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Alles an den Haaren herbei gezogen?

Rund ums Haar wachsen so viele Gerüchte, dass man einen Rapunzelzopf daraus flechten könnte. Aber was ist dran am Mythos, dass Blondinen länger auf eine XL-Mähne warten müssen? Oder Spliss zu kitten ist? Petra Brockmann und Thomas Brockmann-Knödler verraten, was man in Punkto Pflege beachten muss und was wir ganz schnell wieder vergessen können…

 

Blonde Haare wachsen langsamer als braune.

Wie kann eine vermeintliche Realität einen solchen Schwachsinn hervorbringen? Am schlimmsten sind die, die sagen „Schauen Sie mal, wie stark mein Ansatz rausgewachsen ist!“ und im gleichen Atemzug behaupten „Aber meine Haare wachsen nicht.“ Diese Kunden sind so auf ihre Haarfarbe fokussiert, dass sie Haarwachstum nicht wahrnehmen.
 

Viel hilft viel: Nach dem Waschen soll man Spülung, Leave-in-Spray, Öl und
Spitzenfluid verwenden.

Alles auf einmal – dann wären wir schon beim halbplastifizierten Haar. Pro: Kinderleicht kämmbar und erdölglänzend. Contra: Ein Haar besteht zu 90% aus Protein und 10% Feuchtigkeit. Also wozu braucht es Silikone und Öle?
 

Stylingprodukte trocknen das Haar aus.

Ein Stylingprodukt trocknet das Haar grundsätzlich nicht aus, höchstens seine Ingredients. Alkohol ist die Nummer 1 der Austrocknungsmittel. Je mehr Alkohol, umso trockener das Haar. Denkt an einen Kater nach einer durchzechten Nacht. Habt Ihr da nicht auch den Wunsch dem Körper einen Liter Wasser zuzuführen?
 

Ohne Haarwäsche wird das Haar gesünder.

Es kommt auf die Haarwäsche an! Prinzipiell ist das Haar gesund, wenn es nicht von menschlicher Hand mechanisch oder chemisch kaputt gemacht wird. Eine Haarwäsche macht das Haar nicht kaputt. Wichtig ist nur, welche Produkte man zum Haare waschen verwendet und was mit dem Haar vor dem Waschen passiert ist.

Bei gesundem Haar reicht spülen mit warmem Wasser (Körpertemperatur) völlig aus. Da wir aber nie genug bekommen können und uns sauber oft nicht sauber genug ist, nutzen wir waschaktive Substanzen, die den Schmutz und die Ablagerungen entfernen.

Wollt Ihr ohne Haarwäsche auskommen? Dann lebt gesund und vollständig in der freien Natur und benutzt keine Pflege-und Stylingprodukte!
 

Häufiges Haarewaschen regt das Nachfetten an.

Ja, das stimmt. Das liegt auch an der Verwendung der Produkte und der Intensität der Tenside. Die Schärfe dieser Tenside, ein zu basisch eingestelltes Produkt oder nicht gebrauchte Pflegepartikel, die sich auf der Kopfhaut ablagern, führen zum Nachfetten. Denn die Kopfhaut wehrt sich dagegen und es kommt zu einer Überproduktion der Talgdrüse. Das führt zu stark fettigem oder schuppigem Haar. Auch Schuppen sind eine Mischung aus freien Radikalen, die zu Ablagerungen am Haar und auf der Kopfhaut führen, Talg und abgestorbenen Hautschüppchen. Beide Extreme bezeichnet man auch als trockene oder fettige Seborrhö.
 

Spliss kann man mit Pflegeprodukten wieder reparieren.

Nein, wirklich nicht! Das ist eine Binsenweisheit. Die als solch bezeichnete Reparatur ist ausschließlich die Verkabelung des Haares mit Ölen und Silikonen. Dadurch sieht das Haar scheinbar gesund aus. Es ist Oberflächlich gesund, aber kaputt ist es trotzdem noch.
 

Trockenshampoo schenkt Volumen.

Ja! Das ist so. Warum benutzt man es? Weil man fettiges Haar hat. Trockenshampoo besteht aus fettaufsaugenden Ingredients. Es ist eine puderähnliche Substanz, die aufsaugt wie ein Schwamm und sich molekular vergrößert. Dadurch entsteht Volumen im Haar.
 

Es ist empfehlenswert feuchtes Haar zu kämmen anstatt zu bürsten.

Prinzipiell sollte man nasses Haar ab einer bestimmten Länge überhaupt nicht kämmen, sondern leicht antrocknen, um einen natürlichen Entwirrungs-Prozess auszulösen. Danach kann man mit einer Naturhaarbürste an den Spitzen beginnend das Haar ausbürsten.
 

Hundert Bürstenstriche am Tag lassen das Haar glänzen.

Das sind die letzten Überbleibsel von Rapunzel. Insofern man ein 100%-iges Naturhaar hat, ohne chemische und mechanische Einwirkungen, glänzt ein Haar von Natur aus seidenmatt – immer! Ansonsten kann ich bei einem matten Haar, das nicht mehr seiner selbst ist, bürsten wie ich will. Es wird nicht glänzen.
 

Haare wachsen schneller/dicker nach, wenn man sie regelmäßig schneidet.

Das ist ein Mythos. Das einzelne Haar wird dadurch nicht dicker. Wenn man Haare schneidet, bringt man ausschließlich verschiedene Wachstumsphasen des Haares einander näher. Längere und ältere Haare bringt man den kürzeren jüngeren Haaren näher. Dadurch erhält man ein fühlbar voluminöseres Haar, weil alle Haare auf eine ähnliche Länge gebracht werden. Und damit wird auch das Wachstum der Haare wieder einfach wahrnehmbar.
 

Nach dem Mondkalender schneiden verleiht dem Haar Glanz und Stärke.

Ja, sofern man an den Mond glaubt!
 

Ein seidenes Kissen sorgt für schönes Haar.

Ja, wenn es vorher auch schon schön war, kann ein echtes Seidenkissen, durch geringere mechanische Reibung, dafür sorgen, dass das Haar auch schön bleibt.
 

Stress kann zu Haarausfall führen.

Ja, das ist so! Stress kann Akne oder Darmbeschwerden verursachen oder eben auch Haarausfall. Die Stressbewältigung führt zu einer Veränderung des Stoffwechsels. Dadurch kann es zu einer Unterversorgung des Haares kommen und dadurch zu Haarausfall. Deswegen: Haare gut, alles gut!
 

Wenn man ein graues Haar auszupft, wachsen zwei nach.

