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Echte Mamas

Echte Mamas: Wenn man Mama wird, steht das Leben plötzlich Kopf. Schon in der Schwangerschaft spielen die Hormone verrückt, die Emotionen fahren Achterbahn, der Köper macht was er will und alles ist neu, unbekannt und aufregend. Als Mama stellen sich einem so viele Fragen, auf die man keine Antworten hat, man ist unsicher, steht vor großen Entscheidungen und beschäftigt sich mit Themen, die einem vorher ganz fremd waren. Mit wem könnte man sich da besser austauschen als mit anderen Mamas, die Ähnliches erleben oder erlebt haben und einem zur Seite stehen, einem neue Perspektiven aufzeigen oder einfach nur mal sagen: „Es ist völlig in Ordnung, wie Du das machst!“ Genau das wollten Miriam Wiederer, Marion Scheithauer und Sara Urbainczyk mit ihrem Online-Magazin Echte Mamas erreichen. Die Idee dazu kam den drei Hamburgerinnen bei Spieltreffen während der gemeinsamen Elternzeit. Es war mehr eine Herzensangelegenheit als die Vision einer neuen Berufung, als sie mit einer Facebook-Seite in ein neues Unternehmen starteten. Dass sie damit einen Nerv treffen würden und die Facebook-Seite Echte Mamas heute nach einem Jahr schon 400.000 Follower stark ist, hätten sie damals nicht gedacht.

Bereits nach einem Jahr schon 400.000 Follower auf Facebook

„Wir waren überrascht wie schnell sich die Social Community gerade in unserer geschlossenen Facebook-Gruppe gebildet hat“ erzählt uns Marion. Dort können sich Mütter und werdende Mütter zu Themen wie Schwangerschaft, Erziehung oder Beziehungsfragen austauschen. Die Mamas fühlen sich so wohl und vertraut. Sie sprechen über alles miteinander. Ein paar wenige haben sogar angefangen die Gruppe eigenständig zu verwalten. „Sie haben gefragt, ob wir Hilfe brauchen und geben heute Beiträge frei und kümmern sich um Mitgliedsanfragen. Dafür sind wir ihnen unglaublich dankbar. Bald haben wir unser erstes Administratoren-Treffen. Es ist spannend zu erleben wie sich unsere Vision ganz organisch weiterentwickelt.“ Bereits 10 Mio. Beitragsinteraktionen im Monat verzeichnet das Trio von www.echtemamas.de und auch ihre Website kann sich über 600.000 Unique User freuen.

Erfolgsrezept und handwerkliches Können

Begeisterung, Freude an der Arbeit und auch das eigene Muttersein, waren wohl die ersten wichtigen Zutaten für dieses Erfolgsrezept, aber auch echtes Können, denn alle Drei sind vom Fach. Sie kommen aus der Verlagsbranche: Marion Scheithauer war Beauty-Chefin der Bauer-Zeitschrift “Maxi”, Miriam Wiederer leitete dieses Ressort beim Gruner+Jahr-Titel “Brigitte” und Sara Urbainczyk ist Business-Director der Bauer-Portale “Wunderweib.de” und “Lecker.de“. Sie ist noch in Elternzeit. Sie kennen sich aus in der Branche und jede bringt ihre Erfahrungen, Talente und Ideen mit ein. Sara ist Profi im digitalen Business und Facebook-Marketing und weiß genau, was es braucht, um organisch mehr Reichweite zu erzielen. Miriam ist das Organisationstalent, Redaktionsleiterin und für das Personal verantwortlich und Marion ist die Kreative, die Designkonzepte entwickelt und mit viel Herz eine Welt kreiert, die Mitgefühl, Vertrauen und Nähe schafft.

 

„Wir bilden das echte Leben ab. Kein Filter. Kein Drama.”

