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Hair Rehab® Teil 3

Vor einem halben Jahr machte ich Schluss mit Chemie in meinem Haar! Keine unüberlegten Haarexperimente mehr, genauso wenig wie Haaröle oder Anti-Frizz-Sprays. Das Ziel: Zurück zum Ursprung – mit den Haaren, die ich über die Jahre ziemlich strapaziert hatte.

 

Die Phase des Stillstands

Und nun sitze ich zum dritten Mal auf dem Friseurstuhl im BrockmannundKnoedlerSalon in Dresden. Wieder blicke ich von meinem Platz aus auf die Frauenkirche und freue mich auf aufgefrischte Haare. Die letzten Wochen waren definitiv durchwachsen. Vor allem erlebte ich eine Phase des Stillstands. Ich hatte das Gefühl, meine Haare würden sich nicht mehr positiv weiterentwickeln. Ich war an einem Punkt angekommen, an dem es nicht mehr weiter ging. Sie fühlten sich besonders in den Spitzen wieder etwas härter an, waren ausgefranst. Ich wusste nicht, woran es lag. Trotzdem hatte ich keine anderen Produkte als die Organic Lifestyle® Haarwäsche und -kur genutzt. Auch, wenn ich an manchen Tagen nach dem Föhnen am liebsten einfach Öl in meine Haare geklatscht hätte, um sie zu bändigen. Aber das Ganze ist nun mal ein langer Prozess und mir wurde klar, dass ich es nicht erwarten konnte, meine Haare endlich wieder perfekt zu sehen. Also musste ich Geduld haben und diesen Weg eben weitergehen. Und das tat ich.

 

Ein Hoffnungsschimmer

Circa zwei, drei Wochen bevor ich meinen Termin im BrockmannundKnoedlerSalon hatte, bemerkte ich eine positive Entwicklung. Von einer Haarwäsche auf die andere. Plötzlich fühlten sich meine Haare wieder etwas besser an und mein Wachstum beschleunigte sich. Meine Haare kamen mir länger vor. Klar, das war nur eine subjektive Einschätzung, aber der herausgewachsene Ansatz sollte mir Recht geben.

Im Salon werden meine Haare wieder mit Strähnen aufgefrischt. Auch am Ansatz wird mit Strähnchen gearbeitet, damit hier ein fließender Verlauf zum Rest meiner Haare gebildet wird. Mittlerweile merke ich, dass das natürliche Blond, welches ich jetzt habe, viel besser hält. Auch nach den Haarwäschen verfärbt sich der Ton nicht mehr. Nach den ersten beiden Behandlungen war das noch anders. Grund dafür war, dass meine Haare – nach den ganzen Strapazen aus der Vergangenheit – Farbpigmente nicht mehr so gut aufnehmen konnten. Aber wie gesagt: Auch das hat sich nun verbessert.

 

Neue Farbe, neue Produkte

Von Chefin Petra lerne ich übrigens, dass man das Kalk im Berliner Wasser in meinen Haaren sehen, beziehungsweise spüren kann. Und dass man mit den Organic Lifestyle® Produkten gewissenhaft umgehen sollte. Das heißt, ich kann diese nicht wie herkömmliche Produkte benutzen, sondern muss die vorgeschriebene Anwendung beachten. Denn auch das hat großen Einfluss auf die Entwicklung meiner Haare. Also bekomme ich von Stylistin und Farbspezialistin Laura Quick eine kleine Blitzschulung, was die Anwendung angeht.
Draußen ist es mittlerweile dunkel geworden, meine Haare aber wieder heller. Petra verpasst mir noch einen Haarschnitt und fertig ist die neue Frisur. Wieder bin ich mehr als zufrieden. Vor allem, weil sich meine Haare immer gesünder anfühlen und die Farbe immer natürlicher aussieht. Die nächsten Wochen und Monate werde ich meine Haare mit der blauen Linie, also den feuchtigkeitsspendenden Produkten, waschen und pflegen. Und wieder komme ich meinem Traum von langen, gesunden Haaren einen Schritt näher…

 

P.S.: Lust auf Anwendungstipps in Sachen Organic Lifetsyle®?

