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Wenn das Gehirn zum Orgasmus kommt

Blonde lange Haare, hübsches Gesicht, sanfte Stimme, slawischer Englisch-Akzent. Diese Dame bringt euch zum Orgasmus. Im Internet faltet die Youtuberin flauschige Handtücher, bürstet sich sanft die Haare, blättert in einem Buch – und Millionen Menschen schauen ihr dabei zu. Eine neue Form des Voyeurismus? Nein, eine Tiefenentspannung für jedermann!

Was Stilnox wird verwendet für
Stilnox wird verwendet, Schlaf bei Patienten mit Schlafstörungen zu initiieren und zu pflegen, auch Schlaflosigkeit genannt. Es ist nicht für den Einsatz für mehr als 4 Wochen zu einem Zeitpunkt empfohlen.
Stilnox schlaftabletten rezeptfrei hat eine andere chemische Struktur auf andere Schlaftabletten . Stilnox wirkt im Gehirn spezielle Bindungsstellen , die den Schlaf produzieren.
Ihr Arzt kann jedoch vorschreiben Stilnox für einen anderen Zweck.
Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Fragen haben, warum es Ihnen vom Arzt verschrieben wurde.
Dieses Medikament ist nur mit einem ärztlichen Rezept erhältlich.
Stilnox geht in die Muttermilch und es gibt eine Möglichkeit, Ihr Kind betroffen sein können. Ihr Arzt wird die Risiken und Vorteile der Verwendung es zu diskutieren, wenn Sie stillen oder planen zu stillen.
Lessen info: blog.organiclifestyle.de
BUK Management GmbH
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T +49.351.4843380
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Bei der Dame mit der Engelsstimme handelt es sich um die 29-jährige Maria, die den Kanal „Gentle Whispering“ betreibt. “In dieser Welt aus Stress und Chaos soll mein Kanal deine geheime Insel der Erholung und des Friedens sein”, beschreibt sie ihren YouTube-Channel. Bei den alltäglichen Handlungen, die das Gehirn berieseln, handelt es sich um die Entspannungsmethode und löst eine ASMR (Autonomous Sensor Meridian Response) aus. Einen deutschen Begriff für das Phänomen gibt es bisher noch nicht, weder Psychologen noch Neurologen oder Schlafforscher können bisher erklären, wie ASMR genau ausgelöst wird. Marias Fans beschreiben die Wirkung als „Orgasmus für das Gehirn“. Einen sexuellen Zusammenhang soll die Ekstase jedoch nicht haben. ASMR diene dagegen als Entspannung und Einschlafhilfe. Andere berichten sogar, durch die Technik ihre Depressionen überwunden zu haben. Wenn die Russin also sanft über eine Bürste streicht, überkommt die Zuschauer ein wohliges Kribbeln – erst im Hinterkopf, dann breitet es sich über den ganzen Körper aus. Das emotionale Kropf-Prickeln wird als überaus angenehm und beruhigend empfunden, ausgelöst wird es durch Sinnesreize, in diesem Fall erzeugt durch Marias grazile Bewegungen und sanfte Geräusche.
Obwohl das Phänomen nicht wissenschaftlich erforscht ist, sind sich Neurologen sicher, dass das Gehirn besonders auf gewisse Geräusche reagiert. Immer sind es alltägliche Geräusche, denen wir oft gar keine Aufmerksamkeit schenken, wie das Knistern von Zeitungen oder Geschenkpapier, fließendes Wasser. Diese Geräusche sind Trigger, welche anscheinend das selbe Netzwerk im Gehirn ansprechen. Doch ASMR ist längst nicht für jeden empfänglich. Auf die Stimulanzen reagieren besonders Menschen, die vorsichtig und nachsichtig mit Menschen sowie Situationen interagieren. Um das große Kribbeln zu spüren, sollte man sich also für die kleinen Dinge öffnen können. Und in einer so lauten Welt, tut es bestimmt gut, auch mal auf die leisen Töne zu hören. Nebenwirkungen oder gesundheitliche Störungen sind bisher nicht bekannt. Na, dann mach’s doch mal deinem Gehirn…

Nähere Infos gibt es HIER!

Foto: Youtube “GentleWhispering”

Sie lässt Beauty-Herzen höher schlagen

Kennt Ihr diese eine beste Freundin, die immer ein paar Schmink-Tipps parat hat? Die alle ihre Freundinnen vor dem Clubbesuch schminkt und ihnen die Haare schön zaubert? Beatrice Kober ist so eine Freundin. Das war sie schon früher und das ist sie auch heute noch. Nur eben auf professioneller Basis…

