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Wie aus Veganismus ein Mega-Trend wurde

Veganismus, der Mega-Boom! Manchmal ist es eine Tasche, manchmal ein Kleid, manchmal ein Smartphone – in diesem Fall ist es ein Ernährungs- und Lebensstil, welcher zum absoluten Trend wurde. Erst war es Bio – und jetzt eben alles, was keinen tierischen Ursprung hat. Weder Milch, noch Eier, noch Honig. Doch warum ist der Vegan-Boom eine Trend-Erscheinung? Schließlich wurde die erste vegane Vereinigung (“Vegan Society”) bereits am 1. November 1944 gegründet. Na, die große Medienlandschaft macht es möglich. Vegane Kochbücher, Blogs, Plakate, prominente Vorbilder. Vegan sein ist cool – und vorbildlich. Aber eben nur, wenn man es richtig macht. Aber dazu später mehr.

Verwenden Sie Clomid genau wie von Ihrem Arzt verordnet wurde. Befolgen Sie alle Anweisungen auf dem Etikett Verschreibung. Ihr Arzt kann Ihre Dosis gelegentlich ändern, um sicherzustellen, dass Sie die besten Clomifen 100mg Rezeptfrei Ergebnisse zu erzielen. Nehmen Sie nicht dieses Medikament in größeren oder kleineren Mengen oder länger als empfohlen.
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Clomid ist in der Regel für 5 Tage genommen, am 5. Tag des Menstruationsperiode zu starten. Folgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes.
Sie werden vor jedem Behandlungszyklus eine gynäkologische Untersuchung haben müssen. Sie müssen unter der Obhut eines Arztes bleiben, während Sie Clomid verwenden.
Lessen info: blog.organiclifestyle.de
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Der Weg zum Trend

Die Beweggründe für die Ernährungsumstellung sind oft unterschiedliche. Viele der Veganer wollen gegen die Massentierhaltung ankämpfen, lehnen außerdem die Gabe von Antibiotika an Tiere ab. Sie wollen Tiere schützen. Andere erhoffen sich einfach einen gesünderen Lebensstandard, ein bewussteres Leben. Und für manche ist es eben einfach cool, denn sie haben in den Medien davon gehört. Und die großen Promis leben es vor. Immer mehr Stars am Hollywood-Himmel bekennen sich zum Veganismus, gelten als Vorbilder. Wenn Johnny Depp vegan kann, kann ich das auch. Oder? Dann wären da noch Demi Moore, Jared Leto, Leona Lewis, Miley Cyrus und Pamela Anderson, um nur einige der bekannten Vorreiter zu nennen. Und wenn Promis etwas vorleben, ziehen natürlich Magazine nach. Ganze Spezial-Seiten rund um die vegane Lebensweise finden sich in den Klatsch-Zeitschriften und auf Internet-Blogs. Veganismus auf der Überholspur!

Das große Interesse in den Medien stieg in den letzten Jahren konstant. Für viele entwickelte sich dabei mehr, als nur eine Einstellung. Veganismus als Community. Da wäre zu einem das Vegane Sommerfest in Berlin, auf das rund 50 000 Zuschauer stürmen. Neben Festivals gibt es aber auch immer mehr Fachmessen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen – u.a. die VeggieWorld in Berlin, Düsseldorf und München, sowie die VegMed in Berlin. Die Welt wird mehr aufgeklärt und kommt langsam auf den Geschmack.

Dass sich immer mehr Menschen mit der Thematik auseinander setzen, zeigt sich aber auch an anderen Stellen. Die Anzahl der veganen Restaurants steigt, vegane Kochbücher stehen auf den Bestseller-Listen. Laut “Vebu” wurden 2010 nur drei und 2011 zwölf Bücher dieser Art veröffentlicht. Im Jahr 2015 waren es bereits 119 Neuveröffentlichungen veganer Kochbücher. Und auch im Supermarkt klingelt die Kasse. Denn pflanzliche Alternativen sind längst nicht mehr nur in ausgewählten Bioläden zu finden. Das Sortiment wird immer größer und erzielt ein jährlich steigendes Umsatzplus von rund 30 Prozent. Laut der “Gesellschaft für Konsumforschung” konnten die pflanzlichen Produkte bereits im Jahr 2014 einen Gesamtumsatz von 213 Millionen Euro erzielen. Das ergibt in den vergangen fünf Jahren eine Steigerung von 73 Prozent. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

