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Blütenbestäuber sind vom Aussterben bedroht

In einer Welt, in der sich alles um die großen Dinge dreht, werden die kleinen oft vergessen. Doch ohne die kann das ganze System ins Schwanken geraten. Mit fatalen Folgen…

Es kann bedeuten, dass Sie Schwierigkeiten in den Schlaf, oder Sie können aufwachen für längere Zeit während der Nacht, oder Sie können aufwachen zu früh in den morgen. ‘Schlaftabletten’ wie Zopiclon sind als Letzte Mittel sein medicament somnifère zopiclone, aber Sie sind manchmal vorgeschrieben, für eine kurze Zeit zu helfen, mit einer besonders schlechten patch von Schlaflosigkeit. Zopiclon gehört zu einer Klasse von Arzneimitteln, die allgemein als Z-Drogen. Es funktioniert durch Einwirkung auf die Art und Weise Nachrichten gesendet werden, in Ihrem Gehirn, die Ihnen helfen, zu schlafen. Es reduziert die Zeit es braucht, für Sie zum einschlafen und erhöht die Länge der Zeit verbringen Sie mit schlafen. Zopiclon wird oft arbeiten Sie auch in der kurzen Frist, aber es ist in der Regel nicht vorgeschrieben für mehr als zwei bis vier Wochen.
Mehr: somnifere.info blog

Wer im Bio-Unterricht aufgepasst hat, weiß, dass Tiere, die Pflanzen bestäuben, essenziell sind. Sie sorgen für eine natürliche Ausbreitung der Pflanzenwelt. Weltweit gibt es mehr als 20 000 verschiedene Tierarten der Bestäuber. Stolze Summe? Ganz im Gegenteil! Eine Studie der “University of Reading” in Großbritannien warnte, dass nach dieser Zahl vierzig Prozent der Arten vom Aussterben bedroht sind. Vor allem Bienen und Schmetterlinge sind davon betroffen. Auch ein Bericht des Weltrats für Biologische Vielfalt (IPBES) bestätigt diese Sorge. Grund für die Vernichtung von Bienenvölkern und Co. seien der Klimawandel, der große Einsatz von Pestiziden sowie die intensive Landwirtschaft. Doch die Blütenbestäuber schaffen Milliardenwerte, auf welche die Menschheit angewiesen ist. Ohne Bienen keine Birnen, Kirschen, Äpfel und Pflaumen.

Und wieder hat der Mensch seine Finger im Spiel! Es ist nicht unbekannt, dass das bereits stattfindenden Bienensterben mit dem Einsatz von Insektiziden im Zusammenhang stehen muss. Dieses fällt jedoch in verschiedenen Regionen unterschiedlich aus – je nachdem, wie die landwirtschaftliche Produktion und die Anwendung von Pestiziden stattfindet, erklärt der IPBES-Bericht.

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Die Gefahr wird besonders am Beispiel des Monarchfalters sichtbar. Vor einiger Zeit gab es noch eine Milliarde Exemplare des königlichen Schmetterlings in Nordamerika. Heute ist der Bestand drastisch auf etwa 65 Millionen gesunken. Pestizide führten dazu, dass Seidenpflanzgewächse vernichtet wurden, welche wiederum eine der Hauptnahrungsquellen des Monarchfalters sind. Ein Teufelskreis… Eine ähnliche Entwicklung lässt sich nach den britischen Forschern mittlerweile auch bei anderen Blütenbestäubern beobachten. Dies kann nicht nur Auswirkungen auf die Natur sondern, auch auf die Produktion von Kaffee und Kakao haben. „Wir sind in einer Periode der Abnahme“, erklärt der Lead-Autor der Studie Simon Potts. „Und dies wird immer stärkere Konsequenzen haben.“

Was der Mensch zerstört hat, muss er jetzt wieder richten. Bevor es zu spät ist. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks fordert: „Wir brauchen eine nachhaltigere Landwirtschaft, auch in Deutschland und Europa.“ Demnach sollten keine öffentlichen Gelder eine Landwirtschaft unterstützen, welche zur Zerstörung unserer eigenen Lebensgrundlage beitragen. Grundsätzlich sollten Menschen aktive Schutzmaßnahmen für die Bestäuber ergreifen. Denn, wie in der Studie beschrieben, haben diese direkte Auswirkungen auf die Ernteträger. Das ist nicht nur wichtig und gut für die Umwelt, sondern auch für die Ernährungssicherheit.