Das ist ein Mythos. Eine Haarwurzel ist angelegt. Zupft man ein Haar raus, wächst dort ein Haar wieder nach! Die Wurzel sagt nicht: „Heute ärgere ich Dich einmal und verdoppel mich!“ Es gibt aber das Phänomen, dass Kunden sagen: „Ich bin über Nacht grau geworden.“ Aber oft gibt es dann ein Ereignis durch das sie sich nach längerer Zeit wieder einmal bewusst wahrnehmen.
 

Rauchen verursacht graue Haare.

Rauchen verursacht gelbe, grünliche oder aschige Haut, aber keine grauen Haare! Jahrelanger Nikotinkonsum beschleunigt durch Stoffwechselveränderungen den Zellalterungsprozess. Dieser beschleunigte Alterungsprozess aktiviert eine schon in der DNA angelegte Entwicklung zu Grau. Das heißt, man ergraut vielleicht schon jetzt und nicht erst 15 Jahre später. Gibt es diese in der DNA angelegte Entwicklung zu Grau nicht, wird man aber auch durch Rauchen nicht grauer. Und umgekehrt: Habe ich eine in der DNA angelegte Entwicklung zu Grau, kann ich nicht verhindern, vielleicht auch schon mit 20 grau zu werden, auch wenn ich auf das Rauchen verzichte.
 

Tägliche Haarwäsche verursacht schnellen Haarausfall.

Nein, nie und nimmer! Haare die ausfallen wollen, fallen aus, auch ohne Haarwäsche!
 

Chlorwasser macht die Haare grün.

Ja, aber nur heller gebleichtes und stark poröses Haar. Chlor reagiert dabei mit den Metallablagerungen im Haar. Diese chemische Reaktion lässt das Haar grün werden.
 

Ein Kopfstand fördert den Haarwuchs?

Ja, solange das Eigengewicht auf die „ursprüngliche“ Fontanelle drückt und für neue Geistesblitze sorgt. (mythische Antworten auf mythische Fragen)
 

Während der Schwangerschaft darf man die Haare nicht färben?

Das Haar ist kapillarisch. Kapillarisch ist das Verhalten von Flüssigkeiten, das sie bei Kontakt mit Kapillaren z.B. engen Röhren, Spalten oder Hohlräumen zeigen. Zum Beispiel wird in Bäumen und anderen Pflanzen das Wasser von den Wurzeln aufgenommen und dann bis in die Krone transportiert. Also wie soll jetzt die Haarfarbe in den Körper gelangen? Maximal durch kleine Wunden auf der Kopfhaut könnte Haarfarbe in den Blutkreislauf gelangen. Haarfarbe enthält zu einem großen Teil Wasserstoff und dieser wirkt bekanntlich desinfizierend und tut Eurer Wunde sehr gut.
 

Dauerwelle ist in der Schwangerschaft verboten.

Dauerwelle gehört grundsätzlich verboten. Das ist die Chemotherapie für gesundes Haar.
 

Das Glätteisen schädigt das Haar.

Ein Glätteisen niemals, höchstens die Hand, die es führt!
 

Kopfmassagen fördern das Haarwachstum.

Ja, definitiv. Wenn ich meiner Tochter den Bauch massiere, verschwinden die Bauchschmerzen (durch Blähungen verursacht) und ich unterstütze damit ihre Darmtätigkeit. So funktioniert es auch bei der Kopfmassage.
 

Eine Spülung mit Bier lässt die Haare glänzen.

Niemals. Bier kann, durch die im Bier vorhandenen Stärke, das Haar maximal festigen. Die Stärke/der Zucker hilft das Haar zu verkleben, aber verleiht niemals Glanz. Wenn Sie Kartoffelstärke in der Küche verschütten und verreiben, wird der Untergrund auch niemals glänzend, sondern immer stumpf und matt. Dazu kommt noch der Alkohol, der das Haar zusätzlich austrocknet. Bier ist also absolut nicht geeignet.
 

Das häufige Tragen von Haargummis lässt die Haare brechen.

Ja, durch andauernde mechanische Reibung! Stellt Euch vor, Ihr tragt dauerhaft eine Leggings, die zu eng ist und der Gummizug schneidet ein. So ist es auch beim Haar. Die mechanische Reibung beschädigt die Haarschuppen und man erhält quasi einen Gummi-Haarschnitt!
 

Haare kann ich mir mit Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Eiern, Avocado,
Brokkoli, Banane und Spinat schön essen.

Man kann es sich maximal schön erhalten, wenn es bereits schön ist. Kaputt bleibt kaputt – auch mit Brokkoli und Co.
 

Kaltes Föhnen beansprucht die Haare nicht so sehr.

Kalt, lau oder warm ist egal. Wichtig ist, wie man föhnt! Den Luftstrom mit einer schmalen Düse fokussieren und immer mit der Schuppenschicht föhnen.
 

Tönung, Färbung, Blondierung – alle chemischen Vorgänge beschädigen
das Haar.

Ja, weil es immer die natürliche Haarstruktur verändert, es sei denn Du kannst organisch Haare färben.
 

Haare müssen gegen schädliche UV-Strahlung mit einem speziellen Produkt
geschützt werden.

War das im Mittelalter auch schon so?
 

Wer zu oft Hüte trägt, bekommt Haarausfall.

Täglich mehrere Stunden? Dann ja. So lange einen Hut zu tragen, ist wie eine Plastikfolie auf einer Wiese zu spannen: Es kommt zum Hitzestau. Kein Sauerstoff kommt mehr ans Haar und es gibt keinen natürlichen Stoffwechselaustausch mehr. Das passiert auch beim Tragen von Perücken.
 
 
 
Danke an Edith Löhle für die Ideen und die Zusammenarbeit bei diesem Beitrag.

Hair Rehab® Teil 3

Vor einem halben Jahr machte ich Schluss mit Chemie in meinem Haar! Keine unüberlegten Haarexperimente mehr, genauso wenig wie Haaröle oder Anti-Frizz-Sprays. Das Ziel: Zurück zum Ursprung – mit den Haaren, die ich über die Jahre ziemlich strapaziert hatte.

 

Die Phase des Stillstands

Und nun sitze ich zum dritten Mal auf dem Friseurstuhl im BrockmannundKnoedlerSalon in Dresden. Wieder blicke ich von meinem Platz aus auf die Frauenkirche und freue mich auf aufgefrischte Haare. Die letzten Wochen waren definitiv durchwachsen. Vor allem erlebte ich eine Phase des Stillstands. Ich hatte das Gefühl, meine Haare würden sich nicht mehr positiv weiterentwickeln. Ich war an einem Punkt angekommen, an dem es nicht mehr weiter ging. Sie fühlten sich besonders in den Spitzen wieder etwas härter an, waren ausgefranst. Ich wusste nicht, woran es lag. Trotzdem hatte ich keine anderen Produkte als die Organic Lifestyle® Haarwäsche und -kur genutzt. Auch, wenn ich an manchen Tagen nach dem Föhnen am liebsten einfach Öl in meine Haare geklatscht hätte, um sie zu bändigen. Aber das Ganze ist nun mal ein langer Prozess und mir wurde klar, dass ich es nicht erwarten konnte, meine Haare endlich wieder perfekt zu sehen. Also musste ich Geduld haben und diesen Weg eben weitergehen. Und das tat ich.

