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Natur ist gesund!

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Ach, diese Stadtkinder! Verloren im Großstadtdschungel. Immer gestresst, die Augenlieder schwer, die Leichtigkeit verschwunden. Und dagegen helfen auch keine Kopfschmerztabletten und Energy-Drinks. Nein, das Zaubermittel gegen den Alltagsstress lässt sich nicht kaufen – aber ganz leicht finden. Draußen. In der Natur.

Michael Grothaus ist einer dieser Stadtmenschen. Der Journalist und Autor lebt in London. Dort, wo er nur selten Grün sieht und sich an die Sicht von Beton, Asphalt und Ziegelsteinen gewöhnt hat. Doch Mama Grothaus machte das, was alle Mamas tun würden. Sie plädierte an seine Abenteuerlust: “Junge, geh raus in die Natur!” Und wenn Mama was sagt, sollte man schließlich darauf hören. So machte sich der Journalist aus der Großstadt raus in unbekannte Welten. Voller Gras, Blätter und frischer Luft. Und das schlug natürlich direkt auf das Gemüt. Im positiven Sinne, versteht sich.

Der Londoner nahm sich also ab sofort vor, sich täglich eine Stunde in den weitläufigen Stadtparks aufzuhalten. Am Wochenende standen sogar auf Rad- und Wandertouren an. Es sollte eine Selbststudie sein. Keine wissenschaftliche, aber eine, die in enger Verbindung und Zusammenarbeit mit Sara L. Warber, einer Professorin für Familienmedizin an der University of Michigan, stand. In dem Projekt sollte sie die Funktion haben, die Erlebnisse von Grothaus mit Fakten aus ihren Forschungsarbeiten zu untermauern.

Schon nach wenigen Tagen merkte der Journalist eine Veränderung. Er bemerkte, wie das Verlassen der üblichen Innenräume und das Betreten der Landschaft seinen Alltagsstress wegzauberte. Wie vom Winde verweht. Er fühlte sich entspannter, die üblichen bedrückenden Gedanken, die stressige Stimme im Kopf, waren weg, als er die frische Luft atmen und die Umgebung genießen konnte. Die Natur bietet also nachweislich eine Entspannung, wie man sie mit der Mediation vergleichen kann. So erklärt die Professorin den relaxten Zustand.

In der zweiten Woche kam dann die dauerhafte Verbesserung der Laune dazu. Und dafür musste er sich nicht mal in der Natur befinden. Er konnte auch mitten in der Stadt stehen, wo weit und breit kein Grün zu sehen war. Grothaus war begeistert. Und die Wissenschaftlerin nicht überrascht. Sie erklärte, dass sich die Auswirkungen, die man erreicht, wenn man viel Zeit in der Natur verbringt, immer effektiver werden, wenn der Natur-Kontakt  regelmäßig wird. Und in der dritten Woche nahm dann auch die Kreativität zu, seine Romane erhielten neue Plot-Ideen, der Kopf wurde immer klarer. Nach einigen Wochen verbesserten sich dann auch noch die Gedächtnisleistungen, er war nicht mehr vergesslich. Für den Journalisten wurden seine Ausflüge in die Natur zum Alltag, gehörten zur Routine. Auch nach Beendigung des Projektes.

In Finnland zum Beispiel herrscht eine hohe Depressions-, Alkoholismus- sowie Selbstmordrate. Deswegen wird in diesem Land die Förderung von Naturerlebnissen sehr groß geschrieben, gehört mit zur Gesundheitspolitik. Bei einer staatlich geförderten Studie sollten tausende Teilnehmer ihre Stressniveau bewerten. Dieses sollte einmal nach einem Aufenthalt in einer städtischen und einmal nach einem Aufenthalt in einer natürlichen Umgebung beschrieben werden. Nach der Auswertung der Studie empfohlen die Mediziner eine Mindestdosis Natur – als Vorbeugung gegen Trübsinn sein. Demnach sollten die Menschen mindestens fünf Stunden im Monat in der Natur verbringen. Verteilt auf mehrere Wochen.

Keine Kosten, keine Anstrengungen, keine Qual – einfach nur ein bisschen Zeit benötigt man, um sich langfristig besser zu fühlen. Also, raus mit euch, liebe Leser. Und genießt das, was uns Mutter Erde gegeben hat. Es wird sich bestimmt auszahlen…

Foto: Lacey Raper

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