Ihr wollt mehr über Organic Lifestyle® und seine Anwendung erfahren? Dann schaut Euch den Film mit Daniel Thomas und Model Caro an. Hier wird einfach erklärt, wie Ihr die Produkte richtig zu Hause anwendet.

Lies hier Teil 1  und Teil 2 der Hair Rehab® Story!

 

 

Hair Rehab® Teil 2

Es war eine Odyssee. Die Entwicklung meiner Haare, meine ich. Jahrelang strapazierte und schädigte ich sie mit Farb-Experimenten. Bis ich Hair Rehab® ausprobiert habe. Ich ließ mir die Haare im BrockmannundKnoedlerSalon in Dresden färben und schneiden und benutze seitdem nur die Organic Lifestyle® Produkte. Nun sind drei Monate vergangen. Und glaubt mir: Der Schritt zurück zum Ursprung ist nicht einfach nur ein Schritt. Er ist ein langer Weg. Denn auch die Organic Lifestyle® Produkte können meine kaputten Haare nicht von einem Tag auf den anderen gesund zaubern.

Kurzer Rückblick

Als ich vor drei Monaten nach Hause kam, war ich glücklich. Meine Braun-Grün-Schlamm-Farbe war endlich weg und hatte für ein schönes Blond Platz gemacht. Ich war zufrieden. Und sollte es auch bleiben. Auch wenn meine Farbe noch nicht ganz gehalten hat. Das konnte sie auch nicht. Denn natürlich waren meine Haare so vorbelastet, dass sich die Farbe mit den Haarwäschen noch etwas veränderte, hier und da etwas goldiger wurde. Aber ich war weiterhin glücklich. Denn sie blieb eine schöne Farbe.

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Back home

Die Struktur meiner Haare fühlte sich nach meinem Friseurbesuch super an. Schön geschmeidig. Da ich meine Haare meistens per Luft trocknen lasse, konnte ich diesen geschmeidigen Effekt anfangs nicht selbst erzielen. Oft waren meine Haare vor allem in den Spitzen noch etwas strohig. Ich hatte ja alle anderen Produkte weggeschmissen. Auf Öle oder andere Weichmacher musste ich deswegen verzichten. Also entschied ich mich anfangs des Öfteren noch für einen Dutt, um das Problem zu umgehen. Ich gab aber die Hoffnung nicht auf, dass Organic Lifestyle® bald Wirkung zeigen würde.

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Zurück zum Ursprung

Es vergingen wahrscheinlich sechs bis acht Wochen, bis ich die ersten wirklichen Fortschritte bemerkte. Das hatte mir übrigens auch die BrockmannundKnoedler Stylistin Laura Quick prophezeit. Wenn sich etwas organisch entwickelt, braucht das seine Zeit. Doch auf einmal fühlten sich meine Haare viel weicher und nicht mehr so hart und strohig an. Ich konnte sie wieder offen tragen, ohne zwangsläufig die Spitzen glätten zu müssen. Und als die Tage so vergingen und ich meine Haare fleißig mit Organic Lifestyle® pflegte, kam auch meine alte Haarstruktur zurück. Das Wellige. Die Wellen in meinen Haaren, die ich so vermisst hatte, waren endlich wieder da. Und es sah plötzlich so aus, als hätte ich sie mit einem Lockenstab bearbeitet. Aber nein, alles Natur! Und worüber ich mich am meisten freute, war das Tempo, in dem meine Haare wuchsen. Mein größter Wunsch war es, dass ich sie bald wieder so lang wie früher tragen könnte. Und Dank Organic Lifestyle® war ich auf einem guten Weg.

Hair Rehab® Teil 2

Und so saß ich nach drei Monaten wieder auf dem Friseurstuhl bei BrockmannundKnoedler, um meinen Ansatz aufzufrischen. Natürlich blieb es nicht dabei. Petra Brockmann schnitt mir diesmal wirklich nur die Spitzen. Die Farbe bekam mit neuen Highlights ein kleines Makeover. Sie wurden in meinen Ansatz eingearbeitet, so dass dieser ganz natürlich mitwachsen kann. Ansatzproblematik behoben! Und das Ergebnis zauberte mir mal wieder ein Lächeln ins Gesicht. Schon beim ersten Mal war ich ja sehr zufrieden gewesen. Und diesmal war ich wunschlos glücklich. Auch das wurde mir von Anfang an gesagt: auch der Weg zur perfekten Farbe ist ein Prozess. Mit jedem Friseurbesuch wird diese optimiert, nein, sogar perfektioniert werden.
Dieses Mal hielt die Farbe nach dem Waschen auch viel besser. Meine Spitzen waren zwar noch leicht strapaziert, aber der Rest des Haares fühlte sich schon sehr gesund an. Ich freue mich, den organischen Weg weiter zu gehen und halte Euch natürlich auf dem Laufenden.