 

Ein Hoffnungsschimmer

Circa zwei, drei Wochen bevor ich meinen Termin im BrockmannundKnoedlerSalon hatte, bemerkte ich eine positive Entwicklung. Von einer Haarwäsche auf die andere. Plötzlich fühlten sich meine Haare wieder etwas besser an und mein Wachstum beschleunigte sich. Meine Haare kamen mir länger vor. Klar, das war nur eine subjektive Einschätzung, aber der herausgewachsene Ansatz sollte mir Recht geben.

Im Salon werden meine Haare wieder mit Strähnen aufgefrischt. Auch am Ansatz wird mit Strähnchen gearbeitet, damit hier ein fließender Verlauf zum Rest meiner Haare gebildet wird. Mittlerweile merke ich, dass das natürliche Blond, welches ich jetzt habe, viel besser hält. Auch nach den Haarwäschen verfärbt sich der Ton nicht mehr. Nach den ersten beiden Behandlungen war das noch anders. Grund dafür war, dass meine Haare – nach den ganzen Strapazen aus der Vergangenheit – Farbpigmente nicht mehr so gut aufnehmen konnten. Aber wie gesagt: Auch das hat sich nun verbessert.

 

Neue Farbe, neue Produkte

Von Chefin Petra lerne ich übrigens, dass man das Kalk im Berliner Wasser in meinen Haaren sehen, beziehungsweise spüren kann. Und dass man mit den Organic Lifestyle® Produkten gewissenhaft umgehen sollte. Das heißt, ich kann diese nicht wie herkömmliche Produkte benutzen, sondern muss die vorgeschriebene Anwendung beachten. Denn auch das hat großen Einfluss auf die Entwicklung meiner Haare. Also bekomme ich von Stylistin und Farbspezialistin Laura Quick eine kleine Blitzschulung, was die Anwendung angeht.
Draußen ist es mittlerweile dunkel geworden, meine Haare aber wieder heller. Petra verpasst mir noch einen Haarschnitt und fertig ist die neue Frisur. Wieder bin ich mehr als zufrieden. Vor allem, weil sich meine Haare immer gesünder anfühlen und die Farbe immer natürlicher aussieht. Die nächsten Wochen und Monate werde ich meine Haare mit der blauen Linie, also den feuchtigkeitsspendenden Produkten, waschen und pflegen. Und wieder komme ich meinem Traum von langen, gesunden Haaren einen Schritt näher…

 

P.S.: Lust auf Anwendungstipps in Sachen Organic Lifetsyle®?

Ihr wollt mehr über Organic Lifestyle® und seine Anwendung erfahren? Dann schaut Euch den Film mit Daniel Thomas und Model Caro an. Hier wird einfach erklärt, wie Ihr die Produkte richtig zu Hause anwendet.

Lies hier Teil 1  und Teil 2 der Hair Rehab® Story!

 

 

Hair Rehab® Teil 2

Es war eine Odyssee. Die Entwicklung meiner Haare, meine ich. Jahrelang strapazierte und schädigte ich sie mit Farb-Experimenten. Bis ich Hair Rehab® ausprobiert habe. Ich ließ mir die Haare im BrockmannundKnoedlerSalon in Dresden färben und schneiden und benutze seitdem nur die Organic Lifestyle® Produkte. Nun sind drei Monate vergangen. Und glaubt mir: Der Schritt zurück zum Ursprung ist nicht einfach nur ein Schritt. Er ist ein langer Weg. Denn auch die Organic Lifestyle® Produkte können meine kaputten Haare nicht von einem Tag auf den anderen gesund zaubern.

Kurzer Rückblick

Als ich vor drei Monaten nach Hause kam, war ich glücklich. Meine Braun-Grün-Schlamm-Farbe war endlich weg und hatte für ein schönes Blond Platz gemacht. Ich war zufrieden. Und sollte es auch bleiben. Auch wenn meine Farbe noch nicht ganz gehalten hat. Das konnte sie auch nicht. Denn natürlich waren meine Haare so vorbelastet, dass sich die Farbe mit den Haarwäschen noch etwas veränderte, hier und da etwas goldiger wurde. Aber ich war weiterhin glücklich. Denn sie blieb eine schöne Farbe.

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Back home

Die Struktur meiner Haare fühlte sich nach meinem Friseurbesuch super an. Schön geschmeidig. Da ich meine Haare meistens per Luft trocknen lasse, konnte ich diesen geschmeidigen Effekt anfangs nicht selbst erzielen. Oft waren meine Haare vor allem in den Spitzen noch etwas strohig. Ich hatte ja alle anderen Produkte weggeschmissen. Auf Öle oder andere Weichmacher musste ich deswegen verzichten. Also entschied ich mich anfangs des Öfteren noch für einen Dutt, um das Problem zu umgehen. Ich gab aber die Hoffnung nicht auf, dass Organic Lifestyle® bald Wirkung zeigen würde.

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Zurück zum Ursprung

Es vergingen wahrscheinlich sechs bis acht Wochen, bis ich die ersten wirklichen Fortschritte bemerkte. Das hatte mir übrigens auch die BrockmannundKnoedler Stylistin Laura Quick prophezeit. Wenn sich etwas organisch entwickelt, braucht das seine Zeit. Doch auf einmal fühlten sich meine Haare viel weicher und nicht mehr so hart und strohig an. Ich konnte sie wieder offen tragen, ohne zwangsläufig die Spitzen glätten zu müssen. Und als die Tage so vergingen und ich meine Haare fleißig mit Organic Lifestyle® pflegte, kam auch meine alte Haarstruktur zurück. Das Wellige. Die Wellen in meinen Haaren, die ich so vermisst hatte, waren endlich wieder da. Und es sah plötzlich so aus, als hätte ich sie mit einem Lockenstab bearbeitet. Aber nein, alles Natur! Und worüber ich mich am meisten freute, war das Tempo, in dem meine Haare wuchsen. Mein größter Wunsch war es, dass ich sie bald wieder so lang wie früher tragen könnte. Und Dank Organic Lifestyle® war ich auf einem guten Weg.

