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Hair Rehab® Teil 2

Es war eine Odyssee. Die Entwicklung meiner Haare, meine ich. Jahrelang strapazierte und schädigte ich sie mit Farb-Experimenten. Bis ich Hair Rehab® ausprobiert habe. Ich ließ mir die Haare im BrockmannundKnoedlerSalon in Dresden färben und schneiden und benutze seitdem nur die Organic Lifestyle® Produkte. Nun sind drei Monate vergangen. Und glaubt mir: Der Schritt zurück zum Ursprung ist nicht einfach nur ein Schritt. Er ist ein langer Weg. Denn auch die Organic Lifestyle® Produkte können meine kaputten Haare nicht von einem Tag auf den anderen gesund zaubern.

Kurzer Rückblick

Als ich vor drei Monaten nach Hause kam, war ich glücklich. Meine Braun-Grün-Schlamm-Farbe war endlich weg und hatte für ein schönes Blond Platz gemacht. Ich war zufrieden. Und sollte es auch bleiben. Auch wenn meine Farbe noch nicht ganz gehalten hat. Das konnte sie auch nicht. Denn natürlich waren meine Haare so vorbelastet, dass sich die Farbe mit den Haarwäschen noch etwas veränderte, hier und da etwas goldiger wurde. Aber ich war weiterhin glücklich. Denn sie blieb eine schöne Farbe.

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Back home

Die Struktur meiner Haare fühlte sich nach meinem Friseurbesuch super an. Schön geschmeidig. Da ich meine Haare meistens per Luft trocknen lasse, konnte ich diesen geschmeidigen Effekt anfangs nicht selbst erzielen. Oft waren meine Haare vor allem in den Spitzen noch etwas strohig. Ich hatte ja alle anderen Produkte weggeschmissen. Auf Öle oder andere Weichmacher musste ich deswegen verzichten. Also entschied ich mich anfangs des Öfteren noch für einen Dutt, um das Problem zu umgehen. Ich gab aber die Hoffnung nicht auf, dass Organic Lifestyle® bald Wirkung zeigen würde.

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Zurück zum Ursprung

Es vergingen wahrscheinlich sechs bis acht Wochen, bis ich die ersten wirklichen Fortschritte bemerkte. Das hatte mir übrigens auch die BrockmannundKnoedler Stylistin Laura Quick prophezeit. Wenn sich etwas organisch entwickelt, braucht das seine Zeit. Doch auf einmal fühlten sich meine Haare viel weicher und nicht mehr so hart und strohig an. Ich konnte sie wieder offen tragen, ohne zwangsläufig die Spitzen glätten zu müssen. Und als die Tage so vergingen und ich meine Haare fleißig mit Organic Lifestyle® pflegte, kam auch meine alte Haarstruktur zurück. Das Wellige. Die Wellen in meinen Haaren, die ich so vermisst hatte, waren endlich wieder da. Und es sah plötzlich so aus, als hätte ich sie mit einem Lockenstab bearbeitet. Aber nein, alles Natur! Und worüber ich mich am meisten freute, war das Tempo, in dem meine Haare wuchsen. Mein größter Wunsch war es, dass ich sie bald wieder so lang wie früher tragen könnte. Und Dank Organic Lifestyle® war ich auf einem guten Weg.

Hair Rehab® Teil 2

Und so saß ich nach drei Monaten wieder auf dem Friseurstuhl bei BrockmannundKnoedler, um meinen Ansatz aufzufrischen. Natürlich blieb es nicht dabei. Petra Brockmann schnitt mir diesmal wirklich nur die Spitzen. Die Farbe bekam mit neuen Highlights ein kleines Makeover. Sie wurden in meinen Ansatz eingearbeitet, so dass dieser ganz natürlich mitwachsen kann. Ansatzproblematik behoben! Und das Ergebnis zauberte mir mal wieder ein Lächeln ins Gesicht. Schon beim ersten Mal war ich ja sehr zufrieden gewesen. Und diesmal war ich wunschlos glücklich. Auch das wurde mir von Anfang an gesagt: auch der Weg zur perfekten Farbe ist ein Prozess. Mit jedem Friseurbesuch wird diese optimiert, nein, sogar perfektioniert werden.
Dieses Mal hielt die Farbe nach dem Waschen auch viel besser. Meine Spitzen waren zwar noch leicht strapaziert, aber der Rest des Haares fühlte sich schon sehr gesund an. Ich freue mich, den organischen Weg weiter zu gehen und halte Euch natürlich auf dem Laufenden.

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P.S.: Schon gewusst?

Ich habe noch einen Tipp von Petra mit auf den Weg bekommen. Ich fragte sie, wie oft ich meine Haare glätten darf, ohne diese zu schädigen. Ihre Antwort verblüffte mich. Das Glätten sei nämlich gar kein Problem, da die Pflege durch die Hitze noch mehr ins Haar eingearbeitet wird. Nur Produkte wie Hitzesprays sollte man unbedingt weglassen. Diese bewirken nämlich genau das Gegenteil von dem, was wir damit bezwecken wollen.

