommel gerührt und Halloween immer größer. Mittlerweile ist das Fest das drittwichtigste saisonale Ereignis nach Weihnachten und Ostern. Kostüme, Süßigkeiten und Co. bescheren der Branche mehre Millionen Euro Umsatz. Vorbild Amerika!
Während der Handel Erfolge feiert, freut sich die Evangelische Kirche hingegen eher weniger über den Spuk. Der fällt nämlich zusammen mit dem Reformationstag (Am 31. Oktober 1517 schlug Martin Luther 95 Thesen zu Ablass und Buße an die Tür der Wittenberger Schlosskirche, leitete damit die Reformation ein). Und dass genau an diesem Tag des Gedenkens ein importierter Geisterkult, der ja eigentlich inhaltslos ist, eingeführt wurde, gefällt der Kirche eben nicht. Andere Kritiker bemängeln, dass eigene europäische Traditionen wie Rübengeistern oder Martini von der breiten Maße vergessen werden und keine Chance gegen das große Kommerzfest haben.
Und die Moral von der G’schicht? Entweder man feiert Halloween oder eben nicht. Die Kleinen haben schließlich Spaß, wenn sie kostümiert von Haus zu Haus laufen und um Süßigkeiten bitten. Und die Großen feiern große Partys. Wahrscheinlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch die letzten Traditionen aus Amerika übernommen werden und die Frauen sich nur noch in halbnackte Kostüme schmeißen werden – ja, das ist in den USA üblich zu Halloween. Aber letztendlich ist es eben der Spaß, um den es geht. Und dass man für einen Abend vom Alltag abschalten kann. Der persönliche Horror beginnt dann ja meistens sowieso am nächsten Arbeitstag verkatert im Büro…

Foto: Hide Obara

So grün kann Strom Sein

Habt ihr schon mal gehört, dass Strom aus Pflanzen erzeugt werden kann? Manche haben es vielleicht mal im Physik-Leistungskurs aufgeschnappt, manche haben davon gelesen, andere haben wahrscheinlich noch nie davon gehört. Und ja, das funktioniert wirklich. Eine absolut revolutionäre Erfindung, könnte man sagen. Aber warum geht so eine Nachricht nicht um die Welt? Sie könnte diese doch verändern – zum Positiven…
Wie ich darauf komme? Vor zwei Jahren berichtete die „Welt“-Zeitung bereits von dem grünen Strom. Erstmals wurde ein Kaktus zum Watt-Lieferanten. Nach einer kleinen Recherche-Runde bei Google fällt auf, dass das Thema drei Jahre späte wieder den Weg in die Öffentlichkeit fand, und auch 2015 wurde hier und da wieder darüber geschrieben. Hätte diese Thematik nicht eine viel größere mediale Welle schlagen sollen? Als die grüne Revolution, Energie aus der Natur. Oder wäre dies einfach nur kontraproduktiv gewesen – für große Konzerne, die Konkurrenz in der natürlichen Energiequelle sehen könnten?
Und warum zapfen wir eigentlich noch keinen grünen Strom, wenn es ihn doch gibt? Weil die Ausbeute aus Pflanzen noch viel zu gering ist. Aber die Technik rund um die Naturenergie befindet sich in stetiger Entwicklung. Und wer weiß, vielleicht wird sie irgendwann zur Zukunft…
Während sich weltweit Forscherteams mit der Entwicklung des Themas beschäftigen, schafften es laut „Welt“, Französische Wissenschaftler vor fünf Jahren einen Kaktus in ein kleines Kraftwerk zu verwandeln. Im „Centre National de la Recherche Scienttifique“, dem nationalen wissenschaftlichen Forschungszentrum in Paris, wurde der Kaktus, bestückt mit Apparaturen und dank zweier implantierter, mit Enzymen präparierte Elektroden, zum Stromlieferanten. Angezapft wurde er an dem Grün der Pflanze, denn diese Stelle ist zur Fotosynthese fähig. Und diese wiederum verwandelt Sonnenlicht in chemische Energie. Wie wir es damals auch im Physik-Unterricht gelernt haben. Im letzten Schritt entsteht Glucose und Sauerstoff. Und genau daraus haben die Forscher Strom gewonnen – mithilfe von Elektroden, die mit zwei unterschiedlichen Enzymen präpariert wurden. Der Kaktus blieb dabei komplett unbeschadet. Je stärker das Licht, desto mehr Strom konnte das Kaktusblatt liefern. Doch letztendlich war die Ausbeute nicht groß genug, um für den Alltag nützlich zu sein. Das Kaktusblatt kann höchstens bis zu zehn Mikrowatt erzeugen. Im Vergleich benötigt alleine eine Energiesparlampe sieben Watt, damit ein Licht aufgeht. Weiterer Nachteil: Die Energie aus der Fotosynthese brauchen die Pflanzen, um zu überleben. Wenn man ihr also die Glucose nimmt, wird sie irgendwann welken. Also hätte ein grünes Pflanzenkraftwerk keine lange Überlebensdauer.
Und doch handelt es sich hierbei um den ersten ökologischen Strom, welcher hundertprozentig rein ist. Eine Energie, die sauberer nicht sein könnte. Deswegen haben die Forscher das Interesse längst nicht verloren und arbeiten stetig an neuen Innovationen rund um den Strom aus Pflanzen. U.a. beschäftigt sich auch das Projekt „Plant-e“ mit der Thematik, welches sich auf Energie durch pflanzlich-mikrobielle Brennstoffzellen fokussiert.
Und vielleicht gelingt es den Forschern ja irgendwann, genug Strom zu erzeugen, ohne den Pflanzen zu schaden, und aus der Revolution eine Revolution zu machen. Und bis dahin, solltet Ihr alle den grünen Strom zum Thema und Diskussionsstoff machen – damit er solange nicht in Vergessenheit gerät.