Hair Rehab® Teil 2

Und so saß ich nach drei Monaten wieder auf dem Friseurstuhl bei BrockmannundKnoedler, um meinen Ansatz aufzufrischen. Natürlich blieb es nicht dabei. Petra Brockmann schnitt mir diesmal wirklich nur die Spitzen. Die Farbe bekam mit neuen Highlights ein kleines Makeover. Sie wurden in meinen Ansatz eingearbeitet, so dass dieser ganz natürlich mitwachsen kann. Ansatzproblematik behoben! Und das Ergebnis zauberte mir mal wieder ein Lächeln ins Gesicht. Schon beim ersten Mal war ich ja sehr zufrieden gewesen. Und diesmal war ich wunschlos glücklich. Auch das wurde mir von Anfang an gesagt: auch der Weg zur perfekten Farbe ist ein Prozess. Mit jedem Friseurbesuch wird diese optimiert, nein, sogar perfektioniert werden.
Dieses Mal hielt die Farbe nach dem Waschen auch viel besser. Meine Spitzen waren zwar noch leicht strapaziert, aber der Rest des Haares fühlte sich schon sehr gesund an. Ich freue mich, den organischen Weg weiter zu gehen und halte Euch natürlich auf dem Laufenden.

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P.S.: Schon gewusst?

Ich habe noch einen Tipp von Petra mit auf den Weg bekommen. Ich fragte sie, wie oft ich meine Haare glätten darf, ohne diese zu schädigen. Ihre Antwort verblüffte mich. Das Glätten sei nämlich gar kein Problem, da die Pflege durch die Hitze noch mehr ins Haar eingearbeitet wird. Nur Produkte wie Hitzesprays sollte man unbedingt weglassen. Diese bewirken nämlich genau das Gegenteil von dem, was wir damit bezwecken wollen.

Du hast den 1. Hair Rehab® Beitrag verpasst? Dann hier entlang!

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Hair Rehab® Teil 1

Mission Haare, wie Stroh – geschafft!

Ich habe es getan! Endlich habe ich mir bei BrockmannundKnoedler die Haare machen lassen. Ich hatte es auch bitter nötig. Eine lange Historie an unterschiedlichen Haarfarben liegt hinter mir. Schon mit 12 Jahren habe ich mir die ersten Strähnen setzen lassen. Damals noch Block-Strähnen. Es sollte nicht dabei bleiben. Irgendwann wurden sie braun, dann wieder goldig blond. Dann ein Weinrot. Danach lange schwarz. Was war noch mal meine Naturhaarfarbe? Ach, schon längst vergessen. Kupfer waren sie auch irgendwann. Und danach wieder braun. Und dann doch wieder Kupfer – nur ein anderer Ton. Ach so, meine Grün-Blau-Phase habe ich ganz vergessen. Und pinke Dip-Dye-Akzente hatte ich auch irgendwann mal. Bis ich es wissen wollte. PLATINBLOND! Ja, das hat meinen Haaren den Rest gegeben. Mission Haare, wie Stroh – geschafft! Danach kamen irgendwelche komischen Ombré-Variationen. Muss ja im Jahr 2016 auch nicht mehr sein. Also zurück zu braun. Nur das sind sie leider nicht geblieben. Ja, der fiese Grünstich kam dazu. Was für ein Werdegang.

 

 

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Im BrockmannundKnoedlerSalon Dresden

Und jetzt sitze ich hier in Dresden. Haare trocken, Haare kaputt, Haare nicht schön. Ungewollt fünf verschiedene Töne auf dem Kopf. Oben abgebrochen. Alles, was man zum Schönsein eben nicht braucht. Irgendwie komisch, dass genau ich als Schreiberling bei BrockmannundKnoedler und Organic Lifestyle® gelandet bin. Und irgendwie auch Schicksal. Denn genau ich, die Haarkatastrophe schlechthin, die nicht nur kaputte Haare hat, sondern sich auch noch jedes auf dem Markt vorhandene Silikon-Produkt in die Haare klatscht, findet nun den Weg ins Natürliche. Zurück zum Ursprung mit BrockmannundKnoedler.

 

Alles anders!

Und irgendwie ist hier im Salon so gar nichts, wie ich es sonst vom Friseur kenne. Das fängt beim wunderschönen Design und der Inneneinrichtung an und hört bei kleinen Details auf. Zum Beispiel bekommen alle Kunden einen Organic Lifestyle-Kimono angezogen, bevor sie sich auf den Platz setzen. Natürlich auch ich. Denn heute bin ich Kundin. Das fesche Mäntelchen ziehe ich mir übrigens in einer kleinen aber hübschen Kabine an. Natürlich auch durchdesignt. Habt ihr so etwas schon einmal bei einem Friseur gesehen? Ich auch nicht. Von dem Ausblick müssen wir gar nicht sprechen. Nur so viel: direkter Blick auf die Altstadt. Und die Mitarbeiter sind die Kirsche auf der Sahnetorte. Wie sie sich um mich kümmern, mir jeden Wunsch von den Lippen, ähm, Haaren ablesen. Ich glaube, das ist wirklich der erste Friseur, bei dem ich mich wirklich wohl gefühlt habe. Und das, bevor überhaupt jemand mit meinen Haaren losgelegt hat. Nun gut, jetzt müssen wir auch ehrlich sein. Häme habe ich auch über mich ergehen lassen müssen. Den einen oder anderen Witz über meine Haare habe ich mit Humor ertragen. Viel bleibt mir bei dem jetzigen Zustand auch nicht übrig.

 

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Zurück zum Ursprung

Es geht los. Zuerst werfen aber die Chefs, Petra und Thomas, einen Blick auf das Desaster. Dann darf Stylistin und Farb-Spezialistin Laura Quick ran. Es geht zum Waschbecken, wo sie mir zuerst die Haare nass macht und danach eine leichte Blondierung aufträgt. Zu dem Zeitpunkt ist mir noch nicht klar, dass ich gleich fast eine Stunde am Waschbecken verbringen darf. Und Laura weicht nicht von der Seite. Ein einfaches Einwirken gibt es hier nicht. Weiter geht es mit dem Bleaching. Immer und immer wieder massiert sie die Blondierung ein. Mal intensiver, mal weniger intensiv. Laura erklärt mir, dass sie damit einen gezielten Farbabzug machen kann und somit bestimmen kann, wo mehr Helligkeit und wo mehr Farbe hin muss. Das macht auch für einen Laien Sinn.

 

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Nächster Schritt: Zwei Mal werden meine Haare shampooniert. Nach dem zweiten Mal quietschen sie ganz schön. Das bedeutet, dass sie sauber sind. Endlich! Liegt wahrscheinlich bei meinen Haaren schon zehn Jahre zurück. Danach bekomme ich eine Protein-Kur. Eine reicht jedoch nicht aus. Es folgt eine Feuchtigkeits-Kur. Um die Haare dann wieder zu schließen, bekomme ich noch einen Conditioner aufgetragen. Zurück zum Platz.