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Blütenbestäuber sind vom Aussterben bedroht

In einer Welt, in der sich alles um die großen Dinge dreht, werden die kleinen oft vergessen. Doch ohne die kann das ganze System ins Schwanken geraten. Mit fatalen Folgen…

Es kann bedeuten, dass Sie Schwierigkeiten in den Schlaf, oder Sie können aufwachen für längere Zeit während der Nacht, oder Sie können aufwachen zu früh in den morgen. ‘Schlaftabletten’ wie Zopiclon sind als Letzte Mittel sein medicament somnifère zopiclone, aber Sie sind manchmal vorgeschrieben, für eine kurze Zeit zu helfen, mit einer besonders schlechten patch von Schlaflosigkeit. Zopiclon gehört zu einer Klasse von Arzneimitteln, die allgemein als Z-Drogen. Es funktioniert durch Einwirkung auf die Art und Weise Nachrichten gesendet werden, in Ihrem Gehirn, die Ihnen helfen, zu schlafen. Es reduziert die Zeit es braucht, für Sie zum einschlafen und erhöht die Länge der Zeit verbringen Sie mit schlafen. Zopiclon wird oft arbeiten Sie auch in der kurzen Frist, aber es ist in der Regel nicht vorgeschrieben für mehr als zwei bis vier Wochen.
Mehr: somnifere.info blog

Wer im Bio-Unterricht aufgepasst hat, weiß, dass Tiere, die Pflanzen bestäuben, essenziell sind. Sie sorgen für eine natürliche Ausbreitung der Pflanzenwelt. Weltweit gibt es mehr als 20 000 verschiedene Tierarten der Bestäuber. Stolze Summe? Ganz im Gegenteil! Eine Studie der “University of Reading” in Großbritannien warnte, dass nach dieser Zahl vierzig Prozent der Arten vom Aussterben bedroht sind. Vor allem Bienen und Schmetterlinge sind davon betroffen. Auch ein Bericht des Weltrats für Biologische Vielfalt (IPBES) bestätigt diese Sorge. Grund für die Vernichtung von Bienenvölkern und Co. seien der Klimawandel, der große Einsatz von Pestiziden sowie die intensive Landwirtschaft. Doch die Blütenbestäuber schaffen Milliardenwerte, auf welche die Menschheit angewiesen ist. Ohne Bienen keine Birnen, Kirschen, Äpfel und Pflaumen.

Und wieder hat der Mensch seine Finger im Spiel! Es ist nicht unbekannt, dass das bereits stattfindenden Bienensterben mit dem Einsatz von Insektiziden im Zusammenhang stehen muss. Dieses fällt jedoch in verschiedenen Regionen unterschiedlich aus – je nachdem, wie die landwirtschaftliche Produktion und die Anwendung von Pestiziden stattfindet, erklärt der IPBES-Bericht.

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Die Gefahr wird besonders am Beispiel des Monarchfalters sichtbar. Vor einiger Zeit gab es noch eine Milliarde Exemplare des königlichen Schmetterlings in Nordamerika. Heute ist der Bestand drastisch auf etwa 65 Millionen gesunken. Pestizide führten dazu, dass Seidenpflanzgewächse vernichtet wurden, welche wiederum eine der Hauptnahrungsquellen des Monarchfalters sind. Ein Teufelskreis… Eine ähnliche Entwicklung lässt sich nach den britischen Forschern mittlerweile auch bei anderen Blütenbestäubern beobachten. Dies kann nicht nur Auswirkungen auf die Natur sondern, auch auf die Produktion von Kaffee und Kakao haben. „Wir sind in einer Periode der Abnahme“, erklärt der Lead-Autor der Studie Simon Potts. „Und dies wird immer stärkere Konsequenzen haben.“

Was der Mensch zerstört hat, muss er jetzt wieder richten. Bevor es zu spät ist. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks fordert: „Wir brauchen eine nachhaltigere Landwirtschaft, auch in Deutschland und Europa.“ Demnach sollten keine öffentlichen Gelder eine Landwirtschaft unterstützen, welche zur Zerstörung unserer eigenen Lebensgrundlage beitragen. Grundsätzlich sollten Menschen aktive Schutzmaßnahmen für die Bestäuber ergreifen. Denn, wie in der Studie beschrieben, haben diese direkte Auswirkungen auf die Ernteträger. Das ist nicht nur wichtig und gut für die Umwelt, sondern auch für die Ernährungssicherheit.

Was bleibt, ist die Hoffnung. Weltweit haben sich bereits Organisationen und sogar Privatpersonen vereint, die sich nun für die Erhöhung des Schmetterling-Bestands einsetzen.

Fotos: Dominik QN, Ryan Jacques

Komm, wir gehen wandern!

Als Kind konnte ich nicht nachvollziehen, was meine Eltern dazu bewegt, wandern zu gehen. Den ganzen Tag kämpft man sich bergauf, ächzt, schwitzt, bei Wind und Wetter, und das nur, um am Ende des Tages wieder bergab zu laufen. Der Sinn des Ganzen entschloss sich mir in keinem der unzähligen Wander-Urlaube, so gut meine Eltern auch versuchten, es mir schmackhaft zu machen. Es mussten erst 15 Jahre vergehen, um zu begreifen, dass Wandern mehr ist, als das anstrengende Erklimmen von Gipfeln.

Für mich ist das „In-der-Natur-sein“ eine Wohltat, um Körper und Geist wieder auf Null zurückzusetzen und dem Alltagsstress zu entfliehen. Ich liebe die Berge, die endlosen grünen Wiesen und die faszinierende Tierwelt. Daher habe ich mich im vergangenen Jahr auch wieder mit dem Thema „Wandern“ befasst und ausprobiert, ob ich daran inzwischen genau so viel Gefallen finden würde, wie meine Eltern. Ich habe mir passende Kleidung gekauft sowie ein neues paar Wanderschuhe. Und eine große Packung Blasenpflaster. Der Wanderurlaub war gebucht, also hieß es: Schuhe einlaufen und die Kondition trainieren! Praktisch, wenn sich um die Ecke die unendlichen Weiten der Sächsischen Schweiz erstrecken und man sich selbst schon einmal testen kann!