Aber auch der Content ist vielversprechend. „Wir bilden das echte Leben ab. Kein Filter. Kein Drama.”, sagt Marion. Auf Echte Mamas gibt es „keine durchgestylten Über-Mütter, die nie einen Fleck auf ihrer Designer-Bluse haben, und bei denen das Baby von Anfang an durchschläft, nie schreit und alles als erstes kann.“(www.echtemamas.de) Nein, hier erzählt das wahre Leben! Viele Mamas fühlen sich gerade in der Zeit der Schwangerschaft und im ersten Jahr nach der Geburt sozial ausgeschlossen und einfach allein. Darauf einzugehen und diese Gradwanderung zwischen Wunderschön und Wahnsinn zu begleiten gelingt Echte Mamas einfach gut und macht sie so beliebt.

 

Raum für Austausch, Diskussionen und Aufklärung.

Dabei haben die drei echten Mamas auch keine Ambitionen zu belehren oder ihre eigene subjektive Meinung an die Frau zu bringen. Was nicht bedeutet, dass sie keine haben. Aber Mamas sind verschieden und ihre Kinder sind es auch. Ob eine Mama ihr Kind täglich nach dem Mittagessen aus der Kita abholt, oder erst 16:30 Uhr, weil sie 40 Stunden arbeitet, wird hier nicht bewertet. Die eine legt ihr Kind von Anfang an ins eigene Bett und genießt den erholsamen ruhigen Schlaf, andere entscheiden sich für Kuschelzeit und intensive Nähe im Familienbett. Und so könnte man Seiten füllen. Da gibt es kein Richtig oder Falsch, dafür aber Austausch, Diskussionen, Mitgefühl, geteilte Freude und natürlich auch Aufklärung.

 

Die Geschichten der Anderen

Marion erklärt im Interview mit dem Organic Lifestyle Magazin: „Zum Beispiel beim Thema Impfen versuchen wir schon Impfgegnern die Ängste zu nehmen, die oft aus Vorurteilen entstanden und wissenschaftlich überhaupt nicht fundiert sind.“ Auch dem Thema Kinder und Karriere würden Miriam, Marion und Sara gern noch mehr Beachtung schenken. Denn auch heute ist es noch nicht selbstverständlich, dass auch bei einer erfolgreichen Frau, Kinder zum Leben dazu gehören! Doch erst einmal möchten sie den Geschichten der Mamas mehr Raum geben. Persönliche Schicksale, Fragen, Anregungen und berührende Geschichten bereichern das Online-Magazin und die sozialen Netzwerke von Echte Mamas.

Die Risiken der Online-Kommunikation

Natürlich gibt es darunter auch Themen, die das Potential haben sich negativ hochzuschaukeln. Oft sind es aber Missverständnisse aufgrund von unzureichenden Erklärungen, Interpretationsspielräumen und letztlich dem Fehlen von Mimik und Gestik, die dazu führen, dass eine Diskussion auch schnell mal abdriften kann. Wenn man im wahren Leben dem Gesprächspartner gegenüber sitzt, kann man mit etwas Sensibilität schnell erkennen, ob man den Bogen überspannt hat oder ob es noch Erklärungsbedarf gibt.

„Online fehlt das einfach“, so Marion Scheithauer: „In den meisten Fällen ist es aber keine Absicht. Das sind alle tolle Mamas.“ Aber bei einer Reichweite von 15 Mio pro Woche und 2,5 Mio Engagements lässt sich das selbst mit der Hilfe der Administratoren nicht immer verhindern oder überschauen. „Als ich es zum ersten Mal erlebt habe, bin ich mega erschrocken! Aber mit der Zeit sieht man, dass es sich auch wieder reguliert. Und User, die immer wieder negativ auffallen werden gesperrt, aber die meisten sind ganz normale Mamas wie wir und gehen sehr respektvoll miteinander um!“

Offline-Events bereichern das Online-Leben

Doch nicht nur online wollen die drei Hamburgerinnen aktiv sein. Es gibt noch viele frische Ideen. Im Frühjahr fand ihre erste „Baby-Shower-Party“ statt. „Es sollte noch viel mehr Offline-Events geben. Wir hatten so eine gute Zeit mit den Mamas. Es war traumhaft, sie so glücklich zu sehen.“, berichtet Marion. Mit Hilfe von Sponsoren wie Pampers oder Sigikid gab es für die zehn Mütter auch einen reich gedeckten Geschenktisch! Das schönste an diesem Tag, waren aber die ehrliche Freude, die Gespräche und das herzliche Miteinander! Das würden Miriam, Marion und Sara gern wiederholen, aber dafür braucht es zukünftig einen Eventmanager, der sich allein nur darum kümmert.