Vor acht Jahren begann ihr Abenteuer in der Beauty-Branche. Beatrice absolvierte eine Ausbildung als Ganzheitskosmetikerin, war danach drei Monate arbeitssuchend. In ihr tobte die Lust, etwas zu riskieren. “Ich habe mir einfach gedacht ‘So, jetzt mache ich mich selbstständig.’ Ich bin ins kalte Wasser gesprungen. Nach acht Jahren kann ich sagen, dass ich gut davon leben kann.” Heute darf sie ihr Schmink-Know-how bei unterschiedlichsten Projekten beweisen. Sie schminkt bei großen Events, Hochzeiten, Shootings, für Film und Bühne. Beatrice lebt das Leben, wovon andere nur träumen. Und doch will sie etwas zurückgeben. Mit Tipps und Tricks für Jedermann. Ehm, für jede Frau! “Ich gebe Workshops für Beauty-Kunden oder interessierte Frauen. In den Seminaren zeige ich dann u.a., wie man sich richtig schminkt. Das wissen nur die wenigsten.” Und warum die Make-up Artistin nun auch als professionelle Ratgeberin arbeitet? Na ja, da wären wir wieder bei der besten Freundin, die eben immer Tipps gibt. Beatrice: “Eine Freundin kam zu mir, weil sie Problemhaut und Augenringe hatte. Sie wollte, dass ich ihr mal zeige, was man da machen kann. Das habe ich natürlich. Danach war sie einfach glücklich. Sie sagte: ‘Das würden andere bestimmt auch toll finden.” Und so war es dann auch. Denn mit ihren Tricks rund um Lippenstift und Puder lässt Beatrice Beauty-Herzen höher schlagen. “Ich bekomme so viele Nachrichten und positives Feedback von glücklichen Kunden. Das ist wirklich schön.” Bei ihrer Arbeit verfolgt sie aber eine klare Linie: “Ich setze gerne auf die natürliche Schönheit. Ich gehöre nicht zu denen, die Gesichter zukleistern. Die Frauen wollen ja schließlich nicht angemalt aussehen.”

Nein, das ist nicht alles. Die “beste Freundin von nebenan” – so nennen wir Beatrice jetzt mal – zaubert nicht nur Glamour ins Gesicht, sondern verwöhnt ihre Kundinnen auch anders. “Die Damen kommen eigentlich zum Schminken zu mir. Aber wie beim Friseur erzählen sie mir ihre Probleme. Ich gebe auch gerne mal Tipps, wenn es ums Abnehmen geht. Bei mir gibt es eben ein Rundum-Schönheitsprogramm”, sagt sie. Und dazu gehört auch die Reinigung der Haut. “Ich mache zwar keine Kosmetik. Aber ich arbeite mit einem neuen Gerät. Es handelt sich um Mikrosilber, was antibakteriell ist. Man muss deswegen die Bürste nicht desinfizieren, sondern hält sie einfach unter das Wasser. Die Reinigung ist zehnmal effektiver. Nach der Anwendung kann die Haut viel mehr Wirkstoffe aufnehmen.” Wer schön sein will, muss eben erst gereinigt werden.

 

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Von der Gastro in die Modewelt

Nicht alle Menschen haben das Glück, ihre Berufung auszuleben, ihre Leidenschaft in die Realität zu tragen. Sie sind oft ihr ganzes Leben auf der Suche nach dem Sinn. Stephanie Zimmermann hat ihren gefunden – mit einigen Umwegen…
Die Dresdnerin war jahrelang in der Gastronomie tätig. Doch Erfüllung fand sie dort nicht. Lange Arbeitstage, viele Überstunden, wenig Freizeit, keine Zeit für sich. Eine Routine schlich sich in ihr Leben ein. Arbeiten, die freien Stunden beim Feiern genießen, schlafen, arbeiten. Doch in Stephanie schlummerte mehr. Ein Talent, das nur darauf wartete, endlich ausbrechen zu dürfen. In der Gastronomie sah sie keine Perspektive mehr und fand nach zwei Jahren Überlegung ihre Leidenschaft in der Modebranche. “Fotos uns Make-up waren immer schon mein Ding”, erinnert sich Stephanie zurück. “Ich habe viel recherchiert, was mir gefallen würde, und bin dann beim Beruf des Make-up-Artisten hängen geblieben.”
Es folgte ein Sprung ins kalte Wasser. Ohne Furcht und ohne Blick zurück wagte Stephanie nach einer Ausbildung zum Professional Hair & Make-up Artist den Schritt in die Selbständigkeit. Man kann sagen, dass die Dresdnerin für ihren Mut wohl belohnt wurde. Als Neuling in der Branche machte sie schnell Kontakte, schminkte für Shootings und arbeitet mittlerweile auch an überregionalen Projekten in Berlin, München und Lanzarote. “Früher in der Gastro habe ich nicht wirklich ein Leben gehabt”, sagt sie. “Heutzutage bin ich oft unterwegs und froh darüber, viel rumzukommen. Jetzt bin ich aber auch froh, mal Zuhause zu sein, weil ich meine Freizeit ganz anders genießen kann.” Und mit einem Schlag änderte sich ihr ganzes Leben. “Aus Leidenschaft zum Traumberuf” – so steht es auf ihrer Website geschrieben.
Dann das Karriere-Highlight im vergangenen Jahr. Zusammen mit Fotografin Mariella Vagabundo eröffnete die 32-Jährige ein Fotostudio. Mit Make-up-Abteilung und Styling-Bereich, versteh sich. Und hier darf sich jeder Mal wie ein Star fühlen, auch mal selbst vor die Linse treten  – ob im Shooting mit der besten Freundin oder mit dem Ehemann. In der Dresdener Neustadt schaffen die Beiden Damen dann Bilder für die Ewigkeit.
Aufgehört zu träumen hat Stephanie trotzdem nicht. “Wenn noch weitere große Aufträge reinkommen würden, würde ich mich natürlich freuen. So kann ich alles etwas stabilisieren und natürlich noch mehr erreichen.” Erst mal steht am 29. Januar der Semperopernball an. Hier ist Stephanie als Make-up-Artistin zum ersten Mal dabei. “Das Besondere daran ist, dass es so ein großes Event ist – für Dresden wahrscheinlich das größte, was es gibt. Das ganze Feeling, die Atmosphäre ist toll. Ich denke, dass es ziemlich gigantisch wird.” Da sind wir uns sicher!