An einem Samstag im August war es dann endlich so weit: Über die App Outdooractive haben sich mein Freund und ich für den Anfang eine mittelschwere Route von circa zwölf Kilometern ausgesucht, die entlang vieler bekannter Aussichtspunkte führt und als beliebter Klassiker bekannt ist. Auch wenn das Wetter an diesem Tag eher nass-kalt und sehr nebelig war,  starteten wir nach kurzer Autofahrt an der Schrammsteinbaude unsere Tour. Der dicke Nebel hüllte den Wald, durch den wir liefen, in ein märchenhaftes Licht. Unser Wanderweg führte weiter durch kantige Felsformationen. Über Metalltreppen, Leitern und Holzbohlen kraxelelten wir durch eine feuchtkühle Schlucht immer weiter bergauf. Notiz am Rande: Unsere Kondition lässt doch noch sehr zu wünschen übrig… Jedoch werden wir nach diesem anstrengenden Aufstieg  belohnt und können – auf den Schrammsteinen angekommen – verschnaufen und erleben einen unglaublichen Rundumblick auf die Felsen der Sächsischen Schweiz.


Nebel und Regen nehmen uns zwar etwas die Sicht, sorgen aber gleichzeitig für eine mystische Kulisse. Unterhalb der Schrammsteine schlängelt sich im Tal die Elbe entlang. Es ist beeindruckend, was die Natur hier geschaffen hat. Nach kurzer Pause führt der Weg ein Stück zurück und dann über viele Leitern und Treppen weiter in Richtung Breite Kluft. Auf dem Weg beginnt es leider fürchterlich an zu regnen, so dass die vielen Treppen und Leitern sehr rutschig werden. „Jetzt gibt es kein Zurück mehr! Augen zu und durch!“, denke ich mir. Also Jacke zu, Kapuze um und weiter geht’s! Uns begegnen immer wieder viele Touristen mit Sandalen an den Füßen, die mit der Witterung deutliche Probleme haben und sich nur mit Mühe die Wege entlang hangeln. Ein Glück, dass wir unsere Wanderschuhe haben. An der Breiten Kluft angekommen, machen wir eine kurze Pause und genießen einen einmaligen Blick in die Ferne. Auch hier erstrecken sich die typischen Felsformationen und die dicht bewachsenen Wälder neben tiefen Kluften, in denen die dicken Regenwolken festhängen.

Unsere letzte große Aussichtsplattform ist der berühmte Carolafelsen. Dort angekommen machen wir eine ausgiebige Pause und essen unsere Brote, Äpfel und Kekse, die wir uns Zuhause eingepackt haben. So sitzen wir auf dem Boden, essen und betrachten das vor uns liegende Tal, während der Regen langsam nachlässt. Neben uns sitzen viele andere Wanderer, die die gleiche Idee hatten. Auch sie sind sichtlich vom Regen  in Mitleidenschaft gezogen worden. Wann kommt endlich die Sonne wieder? Man sieht ihnen an, dass sie sich genau diese Frage stellen… Nach einer dreiviertel Stunde machen wir uns langsam auf den Weg bergab. Ich verfolge die Wegbeschreibung unserer Route und lese, dass wir jetzt die Wilde Hölle hinab gehen müssen. Diese Wilde Hölle ist so wild, dass ich sie gar nicht wirklich registriere und meinen Freund erst einmal daran vorbeilotse: „Das ist doch kein Weg! Guck doch mal, da sind nur Büsche und Felsen. Hier rechts ist ein Pfad. Das wird die Wilde Hölle sein!“ Also bogen wir rechts ab in der festen Annahme, richtig zu sein. Unser GPS Tracker zeigte uns aber schnell, dass wir die falsche Richtung eingeschlagen hatten… Also ging es zurück und die, für mich nicht als Weg erkennbare Schlucht in Richtung Kirnitzschtal hinab. Kurz darauf war mir klar, warum dieser Weg Wilde Hölle hieß und warum auf dem Schild „Schwierig!“ stand…  Es war tatsächlich kein normaler Weg. Wir mussten über riesigen Felsen  klettern, welche mit feuchtem Moos bewachsen waren. Das erschwerte natürlich das Festhalten ungemein. Hier und da gab es gar keinen direkten Weg mehr – man musste an der Felswand mittels kleinen Metalltritten entlang klettern. Nichts für schwache Nerven und schicke Turnschuhe! Wir überholten einige „Wanderer“, die die ganze Wilde Hölle nur so herab schlitterten. Ich hoffe bis heute, dass sie ohne Beinbrüche Zuhause angekommen sind… Die letzte Hürde war eine leicht in den Fels eingeschliffene Treppe, die ich nur hinab rutschen konnte, da der Abstand der letzten Stufe zum Boden einfach viel zu groß war. An dieser Stelle war ich sehr froh, dass wir den Weg bergab und nicht bergauf gehen mussten.