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Zwischenstopp…

Meine Haare werden geföhnt, um den aktuellen Stand zu betrachten. Ich bin jetzt kurzzeitig kupfrig. Das ist aber nur ein Zwischenstopp auf der Reise zum natürlichen Blond. Dass diese lang wird, war mir klar. Aber so lang? Aber das hat auch seinen Grund. Laura macht mir jetzt Strähnen bzw. Paintings ins Haar. Dabei beobachte ich sie ganz genau. Ich habe ja schließlich Zeit. Viiieeel Zeit! Schon alleine die Art und Weise, wie sie die Folien schließt ist eine Technik für sich. Und jede einzelne Strähne, die sie zieht, ist hauchdünn. Hier wird nichts dem Zufall überlassen. Hier sitzt jeder Griff, jede Bewegung. Kein schnell schnell, damit wir alle früh Feierabend machen können. Ich sage euch: Wenn irgendwo Wert auf Qualität und Perfektion gelegt wird, dann in diesem Salon! In keiner einzigen Sekunde mache ich mir Sorgen, dass mir das Ergebnis nicht gefallen könnte, obwohl es eine totale Veränderung sein wird. Nach ungefähr drei Stunden ist der Vorderkopfbereich komplett mit Paintings gesetzt und auch hinten ist das Magma aufgetragen. Ich lerne, dass dieses die Haare aufhellt und einnuanciert. Es kann sowohl die Pigmente abbauen als auch einlagern. Und dann heißt es einwirken. Warten. Mit meinen 69 Folien am Vorderkopfbereich.

 

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Qualität braucht Zeit

Zurück zum Waschbecken. Wieder wird zwei Mal shampooniert. Es folgen zwei Kuren und der Conditioner. An meinem Platz wartet schon Petra mit einem Föhn auf mich. Die Chefin höchstpersönlich. Da muss ich innerlich grinsen und freue mich total, bleibe aber nach außen hin ganz cool. Typisch Journalistin eben. Je trockener die Haare werden, desto mehr kann man die Farbe erkennen, die mir mit viel Mühe gezaubert wurde. Mir gefällt, was ich sehe. Sehr sogar. Als mich Petra fragt, was ich denn morgen mache, merke ich schon, dass irgendwas im Busch ist. Sie fängt mit dem Schnitt an. Mein erster Organic HairCut. Und zum Abschluss gibt es noch eine Überraschung: Ich bin fertig…nicht! Jetzt wird mir klar, warum mich die Chefin nach meinen Samstagsplänen gefragt hat. Ich soll in Dresden bleiben – über Nacht. Und am nächsten Morgen noch mal in den Salon – zum Perfektionieren. Ich wäre mit diesem Ergebnis heute glücklich nach Hause gefahren. Wie glücklich werde ich dann morgen sein?

 

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Über Nacht in Dresden

Nun sitze ich wieder hier – mit Blick auf die Frauenkirche, die Sonne scheint mir ins Gesicht. Mittlerweile lächelt mich eine Blondine im Spiegel an. Pünktlich um zehn Uhr hat Laura schon die Folien und das Magma bereit gelegt. Day Number 2 – let’s go. Wieder setzt sie mir Strähnen. Im zweiten Schritt bearbeitet sie meine Ansätze mit Farbe. Feinschliff vom Feinsten. Dann heißt es wieder einwirken – und zurück zum Waschbecken: zwei Mal shampoonieren, zwei Mal Kur, Conditioner. Zurück zum Platz. Spannung! Denn was sich jetzt unter dem Handtuch verbirgt, ist meine neue sensationelle (Achtung Spoiler) Farbe. Mit Spannung schaue ich in den Spiegel. Petra steht schon mit dem Föhn bereit. Trocknen, fertig. Es ist geschafft. Nach sieben Stunden am ersten Tag und sechs Stunden am zweiten Tag habe ich endlich meine fertige Farbe. Hallo, neuer Mensch im Spiegel. Was es geworden ist? Ich würde es als Erdbeerblond bezeichnen. Tolle helle Strähnen, ein Touch Rosé – für mich perfekt. An meine neue Frisur werde ich mich nicht gewöhnen müssen, denn sie passt einfach. Das bin ich.

 

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Bye bye, Chemie!

Da das mein Artikel ist und es heute nur um mich und meine Haare geht, darf ich jetzt auch ganz subjektiv schreiben. Und schwärmen so viel ich will! Denn Folgendes muss ich jetzt wirklich loswerden: Meinen Haaren hätte nichts Besseres, als dieser Friseurbesuch passieren können. Danke an alle Beteiligten! Und ich hoffe, dass Petra und Thomas jetzt ein bisschen lächeln, wenn sie diesen Artikel lesen. Denn die beiden Experten haben so einige Male geschmunzelt, als ich mit dem völlig kaputten Haar vor ihnen stand. Und nun findet Fräulein Chemie-im-Haar mit ihnen endlich den Weg ins Natürliche. Und der ist noch lange nicht zu Ende. Denn jetzt steht zwar die Frisur, die Qualität aber noch lange nicht. Schließlich bin ich aufgrund meiner Haar-Experimente vorbelastet. Meine bisherigen Haar-Produkte sind schon in der Tonne gelandet. Bye bye, Chemie! In den nächsten Wochen werde ich die OLS-Produkte testen und Euch nehme ich natürlich mit auf die Reise. Die neue Mission: wieder lange Haare!

Ihr wollt wissen wie es weitergeht? Dann schaut am 19.03. und 09.04. wieder auf den Blog. Dann gibt es Hair Rehab Teil 2 und 3! Ihr seid Friseure und möchtet das Hair Rehab Seminar besuchen und lernen wie man Kunden wie mich durch diesen Prozess führt? Dann informiert Euch hier über die nächsten Termine in der BrockmannundKnoedler Academy.

 

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Diese Solarzellen sind Dünner, als Haar

Ultradünne Solarzellen, dünner als menschliches Haar – es wäre ein Durchbruch, wenn diese zukünftig massentauglich werden. Forschern aus Südkorea war es nun möglich, genau das zu entwickeln. Und diese Solarzellen sind nicht nur hauchdünn, sondern lassen sich problemlos um einen Bleistift wickeln. Auch leistungstechnisch sollen sie genau das liefern, was bereits auf dem Markt vorhandene liefern.„Unsere Solarzelle ist viel dünner als ein menschliches Haar“, sagte Mitentwickler Jongho Lee. „Dünnere Zellen lassen sich leichter biegen und stehen im Output den dickeren in nichts nach.“ Das Ganze hört sich nicht nur nett an, sondern kann einen einen großen Einfluss auf unsere Zukunft haben, was den Umgang mit Energie angeht.