Was bleibt, ist die Hoffnung. Weltweit haben sich bereits Organisationen und sogar Privatpersonen vereint, die sich nun für die Erhöhung des Schmetterling-Bestands einsetzen.

Fotos: Dominik QN, Ryan Jacques

Nobody is perfect – auch Gemüse nicht

Nicht nur in Hollywood und der Beauty-Branche ist Aussehen ganz hoch im Kurs. Auch bei Lebensmitteln isst das Auge mit. Und das hat drastische Folgen…

Auf der Welt herrscht eine große Verschwendung von Nahrungsmitteln. Das ist nichts Neues. Eine Studie der Umweltstiftung WWF ergab im letzten Jahr, dass alleine in Deutschland rund 18,4 Millionen Tonnen Nahrung im Müll landen. Wenn man das Ganze runter rechnet, wird das Ausmaß erst klar. Die Deutschen würden demnach pro Sekunde 313 Kilo genießbare Lebensmittel unnötig wegwerfen. Das Essen ist somit nicht einfach nur verschwendet, sondern hat noch schwerwiegendere Auswirkungen. das Wegwerf-Gemüse und -Obst befeuert auch den Klimawandel. Nicht zu vergessen, dass wir Tonnen von Lebensmittel wegwerfen, wenn von denn sieben Milliarden Menschen auf der Welt täglich rund eine Milliarde hungern. Eine Tragödie. Schließlich ist genug da. Würde man die ganze globale Lebensmittelproduktion wirklich nutzen, könnte diese neun bis zwölf Milliarden Menschen satt machen. Mehr, als nötig wäre.

Ein großer Teil des Essens findet z.B. nach Ablaufdatum den Weg in den Müll. Es gibt aber auch einen erheblichen Teil, der es gar nicht in den Supermarkt schafft. Ernte bleibt auf dem Feld liegen, wird vernichtet oder zur Energiegewinnung zweckentfremdet – nur aufgrund seines Aussehens. Wenn der Look nicht passt, haben Gemüse und Obst also keine Chance. Nicht gut genug für den eitlen Konsumenten. Und genau hier setzt das Unternehmen ETEPETETE an. Zusammen mit einem Netzwerk an Biobauern wollen sie ein Sammelbecken von extravagant aussehendem Gemüse schaffen. Und das findet durch einen Lieferservice seinen Weg direkt zur Haustier der Liebhaber von Gemüse, welches nicht der Norm entspricht. Rein optisch, versteht sich. Und in der Gemüseretterbox kann man dann gegen den Strom der Verschwendung schwimmen.

Krumm und schief macht doch schließlich nichts! Wenn wir Menschen nicht aufgrund unseres Aussehens beurteilt wollen, warum hat das dann köstliches Gemüse verdient? ETEPETETE findet, dass auch schräge Karotten und Gurken eine Chance verdient haben, auf dem Teller zu landen. Damit will das Unternehmen nicht nur die nachhaltige Esskultur prägen, sondern auch Gemüsebauern unterstützen, welche die ökologische Landwirtschaft mit gutem Gewissen betreiben. Noch nie war hässlich so lecker!

Foto: Sven Scheuermeier

Wie aus Veganismus ein Mega-Trend wurde

Veganismus, der Mega-Boom! Manchmal ist es eine Tasche, manchmal ein Kleid, manchmal ein Smartphone – in diesem Fall ist es ein Ernährungs- und Lebensstil, welcher zum absoluten Trend wurde. Erst war es Bio – und jetzt eben alles, was keinen tierischen Ursprung hat. Weder Milch, noch Eier, noch Honig. Doch warum ist der Vegan-Boom eine Trend-Erscheinung? Schließlich wurde die erste vegane Vereinigung (“Vegan Society”) bereits am 1. November 1944 gegründet. Na, die große Medienlandschaft macht es möglich. Vegane Kochbücher, Blogs, Plakate, prominente Vorbilder. Vegan sein ist cool – und vorbildlich. Aber eben nur, wenn man es richtig macht. Aber dazu später mehr.