Kaum sind wir der Wilden Hölle entkommen, bricht die Sonne plötzlich durch die Wolken und der Himmel reißt auf. Nach all den Strapazen am Vormittag war das die größte Belohnung. Der Weg geht sanft bergab durch einen Wald hindurch. Die Luft ist angenehm frisch und riecht nach Sommerregen. Durch die Baumwipfel piksen immer wieder Sonnenstrahlen hindurch und trocknen unsere nassen Regenjacken. Tief einatmen, die Ruhe genießen. Mehr braucht es nicht. Inzwischen sind wir schon fünf Stunden unterwegs. Die Route ist eigentlich ausgeschrieben auf eine Laufdauer von vier Stunden. Irgendwas machen wir wohl falsch. Entweder sind wir zu langsam oder wir haben zu viele Pausen gemacht. Aber das hier ist ja auch kein Wettrennen – ich bin dankbar über jede Minute hier draußen. An einer großen Wiese angekommen, haben wir noch einmal einen wunderbaren Blick auf die nördliche Seite der Schrammsteinkette, die wir zu Beginn unserer Tour erklommen haben. Schon verrückt, wie hoch sie von hier unten sind!

Auf dem Elbleitenweg angekommen, geht rechterhand ein Pfad ab, der zurück zum Schießgrund führt. Hier erwartete uns eine große Überraschung! Der Falkenstein, welcher am Morgen noch in dicke Wolken gepackt und damit für uns vollkommen unsichtbar war, erstreckte sich vor uns im Glanz der Nachmittagssonne. Mit diesem letzten Highlight unserer Tour kehrten wir nach insgesamt fünfeinhalb Stunden zum Auto zurück. Die Beine schmerzten, die Füße qualmten – aber der Kopf war frei.

Mein Fazit: Ich bin immer wieder begeistert, welch unterschiedlichen Formen die Natur mit sich bringt und dankbar dafür, diese erkunden zu können. Nach so einem Tag ist man natürlich k.o., aber im Inneren spürt man eine wohlige Wärme und ein riesiges Glücksgefühl, verbunden mit einer großen Portion Stolz. Schließlich haben wir zwölf Kilometer und 477 Höhenmeter überwunden, uns Herausforderungen gestellt und dem Wetter getrotzt. In diesen Momenten wirkt alles andere nichtig und irrelevant. Und genau das ist vermutlich, was meine Eltern am Wandern auch schon fasziniert hat. Wandern ist wirklich mehr als das Erklimmen von Gipfeln. Wer aus dem Alltag ausbrechen, den Kopf frei bekommen und gleichzeitig etwas für die Fitness tun möchte, sollte es unbedingt ausprobieren! Jeder noch so schwere Anstieg lohnt mit einer atemberaubenden Aussicht. Also nichts wie raus mit Euch. Der Frühling steht vor der Tür und tolle Landschaften, die entdeckt werden möchten.

Du hast Lust, diese Tour selbst zu gehen? Hier findest du die Route.

Hair Rehab® Teil 1

Mission Haare, wie Stroh – geschafft!

Ich habe es getan! Endlich habe ich mir bei BrockmannundKnoedler die Haare machen lassen. Ich hatte es auch bitter nötig. Eine lange Historie an unterschiedlichen Haarfarben liegt hinter mir. Schon mit 12 Jahren habe ich mir die ersten Strähnen setzen lassen. Damals noch Block-Strähnen. Es sollte nicht dabei bleiben. Irgendwann wurden sie braun, dann wieder goldig blond. Dann ein Weinrot. Danach lange schwarz. Was war noch mal meine Naturhaarfarbe? Ach, schon längst vergessen. Kupfer waren sie auch irgendwann. Und danach wieder braun. Und dann doch wieder Kupfer – nur ein anderer Ton. Ach so, meine Grün-Blau-Phase habe ich ganz vergessen. Und pinke Dip-Dye-Akzente hatte ich auch irgendwann mal. Bis ich es wissen wollte. PLATINBLOND! Ja, das hat meinen Haaren den Rest gegeben. Mission Haare, wie Stroh – geschafft! Danach kamen irgendwelche komischen Ombré-Variationen. Muss ja im Jahr 2016 auch nicht mehr sein. Also zurück zu braun. Nur das sind sie leider nicht geblieben. Ja, der fiese Grünstich kam dazu. Was für ein Werdegang.

 

 

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Im BrockmannundKnoedlerSalon Dresden

Und jetzt sitze ich hier in Dresden. Haare trocken, Haare kaputt, Haare nicht schön. Ungewollt fünf verschiedene Töne auf dem Kopf. Oben abgebrochen. Alles, was man zum Schönsein eben nicht braucht. Irgendwie komisch, dass genau ich als Schreiberling bei BrockmannundKnoedler und Organic Lifestyle® gelandet bin. Und irgendwie auch Schicksal. Denn genau ich, die Haarkatastrophe schlechthin, die nicht nur kaputte Haare hat, sondern sich auch noch jedes auf dem Markt vorhandene Silikon-Produkt in die Haare klatscht, findet nun den Weg ins Natürliche. Zurück zum Ursprung mit BrockmannundKnoedler.

 

Alles anders!

Und irgendwie ist hier im Salon so gar nichts, wie ich es sonst vom Friseur kenne. Das fängt beim wunderschönen Design und der Inneneinrichtung an und hört bei kleinen Details auf. Zum Beispiel bekommen alle Kunden einen Organic Lifestyle-Kimono angezogen, bevor sie sich auf den Platz setzen. Natürlich auch ich. Denn heute bin ich Kundin. Das fesche Mäntelchen ziehe ich mir übrigens in einer kleinen aber hübschen Kabine an. Natürlich auch durchdesignt. Habt ihr so etwas schon einmal bei einem Friseur gesehen? Ich auch nicht. Von dem Ausblick müssen wir gar nicht sprechen. Nur so viel: direkter Blick auf die Altstadt. Und die Mitarbeiter sind die Kirsche auf der Sahnetorte. Wie sie sich um mich kümmern, mir jeden Wunsch von den Lippen, ähm, Haaren ablesen. Ich glaube, das ist wirklich der erste Friseur, bei dem ich mich wirklich wohl gefühlt habe. Und das, bevor überhaupt jemand mit meinen Haaren losgelegt hat. Nun gut, jetzt müssen wir auch ehrlich sein. Häme habe ich auch über mich ergehen lassen müssen. Den einen oder anderen Witz über meine Haare habe ich mit Humor ertragen. Viel bleibt mir bei dem jetzigen Zustand auch nicht übrig.

