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Diese Solarzellen sind Dünner, als Haar

Ultradünne Solarzellen, dünner als menschliches Haar – es wäre ein Durchbruch, wenn diese zukünftig massentauglich werden. Forschern aus Südkorea war es nun möglich, genau das zu entwickeln. Und diese Solarzellen sind nicht nur hauchdünn, sondern lassen sich problemlos um einen Bleistift wickeln. Auch leistungstechnisch sollen sie genau das liefern, was bereits auf dem Markt vorhandene liefern.„Unsere Solarzelle ist viel dünner als ein menschliches Haar“, sagte Mitentwickler Jongho Lee. „Dünnere Zellen lassen sich leichter biegen und stehen im Output den dickeren in nichts nach.“ Das Ganze hört sich nicht nur nett an, sondern kann einen einen großen Einfluss auf unsere Zukunft haben, was den Umgang mit Energie angeht.

Es bieten sich nämlich reichlich Anwendungsmöglichkeiten. Zum Beispiel könnten die Zellen für Smart-Glasses oder Fitness-Tracker eingesetzt werden. Man könne sie aber auch in Kleidung einnähen können, um unterwegs Strom für das Smartphone zu generieren. Sogar Elektrofahrräder könnten teilweise mit Ökostrom betrieben werden. Wahrlich ein technischer Durchbruch.

Die Solarzellen sind übrigens gerade mal einen Mikrometer dünn und bestehen aus dem Halbleitermaterial Galliumarsenid. Sie können auf einem biegsamen Untergrund gestempelt werden, ohne etwas Klebstoff dafür verwenden zu müssen. Nachdem diese dann auf eine Elektrode kaltgeschweißt werden, kann die Oberschicht schmelzen. Und diese wird letztendlich entfernt, damit Metall auf Metall treffen kann. Außerdem zeigten die Tests, dass sich die Zellen um Gegenstände mit einer Dicke bis zu 1,4 Millimetern wickeln lassen.

Nach vielen Versuchen ist es nun also endlich Wissenschaftlern gelungen, Solarzellen zu fertigen, die so dünn und trotzdem effizient sind. Dank der Technik der südkoreanischen Experten wird beim Erstellungsprozess sogar weniger Material verbraucht. Warum diese Erfindung so wichtig ist? Die dünnen Solarzellen bieten eine saubere, unauffällige und günstige Form der Energieversorgung. Durch die Konstruktionsweise soll außerdem so wenig Energie wie möglich verloren gehen. Und lassen wir noch mal auf der Zunge zergehen, dass die Zellen wirklich dünner als ein Haar sind. Eigentlich unvorstellbar…

 Foto: Asia Chang