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P.S.: Schon gewusst?

Ich habe noch einen Tipp von Petra mit auf den Weg bekommen. Ich fragte sie, wie oft ich meine Haare glätten darf, ohne diese zu schädigen. Ihre Antwort verblüffte mich. Das Glätten sei nämlich gar kein Problem, da die Pflege durch die Hitze noch mehr ins Haar eingearbeitet wird. Nur Produkte wie Hitzesprays sollte man unbedingt weglassen. Diese bewirken nämlich genau das Gegenteil von dem, was wir damit bezwecken wollen.

Du hast den 1. Hair Rehab® Beitrag verpasst? Dann hier entlang!

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Ein Einblick in die künstlerische Welt von Svenja Schüffler

Sie ist eine Künstlerin mit einer großen Vision. An ihre Projekte geht sie nicht einfach willkürlich ran. Svenja Schüffler schafft mit ihren Arbeiten einen Schnittpunkt zwischen Kunst und Wissenschaft. “Organic Lifestyle” traf die Berliner Künstlerin zum Interview, wo sie uns einen Einblick in ihre Welt gewährte.

Woher kommt deine kreative Ader?
Ich vermute, das Visuelle habe ich schon von meiner Mutter. Natürlich habe ich schon in der Schule viel gezeichnet und ausprobiert. Aber soweit ich mich erinnere war meine Mutter die kreative Person in meinem frühen Umfeld, die mit ihren Experimenten und ihrem kreativen Engagement sehr prägend war. Das Haus, in dem ich wohnte, wurde von meinen Eltern, die keine Architekten sind, entworfen – mit spitzen Winkeln und nicht-rechteckigen Zimmern. Alles wurde Zuhause immer wieder umgeräumt, verschoben oder bemalt. Im Garten wurde auch ständig experimentiert, ausgehoben oder wachsen gelassen, es gab da keine Grenzen. Nicht nur, dass ich beim Zuschauen viel gelernt habe, meine Mutter hat mich da auch wirklich gefördert. Wir, und manchmal meine Schwester, haben zusammen an Bildern gearbeitet. Das war so intensiv, dass ich mich noch heute an Details in den Bildern erinnere und noch nachempfinden kann, wie sie entstanden sind und, welche Techniken wir eingesetzt haben.

Wie ging es weiter?
Ich habe später Kunst nicht studiert. Es war eine Option, aber ich hatte mich dagegen entschieden. Nach einer beeindruckenden Reise nach Ostafrika, während der Abiturzeit, wollte ich mir einfach die Möglichkeit offenhalten in der Entwicklungszusammenarbeit zu arbeiten. Deswegen habe ich Geologie studiert, mit Schwerpunkt im Bereich Grundwasser und Wassermanagement. Meine Diplom Arbeit habe ich dann in Havanna auf Kuba durchgeführt, über einen Fall von Grundwasserverschmutzung. Parallel habe ich aber immer gezeichnet. Ich habe angefangen, Portraits von Menschen unterschiedlicher Kulturen zu erstellen. Ich habe dann parallel zum Geologie Studium meine Zeichentechnik immer weiterentwickelt.