Es bieten sich nämlich reichlich Anwendungsmöglichkeiten. Zum Beispiel könnten die Zellen für Smart-Glasses oder Fitness-Tracker eingesetzt werden. Man könne sie aber auch in Kleidung einnähen können, um unterwegs Strom für das Smartphone zu generieren. Sogar Elektrofahrräder könnten teilweise mit Ökostrom betrieben werden. Wahrlich ein technischer Durchbruch.

Die Solarzellen sind übrigens gerade mal einen Mikrometer dünn und bestehen aus dem Halbleitermaterial Galliumarsenid. Sie können auf einem biegsamen Untergrund gestempelt werden, ohne etwas Klebstoff dafür verwenden zu müssen. Nachdem diese dann auf eine Elektrode kaltgeschweißt werden, kann die Oberschicht schmelzen. Und diese wird letztendlich entfernt, damit Metall auf Metall treffen kann. Außerdem zeigten die Tests, dass sich die Zellen um Gegenstände mit einer Dicke bis zu 1,4 Millimetern wickeln lassen.

Nach vielen Versuchen ist es nun also endlich Wissenschaftlern gelungen, Solarzellen zu fertigen, die so dünn und trotzdem effizient sind. Dank der Technik der südkoreanischen Experten wird beim Erstellungsprozess sogar weniger Material verbraucht. Warum diese Erfindung so wichtig ist? Die dünnen Solarzellen bieten eine saubere, unauffällige und günstige Form der Energieversorgung. Durch die Konstruktionsweise soll außerdem so wenig Energie wie möglich verloren gehen. Und lassen wir noch mal auf der Zunge zergehen, dass die Zellen wirklich dünner als ein Haar sind. Eigentlich unvorstellbar…

 Foto: Asia Chang
“Der Kunde steht absolut im Mittelpunkt”

Während einer Friseur-Laufbahn erlebt man über die Jahre sicherlich einige spannende Dinge. Aber dass er aufgrund seines haarigen Berufes mal Autogramme geben muss, hätte sich auch Robert Rettich nicht gedacht. Als er vor ca. sieben Jahren eine Bühnenshow vor mehreren tausend Leuten in Lissabon machte, wurde er von dem Temperament der portugiesischen Friseure überrascht. Als der deutsche Friseur nach der Show mit seinem Team das Exhibition-Center verließ, traf er auf die Fach-Meute, die nach der Messe auf Transfer, Bus und Bahn wartete. “Sie haben uns beglückwünscht und nach Autogrammen gefragt. Das war grotesk”, erinnert sich Rettich im “Organic Lifestyle”-Magazin zurück. “Wenn man das nicht gewohnt ist, ist man eher etwas peinlich berührt. Aber das war schon abgefahren und etwas Besonderes.” Abgesehen davon sind es für den Friseur aber besonders die kleinen Momente, die seinen Beruf ausmachen: “Zum Beispiel, wenn man Kunden für einen neuen Weg begeistern kann. Oder, wenn man die Kunden dabei unterstützt und sieht, wie sie sich verändern. Da waren über die Jahre viele schöne Momente dabei.”

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Robert Rettich stieg mit einer klassischen Ausbildung in die Friseurbranche ein. Seit 1987 ist er Friseur, feiert also im nächsten Jahr sein großes Berufsjubiläum. Nach der Ausbildung kam er zum Preisfrisieren, nahm an Meisterschaften teil, arbeitete auch in der Modewelt. Nach seiner Meisterprüfung 1994 kam er allmählich mit der Industrie in Verbindung, erweiterte seinen Fachbereich und war dann auch als Fachtrainer und Studioleiter in München tätig. 1996 wollte er, wie er selbst sagt, das nächste Level erreichen, sein “eigenes Ding machen”. Rettich eröffnete seinen eigenen Salon in Regensburg. Und mit diesem ist er seit vier Jahren Partner von Organic Lifestyle. “Nachdem ich vor ca. vier Jahren auf der Messe in Düsseldorf das Testpaket mitbekommen habe, war eigentlich schon klar, dass wir damit gehen wollen”, erzählt Rettich.

Doch Neues ist auch mit Skepsis verbunden. Der Umstieg von Chemisch auf Organisch kein leichter. “Die Reaktion der Mitarbeiter war sehr skeptisch, weil wir speziell im Pflege-Verkaufsbereich einen riesigen Preissprung gemacht haben. Die Pflegeserie durch OLS zu ergänzen war eine Steigerung um 100 Prozent – und das müssen ja die Mitarbeiter beim Kunden auch kommunizieren”, erklärt Rettich. “Sie haben sich aber darauf eingelassen. Petra Brockmann hat das Produkt bei uns selbst eingeführt, war zweimal in Regensburg. Alle Leute, die da waren, waren absolut angetan. Dann haben wir dem Ding einfach Zeit gegeben.” Und so kamen die Produkte vom Verkaufsregal auch irgendwann in die Kabine, der organische Kreislauf nahm seinen Lauf. Die ganze Firma machte die Ausbildung in “OrganicHairCutting”. Die Zusammenhänge zwischen dem Produkt und dem Haar des Kunden wurden immer klarer. Rettich: “Damit hat sich auch bei uns die Philosophie der Firma verändert. Der Kunde ist absolut in den Mittelpunkt gerückt.”

Die individuellen Bedürfnisse des Kunden – das oberste Gebot in Rettichs Unternehmen. Und das bedeutet auch, dass der Kunde die Wahl hat. Rettich: “Wir haben die anderen Dinge nicht abgestellt oder vergessen. Wir haben zwei Pflegeserien im Regal und die Kunden dürfen sich entscheiden. Wir haben verschiedene Haarschneidesysteme, mit denen wir arbeiten. Wir versuchen mit dem Kunden das Richtige und Optimale zu finden. Das ist der Kernpunkt unseres Tuns.”

 

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Foto: Robert Rettich Promo

Haarwäsche – Schritt für Schritt

Wasser an, Haare einschäumen, Wasser drüber, fertig. So die Routine. Doch bei der Haarwäsche kann man tatsächlich so einiges falsch machen – besonders, wenn man die Organic Lifestyle-Produkte benutzt. Deswegen geben wir euch nun ein paar Tipps, wie es richtig geht. Eure Haare werden euch dankbar sein.