Den Trend spürt man aber nicht mehr nur in der Lebensmittelbranche. Nach und nach werden Bereiche wie vegane Mode und Kosmetik immer interessanter für den Endverbraucher. Veganismus ist längst keine reine Ernährung mehr, sondern eine Lebenseinstellung. Insgesamt sollen sich rund 7,8 Millionen Menschen in Deutschland vegetarisch ernähren, ca. 1,2 Millionen vegan. Laut Schätzungen kommen täglich 200 Veganer hinzu.

Doch ein Trend bringt eben auch immer eine Gegenbewegung mit sich. Denn viele sind auch genervt von dem Ernährungs-Boom. Ein Mensch braucht Fleisch, heißt es. Vegan zu sein, kann doch nicht gesund sein, sagen andere. Wer den Trend lebt, muss sich also täglich mit Vorurteilen auseinander setzen und eben ganz genau wissen, warum er sich dafür entschieden hat. Diskussionen vorprogrammiert. Denn wer vegan lebt, sollte es wenigstens richtig machen bzw. achtsam sein. Die Devise ist eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung, bei der auf die Zufuhr wichtiger Nährstoffen Wert gelegt werden sollte. Sonst könnte es nämlich zu einem Mangel an Proteinen, Kalorien, Eisen, Fettsäuren und Co. kommen. Außerdem bedeutet vegan nicht zugleich auch Bio. Auch Sojawürstchen und Veggie-Burger können, genau wie andere Fast Food-Produkte, zu viel Fett und Salz enthalten. Deswegen ist eine gründliche Auseinandersetzung mit den Produkten und Nährstoffen das A und O.

Die fleischlose Kost ist also mitten in der Gesellschaft angekommen, die vegane Community längst keine Randgruppe mehr. Ob der Trend mehr als nur eine Pop-Kultur von Menschen aus der kreativen Branche ist, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Grundsätzlich gilt: Man ist, was man isst.

Foto: Leonie Wise

Wie aus einem Kindheitstrauma ein veganes Label wurde

Diese beiden verbindet mehr als nur der gemeinsame Stammbaum. Sandra und Anja Umann sind Zwillinge, 2010 gründeten sie das vegane Label Umasan. Es sollte eine Innovation in einer Branche sein, die vor lauter Geld die Werte nicht mehr sieht. Wirtschaftlichkeit vor Bewusstsein. „Die Modebranche war damals noch sehr verschlossen und beinahe ignorant dem Thema gegenüber“, gesteht Sandra dem „Organic Lifestyle Magazin“. „Es gab eine allgemeine Oberflächlichkeit in der Branche, die gar nicht auf die Entwicklung im Sinne der Nachhaltigkeit einging. Sie sträubte sich noch dagegen. Wir wollten einfach zeigen, dass es tolle neue und innovative Materialien gibt, die zukunftsweisend sind und es für uns spannend gemacht haben, uns in die Modebranche zu begeben.“ Der Startschuss für ein Leben, das so anders war, als ihre eigenen Ursprünge. „Wir sind mit relativ viel Fleisch groß geworden und hatten ein kleines Kindheitstrauma davon mitgenommen“, erzählt Anja. „Das machte uns den Weg einfach, erst mal auf Fleisch zu verzichten. Parallel zu dem hohen Fleischkonsum sind wir mit Tieren groß geworden. Das hat wiederum unsere ethischen und moralischen Vorstellungen geprägt. Als wir aus dem Elternhaus ausgezogen sind, haben wir schnell den Weg in das Vegetarische gefunden.“ Sandra: „Unser Anliegen ist zu zeigen, dass dieser Lebensstil kein Verzicht ist, sondern einen Mehrwert hat. Für den Träger der Kleidung. Damit gibt man dem behafteten Wort vegan eine ganz neue Perspektive.“