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Mit Meditation zum Seelenfrieden

Viele starten das neue Jahr mit Vorsätzen, und meistens mit genau so vielen Sorgen. Sobald der Alltag nach dem Jahreswechsel wieder eingekehrt ist, kommen sie wieder – die Probleme, die To-Dos, der Stress. Was, wenn ich Euch sage, dass all die negativen Gefühle sofort der Vergangenheit angehören können? Und das ganz ohne Hilfsmittel. Denn was Ihr dafür braucht, habt Ihr alle bereits in Euch. Es ist eure Energie, es sind Eure Gedanken. Der Weg zum Glücklichsein – leicht gemacht mit Meditation.

Wer sich nicht bereits mit Meditation und Spiritualität beschäftigt, könnte an dieser Stelle erst mal irritiert sein. Sind das nur die Hirngespinste der Redakteurin? Meditation ist in vielen Kreisen mittlerweile ein großes Thema und seit einigen Jahren auch in der westlichen Welt angekommen. Trotzdem ist der Begriff in der kommerziellen Welt immer noch ein großes Fragezeichen. Spricht man über Spirituelles, könnte man missverstanden werden. Alles nur Humbug oder die Erlösung, auf die wir alle gewartet haben? Ich bin für Letzteres, aber findet es für Euch selbst heraus…

Rachelle Jeanty arbeitet seit über 20 Jahren als proffessionelle Sängerin, stand schon mit Céline Dion auf der Bühne. Dass in der Musikbranche nicht alles Gold ist, was glänzt, musste sie am eigenen Leib erfahren. Trotz ihrer Leidenschaft zur Musik fand sie sich in einem Alptraum wieder. “Zu dieser Zeit hatte ich mit einer starken Schlafstörung zu kämpfen. Ich hatte drei Monate nicht mehr richtig schlafen können”, erzählt sie im Interview mit “Organic Lifestyle”. Ein Konzert vor neun Jahren sollte ihr Leben ändern. Dort wurde eine spezielle Meditationstechnik namens Sahaja angewendet. “Mir wurde bewusst, dass in meinem Kopf eine Ruhe herrschte, die ich noch nie vorher erfahren hatte”, so Rachelle. “Nach diesem Konzert konnte ich das erste Mal seit drei Monaten schlafen. So bin ich zur Meditation gekommen.”

Eigentlich spricht die Sängerin nicht gerne über das Thema in der Öffentlichkeit. Eben, weil es so missverstanden ist. “Natürlich könnte ich für eine Verrückte gehalten werden. Die Leute könnten sagen, ich wäre ein Hippie oder sonst was. Aber trotzdem habe ich das Gefühl, das Meditation ein immer größeres Thema wird. Mehr und mehr Menschen fühlen sich dazu hingezogen.” Und warum sollte etwas falsch sein, das man ganz mit sich selbst ausmacht. Nur ich und mein Geist.

“Meditation ist eine in vielen Religionen und Kulturen ausgeübte spirituelle Praxis. Durch Achtsamkeits- oder Konzentrationsübungen soll sich der Geist beruhigen und sammeln. In östlichen Kulturen gilt sie als eine grundlegende und zentrale bewusstseinserweiternde Übung”, erklärt es Wikipedia. Rachelle meditiert ein- bis zweimal täglich, hält sich dabei an die Sahaja-Meditation. “Seitdem ich diese Methode gefunden habe, kann ich nicht mehr ohne. Ich versuche, sofort zu meditieren, wenn ich aufwache. Sogar wenn ich mit negativen Gedanken aufwache – sobald ich mich der Mediation und dieser Kraft hingebe, transformiert mich das. Alle negativen Gedanken verschwinden. Man fühlt den Frieden in sich, den Körper in Balance, die Gedanken langsamer werden. Man ist nicht mehr so gestresst, man kann Menschen leichter vergeben und beginnt, den Humor in verschiedenen Situationen zu sehen.”

Jeder hat sie, diese kleine Stimme im Kopf – wenn man nachdenkt, wenn man von der Zukunft träumt, wenn man sich ärgert. Und hier kommt das eigene Ego ins Spiel. Oft stehen wir uns damit nämlich selbst im Weg. Wir stellen uns über andere, wir halten an negativen Gefühlen fest, weil wir uns nach Wochen immer noch über die selbe Person ärgern. Das Ego hindert uns daran, zu verzeihen, und sorgt dafür, dass wir uns in Konkurrenz mit anderen Menschen stellen. Das Leben ist für uns oft ein ewiger Kampf, sich selbst an die Spitze zu treiben. “Ich hatte ein sehr beschäftigtes Ego”, gesteht Rachelle. “Ich wusste, dass ich das verändern wollte, aber ich wusste nicht wie. Als ich in meinem Geist dann durch die Meditation einen gewissen Status erreicht hatte, fühlte ich mich nicht mehr danach, immer zu reden und alles zu kommentieren. Man redet über so viele unnötige Dinge. Und das kostet dich selbst so viel Energie, und wahrscheinlich auch Energie von anderen Menschen. Stattdessen gelangt man an einen friedlichen Punkt in sich selbst.”

Aus einer Erkenntnis wurde eine Leidenschaft, die sie mit ihrer anderen großen Leidenschaft, der Musik, verbinden konnte. “Ein Teil meiner Karriere sind Konzerte. Ich wähle Songs aus, die eine tiefere Bedeutung haben. Zwischen den Liedern spreche ich über Erfahrungen und stelle den Leute mein Wissen über Spiritualität vor, das ich durch Meditation erlangt habe. Es nennt sich ‘Music and Meditation’. Die Leute, die kommen, wissen also womit sich der Abend befasst. Ich singe – und manche Songs nutze ich auch als Meditationsmoment. Und danach gibt es einen Moment der Ruhe.”