http://pilule-pour-bander.net
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Foto: Lukas Köller

Sie sind jung, sie sind schön, sie zieren Plakate…

Sie sind jung, sie sind schön, sie zieren Plakate am Times Square, laufen auf Schauen von Topdesignern, shooten für die Vogue. Ihre Welt glitzert. Doch die Realität sieht oft anders aus. Viele Mädchen träumen davon, irgendwann die großen Laufstege zu erobern, in die Riege der Topmodels aufzusteigen. Doch von den wirklich Großen gibt es nur zwei Handvoll. Die anderen sind eine von vielen. Manche können davon leben, manche schlagen sich mit kleinen Jobs durch, andere schaffen es nie. Traumjob Model.

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judith_andruschek_300x300_04Und trotzdem sollte man den Beruf nicht zwangsweise pauschalisieren. Denn keine Geschichte gleicht der anderen. Wenn man über die Branche reden will, sollte man auch einen Blick auf die Mädchen als Individuen werfen. Das, was die Branche selbst meist nicht tut.?Sie träumt den „Traumjob“ schon seitdem sie 18 Jahre alt ist. Da stand Judith Andruschek das erste Mal vor einer Kamera. Was für die meisten Teenager der Einstieg ins Erwachsenenalter ist, ist für manche Models bereits eine weitere Station in der Karriere. Laut einer Studie von „The Model Alliance“ steigen 54,7 Prozent der Mädchen schon im Alter zwischen 13 und 16 Jahren ins Model-Leben ein, verzichten auf Freizeit, auf ihre Jugend. Etwas, was sie später nie nachholen können. Bei Judith war das anders. Heute ist die xx-Jährige Vollzeit-Model, shootet für Onlinemagazine, wird für Laufstege gebucht und arbeitet als festes Haarmodell für BrockmannundKnoedler. „Ich wollte nicht von klein auf modeln. Ich habe den Wunsch mit der Zeit entwickelt und wollte es irgendwann immer mehr“, erzählt Judith im Interview mit dem „Organic Lifestyle“-Magazin. „Jetzt würde ich schon sagen, dass es ein großer Traum von mir ist und ich genieße es, Zeit dafür zu haben, herumzureisen. Man lernt ja auch immer neue Leute kennen.“