Wie kam es dann, dass du dich beruflich doch für die Kunst entschieden hast?
Das war der Punkt an dem ich gemerkt habe, dass der scheinbare Umweg über die Geologie und Naturwissenschaft letztendlich eine Bereicherung ist und ein Wissen und eine Erfahrung liefert, die gerade eine künstlerische Arbeit prägen und vertiefen kann. Diese Erfahrung konnte ich am deutlichsten machen während eines zweiten Studiums der Geoinformationswissenschaften, das ich begonnen hatte und für das ich am Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ) eine Master-Arbeit über Erdbeben gemacht habe. Genauer gesagt, habe ich mich damit beschäftigt mit Hilfe der visuellen Darstellung von seismischer Aktivität neue Erkenntnisse über Erdbeben zu erlangen. Wissenschaftliche Visualisierungen als Erkenntnisgrundlage zu benutzen war für mich eine Erfahrung an der Schnittstelle zwischen Wissenschaften und Kunst. Eine Verbindung von logischem, gepaart mit spekulativem und kreativem Denken.

Gab es noch weitere Auslöser?
Ja. Gleichzeitig gab es auch eine Begegnung mit einer Person, die sehr beeindruckt war von meiner zeichnerischen Arbeit und mich eindrücklich und energisch aufgefordert hat, dieses Talent ernst zu nehmen und mich dem Zeichnen professionell zu widmen. Das war eine Perspektive von jemand anderem, welche eine eigene Reflexion geschaffen hat. Ich habe allmählich erkannt, dass Kunst eine Option für eine anspruchsvolle Auseinandersetzung mit meinen Themen sein kann. Dann habe ich es ausprobiert. Es hat sofort geklappt und ich habe die Zusage für die Teilnahme beim Berliner Kunstsalon während der ArtWeek bekommen. Eineinhalb Jahre später habe ich mitbekommen, dass das „Haus der Kulturen der Welt“ in Berlin ein Projekt zum Thema des Anthropozäns gestartet hat. Das Anthropozän geht von der Theorie aus, dass wir in eine neue geologische Zeitepoche eingetreten sind, in der die Menschheit zum maßgeblichen geologischen Faktor geworden ist, in der auch das zukünftige Leben und Überleben der Menschheit zum Thema wird. Das zweijährige Projekt, zu dem Wissenschaftler und Künstler aus der ganzen Welt eingeladen waren, habe ich aufmerksam verfolgt. Es hat mich stark beeindruckt und verstärkt in meinen Ansatz in der Kunst wieder zu Fragestellungen, die die Naturwissenschaft betreffen, zurückzukommen. Der Kreis schließt sich.

Was machst du genau?
Ich bin nicht festgelegt in der Form des Ausdrucks. Grundsätzlich liegt mein Interesse bei Themen wie Technologie, Erde und Wissenschaft. Ein Schwerpunkt liegt sicher in der zeichnerischen Arbeit, ich bin aber nicht darauf festgelegt, sondern arbeite auch im Übergang zum Objekt, mache Fotos und Installationen, und programmiere Sachen. Ein zweiter Schwerpunkt sind Projekte an der Grenze von Kunst und Wissenschaft zu entwickeln. Ich habe z.B. ein Projekt zum Erdbebenrisiko von Istanbul entwickelt, das auch vom Deutschen GeoForschungsZentrum in Potsdam unterstützt wird. Das Projekt habe ich letzten Sommer am ‚Haus der Kulturen der Welt HKW‘ in Berlin beim Forecast Forum vorgestellt.

Wie geht man eigentlich an ein komplett neues Thema heran?
Mit einer Frage bzw. Problemstellung, die mich interessiert oder, die mich drängt. Ich lese tatsächlich viel innerhalb meiner Arbeit. Ich recherchiere, gehe zu Vorträgen oder nehme an Seminaren teil. Um kreativ zu werden, erarbeite ich mir neues Wissen, das ich dann im besten Fall wieder neu verknüpfen kann. Das braucht auch immer seine Zeit, manchmal kommt eine Idee dann auch ganz plötzlich, in einem Moment.

Wie lange dauert der kreative Prozess?
Das ist von Projekt zu Projekt unterschiedlich. Konzepte entwickeln sich über Monate. Die Umsetzung einer zeichnerischen Arbeit kann aber auch einige Monate in Anspruch nehmen, kleinere Arbeiten meist einige Tage.