 

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Zurück zum Ursprung

Es geht los. Zuerst werfen aber die Chefs, Petra und Thomas, einen Blick auf das Desaster. Dann darf Stylistin und Farb-Spezialistin Laura Quick ran. Es geht zum Waschbecken, wo sie mir zuerst die Haare nass macht und danach eine leichte Blondierung aufträgt. Zu dem Zeitpunkt ist mir noch nicht klar, dass ich gleich fast eine Stunde am Waschbecken verbringen darf. Und Laura weicht nicht von der Seite. Ein einfaches Einwirken gibt es hier nicht. Weiter geht es mit dem Bleaching. Immer und immer wieder massiert sie die Blondierung ein. Mal intensiver, mal weniger intensiv. Laura erklärt mir, dass sie damit einen gezielten Farbabzug machen kann und somit bestimmen kann, wo mehr Helligkeit und wo mehr Farbe hin muss. Das macht auch für einen Laien Sinn.

 

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Nächster Schritt: Zwei Mal werden meine Haare shampooniert. Nach dem zweiten Mal quietschen sie ganz schön. Das bedeutet, dass sie sauber sind. Endlich! Liegt wahrscheinlich bei meinen Haaren schon zehn Jahre zurück. Danach bekomme ich eine Protein-Kur. Eine reicht jedoch nicht aus. Es folgt eine Feuchtigkeits-Kur. Um die Haare dann wieder zu schließen, bekomme ich noch einen Conditioner aufgetragen. Zurück zum Platz.

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Zwischenstopp…

Meine Haare werden geföhnt, um den aktuellen Stand zu betrachten. Ich bin jetzt kurzzeitig kupfrig. Das ist aber nur ein Zwischenstopp auf der Reise zum natürlichen Blond. Dass diese lang wird, war mir klar. Aber so lang? Aber das hat auch seinen Grund. Laura macht mir jetzt Strähnen bzw. Paintings ins Haar. Dabei beobachte ich sie ganz genau. Ich habe ja schließlich Zeit. Viiieeel Zeit! Schon alleine die Art und Weise, wie sie die Folien schließt ist eine Technik für sich. Und jede einzelne Strähne, die sie zieht, ist hauchdünn. Hier wird nichts dem Zufall überlassen. Hier sitzt jeder Griff, jede Bewegung. Kein schnell schnell, damit wir alle früh Feierabend machen können. Ich sage euch: Wenn irgendwo Wert auf Qualität und Perfektion gelegt wird, dann in diesem Salon! In keiner einzigen Sekunde mache ich mir Sorgen, dass mir das Ergebnis nicht gefallen könnte, obwohl es eine totale Veränderung sein wird. Nach ungefähr drei Stunden ist der Vorderkopfbereich komplett mit Paintings gesetzt und auch hinten ist das Magma aufgetragen. Ich lerne, dass dieses die Haare aufhellt und einnuanciert. Es kann sowohl die Pigmente abbauen als auch einlagern. Und dann heißt es einwirken. Warten. Mit meinen 69 Folien am Vorderkopfbereich.

 

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Qualität braucht Zeit

Zurück zum Waschbecken. Wieder wird zwei Mal shampooniert. Es folgen zwei Kuren und der Conditioner. An meinem Platz wartet schon Petra mit einem Föhn auf mich. Die Chefin höchstpersönlich. Da muss ich innerlich grinsen und freue mich total, bleibe aber nach außen hin ganz cool. Typisch Journalistin eben. Je trockener die Haare werden, desto mehr kann man die Farbe erkennen, die mir mit viel Mühe gezaubert wurde. Mir gefällt, was ich sehe. Sehr sogar. Als mich Petra fragt, was ich denn morgen mache, merke ich schon, dass irgendwas im Busch ist. Sie fängt mit dem Schnitt an. Mein erster Organic HairCut. Und zum Abschluss gibt es noch eine Überraschung: Ich bin fertig…nicht! Jetzt wird mir klar, warum mich die Chefin nach meinen Samstagsplänen gefragt hat. Ich soll in Dresden bleiben – über Nacht. Und am nächsten Morgen noch mal in den Salon – zum Perfektionieren. Ich wäre mit diesem Ergebnis heute glücklich nach Hause gefahren. Wie glücklich werde ich dann morgen sein?

 

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Über Nacht in Dresden

Nun sitze ich wieder hier – mit Blick auf die Frauenkirche, die Sonne scheint mir ins Gesicht. Mittlerweile lächelt mich eine Blondine im Spiegel an. Pünktlich um zehn Uhr hat Laura schon die Folien und das Magma bereit gelegt. Day Number 2 – let’s go. Wieder setzt sie mir Strähnen. Im zweiten Schritt bearbeitet sie meine Ansätze mit Farbe. Feinschliff vom Feinsten. Dann heißt es wieder einwirken – und zurück zum Waschbecken: zwei Mal shampoonieren, zwei Mal Kur, Conditioner. Zurück zum Platz. Spannung! Denn was sich jetzt unter dem Handtuch verbirgt, ist meine neue sensationelle (Achtung Spoiler) Farbe. Mit Spannung schaue ich in den Spiegel. Petra steht schon mit dem Föhn bereit. Trocknen, fertig. Es ist geschafft. Nach sieben Stunden am ersten Tag und sechs Stunden am zweiten Tag habe ich endlich meine fertige Farbe. Hallo, neuer Mensch im Spiegel. Was es geworden ist? Ich würde es als Erdbeerblond bezeichnen. Tolle helle Strähnen, ein Touch Rosé – für mich perfekt. An meine neue Frisur werde ich mich nicht gewöhnen müssen, denn sie passt einfach. Das bin ich.

