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Nobody is perfect – auch Gemüse nicht

Nicht nur in Hollywood und der Beauty-Branche ist Aussehen ganz hoch im Kurs. Auch bei Lebensmitteln isst das Auge mit. Und das hat drastische Folgen…

Auf der Welt herrscht eine große Verschwendung von Nahrungsmitteln. Das ist nichts Neues. Eine Studie der Umweltstiftung WWF ergab im letzten Jahr, dass alleine in Deutschland rund 18,4 Millionen Tonnen Nahrung im Müll landen. Wenn man das Ganze runter rechnet, wird das Ausmaß erst klar. Die Deutschen würden demnach pro Sekunde 313 Kilo genießbare Lebensmittel unnötig wegwerfen. Das Essen ist somit nicht einfach nur verschwendet, sondern hat noch schwerwiegendere Auswirkungen. das Wegwerf-Gemüse und -Obst befeuert auch den Klimawandel. Nicht zu vergessen, dass wir Tonnen von Lebensmittel wegwerfen, wenn von denn sieben Milliarden Menschen auf der Welt täglich rund eine Milliarde hungern. Eine Tragödie. Schließlich ist genug da. Würde man die ganze globale Lebensmittelproduktion wirklich nutzen, könnte diese neun bis zwölf Milliarden Menschen satt machen. Mehr, als nötig wäre.

Ein großer Teil des Essens findet z.B. nach Ablaufdatum den Weg in den Müll. Es gibt aber auch einen erheblichen Teil, der es gar nicht in den Supermarkt schafft. Ernte bleibt auf dem Feld liegen, wird vernichtet oder zur Energiegewinnung zweckentfremdet – nur aufgrund seines Aussehens. Wenn der Look nicht passt, haben Gemüse und Obst also keine Chance. Nicht gut genug für den eitlen Konsumenten. Und genau hier setzt das Unternehmen ETEPETETE an. Zusammen mit einem Netzwerk an Biobauern wollen sie ein Sammelbecken von extravagant aussehendem Gemüse schaffen. Und das findet durch einen Lieferservice seinen Weg direkt zur Haustier der Liebhaber von Gemüse, welches nicht der Norm entspricht. Rein optisch, versteht sich. Und in der Gemüseretterbox kann man dann gegen den Strom der Verschwendung schwimmen.

Krumm und schief macht doch schließlich nichts! Wenn wir Menschen nicht aufgrund unseres Aussehens beurteilt wollen, warum hat das dann köstliches Gemüse verdient? ETEPETETE findet, dass auch schräge Karotten und Gurken eine Chance verdient haben, auf dem Teller zu landen. Damit will das Unternehmen nicht nur die nachhaltige Esskultur prägen, sondern auch Gemüsebauern unterstützen, welche die ökologische Landwirtschaft mit gutem Gewissen betreiben. Noch nie war hässlich so lecker!

Foto: Sven Scheuermeier