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Im „Brockmann & Knoedler“-Salon hängen Zeichnungen und Assemblagen (Zeichnungen mit Relief und Objekten) von dir, auf denen Affen zu sehen sind. Welche Technik steckt dahinter?
Bei diesen Arbeiten wird meist Papier auf eine Metallplatte kaschiert (mittels Klebefolie) und die Haarstruktur des Fells mit einer Nadel ins Papier geritzt. Erst danach wurde über die Verletzungen im Papier gezeichnet, wodurch die prägnante Haarstruktur entsteht. Der Boden besteht aus einzelnen Stücken aus Papier, die Heftpflaster imitieren und übereinander verleimt sind. Bei der großen Arbeit sind das etwa 50.000 Stück, also etwa 60m² Papier. Nur alleine diese Papier-Pflaster herzustellen und zu verleimen, hat drei Monate gedauert.

Warum Affen?
Ich beschäftige mich ja in meinem Projekt Anthropomorpha mit der Frage nach dem Menschen. Den Affen als Motiv habe ich gewählt, weil er eine Grenzfigur zwischen Mensch und Tier ist. Weil er uns so ähnlich ist, ist er uns gleichzeitig auch sehr unheimlich. Und gerade weil er unheimlich ist, kann er auch das Unheimliche, das Verletzende und das Abwesende abwehren. Ein Abwehrzauber, der das zeigt was er auf Abstand halten möchte, was auch der Titel „Apotropaion“ der Arbeit bedeutet. In diesem Fall das Abwehren der Abwesenheit einer klaren Trennung zwischen Mensch und Tier.

Warum hast du genau die Mönchsaffen bzw. Kapuzineraffen gewählt?
Durch die hellen Gesichter bin ich ihnen ähnlicher. Und es sind übrigens sehr intelligente Affen. Die religiöse Assoziation, die ich auch berücksichtigt habe, steht in Verbindung mit einer schon länger geplanten noch kommenden Arbeit.

An manchen Bildern sind Teile nur skizzenhaft gezeichnet, der Rest aber sehr detailliert. Wie kommt das?
Bestimmte Sachen sollen nur im Hintergrund bleiben, oder sind der Hintergrund. Sie kommen aber in den Vordergrund, sobald man sich die Frage stellt.

Hattest du schon immer eine Vorliebe für das Detaillierte?
Ja. Leider ist dieser Perfektionismus manchmal auch eine Last, eine Besessenheit des immer genaueren Aneignens, das ich auch irgendwann mal abbrechen muss. Die Arbeit ist für mich also nicht einfach nur ein perfektes Abbilden. Stattdessen eine Praxis, bei der etwas animiert, getäuscht oder täuschend lebendig wird. Was man, glaube ich, in meinen Bildern sieht, ist, dass eigentlich fast alles rausguckt. Die Tiere, die Menschen. Man wird als Betrachter selber angeschaut und in Beziehung gesetzt. Der intensive Blick verstärkt die Lebendigkeit. Und ich überlege mir auch sehr genau, welche Mimik und, welche Geste ich zeige und inszeniere. Auch um, vielleicht im Sinne Pygmalions, nicht nur zu animieren sondern vielleicht selber animiert, getäuscht oder angesprochen zu werden.

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Du hast dich auch schon selbst porträtiert. Sogar nackt. Wie war das für dich?
Mich als Tier zu zeichnen war anstrengend und eine Herausforderung. Aber das bin ja nicht ich, sondern eine Zeichnung. Aber ein Bild kann eben auch mächtig sein bzw. wirken.

Sind deine Arbeiten Denkanstöße für die Betrachter?
Das wäre schön. Für mich selber stecken darin stets eigene neue Erkenntnisse. Im Moment geht es auch in die Richtung Wissenschaftskommunikation. Bei den Projekten an der Grenze von Kunst und Wissenschaft soll tatsächlich auch etwas vermittelt werden, meist auch so komplexe Themen wie das unsichere Wissen der Wissenschaftler. Das Vermitteln erfolgt nicht mit rein wissenschaftlichen Mitteln, sondern auch mit künstlerischen und ästhetischen.