 

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Bye bye, Chemie!

Da das mein Artikel ist und es heute nur um mich und meine Haare geht, darf ich jetzt auch ganz subjektiv schreiben. Und schwärmen so viel ich will! Denn Folgendes muss ich jetzt wirklich loswerden: Meinen Haaren hätte nichts Besseres, als dieser Friseurbesuch passieren können. Danke an alle Beteiligten! Und ich hoffe, dass Petra und Thomas jetzt ein bisschen lächeln, wenn sie diesen Artikel lesen. Denn die beiden Experten haben so einige Male geschmunzelt, als ich mit dem völlig kaputten Haar vor ihnen stand. Und nun findet Fräulein Chemie-im-Haar mit ihnen endlich den Weg ins Natürliche. Und der ist noch lange nicht zu Ende. Denn jetzt steht zwar die Frisur, die Qualität aber noch lange nicht. Schließlich bin ich aufgrund meiner Haar-Experimente vorbelastet. Meine bisherigen Haar-Produkte sind schon in der Tonne gelandet. Bye bye, Chemie! In den nächsten Wochen werde ich die OLS-Produkte testen und Euch nehme ich natürlich mit auf die Reise. Die neue Mission: wieder lange Haare!

Ihr wollt wissen wie es weitergeht? Dann schaut am 19.03. und 09.04. wieder auf den Blog. Dann gibt es Hair Rehab Teil 2 und 3! Ihr seid Friseure und möchtet das Hair Rehab Seminar besuchen und lernen wie man Kunden wie mich durch diesen Prozess führt? Dann informiert Euch hier über die nächsten Termine in der BrockmannundKnoedler Academy.

 

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FILMTIPP: noma – Ein Blick hinter die Kulissen des besten Restaurants der Welt

Vom besten Restaurant der Welt, kulinarischen Experimenten und der Liebe zum Wesentlichen

Bereits vier Mal erhielt das noma in Kopenhagen den Titel „Bestes Restaurant der Welt“, erkochte sich bis heute außerdem zwei Michelin-Sterne und wurde plötzlich zum Ziel für Feinschmecker aus aller Welt. Doch was ist das Erfolgsrezept?

Das noma – eine Kombination aus den nordischen Wörtern „nordisk“ (nordisch) und „mad“ (Essen) – hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich nur auf heimische Zutaten zu beschränken und ausschließlich Produkte zu verwenden, die in der unmittelbaren Umgebung wachsen. In einem inspirierenden, emotionalen Dokumentarfilm begleitet Regisseur Pierre Deschamps noma-Gründer und Chefkoch René Redzepi, wie er sich aus dem Nichts heraus an die Weltspitze kochte, obwohl das Konzept zu Beginn auf große Kritik stieß. „Kollegen haben sich über mich lustig gemacht. Sie spotteten, dass das nicht funktionieren kann und dass es eine absurde Idee sei, sich auf diese wenigen Zutaten zu beschränken. Natürlich frustrierte mich das – ich habe mich nicht mehr als Koch gesehen“, erklärt Redzepi. Eine Einladung nach Grönland brachte Redzepi dann schlussendlich die Idee von Zeit und Ort: „Serviere jeden Tag eine Mahlzeit, die den Gästen zeigt, wo sie gerade sind und welche Jahreszeit wir haben! Das neue noma entstand und damit ein neues Ich!“

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Drei Jahre lang hat Pierre Deschamps Redzepi auf seinem Weg begleitet, Höhen und Tiefen des nomas mit der Kamera verfolgt und bekannte Spitzenköche, das noma-Team sowie Zulieferer zu Wort kommen lassen. Die Symbiose aus hochsensibler Küche, experimentellen Kreationen, emotionalen Kommentaren und eindrucksvollen Bildwelten gibt einen intimen Einblick in das kulinarische Universum von René Redzepi.

“Wenn man die frischesten Zutaten will, müssen sie auch aus der unmittelbaren Umgebung kommen.”

„Wenn man neugierig darauf ist, was es hier vor Ort alles gibt, entdeckt man Geschmacksrichtungen, die man sich nicht erträumen lassen kann. Der Geschmack eines Gerichts ist mit dem Ort verbunden, daher gibt es bei uns keine Kartoffeln aus den Niederladen oder Erdbeeren aus Frankreich. Natürlich wäre es viel einfacher, all diese Sachen zu importieren. Allerdings würden genau solche Zutaten die Gerichte um 10–15 Prozent schlechter machen. Wenn man die frischesten Zutaten will, müssen sie auch aus der unmittelbaren Umgebung kommen“, erklärt Redzepi seinen Entschluss. Diese hohen An- und Herausforderungen sind es, die das Konzept so kompliziert, aber auch einzigartig machen. Fünf Monate im Jahr ist das Land mit Schnee bedeckt, was die Suche nach geeigneten Zutaten erschwert. Nur mit der Hilfe von vielen engagierten und kreativen Köpfen ist es möglich, tägliche Aufgaben zu meistern. Eine besondere Rolle spielen dabei auch Zulieferer wie der schwedische Pilzexperte Roland Rittman, die es ermöglichen, dass das noma sein Konzept dauerhaft verfolgen kann. Und genau das ist es, was die Gerichte des noma von anderen unterscheidet.