Durch die Meditation hat die Sängerin nun ihren ganz individuellen Platz in der Musikindustrie gefunden und versucht, in diese Welt mit einer tieferen Bestimmung zu gehen. Rachelle: “Meine ganze Sicht auf die Welt hat sich geändert. Ich habe mich gefragt, warum ich immer alles so ernst und verbissen genommen habe. Wir leben in einer materiellen Welt. Wir sollten das genießen und nicht verleugnen. Aber man sollte realisieren, dass man mehr ist als das. Und ab diesem Punkt ist man frei.”

 

Hier habt Ihr die Chance Rachelle Jeanty live zu erleben:

”Spirit of Joy” Singing and Meditation Workshop
Jan 23 2016, ART CONSULT, Anhalter str 7 Berlin (14:00 – 18:00 Uhr)
* for all levels

Abendkonzert Rachelle Jeanty & Falk Bonitz
Jan 23 2016 (20:00 Uhr)

Anmeldung: info@art-consult.me

Nähere Infos findet ihr HIER!

ODER

Sahaja Yoga Zentrum Charlottenburg
*mondays sessions guided by Rachelle

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Fotos: Rachelle Jeanty Privat

Wie aus einem Kindheitstrauma ein veganes Label wurde

Diese beiden verbindet mehr als nur der gemeinsame Stammbaum. Sandra und Anja Umann sind Zwillinge, 2010 gründeten sie das vegane Label Umasan. Es sollte eine Innovation in einer Branche sein, die vor lauter Geld die Werte nicht mehr sieht. Wirtschaftlichkeit vor Bewusstsein. „Die Modebranche war damals noch sehr verschlossen und beinahe ignorant dem Thema gegenüber“, gesteht Sandra dem „Organic Lifestyle Magazin“. „Es gab eine allgemeine Oberflächlichkeit in der Branche, die gar nicht auf die Entwicklung im Sinne der Nachhaltigkeit einging. Sie sträubte sich noch dagegen. Wir wollten einfach zeigen, dass es tolle neue und innovative Materialien gibt, die zukunftsweisend sind und es für uns spannend gemacht haben, uns in die Modebranche zu begeben.“ Der Startschuss für ein Leben, das so anders war, als ihre eigenen Ursprünge. „Wir sind mit relativ viel Fleisch groß geworden und hatten ein kleines Kindheitstrauma davon mitgenommen“, erzählt Anja. „Das machte uns den Weg einfach, erst mal auf Fleisch zu verzichten. Parallel zu dem hohen Fleischkonsum sind wir mit Tieren groß geworden. Das hat wiederum unsere ethischen und moralischen Vorstellungen geprägt. Als wir aus dem Elternhaus ausgezogen sind, haben wir schnell den Weg in das Vegetarische gefunden.“ Sandra: „Unser Anliegen ist zu zeigen, dass dieser Lebensstil kein Verzicht ist, sondern einen Mehrwert hat. Für den Träger der Kleidung. Damit gibt man dem behafteten Wort vegan eine ganz neue Perspektive.“

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Mittlerweile leben die Zwillinge seit acht Jahren vegan und finden sich fünf Jahre nach der Labelgründung mitten im Modezirkus wieder – der doch sonst so bunt und voller Glitzer ist. Nicht bei Umasan. Viel Schwarz, Minimalismus, Anlehnungen an die japanische Schnittkunst. Letzteres lernte Sandra bei dem berühmten Designer Y?ji Yamamoto.
Hinter dem besonderen Weg, denn die Schwestern noch gehen wollen, liegt nämlich eine besondere Vergangenheit. Nach dem Modedesignstudium zog es die gebürtige Dresdnerin Anja nach Japan, wo sie sich von Yamamoto lehren ließ. „In der Zusammenarbeit mit ihm war für mich die Schnittführung sehr wertvoll. Die Japaner haben ganz andere Schnittansätze“, erklärt sie. „Das ist ein verborgenes Wissen, an das die Europäer gar nicht rankommen. Es kommt aus einer jahrtausendalten Tradition der Kampfkunst, die immer den Ansatz hatte, Funktionalität und Mobilität in den Vordergrund zu bringen.“ Andere Einflüsse zog sich die Marke aus der Schwarz-Weiß-Fotografie. „Es verschönert oder verdeckt Dinge nicht, sondern setzt den Fokus auf die Form“, sagt Sandra, die früher als Fotografin arbeitete. „Wir reduzieren unsere Kollektionsteile auf Schwarz-Weiß und geben dem Träger damit Raum. Wir lassen ihn selbst wirken.“
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Fotos: Umasan