Verwenden Sie Clomid genau wie von Ihrem Arzt verordnet wurde. Befolgen Sie alle Anweisungen auf dem Etikett Verschreibung. Ihr Arzt kann Ihre Dosis gelegentlich ändern, um sicherzustellen, dass Sie die besten Clomifen 100mg Rezeptfrei Ergebnisse zu erzielen. Nehmen Sie nicht dieses Medikament in größeren oder kleineren Mengen oder länger als empfohlen.
Ihr Arzt wird medizinische Tests durchführen , um sicherzustellen, dass Sie nicht haben, der Sie aus sicher mit Clomid verhindern würde.
Clomid ist in der Regel für 5 Tage genommen, am 5. Tag des Menstruationsperiode zu starten. Folgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes.
Sie werden vor jedem Behandlungszyklus eine gynäkologische Untersuchung haben müssen. Sie müssen unter der Obhut eines Arztes bleiben, während Sie Clomid verwenden.
Lessen info: blog.organiclifestyle.de
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Der Weg zum Trend

Die Beweggründe für die Ernährungsumstellung sind oft unterschiedliche. Viele der Veganer wollen gegen die Massentierhaltung ankämpfen, lehnen außerdem die Gabe von Antibiotika an Tiere ab. Sie wollen Tiere schützen. Andere erhoffen sich einfach einen gesünderen Lebensstandard, ein bewussteres Leben. Und für manche ist es eben einfach cool, denn sie haben in den Medien davon gehört. Und die großen Promis leben es vor. Immer mehr Stars am Hollywood-Himmel bekennen sich zum Veganismus, gelten als Vorbilder. Wenn Johnny Depp vegan kann, kann ich das auch. Oder? Dann wären da noch Demi Moore, Jared Leto, Leona Lewis, Miley Cyrus und Pamela Anderson, um nur einige der bekannten Vorreiter zu nennen. Und wenn Promis etwas vorleben, ziehen natürlich Magazine nach. Ganze Spezial-Seiten rund um die vegane Lebensweise finden sich in den Klatsch-Zeitschriften und auf Internet-Blogs. Veganismus auf der Überholspur!

Das große Interesse in den Medien stieg in den letzten Jahren konstant. Für viele entwickelte sich dabei mehr, als nur eine Einstellung. Veganismus als Community. Da wäre zu einem das Vegane Sommerfest in Berlin, auf das rund 50 000 Zuschauer stürmen. Neben Festivals gibt es aber auch immer mehr Fachmessen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen – u.a. die VeggieWorld in Berlin, Düsseldorf und München, sowie die VegMed in Berlin. Die Welt wird mehr aufgeklärt und kommt langsam auf den Geschmack.

Dass sich immer mehr Menschen mit der Thematik auseinander setzen, zeigt sich aber auch an anderen Stellen. Die Anzahl der veganen Restaurants steigt, vegane Kochbücher stehen auf den Bestseller-Listen. Laut “Vebu” wurden 2010 nur drei und 2011 zwölf Bücher dieser Art veröffentlicht. Im Jahr 2015 waren es bereits 119 Neuveröffentlichungen veganer Kochbücher. Und auch im Supermarkt klingelt die Kasse. Denn pflanzliche Alternativen sind längst nicht mehr nur in ausgewählten Bioläden zu finden. Das Sortiment wird immer größer und erzielt ein jährlich steigendes Umsatzplus von rund 30 Prozent. Laut der “Gesellschaft für Konsumforschung” konnten die pflanzlichen Produkte bereits im Jahr 2014 einen Gesamtumsatz von 213 Millionen Euro erzielen. Das ergibt in den vergangen fünf Jahren eine Steigerung von 73 Prozent. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

Den Trend spürt man aber nicht mehr nur in der Lebensmittelbranche. Nach und nach werden Bereiche wie vegane Mode und Kosmetik immer interessanter für den Endverbraucher. Veganismus ist längst keine reine Ernährung mehr, sondern eine Lebenseinstellung. Insgesamt sollen sich rund 7,8 Millionen Menschen in Deutschland vegetarisch ernähren, ca. 1,2 Millionen vegan. Laut Schätzungen kommen täglich 200 Veganer hinzu.