Und das Online-Magazin ist ja auch noch jung. Wer weiß welche Wege sich noch eröffnen!
„Wir sind ja noch in der Findungsphase. Wir lieben unsere User. Und wenn sie sich noch mehr wünschen, wir sie noch mehr unterstützen und sie noch glücklicher machen können, dann tun wir das und sind da ganz vorn mit dabei!“

(Bilder: Echte Mamas, pixabay)

Superfood ist nicht immer supergut

Der Fitness-Wahn macht seine Kreise. Ob Work-out-Videos in sozialen Netzwerken oder Personal Trainer, die Werbung im Fernsehen machen – der gesunde Lifestyle boomt. Und die Kasse klingelt. Wer bewusst lebt, liegt im Trend. Und der Trend zeigt sich besonders bei Facebook, Instagram und Co. Kein Tag ohne Fotos vom Joghurt mit Früchten, die angeordnet sind, als würden sie für ein Essens-Magazin posieren. Als weitere Verzierung dienen kleine dunkle Kügelchen. Es sind Chia-Samen. Ein natürliches Wundermittel, das nicht nur gesund ist, sondern auch für mehrere Stunden sättigt. Ein Superfood eben…

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Superfood – eine neue Ära der Lebensmittel. Aber sind die Ergänzungsmittel, wie Chia, Acai und Goji wirklich supergut? So wird es uns jedenfalls vorgemacht. Aus einem fernen Land kommt das exotische Wunder-Essen meistens, entdeckt von Naturvölkern, die dadurch keine Krankheiten und kein Übergewicht bekommen. Und nicht zu vergessen, der hohe Anteil an wertvollen Inhaltsstoffen. Fit und gesund ging noch nie so einfach. Die Geschichte ist meist ähnlich, der Protagonist immer ein anderes Superfood. Hört sich gut an, passt zum aktuellen Fitness-Wahn und sieht schön im Bio-Markt aus – wird gekauft!

Leider hat nicht jedes Märchen ein Happy End. Die böse Hexe heißt an dieser Stelle “Öko-Test”. Oder ist sie doch die gute Fee? Die Zeitschrift veröffentlichte nämlich nun einen Test, der zeigt, dass zwei Drittel der 22 getesteten Superfood-Produkte stark mit Schadstoffen belastet waren. Und hierbei handelt es sich nicht einfach nur um harmlose Verunreinigungen. Hört ihr auch die Träume zerplatzen? Träume, dass man nur diese eine Wunder-Zutat zu sich nehmen muss und für immer fit, schlank, schön und gesund bleibt… Ohne Bewegung und ohne auf den Rest der Ernährung zu achten. Das lassen nämlich viele Konsumenten einfach außen vor. Diesen geht es nur darum, dass es wohl cool ist, das Müsli mit Chia aufzupeppen.

Aber zurück zum Wesentlichen. Aus dem Artikel der “Öko-Test”-Zeitschrift ging zum Beispiel hervor, dass eine Packung Bio-Chia-Samen unerlaubte Mengen an Pestizid-Rückständen beinhaltete. Das Produkt ist mittlerweile nicht mehr im Handel zu kaufen. Außerdem fanden die Tester auch einen Rohkakao, welcher mit dem Insektenschutzmittel Diethyltoluamid verunreinigt war. Letztendlich sind die Superfoods super durchgefallen. Von 22 getesteten Produkten konnten die Tester gerade mal zwei empfehlen. Außerdem gab es von den Testern noch einen kleinen Hinweis zum Super-Trend. Dass man sich nämlich mit Superfood noch gesünder als gesund ernähren kann, sei reiner Unsinn.