Seine Träne bleibt

„Als Tränentattoo (umgangssprachlich auch Knastträne) bezeichnet man eine Tätowierung in Form einer Träne, zumeist unter dem Auge gestochen. Es steht unter anderem in Verbindung mit kriminellen Aktivitäten. Seine genaue Bedeutung ist jedoch umstritten“, steht es in der Internet-Enzyklopädie Wikipedia. Auch Kai Uwe hat sie, die so genannte „Knastträne“. Und das, obwohl er mit Knast so wirklich gar nichts am Hut hat. Er ist von oben bis unten tätowiert, auch andere Tattoos zeichnen sein Gesicht. Willkommen im 21. Jahrhundert. Ungewöhnlich ist das schon längst nicht mehr. Die permanente Körperbemalung als neue Ästhetik. Und trotzdem hat der Tätowierer regelmäßig mit Vorurteilen zu kämpfen. „Ich wurde deswegen schon oft auf der Straße angesprochen“, erzählt der 27-Jährige dem „Organic Lifestyle Magazin“. „Dann kommt die klassischen Frage: ‚Warst du im Gefängnis?‘ Das passiert relativ oft.“ Wie man auf so viel Ignoranz reagiert? Mit Humor: „Ich antworte meistens: ‚Ja.‘ Ich sage das aber so, dass die schon merken, dass es nur Spaß ist.“ Eine Lebenseinstellung? Eine Rebellion? Vielleicht sollte man aufhören, so viel in Knasttränen und Co. hinein zu interpretieren. Schließlich sind wir die Generation Y, Hedonisten, machen, was wir wollen. „Ich habe Bock drauf und finde es schön“, sagt Kai Uwe. „Ich fand das schon immer interessant, einfach ein No-Go zu machen. Dadurch, dass ich es mir als Tätowierer erlauben kann, ist es letztendlich egal, wie ich rumlaufe. Natürlich werde ich trotzdem noch von der Seite schief angeschaut. Es wird nicht so akzeptiert, wie viele glauben.“

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Alles fing an mit einem Logo der MTV-Sendung „Jackass“, als Kai Uwe 18 Jahre alt war. „Damals war ich ein Fan und wollte ein Tattoo davon haben.“ Neun Jahre später hat der Dresdner den Überblick über seine Tattoos verloren. Wie viele es sind? „Keine Ahnung.“ Schmetterling, Kreuz, Frauenköpfe und Schriftzüge. Nur ein kleiner Ausschnitt seiner Körperkunst.
Jede Schale hat einen Kern. Hinter dem Körperkult, der Fassade, steckt Kais Leidenschaft zur Kunst. „Ich würde es nicht als Kunst, sondern als Handwerk bezeichnen“, sagt er bescheiden. Schon von klein auf zeichnete und malte er Bilder. Anfangs den Klassiker: Haus, Mama, Papa. Heute sind es traditionelle Zeichnungen: Anker, Schwalbe, Steuerrad. Kai nennt es „Seefahrer-Klischees“. Für die ist er bekannt, das wissen auch seine Kunden. Und trotzdem verpasste er schon die unterschiedlichsten Tattoos. Mal außergewöhnlich, mal schlicht. „Ich habe mal einen Toaster über einen Hintern tätowiert, aus dem keine Toasts, sondern Delphine kamen.“ Aber es gibt auch No-Gos: „Alles, was in eine komische politische Richtung geht, verneine ich komplett. Und Sachen, die nicht schön aussehen. Ich berate die Leute so weit, dass man einen Kompromiss eingeht, der für beide Seiten vertretbar ist.“ Schließlich ist das Tattoo für immer. Permanent. Irgendwie beängstigend, oder? „Die Verantwortung ist so groß“, sagt er. „Man muss im Kopf so weit sein, dass man erkennt, dass man den Körper eines anderen Menschen verändert. Das bleibt für immer da. Mit diesem Gedanken klar zu werden, war das Schwerste für mich.“ Irgendwie sympathisch.

Fotos: Kai Uwe

Let’s talk about Sex, baby!

Werdet Ihr auch rot, wenn Ihr in der Öffentlichkeit das Wort Penis aussprecht? Oder, wenn der Nachbartisch über Stellungen und Sexspielzeug spricht? Dann geht es euch wie vielen anderen Deutschen. Und das, obwohl wir in einem offenen Land leben, in dem Sex sells! Und, in dem an jeder dritten Straßenecke ein Plakat mit einer halbnackten Frau hängt. Aber warum ist Sex in bestimmten Situationen immer noch ein Tabuthema? Schließlich machen wir es doch alle. Oder?

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Wie gut, dass zwei Berliner schon längst eine Sex-Revolution planen. Ab jetzt wird, egal wann, wo und mit wem, offen darüber gesprochen. Ohne Scham. Und als Kommunikationsmittel dient ein Kondom. Klingt erst mal nicht einleuchtend? Alles nacheinander…

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Waldemar Zeiler und Philip Siefer heißen die beiden Herren mit dieser einen ganz besonderen Idee. „Ich war im Drogeriemarkt, um Kondome zu kaufen. Sie befanden sich im Regal zwischen Binden, Klopapier und Hundefutter. Ich hatte ein bisschen Zeit und habe mir alles genau angeschaut, habe alle Texte gelesen und mir auch verschiedene Kondome gekauft. Die habe ich mir Zuhause genauer angeschaut. Daraufhin habe ich Waldemar geschrieben, weil wir sowieso vorhatten, mal ein gemeinsames Projekt zu machen“, erzählt Philip dem „Organic Lifestyle Magazin“. „Einhorn Condoms“ war geboren. Die beiden gründeten ein eigenes Unternehmen, eröffneten einen Onlineshop und verkaufen seitdem Öko-Pariser, die fair produziert werden und vor allem ziemlich außergewöhnlich eingetütet sind. Die Einhorn Kondome kommen nämlich in kreativ gestalteten Chipstüten. „Die kann man überall rumliegen lassen. Früher haben sich alle geschämt dafür. Und so eine Tüte ist natürlich auch eine tolle Fläche, um Kunst darzustellen“, erklärt Waldemar.