  1. Wassertemperatur testen! Mit zu kaltem Wasser bekommt man das Produkt nicht gut ausgespült, Rückstände bleiben im Haar. Bei zu warmen Wasser quillt das Haar auf. Dadurch würde der Effekt der Pflegeprodukte wieder verloren gehen. Die perfekte Wassertemperatur ist also die eigene Körpertemperatur. Lasst das Wasser einfach über das Handgelenk laufen. Wenn ihr die Temperatur des Wassers nicht spürt, ist es genau richtig.
  2. Es kann losgehen. Die Haare werden vorsichtig einschamponiert. Bei sehr geschädigtem und verschmutztem Haar darf es auch zweimal hintereinander sein. So bekommt man die Kopfhaut frei. Und nicht wundern, wenn es beim ersten Mal noch nicht schäumt!
  3. Nachdem das Shampoo ausgespült wurde, sollte die Kur einmassiert werden. Das Ganze könnte dann wie gespachtelt aussehen. Wenn eine Wand gut gespachtelt ist, ist sie glatt. So sollte es auch beim Haar sein. Dieses sollte nun gut zu kämmen sein. Die Einwirkzeit beträgt übrigens nicht länger als drei Minuten.
  4. Haare erneut ausspülen – aber nicht willkürlich! Das Wasser sollte von der Kopfhaut weg nach unten über die Spitzen laufen. Erst die Kopfhaut, dann die Spitzen spülen. Bei ersterem benutzt man nämlich am wenigsten Pflege. Achtung: Nicht zu viel ausspülen! Man sollte zwar fühlen, dass kein Produkt mehr im Haar ist, aber es sollte nun schön weich sein.
  5. Nun kommt der Conditioner ins Spiel, der gar nicht tief eingearbeitet werden muss. Denn er dient lediglich dazu, das Haar zu schließen. Die äußerste Schicht legt sich wieder an. Wenn die Haare anfangen zu glänzen, kann der Conditioner ausgespült werden. Warum die Haare geschlossen werden? Dass Wasser und das Shampoo sind basisch, was dazu führte, dass die Haare geöffnet wurden. So konnten die Pflegeprodukte wirklich tief in das Haar eindringen. Durch den Conditioner mit saurem pH-Wert zieht sich das Haar dann wieder zusammen, wird fester.
  6. Ausspülen, fertig!

 

Übrigens: Habt Ihr auch schon mal gehört, dass Schamponieren schädlich für die Haare ist? Alles Quatsch! Bei Haarwäschen gibt es kein richtig oder falsch – es gibt nur falsche Produkte! Ein Haar sollte wie eine Pflanze betrachtet werden. Wasser, Sauerstoff und Sonne tun dem Haar gut. Ob dieses also jeden Tag oder nur dreimal in der Woche gewaschen werden sollte, hängt allein von der Struktur des Haares ab. Wenn Ihr Euch also nicht sicher seid, fragt einfach bei Eurem Friseur des Vertrauens nach und lasst das Haar genauer unter die Lupe nehmen. Es gilt also keine allgemeine Regel. Denn das Haar ist so individuell wie der Besitzer selbst!

 

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Fotos: Privat, Fade Qu

Das ist der neue OLS-Look

Rockige Töne, Tattoos, tanzende Models – Organic Lifestyle zeigt sich im neuen Look. Weg mit den Vorurteilen, dass organisch gleich typisch Öko ist. Keine Jutebeutel, keine Filz-Latschen, stattdessen eine moderne Hülle und ein organischer Kern. Die neue OLS-Kampagne setzt den Fokus auf den Lifestyle der bewusst lebenden Menschen. Sie sind Individualisten, haben Ecken und Kanten – und eine Gemeinsamkeit: glänzendes, gesundes Haar, frei von jeglichen Silikonen, Sulfaten und Parabenen. Aber genug geschrieben, denn jetzt könnt ihr das Haar in 360°-Perspektive sehen. Schließlich sagen Bilder mehr als tausend Worte…

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ITVA: Jedes Model ist eine eigene Inszenierung

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500 000 Zuschauer online, 5000 Bewerber, davon 69 Teilnehmer und eine Bühne. Auf dieser dreht sich am 22. November in Berlin alles um Kreativität, Inszenierung und Haare. Beim International TrendVision Award, präsentiert von Wella, treten junge talentierte Friseure an, um ihr Können vor einer Jury und dem Publikum zu beweisen.

Auch Petra Brockmann und Thomas Brockmann-Knoedler werden ein Teil des großen Events sein. Sie sammelten jahrelang Wettbewerbserfahrungen, doch antreten werden sie nicht mehr. Die beiden fungieren als Vorreiter, denn als neue Wella Global Creative Artists wird das Friseur-Ehepaar Teil einer spektakulären Show. In 15 Minuten werden sie 15 Models über die Bühne schicken und ihre Haar-Farbwelt 2016/17 präsentieren. Keine Haarteile, keine Perücken, keine Tonnen von Haarspray. Nur der Fokus auf die individuelle Haarqualität des jeweiligen Models. Hier wird zwar ein globales Bild geschaffen, aber der Blick fällt nicht auf das Ganze, sondern auf die Einzigartigkeit. „Bei uns ist es so, dass wir viel Wert auf die Mischung legen – auf das Modell, die Haarqualität des Models im ursprünglichen Sinne und die Zielfarbe. Das soll alles auf realem Boden stattfinden. Wir bereiten unsere Modelle wochenlang vor. Wir arbeiten mit den Haaren, wie ein Sportler, der für einen Wettkampf trainiert. Die Haare müssen farblich, von der Kondition, von der Qualität und von der Pigmentierung her so auf dem Punkt sein und natürlich aussehen, als wären sie nie anders gewesen. Und trotzdem sollen sie eine neue Farbe haben und hundert Prozent zur Trägerin passen. Das ist unser Ziel“, erklärt Petra.

 

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Eine Viertelstunde bedeutet also monatelange Vorbereitung und Energie, die für diesen einen Moment auf der Bühne investiert wird. „Zuerst haben wir die Moodboards und Konzepte festgelegt. Dann wird das Make-up auf die Farbwelt der Haare abgestimmt und die Kleidung passend dazu entworfen. Jedes Modell hat ein eigenes Moodboard und bekommt einen für sie perfektionierten Look“, erzählt Thomas. Jedes Model ist hier eine eigene Inszenierung, Lichtwelten und Bühnentechnik machen den Rest. Durch diese sollen live auf der Bühne neue Farbwelten am Haar entstehen – eine Verschmelzung des organischen Gedankens und der virtuellen Welt.