 

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Seit drei Jahren arbeitet die Dresdnerin als Haarmodel exklusiv für BrockmannundKnoedler. Zwar hat sie das gute Aussehen, lange Beine und die richtigen Maße mit in die Wiege gelegt bekommen – viele vergessen aber, dass der Beruf viel mit Glück zu tun hat. „Ich wurde von BuK angerufen. Sie hatten meinen Kontakt bekommen, weil ich schon länger als Model in Dresden unterwegs gewesen bin. Ich wurde über einen Fotografen gefunden und direkt angerufen. Noch am selben Tag haben sie mir gesagt, dass sie mich gerne als Model hätten.“?Als Haarmodell hat man erst mal ausgesorgt. Keine lästigen Friseurbesuche mehr, bei denen man sowieso nicht das bekommt, was man möchte. Denn der Kunde wird schon wissen, was dir am besten steht. Oder nicht?

Diese Prozedur benötigt viel Vertrauen und Mut seitens des Models. Das musste Judith schon beim ersten Tag der Zusammenarbeit mit BrockmannundKnoedler unter Beweis stellen. „Meine größte Haarveränderung hatte ich direkt beim ersten Mal bekommen“, erinnert sie sich zurück. Aus langen kupfernen Haaren mit Locken wurden feuerrote kurze Haare. „Das war eine extreme Umstellung. Das hat mich damals schon etwas überfordert. Aber meine Bedenken wurden berücksichtigt und meine Haare wurden nach der Show so optimiert, dass ich mich wohl fühle.“ Und da wären wir wieder beim Thema Glück. Ein Luxus, von dem nicht jedes Model sprechen kann. Denn Modeln heißt auch für einen bestimmten Job das eigene Ich aufzugeben, in die Rolle zu schlüpfen, die der Kunde erwartet. So auszusehen, wie es sich der Kunde wünscht. Judith: „Das ist ein Job und man muss sich vorher überlegen, ob man bereit dafür ist. Klar weiß man vorher nicht, was die für Ideen haben. Aber darauf muss man sich einlassen können.“ Das sind die Bedingungen -denn wenn die eine “nein” sagt, wird eben eine andere “ja” sagen…?Judith selbst ist ein positiver Mensch. Trotz ihres Ehrgeizes hat sie das Modeln nicht verbissen gemacht. „Ich bin nicht immer laut, aber präsent und aufgeschlossen“, sagt sie über sich selbst. „Ich kann aber auch angemessen zurückhaltend sein. Ich bin nicht jemand, der schreit: ‚Hallo, hier bin ich.’ Aber ich kann durch meine Ausstrahlung Aufmerksamkeit auf mich ziehen – und durch meine freundliche und natürliche Art.“