Das heißt natürlich nicht, dass man komplett auf Superfood verzichten muss. Wenn es nicht gerade mit Pestiziden verseucht ist. Ja, auch ich habe Chia-Samen Zuhause. Schließlich beinhalten sie zehn Mal mehr Omega-3-Fettsäuren als Lachs. Aber ein kleiner Tipp an dieser Stelle: Im Gegensatz zum leckeren Fisch sollten sie auch nur in einer sehr geringen Menge (wenige Gramm) zu sich genommen werden, da sie extrem aufquellen. Wer auf Acai nicht verzichten möchte, sollte nicht unbedingt zu teuren Kapseln oder Pulver greifen. Ein leckerer Saft oder Smoothie aus den Beeren tut es auch. Grundsätzlich gilt die Devise: Nicht einfach drauf los kaufen und konsumieren, nur weil eine Instagram-Bloggerin gesagt hat, es sei cool. Erst erkundigen, dann essen. Erst dann ist Superfood wirklich supergut.

Foto: Sambazon

 

Das Social-Media-Problem meiner Generation

Ich bin seit fünf Wochen clean. Nein, nicht so, wie ihr denkt. Seit über 40 Tagen habe ich kein Bild mehr bei Instagram gepostet und bin kurzzeitig den Fängen der Social-Media Welt entkommen. Das hört sich für manche vielleicht unverständlich an. Aber das sind eben die Probleme, mit denen meine Generation zu kämpfen hat.
Ihr habt bestimmt diesen einen Freund oder kennt es sogar von euch selbst, wenn man ca. 20 Selfies von sich schießt. Eins davon ist okay genug, um es zu posten. Aber erst muss natürlich noch ein passender Filter gefunden werden, Profis benutzen zusätzlich sogar Weichzeichner und erhellen die Zähne. Wenn das Foto genug bearbeitet ist, die Lippen volumig und die Nase stupsig aussieht, darf auf „posten“ gedrückt werden. Ach so, und bitte nicht die Hashtags vergessen: #ootd # friends # happy #fashion #likeforlike #nofilfer. Irgendwie seltsam unsere Generation. Und dann wären da noch die Bilder vom Mittagstisch, vom Kaffee oder den neuen Schuhen. Die Vielfalt bei Instagram und Co. kennt keine Grenzen. Für eine Zeit lang war das ganze aufmerksamkeitsgestörte Verhalten in der Online-Welt irgendwie normal für mich. Aber mit der Zeit kam ich ins Grübeln…
Ich war mit meinen Freunden zum Brunchen verabredet. In einem Szene-Lokal in Kreuzberg. Dort, wo es nur außergewöhnliche Kreationen zum Frühstück gibt. Das Essen, eine perfekte Requisite. „Bitte bestellt aber nicht alle das Gleiche. Das sieht sonst nicht gut für das Instagram-Foto aus“, sagte mein guter Freund. Als das Essen kam, durften wir nicht loslegen, obwohl die Bäuchlein schon knurrten. Nein, die Sonnenbrillen und iPhones mussten auf dem Tisch erst zurecht gelegt werden, die Teller hin und her geschoben. Klick, klick, klick. Erst nachdem aus allen Perspektiven ein Bild gemacht wurde, durften wir essen.
Was ist nur los mit meiner Generation, dass wir das Gefühl haben, alles mit anderen Leuten teilen zu müssen? Bei Facebook sind es wenigstens noch Freunde und Bekannte, bei Instagram aber sind es fremde Leute, von denen wir uns ein Portiönchen Selbstbewusstsein holen. Mit jedem Like geht das Selbstwertgefühl eine Treppe nach oben. Bleiben die Likes aus, wird das Foto kurzerhand wieder gelöscht. War wohl nicht gut genug. Perfekte Fotos, schöne Gesichter, teure Klamotten, coole Szene-Partys. Wir erschaffen uns eine Scheinwelt. Mit dem echten Leben hat diese aber meist wenig zu tun.
