Organic Lifestyle

«Magazin»

Menu
Mit Meditation zum Seelenfrieden

Viele starten das neue Jahr mit Vorsätzen, und meistens mit genau so vielen Sorgen. Sobald der Alltag nach dem Jahreswechsel wieder eingekehrt ist, kommen sie wieder – die Probleme, die To-Dos, der Stress. Was, wenn ich Euch sage, dass all die negativen Gefühle sofort der Vergangenheit angehören können? Und das ganz ohne Hilfsmittel. Denn was Ihr dafür braucht, habt Ihr alle bereits in Euch. Es ist eure Energie, es sind Eure Gedanken. Der Weg zum Glücklichsein – leicht gemacht mit Meditation.

Wer sich nicht bereits mit Meditation und Spiritualität beschäftigt, könnte an dieser Stelle erst mal irritiert sein. Sind das nur die Hirngespinste der Redakteurin? Meditation ist in vielen Kreisen mittlerweile ein großes Thema und seit einigen Jahren auch in der westlichen Welt angekommen. Trotzdem ist der Begriff in der kommerziellen Welt immer noch ein großes Fragezeichen. Spricht man über Spirituelles, könnte man missverstanden werden. Alles nur Humbug oder die Erlösung, auf die wir alle gewartet haben? Ich bin für Letzteres, aber findet es für Euch selbst heraus…

Rachelle Jeanty arbeitet seit über 20 Jahren als proffessionelle Sängerin, stand schon mit Céline Dion auf der Bühne. Dass in der Musikbranche nicht alles Gold ist, was glänzt, musste sie am eigenen Leib erfahren. Trotz ihrer Leidenschaft zur Musik fand sie sich in einem Alptraum wieder. “Zu dieser Zeit hatte ich mit einer starken Schlafstörung zu kämpfen. Ich hatte drei Monate nicht mehr richtig schlafen können”, erzählt sie im Interview mit “Organic Lifestyle”. Ein Konzert vor neun Jahren sollte ihr Leben ändern. Dort wurde eine spezielle Meditationstechnik namens Sahaja angewendet. “Mir wurde bewusst, dass in meinem Kopf eine Ruhe herrschte, die ich noch nie vorher erfahren hatte”, so Rachelle. “Nach diesem Konzert konnte ich das erste Mal seit drei Monaten schlafen. So bin ich zur Meditation gekommen.”

Eigentlich spricht die Sängerin nicht gerne über das Thema in der Öffentlichkeit. Eben, weil es so missverstanden ist. “Natürlich könnte ich für eine Verrückte gehalten werden. Die Leute könnten sagen, ich wäre ein Hippie oder sonst was. Aber trotzdem habe ich das Gefühl, das Meditation ein immer größeres Thema wird. Mehr und mehr Menschen fühlen sich dazu hingezogen.” Und warum sollte etwas falsch sein, das man ganz mit sich selbst ausmacht. Nur ich und mein Geist.

“Meditation ist eine in vielen Religionen und Kulturen ausgeübte spirituelle Praxis. Durch Achtsamkeits- oder Konzentrationsübungen soll sich der Geist beruhigen und sammeln. In östlichen Kulturen gilt sie als eine grundlegende und zentrale bewusstseinserweiternde Übung”, erklärt es Wikipedia. Rachelle meditiert ein- bis zweimal täglich, hält sich dabei an die Sahaja-Meditation. “Seitdem ich diese Methode gefunden habe, kann ich nicht mehr ohne. Ich versuche, sofort zu meditieren, wenn ich aufwache. Sogar wenn ich mit negativen Gedanken aufwache – sobald ich mich der Mediation und dieser Kraft hingebe, transformiert mich das. Alle negativen Gedanken verschwinden. Man fühlt den Frieden in sich, den Körper in Balance, die Gedanken langsamer werden. Man ist nicht mehr so gestresst, man kann Menschen leichter vergeben und beginnt, den Humor in verschiedenen Situationen zu sehen.”

Jeder hat sie, diese kleine Stimme im Kopf – wenn man nachdenkt, wenn man von der Zukunft träumt, wenn man sich ärgert. Und hier kommt das eigene Ego ins Spiel. Oft stehen wir uns damit nämlich selbst im Weg. Wir stellen uns über andere, wir halten an negativen Gefühlen fest, weil wir uns nach Wochen immer noch über die selbe Person ärgern. Das Ego hindert uns daran, zu verzeihen, und sorgt dafür, dass wir uns in Konkurrenz mit anderen Menschen stellen. Das Leben ist für uns oft ein ewiger Kampf, sich selbst an die Spitze zu treiben. “Ich hatte ein sehr beschäftigtes Ego”, gesteht Rachelle. “Ich wusste, dass ich das verändern wollte, aber ich wusste nicht wie. Als ich in meinem Geist dann durch die Meditation einen gewissen Status erreicht hatte, fühlte ich mich nicht mehr danach, immer zu reden und alles zu kommentieren. Man redet über so viele unnötige Dinge. Und das kostet dich selbst so viel Energie, und wahrscheinlich auch Energie von anderen Menschen. Stattdessen gelangt man an einen friedlichen Punkt in sich selbst.”

Aus einer Erkenntnis wurde eine Leidenschaft, die sie mit ihrer anderen großen Leidenschaft, der Musik, verbinden konnte. “Ein Teil meiner Karriere sind Konzerte. Ich wähle Songs aus, die eine tiefere Bedeutung haben. Zwischen den Liedern spreche ich über Erfahrungen und stelle den Leute mein Wissen über Spiritualität vor, das ich durch Meditation erlangt habe. Es nennt sich ‘Music and Meditation’. Die Leute, die kommen, wissen also womit sich der Abend befasst. Ich singe – und manche Songs nutze ich auch als Meditationsmoment. Und danach gibt es einen Moment der Ruhe.”

Durch die Meditation hat die Sängerin nun ihren ganz individuellen Platz in der Musikindustrie gefunden und versucht, in diese Welt mit einer tieferen Bestimmung zu gehen. Rachelle: “Meine ganze Sicht auf die Welt hat sich geändert. Ich habe mich gefragt, warum ich immer alles so ernst und verbissen genommen habe. Wir leben in einer materiellen Welt. Wir sollten das genießen und nicht verleugnen. Aber man sollte realisieren, dass man mehr ist als das. Und ab diesem Punkt ist man frei.”

 

Hier habt Ihr die Chance Rachelle Jeanty live zu erleben:

”Spirit of Joy” Singing and Meditation Workshop
Jan 23 2016, ART CONSULT, Anhalter str 7 Berlin (14:00 – 18:00 Uhr)
* for all levels

Abendkonzert Rachelle Jeanty & Falk Bonitz
Jan 23 2016 (20:00 Uhr)

Anmeldung: info@art-consult.me

Nähere Infos findet ihr HIER!

ODER

Sahaja Yoga Zentrum Charlottenburg
*mondays sessions guided by Rachelle

RJ-KundaliniMeditation2014 Bildschirmfoto 2016-01-02 um 14.01.45

 

Fotos: Rachelle Jeanty Privat