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Diese veganen Gummis sind kleine Alleskönner. Sie schützen, sie fördern die Zweisamkeit, sie sind fair und nachhaltig produziert und sie erfreuen sich eines außergewöhnlichen Design- und Markenauftrittes. Bunt und sexy. Auf den Tüten finden sich schlüpfrige und humorvolle Sprüche, lustige Figuren. Sex soll Spaß machen. So auch die Benutzung dieser Kondome. Das kurbelte nach und nach auch das Feedback der Kunden an. „Man sieht das auch bei Facebook oder Youtube. Die Leute kommentieren, wie schön und witzig das Ganze ist, dass alles nett durchdacht sei. Man führt mit Kunden auf einmal ganz offene Gespräche über die Geschlechtsteile, um der Sache auf den Grund zu gehen. Es passiert genau das, was wir wollten. Wir wollten eine Kommunikation auf Augenhöhe, bei der man offen über das Produkt reden kann. Das scheint mit einer lustigen Aufmachung sehr gut zu funktionieren“, erzählt Philip. „ Wenn wir ehrlich sind, ist es ja nur ein Körperteil. Über seinen Körper unterhält man sich ja auch – oder, wenn man sich die Nägel macht, wie man die Frisur trägt. Witzigerweise überträgt sich das langsam. Immer mehr Leute können das Wort Penis in den Mund nehmen, ohne dabei rot zu werden“, fügt Waldemar hinzu. Mit den Öko-Gummis plant das Start-up-Duo Großes: „Wir wünschen uns eine Sex-Revolution. Wir fänden es sehr gut, wenn wir es schaffen, mit unserem Produkt die Leute dazu zu bringen, offen über Sex zu reden, sich auszutauschen.“
Also Mund auf, Leute! Nicht nur, wenn es um die Kommunikation geht. Denn bei dem vielen Reden sollte natürlich das Wesentliche nicht vergessen werden…

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Credits: Liz von Wagenhoff, Marco Woldt

Sie sind jung, sie sind schön, sie zieren Plakate…

Sie sind jung, sie sind schön, sie zieren Plakate am Times Square, laufen auf Schauen von Topdesignern, shooten für die Vogue. Ihre Welt glitzert. Doch die Realität sieht oft anders aus. Viele Mädchen träumen davon, irgendwann die großen Laufstege zu erobern, in die Riege der Topmodels aufzusteigen. Doch von den wirklich Großen gibt es nur zwei Handvoll. Die anderen sind eine von vielen. Manche können davon leben, manche schlagen sich mit kleinen Jobs durch, andere schaffen es nie. Traumjob Model.

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judith_andruschek_300x300_04Und trotzdem sollte man den Beruf nicht zwangsweise pauschalisieren. Denn keine Geschichte gleicht der anderen. Wenn man über die Branche reden will, sollte man auch einen Blick auf die Mädchen als Individuen werfen. Das, was die Branche selbst meist nicht tut.?Sie träumt den „Traumjob“ schon seitdem sie 18 Jahre alt ist. Da stand Judith Andruschek das erste Mal vor einer Kamera. Was für die meisten Teenager der Einstieg ins Erwachsenenalter ist, ist für manche Models bereits eine weitere Station in der Karriere. Laut einer Studie von „The Model Alliance“ steigen 54,7 Prozent der Mädchen schon im Alter zwischen 13 und 16 Jahren ins Model-Leben ein, verzichten auf Freizeit, auf ihre Jugend. Etwas, was sie später nie nachholen können. Bei Judith war das anders. Heute ist die xx-Jährige Vollzeit-Model, shootet für Onlinemagazine, wird für Laufstege gebucht und arbeitet als festes Haarmodell für BrockmannundKnoedler. „Ich wollte nicht von klein auf modeln. Ich habe den Wunsch mit der Zeit entwickelt und wollte es irgendwann immer mehr“, erzählt Judith im Interview mit dem „Organic Lifestyle“-Magazin. „Jetzt würde ich schon sagen, dass es ein großer Traum von mir ist und ich genieße es, Zeit dafür zu haben, herumzureisen. Man lernt ja auch immer neue Leute kennen.“

 

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Seit drei Jahren arbeitet die Dresdnerin als Haarmodel exklusiv für BrockmannundKnoedler. Zwar hat sie das gute Aussehen, lange Beine und die richtigen Maße mit in die Wiege gelegt bekommen – viele vergessen aber, dass der Beruf viel mit Glück zu tun hat. „Ich wurde von BuK angerufen. Sie hatten meinen Kontakt bekommen, weil ich schon länger als Model in Dresden unterwegs gewesen bin. Ich wurde über einen Fotografen gefunden und direkt angerufen. Noch am selben Tag haben sie mir gesagt, dass sie mich gerne als Model hätten.“?Als Haarmodell hat man erst mal ausgesorgt. Keine lästigen Friseurbesuche mehr, bei denen man sowieso nicht das bekommt, was man möchte. Denn der Kunde wird schon wissen, was dir am besten steht. Oder nicht?