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Der Film zeigt, wie das gesamte Team selbstständig neue Rezepte kreiert, mit Kulturen, Konsistenzen und Temperaturen experimentiert, scheitert und zu neuer Größe wächst. René Redzepi erscheint darin als Genie, Vater, Poet und Komponist, der Harmonien schafft, wo Disharmonien erwartet werden. Er ist mutig, wahnsinnig, naiv – und damit erfolgreich. Er selbst sagt, dass Frust, Fehlschläge und Scheitern helfen können, über sich hinaus zu wachsen. „Samstagnacht-Projekte sind da, um Sachen zu probieren, so oft zu versagen, wie es nötig ist, aber immer zu einhundert Prozent dabei zu sein. Genau dann lernen wir.“

Der Film lockt in eine tiefinspirierende Welt und lässt wieder auf das Natürliche besinnen. Gespannt verfolgt man die Erfolgsgeschichte des nomas; Gefühle der Überraschung bis hin zum tiefen Mitgefühl und unendlicher Faszination sind beständiger Begleiter. Man erlebt die ‚Künstler’ des nomas dabei, wie sie mit viel Fingerspitzengefühl, großer Liebe zum Detail und unendlicher Perfektion mehr als nur Essen auf Teller bringen, erlebt Höhen, Tiefen, Rückschläge und folgt ihnen auf der Reise und der Suche nach dem Ziel.

Ein faszinierender Film nicht nur für Liebhaber der außergewöhnlichen Küche, detailverliebter Aufnahmen und emotionaler Musikkonzepte, sondern besonders für alle, die dem Alltag entschwinden und sich zum Ursprung des Wesentlichen mitnehmen lassen wollen.

noma – Ein Blick hinter die Kulissen des besten Restaurants der Welt, 13,99 €
Gibt es zum Beispiel hier.

Mehr zum Film unter: www.noma-derfilm.de

(Bilder: Facebookpage noma)

Natur ist gesund!

Ach, diese Stadtkinder! Verloren im Großstadtdschungel. Immer gestresst, die Augenlieder schwer, die Leichtigkeit verschwunden. Und dagegen helfen auch keine Kopfschmerztabletten und Energy-Drinks. Nein, das Zaubermittel gegen den Alltagsstress lässt sich nicht kaufen – aber ganz leicht finden. Draußen. In der Natur.

Michael Grothaus ist einer dieser Stadtmenschen. Der Journalist und Autor lebt in London. Dort, wo er nur selten Grün sieht und sich an die Sicht von Beton, Asphalt und Ziegelsteinen gewöhnt hat. Doch Mama Grothaus machte das, was alle Mamas tun würden. Sie plädierte an seine Abenteuerlust: “Junge, geh raus in die Natur!” Und wenn Mama was sagt, sollte man schließlich darauf hören. So machte sich der Journalist aus der Großstadt raus in unbekannte Welten. Voller Gras, Blätter und frischer Luft. Und das schlug natürlich direkt auf das Gemüt. Im positiven Sinne, versteht sich.

Der Londoner nahm sich also ab sofort vor, sich täglich eine Stunde in den weitläufigen Stadtparks aufzuhalten. Am Wochenende standen sogar auf Rad- und Wandertouren an. Es sollte eine Selbststudie sein. Keine wissenschaftliche, aber eine, die in enger Verbindung und Zusammenarbeit mit Sara L. Warber, einer Professorin für Familienmedizin an der University of Michigan, stand. In dem Projekt sollte sie die Funktion haben, die Erlebnisse von Grothaus mit Fakten aus ihren Forschungsarbeiten zu untermauern.

Schon nach wenigen Tagen merkte der Journalist eine Veränderung. Er bemerkte, wie das Verlassen der üblichen Innenräume und das Betreten der Landschaft seinen Alltagsstress wegzauberte. Wie vom Winde verweht. Er fühlte sich entspannter, die üblichen bedrückenden Gedanken, die stressige Stimme im Kopf, waren weg, als er die frische Luft atmen und die Umgebung genießen konnte. Die Natur bietet also nachweislich eine Entspannung, wie man sie mit der Mediation vergleichen kann. So erklärt die Professorin den relaxten Zustand.

In der zweiten Woche kam dann die dauerhafte Verbesserung der Laune dazu. Und dafür musste er sich nicht mal in der Natur befinden. Er konnte auch mitten in der Stadt stehen, wo weit und breit kein Grün zu sehen war. Grothaus war begeistert. Und die Wissenschaftlerin nicht überrascht. Sie erklärte, dass sich die Auswirkungen, die man erreicht, wenn man viel Zeit in der Natur verbringt, immer effektiver werden, wenn der Natur-Kontakt  regelmäßig wird. Und in der dritten Woche nahm dann auch die Kreativität zu, seine Romane erhielten neue Plot-Ideen, der Kopf wurde immer klarer. Nach einigen Wochen verbesserten sich dann auch noch die Gedächtnisleistungen, er war nicht mehr vergesslich. Für den Journalisten wurden seine Ausflüge in die Natur zum Alltag, gehörten zur Routine. Auch nach Beendigung des Projektes.