So viel Show und Aufwand nur für einen kurzen Augenblick. Muss das sein? „ Ein Friseur soll emotional berührt werden, deswegen diese Show. Man kann ihm dadurch kreative Einflüsse geben“, findet Thomas. Den Ansporn für die eigene Kreativität finden die Friseure auch im Wettbewerb. Denn trotz der subjektiven Einschätzung einer Jury ist das Instrument Wettbewerb wichtig für die Branche. „Mit den Wettbewerben sollte jungen Menschen mitgegeben werden, etwas erreichen zu wollen. Das ist sehr wichtig. Viele junge Menschen wachsen heute total ziellos und unorientiert auf. Ein junger Mensch muss heute so ausgebildet werden, dass er sich Ziele setzt. Ich halte es für ganz wichtig, dass wir in unserer Branche dem Nachwuchs die Möglichkeiten geben, etwas erreichen zu können.“

Hier könnt ihr das Event live mitverfolgen: https://www.periscope.tv/wellapro

So wird das Haar wieder auf den Ursprung reduziert

Sonntag, 10 Uhr morgens in Dresden. In der Brockmann & Knoedler Business Academy beginnt der Anwendertag zu den Organic Lifestyle-Produkten. Dabei sind 14 weibliche und ein männlicher Friseur, die heute mehr über das Produkt erfahren wollen, was dahinter steckt, wie es angewendet wird, wie es sich am eigenen Haar anfühlt. Mittendrin: ich. Mehrmals blondiert, mit geschädigtem Haar. Habe ich meinen Haarausfall schon erwähnt? Ich bin für diesen Tag aus Berlin angereist, um das Event als Reporterin zu begleiten, so viel Input daraus zu ziehen, wie möglich. Was mir vorher nicht bewusst war, heute lerne ich auch etwas für mich.

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Der Anwendertag beginnt mit einer kleinen Theoriestunde. Daniel Thomas übernimmt die Leitung und geht schon zu Beginn in die Tiefe. Die OLS-Produkte werden bist auf das letzte Detail runter gebrochen. Was steckt drin, was lösen die Inhaltsstoffe aus. Durch OLS wird das Haar wieder auf den Ursprung reduziert, das lerne ich. Das klappt mit organischen Inhaltsstoffen, die alle in Deutschland wachsen. Insgesamt gibt es mittlerweile 14 Produkte. Was auch mit auf dem Weg gegeben wird: entweder ganz oder gar nicht. Wer neben einer OLS-Haarwäsche andere Stylingprodukte benutzt, reißt die Arbeit wieder ein. Auch negative Erfahrungen rund um das Produkt werden erfragt und geklärt. Zwischendurch werden Anekdoten aus dem Friseuralltag erzählt, es wird sich ausgetauscht, gescherzt, gelacht. Notiz an mich: Mit Humor macht sogar Theorie Spaß. Heute lerne ich außerdem über die Haarstruktur und, wie diese auf bestimmte Stoffe reagiert. Aber auch, welche Produkte genau das Gegenteil erzielen, was sie versprechen und, was der falsche Umgang mit dem Haar für Konsequenzen haben kann. Ich fasse mein Haar an, die Konsequenzen spüre ich.

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Jetzt geht es zum Praktischem. Die Teilnehmer sollen sich gegenseitig die Haare mit den OLS-Produkten waschen. Hier stehen ihnen die Trainer helfend zur Seite. Es wird genau darauf geachtet, wer welche Haarstruktur hat und, welches Produkt zu dieser passt. Manche der Teilnehmer sitzen 20 Minuten oder länger am Waschbecken und bekommen bei geschädigtem Haar vielleicht sogar die Haare zwei bis dreimal gewaschen. Das soll nämlich erst mal alles aus dem Haar spülen, was da nicht rein gehört. Eine Prozedur, die man nicht unbedingt vom 0815-Friseur kennt. Hier geht es nicht um Schnellig-, sondern um Gründlichkeit und das individuelle Haar. Ich frage mich, wie viele Wäschen mein Haar benötigen würde.

Ich schaue mir die Prozedur ganz gründlich an, gehe von Teilnehmer zu Teilnehmer. Hier ist alles dabei. Blondiertes, gefärbtes, mit Dauerwelle behandeltes, aber auch gesundes Haar. Und trotzdem haben alle nach dem ersten Föhnen den gleichen Wow-Effekt. Das Haar schimmert und glänzt. Ganz natürlich, ganz ohne Styling-Produkte. Bevor das Haar jetzt wieder nass gemacht und mit einem Conditioner behandelt wird, heißt es Mittagspause. Zeit, die Teilnehmer kennenzulernen. Ich höre mich um. „Wir sind aus Waldkirch und haben gerade einen Salon aufgemacht. Wir sind hier, weil wir nächste Woche die OLS-Produkte in den Salon bekommen. Ich möchte mehr darüber erfahren“, erzählt mir eine Teilnehmerin. Empfohlen wurden ihr die Produkte von einer befreundeten Friseurin. Eine Teilnehmerin, die einen Salon in Österreich hat und extra für den Anwendertag angereist ist, erzählt, dass sie OLS schon ein Jahr selbst anwendet und Veränderungen an ihrem Haar bemerkt hat. „Sie sind sehr schnell gewachsen. Meine Haare waren wieder, wie als Kind – super stark.“ Das organische Bewusstsein liegt ihr sehr am Herzen, wie sie erzählt. Nach dem Anwendertag will die Friseurin entscheiden, ob sie das Produkt nächstes Jahr ordern will oder nicht. Eine andere Teilnehmerin ist seit 20 Jahren Friseurin. Mit ihr wird es interessant – denn sie ist zu Beginn des Anwendertages eine Skeptikerin, was die Produkte angeht. „Wenn man schon so lange Friseurin ist und schon mit so vielen Produkten gearbeitet hat, fehlt mir manchmal das Verständnis, sich auf etwas Neues umzustellen“, erklärt sie mir. „Der Tag ist mir wichtig, um mein Bewusstsein zu erweitern und mich auf das Produkt einzulassen. Ich muss es besser verstehen können. Bei den Kunden hat es bisher sehr gut funktioniert. Aber bei mir persönlich ist es noch nicht so.“

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Nach der Pause geht es weiter mit der Prozedur. Die Conditioner werden angewendet, um die Haare wieder zu schließen. Manche bekommen vorher noch eine Haarmaske aufgetragen. Als Stylingprodukt wird das Proteinspray angewendet, andere brauchen es gar nicht. Beim Haarföhnen wird es immer lauter – liegt aber an den Unterhaltungen der Teilnehmer. „Das ist der Hammer. Die Haare fühlen sich so toll an. Die glänzen total.“ Das höre ich übrigens mehrmals. Am Ende des Seminars sehe ich ein Lächeln an allen Teilnehmerinnen sowie glänzendes und bewegliches Haar. Eine Teilnehmerin kommt auf mich zu: „Du hast die Haare jetzt aber nicht mit OLS gewaschen, oder?“ Ich antworte grinsend: „Nein, sieht man das?“ Sie: „Na ja, du bist jetzt die einzige, die solche Haare hat.“ Ich fasse meine Haare an. Was sie mit „solche“ meint, weiß ich ganz genau. Mir fällt auf, dass ich heute den ganzen Tag als Negativ-Bespielt verwendet wurde – wie das Haar eben nicht aussehen und sich anfühlen sollte. Selbst Schuld. Ich werde dann auch mal auf OLS umsteigen – und die Entwicklung meiner Haare könnt ihr dann bald hier auf dem Blog verfolgen.

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Fotos: Privat