Doch ein Trend bringt eben auch immer eine Gegenbewegung mit sich. Denn viele sind auch genervt von dem Ernährungs-Boom. Ein Mensch braucht Fleisch, heißt es. Vegan zu sein, kann doch nicht gesund sein, sagen andere. Wer den Trend lebt, muss sich also täglich mit Vorurteilen auseinander setzen und eben ganz genau wissen, warum er sich dafür entschieden hat. Diskussionen vorprogrammiert. Denn wer vegan lebt, sollte es wenigstens richtig machen bzw. achtsam sein. Die Devise ist eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung, bei der auf die Zufuhr wichtiger Nährstoffen Wert gelegt werden sollte. Sonst könnte es nämlich zu einem Mangel an Proteinen, Kalorien, Eisen, Fettsäuren und Co. kommen. Außerdem bedeutet vegan nicht zugleich auch Bio. Auch Sojawürstchen und Veggie-Burger können, genau wie andere Fast Food-Produkte, zu viel Fett und Salz enthalten. Deswegen ist eine gründliche Auseinandersetzung mit den Produkten und Nährstoffen das A und O.

Die fleischlose Kost ist also mitten in der Gesellschaft angekommen, die vegane Community längst keine Randgruppe mehr. Ob der Trend mehr als nur eine Pop-Kultur von Menschen aus der kreativen Branche ist, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Grundsätzlich gilt: Man ist, was man isst.

Foto: Leonie Wise

Diese Schokolade hat eine weite Reise hinter sich

Ihre große Leidenschaft: Schokolade. Dafür überquerten sie sogar die weiten Meere. In dem fernen Belize (Mittelamerika) fanden Peggy und Patrick Walter ihr süßes Glück. Zusammen mit den Maya-Farmen hatten sie einen Traum: gemeinsam eine langfristige und nachhaltige Zukunft aufbauen. Mit Kakao. Den bringt das Ehepaar nun seit Jahren nach Deutschland. Mitten auf einen Berg – im Grünen. Im tiefen Sachsen. Dort steht, umgeben von der Zwickauer Mulde, das Schloss Rochsburg. Es ist die Manufaktur von Peggy und Patrick, in der sie seit 2012 handgemachte Bio-Schokolade herstellen. Mit dem Kakao aus der Ferne…

Sildenafil wird zur Behandlung der erektilen Dysfunktion (Impotenz; Unfähigkeit zu bekommen oder eine Erektion zu halten) bei den Männern. Sildenafil (Revatio) sildenafil rezeptfrei generika wird verwendet, um die Fähigkeit zu verbessern, um übung bei Erwachsenen mit pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH; hohen Blutdruck in den Gefäßen, die Blut zu den Lungen, was zu Kurzatmigkeit, Schwindel und Müdigkeit). Kinder sollten in der Regel nicht nehmen, sildenafil, aber in einigen Fällen ein Arzt kann entscheiden, dass sildenafil (Revatio) ist das beste Medikament zur Behandlung einer kindlichen Zustand. Sildenafil ist in einer Klasse von Medikamenten namens phosphodiesterase (PDE) – Hemmer. Sildenafil behandelt erektile Dysfunktion durch Verbesserung der Blutzufuhr in den penis während der sexuellen stimulation.