In Finnland zum Beispiel herrscht eine hohe Depressions-, Alkoholismus- sowie Selbstmordrate. Deswegen wird in diesem Land die Förderung von Naturerlebnissen sehr groß geschrieben, gehört mit zur Gesundheitspolitik. Bei einer staatlich geförderten Studie sollten tausende Teilnehmer ihre Stressniveau bewerten. Dieses sollte einmal nach einem Aufenthalt in einer städtischen und einmal nach einem Aufenthalt in einer natürlichen Umgebung beschrieben werden. Nach der Auswertung der Studie empfohlen die Mediziner eine Mindestdosis Natur – als Vorbeugung gegen Trübsinn sein. Demnach sollten die Menschen mindestens fünf Stunden im Monat in der Natur verbringen. Verteilt auf mehrere Wochen.

Keine Kosten, keine Anstrengungen, keine Qual – einfach nur ein bisschen Zeit benötigt man, um sich langfristig besser zu fühlen. Also, raus mit euch, liebe Leser. Und genießt das, was uns Mutter Erde gegeben hat. Es wird sich bestimmt auszahlen…

Foto: Lacey Raper

Wenn Tomaten unter Strom stehen

Was haben eigentlich Tomaten mit Energie zu tun? Mehr, als Ihr wahrscheinlich dachtet! Und was hat das wiederum mit Disneyland zu tun? Auch hier gibt es einen Zusammenhang. Aber alles nacheinander…

Sie sind rot, saftig, lecker. Tomaten sind aus der Gemüse-Theke nicht wegzudenken und gehören zu den beliebtesten Lebensmitteln. Ob im Salat, auf dem Brot oder in der Spaghetti-Soße – dieses Produkt findet sich wahrscheinlich in fast jeder Küche. Doch bevor es die Tomate zu uns nach Hause oder überhaupt in den Supermarkt schafft, muss sie einen Gemüse-Check bestehen. Von den geernteten roten Früchten landen nämlich längst nicht alle im Verkauf. Genau wie bei anderen Früchten und Gemüsearten werden nach der Ernte die meisten Exemplare aussortiert. Hierfür gibt es verschiedene Gründe. Wenn Tomaten Schäden aufweisen, Wachstumsrisse oder einfach nicht die “richtige” Form haben, schaffen sie es nicht in den Handel. Wer denkt, es handelt sich hier um Einzelfälle, irrt sich. Die Mengen des aussortierten Lebensmittels sind beträchtlich. Alleine Florida weist jährlich rund 396 000 Tonnen an Tomatenabfall auf. Allgemein gilt die Regel, dass etwa 40 Prozent der Ernte zurück bleibt. Während ein Teil des Ausschusses an Tiere verfüttert wird, wird der andere Teil schlichtweg entsorgt. Die Lebensmittel landen in der Tonne.

Das muss aber nicht sein – so die Meinung von US-Forschern, die sich damit befasst haben, wie man verschmähte Tomaten doch noch sinnvoll nutzen kann. Tomaten haben mehr Energie, als Ihr wahrscheinlich dachtet. Denn mit der leckeren Frucht lässt sich tatsächlich Strom erzeugen! “Wir wollten einen Weg finden, um diese biologischen Reste zu verwerten”, erklärt Venkataramana Gadhamshetty von der South Dakota School of Mines & Technology. “Denn auf Deponien erzeugen sie nur das starke Treibhausgas Methan und im Wasser sorgen sie für große Verschmutzungs-Probleme.”

Aber wie soll nun wirklich Strom aus der Tomate fließen? Die Forscher fanden heraus, dass es Möglich ist, die in dem Lebensmittel erhaltenen organischen Verbindungen als Energiequelle zu nutzen. Demnach werden Tomaten mit ausgewählten Bakterien in Kontakt gebracht. Durch diese werden die roten Früchte in Einzelteile zerlegt. Und genau in dem Prozess entstehen Elektronen, welche eingefangen und in einer Brennstoffzelle gespeichert werden können. Diese Zelle ist vergleichbar mit einer Batterie und kann Energie bei Bedarf wieder abgeben. Eine Sensation – und trotzdem kein Durchbruch. Denn die generierte Menge an Elektrizität ist im Vergleich zu herkömmlichen Stromquellen sehr gering. Zehn Milligramm Tomaten können 0,3 Watt Energie produzieren. Aber immerhin würde das für bestimmte Institutionen ausreichen. Und hier kommt Disney Land ins Spiel. Wenn man die 396 00 Tonnen Tomatenabfall aus Florida für die Energiegewinnung nutzen würde, könnte das Disney Land Orlando neunzig Tage mit Strom versorgt werden.

Die Erkenntnis ist da, das Ziel jedoch noch lange nicht erreicht. Die Forscher hoffen nun und arbeiten daran, die Effizienz der Methode nach und nach steigern zu können. Das Ziel ist es, einen größeren Output an Strom zu erreichen. Der Austausch mit anderen Wissenschaftler soll hierbei helfen. „Unsere Forschungsaufgabe momentan ist es, die grundlegenden Transfermechanismen der Elektronen und die Interaktion zwischen den Tomatenabfällen und den Mikroben zu untersuchen“, erläutert Venkataramana Gadhamshetty. Bis Tomaten also wirklich unter Strom stehen und als verlässliche Energiequelle dienen, könnten noch einige Jahre vergehen. Aber das Warten lohnt sich hierfür wirklich.

Und was lehrt uns diese wahre Geschichte? Dass uns die Natur alles gegeben hat, was wir brauchen. Es liegt nur bei dem Menschen, damit verantwortungsvoll umzugehen.

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Fotos: Anda Ambrosini, Deniz Altindas