Ich habe meine Instagram-Fotos quasi in einer Nacht- und Nebelaktion gelöscht. Still und heimlich. Ich kam morgens von einem Club nach Hause und es ging mir nicht aus dem Kopf. Ich hatte keine Lust mehr, mich zu inszenieren – für Fremde. Ich wollte nicht mehr 20 Selfies machen, um das 17. zu bearbeiten und mich optisch so zu verändern, dass ich anderen gefallen könnte. Ich wollte nicht darauf warten, wie viele Likes ich für ein Foto bekomme. Ich wollte nicht mehr jeden Augenblick mit der Öffentlichkeit teilen, sondern Momente einfach nur für mich genießen. Ich wollte mich nicht mehr beweisen. Also weg mit den Selfies, den Bildern mit Freunden, den Fotos von Konzerten oder Store-Openings. Mit ein paar Klicks waren sie verschwunden. Die Bilder, die Likes und einige Follower. Ein Foto ist geblieben. Es zeigt den „Like“-Button bei Instagram. „Lass diese Dinge nicht für dein Selbstwertgefühl verantwortlich sein”, steht darauf. Es hat 31 Likes.
Willkommen im 21. Jahrhundert. Internet gehört zur Tagesordnung. Kein Tag vergeht, an dem wir nicht mit unserem Smartphone online surfen. Während Social Media jahrelang als Vernetzung von Kontakten galt, ist es heutzutage so viel mehr als das. Eine Geldmaschine, ein Wirtschaftsfaktor. Für viele Marken und Unternehmen sind soziale Netzwerke wichtiger als Werbungen. Hier kann mit dem Endverbraucher direkt kommuniziert werden. Kein Wunder, dass daraus auch so genannte Instagram-Blogger entstanden sind. Die einen trinken bestimmte Energy-Drinks, die anderen tragen bestimmte Labels. Und damit wird gut Geld gemacht. Und die Portion Aufmerksamkeit gibt’s gratis dazu.
Vielleicht sind auch deswegen so viele Menschen so viel beschäftigt mit Instagram, Facebook, Snapchat. Vielleicht möchten sie auf den Geldzug mit aufspringen. Was ja auch okay ist. Vielleicht ist es ihnen aber gar nicht bewusst, wie sehr sie ihren Drang nach Aufmerksamkeit ausleben und Bestätigung suchen. Letztendlich gehört im Leben mehr dazu, als eine perfekte Internetwelt und mehrere Tausend Follower. Und keiner sollte sich einem Schönheitsideal fügen müssen, was online kommuniziert wird. Nein Mädels, ihr müsst nicht alle schattierte Gesichter und aufgespritzte Lippen haben. Und wenn ich das nicht habe, muss ich auch nicht mein Foto-Bearbeitungsprogramm überstrapazieren, um so auszusehen. Was sich für manche vielleicht banal anhört, ist für viele ein ernsthaftes Problem. Denn wenn man dem Ganzen auf den Grund geht, geht es oft um eine mit sich selbst unzufriedene Person. Die sich nicht gut genug fühlt, die mit anderen mithalten muss. Die einen mögen damit gut umgehen können, andere haben damit zu kämpfen. Wer gewinnt schon den Kampf gegen das Internet?
Ich möchte keine Moral-Apostel sein. Ich war es nur für eine Zeit lang satt, dass sich so viel um eine virtuelle Welt gedreht hat. Und deswegen sollte ja auch nicht komplett auf Social Media verzichtet werden! Aber weniger ist manchmal mehr. Was sind Momente schon wert, wenn wir sie für andere festhalten, sie aber selbst verpassen? Und was macht es uns als Mensch aus, wenn wir im Internet perfekt erscheinen, uns im Spiegel aber eine andere Person anschaut?
Jetzt höre ich mich fast an, wie eine Social-Media-Revolutionärin, die gegen den virtuellen Strom schwimmen will. Aber auch ich werde mich irgendwann wieder fügen, dem Wahn verfallen. Vielleicht in ein paar Tagen, vielleicht in ein paar Wochen, vielleicht werden auch Monate vergehen. Aber meine nächsten Fotos kommen bestimmt. Ich weiß nicht, ob das traurig, oder einfach nur normal ist…

Foto: Gabriel Santiago