Ein grauer Industriehof, hunderte Mitarbeiter bedienen große Maschinen, eine klebrige Angelegenheit – so würde man sich wahrscheinlich einen 0815-Schokoladen-Betrieb vorstellen. Bei „Choco del Sol“ findet man das komplette Gegenteil. Ein Traditions-Unternehmen, in dem Schwiegermutter und Schwägerin noch mit anpacken. Eine Kulisse, wie entsprungen aus einer Postkarte. Doch das Schloss Rochsburg als Manufaktur kann mehr sein, als nur Schein. „Für uns ist das eine ganz andere Dimension“, sagt Patrick dem „Organic Lifestyle“-Magazin. „Das Flair der Burg ist ein ganz besonderes. In der vorherigen Manufaktur haben wir im Sommer noch Klimaanlagen gebraucht. Hier ist das schon natürlich vorhanden. Wir brauchen nicht mal eine Zirkulation. Das kommt unserer Schokoladen-Herstellung sehr zugute. Als ich hier die erste Schokolade gemacht hatte, war die schon um Klassen besser – allein durch das besondere Klima.“ Und trotzdem war der Umzug in die alten Gemäuer mit einem Risiko verbunden und das Umfeld klagte mit Skepsis. Patrick: „Die Leute haben anfangs gedacht, wir wären wahnsinnig, dass wir so abgelegen arbeiten wollen. Mitten auf dem Berg im Naturschutzgebiet, wo man so schlecht hinkommt. Aber genau das ist es, was die Leute am Wochenende als Ausflugsziel möchten.“ So führen an dem Schloss Rochsburg Rad- sowie Pilger- und Wanderwege vorbei.

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Dort hat „Choco del Sol“ sein Zuhause gefunden – und bietet auch Möglichkeiten für besondere Veranstaltungen. „Unser Geschäft hat drei Standbeine“, erklärt Patrick. „Eines ist, dass wir den Kakao unserer Bauern aus Mittelamerika zu uns nach Deutschland bringen. Den Kakao verkaufe ich zum Teil weiter an kleine Schokoladenhersteller. Das zweite Standbein ist, dass wir die Schokolade, die wir herstellen, an Händler verteilen. Zum großen Teil regional in Sachsen. Und die dritte Säule sind Veranstaltungen, die wir anbieten.“ Firmen- sowie Schülergruppen und Privatpersonen haben hierbei die Möglichkeit, alles rund um Schokolade und Kakao zu erfahren – und sogar beim Herstellen dabei zu sein. „Ich nehme die Leute wirklich mit auf eine Reise. Und die geht bei den Bauern los, die den Rohstoff anbauen. Die machen alles, von der Bereitstellung der Samen, Pflanzung, Verschneidung der Bäume bis hin zur Ernte. Das versuche ich den Gästen näher zu bringen, damit sie in Zukunft bewusster mit dem Nahrungsmittel umgehen.“

Für alle die jetzt immer noch nicht genug von Schokolade bekommen, haben wir jetzt noch einen kleinen Redaktions-Tipp: Im Sommer findet das erste „Euro Bean Chocolate Festival“ im Schloss Rochsburg statt. Das kann ja nur eine süße Angelegenheit werden…

 

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Über uns  (1)

 

Fotos: Choco del Sol Promo (Thomas Schlegel)

Superfood ist nicht immer supergut

Der Fitness-Wahn macht seine Kreise. Ob Work-out-Videos in sozialen Netzwerken oder Personal Trainer, die Werbung im Fernsehen machen – der gesunde Lifestyle boomt. Und die Kasse klingelt. Wer bewusst lebt, liegt im Trend. Und der Trend zeigt sich besonders bei Facebook, Instagram und Co. Kein Tag ohne Fotos vom Joghurt mit Früchten, die angeordnet sind, als würden sie für ein Essens-Magazin posieren. Als weitere Verzierung dienen kleine dunkle Kügelchen. Es sind Chia-Samen. Ein natürliches Wundermittel, das nicht nur gesund ist, sondern auch für mehrere Stunden sättigt. Ein Superfood eben…

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Superfood – eine neue Ära der Lebensmittel. Aber sind die Ergänzungsmittel, wie Chia, Acai und Goji wirklich supergut? So wird es uns jedenfalls vorgemacht. Aus einem fernen Land kommt das exotische Wunder-Essen meistens, entdeckt von Naturvölkern, die dadurch keine Krankheiten und kein Übergewicht bekommen. Und nicht zu vergessen, der hohe Anteil an wertvollen Inhaltsstoffen. Fit und gesund ging noch nie so einfach. Die Geschichte ist meist ähnlich, der Protagonist immer ein anderes Superfood. Hört sich gut an, passt zum aktuellen Fitness-Wahn und sieht schön im Bio-Markt aus – wird gekauft!