Steckst du dir immer wieder neue Ziele? Was sind sind Projekte, an denen du zur Zeit arbeitest?
Klar, gerade mache ich mir zum Beispiel Gedanken über das Niger Delta. Das gesamte einst ökologisch unglaublich reiche Territorium wird seit 50 Jahren mit Öl verseucht. Die am stärksten ölverseuchte Region der Welt. Ich stelle mir die Frage, was hat dies mit uns hier im Norden zu tun und, wie kann man das darstellen. Vor kurzem habe ich den Kunstverein GROUND e.V. in Berlin mitgegründet. Und am 9. Dezember dieses Jahr wird eine Ausstellung von mir in der Galerie Gerken in Berlin eröffnet. Zur Zeit entstehen die neuen Arbeiten, die dort zu sehen sein werden. Im Zentrum stehen diesmal Zeichnungen und ein von mir verfasstes Essay. Dieses dreht sich um eine fiktive Erdbeben-Frühwarnungs-App. Die Zeichnungen greifen dabei in ungewohnter Weise Fragestellungen zu wissenschaftlicher Risikoprognose, Algorithmen und Alarmierung auf, und dem Erkennen des richtigen Moments.

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Fotos: Svenja Schüffler, Marcus Lieberenz http://www.bildbuehne.de/htdocs/titel.htm

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Das ist der neue OLS-Look

Rockige Töne, Tattoos, tanzende Models – Organic Lifestyle zeigt sich im neuen Look. Weg mit den Vorurteilen, dass organisch gleich typisch Öko ist. Keine Jutebeutel, keine Filz-Latschen, stattdessen eine moderne Hülle und ein organischer Kern. Die neue OLS-Kampagne setzt den Fokus auf den Lifestyle der bewusst lebenden Menschen. Sie sind Individualisten, haben Ecken und Kanten – und eine Gemeinsamkeit: glänzendes, gesundes Haar, frei von jeglichen Silikonen, Sulfaten und Parabenen. Aber genug geschrieben, denn jetzt könnt ihr das Haar in 360°-Perspektive sehen. Schließlich sagen Bilder mehr als tausend Worte…

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ITVA: Jedes Model ist eine eigene Inszenierung

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500 000 Zuschauer online, 5000 Bewerber, davon 69 Teilnehmer und eine Bühne. Auf dieser dreht sich am 22. November in Berlin alles um Kreativität, Inszenierung und Haare. Beim International TrendVision Award, präsentiert von Wella, treten junge talentierte Friseure an, um ihr Können vor einer Jury und dem Publikum zu beweisen.

Auch Petra Brockmann und Thomas Brockmann-Knoedler werden ein Teil des großen Events sein. Sie sammelten jahrelang Wettbewerbserfahrungen, doch antreten werden sie nicht mehr. Die beiden fungieren als Vorreiter, denn als neue Wella Global Creative Artists wird das Friseur-Ehepaar Teil einer spektakulären Show. In 15 Minuten werden sie 15 Models über die Bühne schicken und ihre Haar-Farbwelt 2016/17 präsentieren. Keine Haarteile, keine Perücken, keine Tonnen von Haarspray. Nur der Fokus auf die individuelle Haarqualität des jeweiligen Models. Hier wird zwar ein globales Bild geschaffen, aber der Blick fällt nicht auf das Ganze, sondern auf die Einzigartigkeit. „Bei uns ist es so, dass wir viel Wert auf die Mischung legen – auf das Modell, die Haarqualität des Models im ursprünglichen Sinne und die Zielfarbe. Das soll alles auf realem Boden stattfinden. Wir bereiten unsere Modelle wochenlang vor. Wir arbeiten mit den Haaren, wie ein Sportler, der für einen Wettkampf trainiert. Die Haare müssen farblich, von der Kondition, von der Qualität und von der Pigmentierung her so auf dem Punkt sein und natürlich aussehen, als wären sie nie anders gewesen. Und trotzdem sollen sie eine neue Farbe haben und hundert Prozent zur Trägerin passen. Das ist unser Ziel“, erklärt Petra.

 

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Eine Viertelstunde bedeutet also monatelange Vorbereitung und Energie, die für diesen einen Moment auf der Bühne investiert wird. „Zuerst haben wir die Moodboards und Konzepte festgelegt. Dann wird das Make-up auf die Farbwelt der Haare abgestimmt und die Kleidung passend dazu entworfen. Jedes Modell hat ein eigenes Moodboard und bekommt einen für sie perfektionierten Look“, erzählt Thomas. Jedes Model ist hier eine eigene Inszenierung, Lichtwelten und Bühnentechnik machen den Rest. Durch diese sollen live auf der Bühne neue Farbwelten am Haar entstehen – eine Verschmelzung des organischen Gedankens und der virtuellen Welt.