Ein gesundes Selbstbewusstsein hat die Blondine. Und das ist auch nötig. Die Branche ist nichts für Mädchen, die kein dickes Fell haben. Regelmäßig muss man mit Absagen rechnen oder Aussagen über das eigene Aussehen annehmen. Und da bröckelt schon mal die Fassade des einen oder anderen Mädchens. „Es ist eigentlich nicht schwer, ein ‚nein’ zu akzeptieren“, findet Judith. „Es gab ja schon immer Sachen, für die man kämpfen musste. Man gibt ja auch nicht gleich auf, wenn man in der Schule eine schlechte Note schreibt. Man ist eher motiviert, das nächste Mal mehr dafür zu lernen. So ist es auch im Modelbusiness. Es kann ja nicht immer alles klappen.“? Eine Einstellung, die nicht alle Models mit ihr teilen. Viele haben es vielleicht einfach nicht anders gelernt, wurden nie richtig auf das Business vorbereitet. In den letzten Jahren hat sich der Anteil der Models vielleicht vervierfacht. Die Konkurrenz wird immer größer. Und es gibt immer eine, die dünner, größer und schöner ist. Laut „The Model Alliance“ leiden 68,3 Prozent der Models an Unsicherheiten und/oder Depressionen. „Als Model braucht man schon ein gefestigtes Selbstkonzept, um bestimmte Dinge für sich zu kompensieren“, sagt Judith. „Das Selbstbewusstsein musste sich bei mir entwickeln – aber es hat sich durch das Model echt gut weiter entwickeln können. Eben, weil man sich immer wieder neu findet, neu entdeckt und unterschiedliche Rollen ausprobieren kann.“
Modeln – für Judith ist es ein Traumjob. Bald will sie sogar ins Ausland. „Mein nächstes Ziel ist es, mich international zu etablieren. Ich möchte mich Agenturen im Ausland vorstellen. Ich habe jetzt schon ein Angebot aus Mailand und London.“
Sie hat den Spagat geschafft – sich auf den Job mit all seinen Facetten einzulassen und sich trotzdem selbst treu zu bleiben. Judith ist eines der Models, die neben Talent auch eine Portion Glück mitbringen. Judith: „Ich habe Vertrauen zu BrockmannundKnoedler, aber das musste sich erst entwickeln. Und jetzt ist es definitiv gefestigt. Die Stylisten begleiten uns ja wirklich. Wir sind wie eine große Familie hier.“ Und das findet man in der Branche wirklich nicht alle Tage…

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© Verena Kneymeier, Blicklicht Photographie, BrockmannundKnoedler for Wella Professionals,

Petra Brockmann & Thomas Brockmann-Knödler

Eitelkeit liegt wahrscheinlich in der Natur des Menschen. Wir wollen schön sein. Perfekt. Jetzt sofort. Am besten mit so wenig Aufwand wie möglich und für den kleinsten Preis. Geiz ist geil! Das lebt uns die Wegwerf-Gesellschaft vor.
Doch ganz tief in Sachsen, in Dresden, in der schönen Stadt an der Elbe, brütet etwas. Nein, es brodelt. Eine Revolution. Geführt von zwei Kreativen, zwei Machern, zwei mit einer Vision! Petra Brockmann und Thomas Brockmann-Knödler. Sie wollen etwas bewegen, etwas ändern. Und damit könnte zukünftig die komplette Branche auf den Kopf gestellt werden.

Bist Du bereit für freies Haar?

Es gibt verschiedene Kunden mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Deshalb ist auch die Frage berechtigt: Welche Kundin braucht welches Produkt? Nicht jede Kundin ist sofort bereit für Organic Lifestyle®. Verwendet eine gefärbte Kundin zum ersten Mal Organic Lifestyle® Haarpflegeprodukte wird sie bereits beim Shampoonieren den Unterschied spüren.

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Sie wird mit dem natürlichen Urzustand ihres Haares konfrontiert. Für den einen fühlt es sich vielleicht nur ungewohnt an, für den anderen ist es eine Umstellung, die Zeit braucht. Nicht jeder kann und möchte das fühlen! Wurde die Kundin nicht gut auf dieses wahrhaftige Haargefühl vorbereitet, kann es schnell zu Unsicherheiten oder sogar Beschwerden kommen.

Die Anwendung der Haarpflegeprodukte von Organic Lifestyle® bedarf deshalb immer einer umfassenden Kundenberatung, aber vor allem auch einer einfühlsamen Kundenwahrnehmung durch den Friseur. Ist meine Kundin schon bereit diesen Weg zu gehen? Wie viel kann sie konfrontieren? Ist sie bereit mehr Zeit für ihre Haarpflege zu investieren? Kann sie bereits auf eine Haarpflege verzichten, die ihr Haar nur scheinbar seidig weich macht? Freies Haar bedeutet, Schluss machen mit Silikonen, Parabenen, Weichmachern und unnatürlichen Glanzpartikeln.

Freies Haar heißt, die Eigenspannung, das Eigenvolumen und den Eigendrall stärken, die Natur des Haares unterstützen und wieder eine natürlich freie, klare Haaroberfläche zu schaffen. Wenn Du es liebst, lass es frei! Dein Haar.

Und? Bist Du bereit?