Diese Prozedur benötigt viel Vertrauen und Mut seitens des Models. Das musste Judith schon beim ersten Tag der Zusammenarbeit mit BrockmannundKnoedler unter Beweis stellen. „Meine größte Haarveränderung hatte ich direkt beim ersten Mal bekommen“, erinnert sie sich zurück. Aus langen kupfernen Haaren mit Locken wurden feuerrote kurze Haare. „Das war eine extreme Umstellung. Das hat mich damals schon etwas überfordert. Aber meine Bedenken wurden berücksichtigt und meine Haare wurden nach der Show so optimiert, dass ich mich wohl fühle.“ Und da wären wir wieder beim Thema Glück. Ein Luxus, von dem nicht jedes Model sprechen kann. Denn Modeln heißt auch für einen bestimmten Job das eigene Ich aufzugeben, in die Rolle zu schlüpfen, die der Kunde erwartet. So auszusehen, wie es sich der Kunde wünscht. Judith: „Das ist ein Job und man muss sich vorher überlegen, ob man bereit dafür ist. Klar weiß man vorher nicht, was die für Ideen haben. Aber darauf muss man sich einlassen können.“ Das sind die Bedingungen -denn wenn die eine “nein” sagt, wird eben eine andere “ja” sagen…?Judith selbst ist ein positiver Mensch. Trotz ihres Ehrgeizes hat sie das Modeln nicht verbissen gemacht. „Ich bin nicht immer laut, aber präsent und aufgeschlossen“, sagt sie über sich selbst. „Ich kann aber auch angemessen zurückhaltend sein. Ich bin nicht jemand, der schreit: ‚Hallo, hier bin ich.’ Aber ich kann durch meine Ausstrahlung Aufmerksamkeit auf mich ziehen – und durch meine freundliche und natürliche Art.“

Ein gesundes Selbstbewusstsein hat die Blondine. Und das ist auch nötig. Die Branche ist nichts für Mädchen, die kein dickes Fell haben. Regelmäßig muss man mit Absagen rechnen oder Aussagen über das eigene Aussehen annehmen. Und da bröckelt schon mal die Fassade des einen oder anderen Mädchens. „Es ist eigentlich nicht schwer, ein ‚nein’ zu akzeptieren“, findet Judith. „Es gab ja schon immer Sachen, für die man kämpfen musste. Man gibt ja auch nicht gleich auf, wenn man in der Schule eine schlechte Note schreibt. Man ist eher motiviert, das nächste Mal mehr dafür zu lernen. So ist es auch im Modelbusiness. Es kann ja nicht immer alles klappen.“? Eine Einstellung, die nicht alle Models mit ihr teilen. Viele haben es vielleicht einfach nicht anders gelernt, wurden nie richtig auf das Business vorbereitet. In den letzten Jahren hat sich der Anteil der Models vielleicht vervierfacht. Die Konkurrenz wird immer größer. Und es gibt immer eine, die dünner, größer und schöner ist. Laut „The Model Alliance“ leiden 68,3 Prozent der Models an Unsicherheiten und/oder Depressionen. „Als Model braucht man schon ein gefestigtes Selbstkonzept, um bestimmte Dinge für sich zu kompensieren“, sagt Judith. „Das Selbstbewusstsein musste sich bei mir entwickeln – aber es hat sich durch das Model echt gut weiter entwickeln können. Eben, weil man sich immer wieder neu findet, neu entdeckt und unterschiedliche Rollen ausprobieren kann.“
Modeln – für Judith ist es ein Traumjob. Bald will sie sogar ins Ausland. „Mein nächstes Ziel ist es, mich international zu etablieren. Ich möchte mich Agenturen im Ausland vorstellen. Ich habe jetzt schon ein Angebot aus Mailand und London.“
Sie hat den Spagat geschafft – sich auf den Job mit all seinen Facetten einzulassen und sich trotzdem selbst treu zu bleiben. Judith ist eines der Models, die neben Talent auch eine Portion Glück mitbringen. Judith: „Ich habe Vertrauen zu BrockmannundKnoedler, aber das musste sich erst entwickeln. Und jetzt ist es definitiv gefestigt. Die Stylisten begleiten uns ja wirklich. Wir sind wie eine große Familie hier.“ Und das findet man in der Branche wirklich nicht alle Tage…

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© Verena Kneymeier, Blicklicht Photographie, BrockmannundKnoedler for Wella Professionals,

B&K on the road: 5000 Kilometer in einer Woche

Es ist Sonntagabend. Zeit zum Durchatmen? Nicht ganz. Um 20.30 Uhr geht der Flieger nach München. Am Montag steht Thomas Brockmann-Knoedler dann pünktlich um 10 Uhr im Münchener Wella-Studio, um ein Seminar zu geben. Pause um 13 Uhr. Weiter geht’s. Um 18 Uhr ist der Tag zu Ende. Fast- es wird noch gequatscht, diskutiert, Resümees gezogen. Networking. Am nächsten Tag um 9 Uhr morgens geht es weiter, die Schulung endet um 17 Uhr. Schnell ins Hotel, Koffer packen, ab nach Dresden. Dort geht es am nächsten Tag rein in den Salonalltag. Schneiden, Färben. Am nächsten Tag macht er sich auf den Weg nach Berlin. Dort startet das Flugzeug nach England. Mittlerweile ist es Freitag. Um 8.30 Uhr beginnt der Workshop in London, um 16 Uhr ist Schluss. Sightseeing? Fehlanzeige. Noch drei Stunden bis der nächste Flieger geht. Am Samstag steht Thomas wieder pünktlich im Dresdner Salon, kümmert sich um seine Kunden. Um 16 Uhr heißt es schon wieder Koffer packen. Mietauto her, ab nach Österreich! Die nächsten zwei Tage verbringen Thomas und seine Crew für Seminare in Salzburg. Am Montag um 18 Uhr heißt es dann Feierabend. Zusammen mit den Assistenten und Trainern geht es zurück nach Dresden. Ab ins Bett, denn dort wartet am nächsten Tag wieder der Salonalltag…