So viel Show und Aufwand nur für einen kurzen Augenblick. Muss das sein? „ Ein Friseur soll emotional berührt werden, deswegen diese Show. Man kann ihm dadurch kreative Einflüsse geben“, findet Thomas. Den Ansporn für die eigene Kreativität finden die Friseure auch im Wettbewerb. Denn trotz der subjektiven Einschätzung einer Jury ist das Instrument Wettbewerb wichtig für die Branche. „Mit den Wettbewerben sollte jungen Menschen mitgegeben werden, etwas erreichen zu wollen. Das ist sehr wichtig. Viele junge Menschen wachsen heute total ziellos und unorientiert auf. Ein junger Mensch muss heute so ausgebildet werden, dass er sich Ziele setzt. Ich halte es für ganz wichtig, dass wir in unserer Branche dem Nachwuchs die Möglichkeiten geben, etwas erreichen zu können.“

Hier könnt ihr das Event live mitverfolgen: https://www.periscope.tv/wellapro

B&K on the road: 5000 Kilometer in einer Woche

Es ist Sonntagabend. Zeit zum Durchatmen? Nicht ganz. Um 20.30 Uhr geht der Flieger nach München. Am Montag steht Thomas Brockmann-Knoedler dann pünktlich um 10 Uhr im Münchener Wella-Studio, um ein Seminar zu geben. Pause um 13 Uhr. Weiter geht’s. Um 18 Uhr ist der Tag zu Ende. Fast- es wird noch gequatscht, diskutiert, Resümees gezogen. Networking. Am nächsten Tag um 9 Uhr morgens geht es weiter, die Schulung endet um 17 Uhr. Schnell ins Hotel, Koffer packen, ab nach Dresden. Dort geht es am nächsten Tag rein in den Salonalltag. Schneiden, Färben. Am nächsten Tag macht er sich auf den Weg nach Berlin. Dort startet das Flugzeug nach England. Mittlerweile ist es Freitag. Um 8.30 Uhr beginnt der Workshop in London, um 16 Uhr ist Schluss. Sightseeing? Fehlanzeige. Noch drei Stunden bis der nächste Flieger geht. Am Samstag steht Thomas wieder pünktlich im Dresdner Salon, kümmert sich um seine Kunden. Um 16 Uhr heißt es schon wieder Koffer packen. Mietauto her, ab nach Österreich! Die nächsten zwei Tage verbringen Thomas und seine Crew für Seminare in Salzburg. Am Montag um 18 Uhr heißt es dann Feierabend. Zusammen mit den Assistenten und Trainern geht es zurück nach Dresden. Ab ins Bett, denn dort wartet am nächsten Tag wieder der Salonalltag…

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„Die Abgrenzung zwischen Arbeit und Privatem hatte ich mal gelebt. Aber ich habe mich irgendwann dazu entschieden, dass ich etwas in der Welt hinterlassen will“, erzählt Thomas Brockmann-Knoedler. Und das geht nun mal nur mit harter Arbeit. „Wenn man lernt, die Leute zu berühren, gibt es nicht Größeres. Ich bin glücklich, wenn ich einen tollen Arbeitstag und tolle Gespräche hatte. Wenn ich täglich das mache, was mich ausmacht, gibt es keine Grenzen.“
Also geht es regelmäßig auf Reisen. In unterschiedlichen Städten gibt Thomas mit seiner Crew verschiedene Seminare und Workshops – immer auf den jeweiligen Kunden zugeschnitten. Und dann wären da natürlich noch die Salon-Kunden in Dresden, welche sich zwischen den Terminen ihre Haare vom Chef verschönern lassen. Das Wochenende fällt da auch mal weg, Pausen gibt es wenige, und Feierabend bedeutet nicht immer gleich Feierabend. Oft wird abends noch an zukünftigen Projekten gefeilt oder es werden neue Kunden akquiriert. Ein Leben, dass viel Durchhaltevermögen voraussetzt. Vor allem, wenn man nach einem anstrengen Tag im fremden Hotelbett, weit weg von dem Gewohnten, einschläft. „Die Momente, in denen man Ruhe hat, sollte man bewusst leben“, sagt Thomas. „Natürlich wäre ich schon gerne bei meiner Tochter. Aber wenn ich wieder Zuhause bin, kann ich mich komplett fokussieren und für meine Familie da sein. Man hat ja auch das Ziel, etwas mit und für die Familie zu schaffen. Man überlegt nicht, was man weniger machen sollte, sondern wie man etwas in das Leben einbindet. Das ist ein wichtiger Punkt. Man muss lernen, dass alles Raum haben kann.“ Wenn man sich diesen aus eigener Kraft schafft…