Leider hat nicht jedes Märchen ein Happy End. Die böse Hexe heißt an dieser Stelle “Öko-Test”. Oder ist sie doch die gute Fee? Die Zeitschrift veröffentlichte nämlich nun einen Test, der zeigt, dass zwei Drittel der 22 getesteten Superfood-Produkte stark mit Schadstoffen belastet waren. Und hierbei handelt es sich nicht einfach nur um harmlose Verunreinigungen. Hört ihr auch die Träume zerplatzen? Träume, dass man nur diese eine Wunder-Zutat zu sich nehmen muss und für immer fit, schlank, schön und gesund bleibt… Ohne Bewegung und ohne auf den Rest der Ernährung zu achten. Das lassen nämlich viele Konsumenten einfach außen vor. Diesen geht es nur darum, dass es wohl cool ist, das Müsli mit Chia aufzupeppen.

Aber zurück zum Wesentlichen. Aus dem Artikel der “Öko-Test”-Zeitschrift ging zum Beispiel hervor, dass eine Packung Bio-Chia-Samen unerlaubte Mengen an Pestizid-Rückständen beinhaltete. Das Produkt ist mittlerweile nicht mehr im Handel zu kaufen. Außerdem fanden die Tester auch einen Rohkakao, welcher mit dem Insektenschutzmittel Diethyltoluamid verunreinigt war. Letztendlich sind die Superfoods super durchgefallen. Von 22 getesteten Produkten konnten die Tester gerade mal zwei empfehlen. Außerdem gab es von den Testern noch einen kleinen Hinweis zum Super-Trend. Dass man sich nämlich mit Superfood noch gesünder als gesund ernähren kann, sei reiner Unsinn.

Das heißt natürlich nicht, dass man komplett auf Superfood verzichten muss. Wenn es nicht gerade mit Pestiziden verseucht ist. Ja, auch ich habe Chia-Samen Zuhause. Schließlich beinhalten sie zehn Mal mehr Omega-3-Fettsäuren als Lachs. Aber ein kleiner Tipp an dieser Stelle: Im Gegensatz zum leckeren Fisch sollten sie auch nur in einer sehr geringen Menge (wenige Gramm) zu sich genommen werden, da sie extrem aufquellen. Wer auf Acai nicht verzichten möchte, sollte nicht unbedingt zu teuren Kapseln oder Pulver greifen. Ein leckerer Saft oder Smoothie aus den Beeren tut es auch. Grundsätzlich gilt die Devise: Nicht einfach drauf los kaufen und konsumieren, nur weil eine Instagram-Bloggerin gesagt hat, es sei cool. Erst erkundigen, dann essen. Erst dann ist Superfood wirklich supergut.

Foto: Sambazon

 

“Öko ist nicht uncool”