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„Die Abgrenzung zwischen Arbeit und Privatem hatte ich mal gelebt. Aber ich habe mich irgendwann dazu entschieden, dass ich etwas in der Welt hinterlassen will“, erzählt Thomas Brockmann-Knoedler. Und das geht nun mal nur mit harter Arbeit. „Wenn man lernt, die Leute zu berühren, gibt es nicht Größeres. Ich bin glücklich, wenn ich einen tollen Arbeitstag und tolle Gespräche hatte. Wenn ich täglich das mache, was mich ausmacht, gibt es keine Grenzen.“
Also geht es regelmäßig auf Reisen. In unterschiedlichen Städten gibt Thomas mit seiner Crew verschiedene Seminare und Workshops – immer auf den jeweiligen Kunden zugeschnitten. Und dann wären da natürlich noch die Salon-Kunden in Dresden, welche sich zwischen den Terminen ihre Haare vom Chef verschönern lassen. Das Wochenende fällt da auch mal weg, Pausen gibt es wenige, und Feierabend bedeutet nicht immer gleich Feierabend. Oft wird abends noch an zukünftigen Projekten gefeilt oder es werden neue Kunden akquiriert. Ein Leben, dass viel Durchhaltevermögen voraussetzt. Vor allem, wenn man nach einem anstrengen Tag im fremden Hotelbett, weit weg von dem Gewohnten, einschläft. „Die Momente, in denen man Ruhe hat, sollte man bewusst leben“, sagt Thomas. „Natürlich wäre ich schon gerne bei meiner Tochter. Aber wenn ich wieder Zuhause bin, kann ich mich komplett fokussieren und für meine Familie da sein. Man hat ja auch das Ziel, etwas mit und für die Familie zu schaffen. Man überlegt nicht, was man weniger machen sollte, sondern wie man etwas in das Leben einbindet. Das ist ein wichtiger Punkt. Man muss lernen, dass alles Raum haben kann.“ Wenn man sich diesen aus eigener Kraft schafft…

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Mit B&K geht es hoch hinaus

buk_an-der-frauenkirche-dresden_salonGewöhnlich war nie ihr Stil. Das tun, was alle anderen machen, schon gar nicht. Also, warum nicht ganz hoch hinaus? Im wahrsten Sinne des Wortes. Mitten in Dresden trauten sich Petra Brockmann und Thomas Brockmann-Knödler das, wovor viele ihrer deutschen Friseurkollegen noch zurückschrecken. Sie eröffneten ihren Haupt-Salon in der fünften Etage. Was hierzulande untypisch ist, nutzt das kreative Ehepaar zu ihrem Gunsten.

Denn oben genießen die Kunden eine besondere Atmosphäre und ein einzigartiges Panorama: Direkter Blick auf die barocke Frauenkirche, die Menschen tummeln sich unten am traditionellem Tropfsteinpflaster. Und oben dreht sich alles ums Wohlfühlen. Dieses besondere Flair macht das Konzept aus. Denn alt und traditionell, wie die Stadt selbst, ist hier nichts. Dort, wo geschnitten, gefärbt und geföhnt wird, herrscht eine elegante Modernität. Der Salon besticht mit raffiniertem Design und luxuriöser Einrichtung. Hohe Decken, Materialvielfalt, schlichte Erdtöne treffen auf knallige Farb-Highlights. Hier wurden die Ideen von Petra Brockmann und Thomas Brockmann-Knödler zur Realität. Doch auch die Fassade ist ein echter Blickfang. Oder habt ihr schon mal einen Glaskasten mitten in der Altstadt gehen? Das fällt auf und zieht regelmäßig die Blicke der Fußgänger auf sich.

So besonders wie der Salon ist auch die Geschichte, die dahinter steckt….

Die Eigentümer des Gebäudes hatten schon lange die Vision von einem hochwertigen Friseur in ihrer Glasstätte. Doch keiner traute sich weg von der Laufkundschaft hinauf in die oberen Etagen. Zur gleichen Zeit in Dresden: Petra Brockmann und Thomas Brockmann-Knödler schmiedeten Expansionspläne. Eine neue Location musste her. Und manchmal kommen eben genau die Dinge, die man sich heimlich wünscht, zusammen. Eine Kundin erzählte dem Eigentümer von dem kreativen Friseurpaar, ein Treffen wurde vereinbart, das Paar besichtige den Glasbau in Dresden. Es war Liebe auf den ersten Blick! Seitdem wird hier Geschichte geschrieben. Und diese hat bestimmt kein Ende…

Die wichtigsten Fakten:

  • in der fünften Etagen befindet sich der Hauptsalon. Dort wird organisch geschnitten und gestylt
  • vom Hauptsalon geht es in eine halbe sechste Etage. Dort befinden sich zwei Bereiche. Im Spa-Bereich können sich die Damen verwöhnen lassen. Kosmetik, Waxing, Maniküre und Pediküre werden angeboten. In einem maskulin eingerichteten Separee können sich Männer in Ruhe zurückziehen und klassische Barbierdienstleistungen genießen
  • in einer weiteren Etage befindet sich die Organic Colour Lounge. Hier können sich die Damen entspannen, während ihre Haarfarbe einwirkt. Um sich die Zeit zu vertreiben können Accessoires geshoppt oder DVDs geschaut werden

Mehr Infos und Preise gibt es hier:
www.brockmannundknoedler.de/salons/brockmannundknoedlersalon