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Mit B&K geht es hoch hinaus

buk_an-der-frauenkirche-dresden_salonGewöhnlich war nie ihr Stil. Das tun, was alle anderen machen, schon gar nicht. Also, warum nicht ganz hoch hinaus? Im wahrsten Sinne des Wortes. Mitten in Dresden trauten sich Petra Brockmann und Thomas Brockmann-Knödler das, wovor viele ihrer deutschen Friseurkollegen noch zurückschrecken. Sie eröffneten ihren Haupt-Salon in der fünften Etage. Was hierzulande untypisch ist, nutzt das kreative Ehepaar zu ihrem Gunsten.

Denn oben genießen die Kunden eine besondere Atmosphäre und ein einzigartiges Panorama: Direkter Blick auf die barocke Frauenkirche, die Menschen tummeln sich unten am traditionellem Tropfsteinpflaster. Und oben dreht sich alles ums Wohlfühlen. Dieses besondere Flair macht das Konzept aus. Denn alt und traditionell, wie die Stadt selbst, ist hier nichts. Dort, wo geschnitten, gefärbt und geföhnt wird, herrscht eine elegante Modernität. Der Salon besticht mit raffiniertem Design und luxuriöser Einrichtung. Hohe Decken, Materialvielfalt, schlichte Erdtöne treffen auf knallige Farb-Highlights. Hier wurden die Ideen von Petra Brockmann und Thomas Brockmann-Knödler zur Realität. Doch auch die Fassade ist ein echter Blickfang. Oder habt ihr schon mal einen Glaskasten mitten in der Altstadt gehen? Das fällt auf und zieht regelmäßig die Blicke der Fußgänger auf sich.

So besonders wie der Salon ist auch die Geschichte, die dahinter steckt….

Die Eigentümer des Gebäudes hatten schon lange die Vision von einem hochwertigen Friseur in ihrer Glasstätte. Doch keiner traute sich weg von der Laufkundschaft hinauf in die oberen Etagen. Zur gleichen Zeit in Dresden: Petra Brockmann und Thomas Brockmann-Knödler schmiedeten Expansionspläne. Eine neue Location musste her. Und manchmal kommen eben genau die Dinge, die man sich heimlich wünscht, zusammen. Eine Kundin erzählte dem Eigentümer von dem kreativen Friseurpaar, ein Treffen wurde vereinbart, das Paar besichtige den Glasbau in Dresden. Es war Liebe auf den ersten Blick! Seitdem wird hier Geschichte geschrieben. Und diese hat bestimmt kein Ende…

Die wichtigsten Fakten:

  • in der fünften Etagen befindet sich der Hauptsalon. Dort wird organisch geschnitten und gestylt
  • vom Hauptsalon geht es in eine halbe sechste Etage. Dort befinden sich zwei Bereiche. Im Spa-Bereich können sich die Damen verwöhnen lassen. Kosmetik, Waxing, Maniküre und Pediküre werden angeboten. In einem maskulin eingerichteten Separee können sich Männer in Ruhe zurückziehen und klassische Barbierdienstleistungen genießen
  • in einer weiteren Etage befindet sich die Organic Colour Lounge. Hier können sich die Damen entspannen, während ihre Haarfarbe einwirkt. Um sich die Zeit zu vertreiben können Accessoires geshoppt oder DVDs geschaut werden

Mehr Infos und Preise gibt es hier:
www.brockmannundknoedler.de/salons/brockmannundknoedlersalon