Ihre Stimme hat etwas Besonderes. Rau, bestimmend. Wenn sie erst mal in Fahrt kommt, kann man nichts anderes, als gespannt zuhören. Die Wahl-Hamburgerin ist gebürtige Portugiesin. Wahrscheinlich sind es ihre Wurzeln, die ihr auffallendes Temperament ausmachen. Aber es sind vor allem ihre positive Art, ihr Tatendrang und ihr Einsatz für Gutes, was sie mir, einer ihr Fremden, so besonders macht… Die Rede ist von Carine Patricio, Restaurantleiterin des Gourmet-Restaurants  “Jellyfish” und begeisterte Sommelière.
Ja, diese Frau kennt sich offensichtlich mit Weinen aus. Was aber nicht heißt, dass sie diesen willkürlich auftischt. Nein, Carine ist eine von den Revolutionären unter den Sommeliers. Eine, die für ein bewusstes Leben kämpft. Und das fängt bei ihr vielleicht bei Wein an, hört dort aber noch lange nicht auf. “Das Thema Wein ist sehr vielfältig. In der Schule lernt man alles zu der Thematik, aber irgendwann trifft t man auf seine eigenen Vorlieben . Man findet seinen Weg. Für mich ist Bio das Minimum – und Bio-Dynamisch ist definitiv der Weg”, erklärt sie im Interview mit “Organic Lifestyle”. “Über Naturwein kann man sich natürlich streiten. Aber alle Weine, die ich serviere, sollten aus einem ökologischem Anbau stammen und am besten Bio-dynamisch sein. Denn das ist naturnah. Abgesehen davon, schmeckt der Bio-Wein auch einfach besser.”

Auf vielen Weinbergen wird immer noch mit Pestiziden gearbeitet. Es finden sich kahle Stellen, an denen nichts mehr wächst. Der Grund ist nicht Mutter Natur – sondern das Gift, verursacht durch den Menschen. Carine: “Grundsätzlich ist alles in Balance. Das Gleichgewicht, welches die Natur haben kann, muss respektiert werden.” Auch beim Weinanbau. Aber auch der Prozess bis hin zum fertigen Wein sollte welchem mehr Beachtung geschenkt werden.

Ein Rückblick: Schon im antiken Griechenland wurde Schwefel als Konservierungsmittel verwendet. Ohne die geheime Zutat könnte der Wein nämlich schnell oxydieren und zu Essig werden. Dieses Wissen hat sich bis in die heutige Zeit ausgebreitet. Mittlerweile werden die meisten Weine geschwefelt. “Wenn die Trauben maschinell geerntet werden, ballern sie die mit Schwefel ohne Ende zu – bevor überhaupt gepresst wird”, so Carine. “Ich finde es schade: Auf jeder Wurstpackung steht aufgelistet, was drin ist. Bei Wein ist das nicht so. Hier wird nur aufgeführt, dass er Sulfite enthält, weil das von der Natur gegeben ist. Schwefel findest du in den Bergen. Natürlich enthält jeder Wein Schwefel, auch wenn der Winzer nicht schwefelt. Das ist eben von der Natur vorgegeben. Aber es stehen ja auch keine Infos von Gelatine usw. geschrieben. Man kann so viel in Wein reintun, um ihn zu kleben.”

 

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Carines Konsequenz ist eine strenge Auswahl. “Ich habe nur Weine von Winzern auf der Karte, die ich kenne. Oder von Orten, an denen ich selbst war oder gearbeitet habe. Ich will wirklich wissen, woher die Weine kommen – ein Händler kann mir schließlich viel erzählen. Ich würde meinen Gästen einfach nichts anbieten, was ich selber nicht trinken würde. Und zwar mit gutem Gefühl.” Schließlich ist Wein letztendlich nicht nur ein Genuss-, sondern auch ein Nahrungsmittel.

Trotzdem findet sie, dass sich nicht nur in der Wein-Branche langsam etwas tut. “Früher war Bio immer gleich öko. Es hatte einen abwertenden Charakter.  Es ist nicht uncool, öko zu sein. Es ist verdammt cool, verdammt selbstbewusst und verdammt respektvoll gegenüber diesem wunderschönen Planeten, der das Schlechte nicht verdient hat. Wir sind alle Attentäter, wenn uns mal bewusst wird, was wir diesem Planeten antun.”

Deswegen setzt sich Carine weiterhin für ein bewussteres Leben ein, will sich aber auch selbst weiterentwickeln. “Ich würde gerne meinen Sommelier-Master machen. Davon gibt es weltweit nur 200. Es gibt vier Stufen und ich bereite mich gerade auf die dritte Stufe vor.” Und das bedeutet viel Theorie, aber auch: “Probieren, ausspucken, probieren, ausspucken,…”

 

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Fotocredits: susannedittrich.de, Angelina Litvin, Jassy Onyae, Serge Esteve