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Mittlerweile leben die Zwillinge seit acht Jahren vegan und finden sich fünf Jahre nach der Labelgründung mitten im Modezirkus wieder – der doch sonst so bunt und voller Glitzer ist. Nicht bei Umasan. Viel Schwarz, Minimalismus, Anlehnungen an die japanische Schnittkunst. Letzteres lernte Sandra bei dem berühmten Designer Y?ji Yamamoto.
Hinter dem besonderen Weg, denn die Schwestern noch gehen wollen, liegt nämlich eine besondere Vergangenheit. Nach dem Modedesignstudium zog es die gebürtige Dresdnerin Anja nach Japan, wo sie sich von Yamamoto lehren ließ. „In der Zusammenarbeit mit ihm war für mich die Schnittführung sehr wertvoll. Die Japaner haben ganz andere Schnittansätze“, erklärt sie. „Das ist ein verborgenes Wissen, an das die Europäer gar nicht rankommen. Es kommt aus einer jahrtausendalten Tradition der Kampfkunst, die immer den Ansatz hatte, Funktionalität und Mobilität in den Vordergrund zu bringen.“ Andere Einflüsse zog sich die Marke aus der Schwarz-Weiß-Fotografie. „Es verschönert oder verdeckt Dinge nicht, sondern setzt den Fokus auf die Form“, sagt Sandra, die früher als Fotografin arbeitete. „Wir reduzieren unsere Kollektionsteile auf Schwarz-Weiß und geben dem Träger damit Raum. Wir lassen ihn selbst wirken.“
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Fotos: Umasan

Let’s talk about Sex, baby!

Werdet Ihr auch rot, wenn Ihr in der Öffentlichkeit das Wort Penis aussprecht? Oder, wenn der Nachbartisch über Stellungen und Sexspielzeug spricht? Dann geht es euch wie vielen anderen Deutschen. Und das, obwohl wir in einem offenen Land leben, in dem Sex sells! Und, in dem an jeder dritten Straßenecke ein Plakat mit einer halbnackten Frau hängt. Aber warum ist Sex in bestimmten Situationen immer noch ein Tabuthema? Schließlich machen wir es doch alle. Oder?

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Wie gut, dass zwei Berliner schon längst eine Sex-Revolution planen. Ab jetzt wird, egal wann, wo und mit wem, offen darüber gesprochen. Ohne Scham. Und als Kommunikationsmittel dient ein Kondom. Klingt erst mal nicht einleuchtend? Alles nacheinander…

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Waldemar Zeiler und Philip Siefer heißen die beiden Herren mit dieser einen ganz besonderen Idee. „Ich war im Drogeriemarkt, um Kondome zu kaufen. Sie befanden sich im Regal zwischen Binden, Klopapier und Hundefutter. Ich hatte ein bisschen Zeit und habe mir alles genau angeschaut, habe alle Texte gelesen und mir auch verschiedene Kondome gekauft. Die habe ich mir Zuhause genauer angeschaut. Daraufhin habe ich Waldemar geschrieben, weil wir sowieso vorhatten, mal ein gemeinsames Projekt zu machen“, erzählt Philip dem „Organic Lifestyle Magazin“. „Einhorn Condoms“ war geboren. Die beiden gründeten ein eigenes Unternehmen, eröffneten einen Onlineshop und verkaufen seitdem Öko-Pariser, die fair produziert werden und vor allem ziemlich außergewöhnlich eingetütet sind. Die Einhorn Kondome kommen nämlich in kreativ gestalteten Chipstüten. „Die kann man überall rumliegen lassen. Früher haben sich alle geschämt dafür. Und so eine Tüte ist natürlich auch eine tolle Fläche, um Kunst darzustellen“, erklärt Waldemar.

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Diese veganen Gummis sind kleine Alleskönner. Sie schützen, sie fördern die Zweisamkeit, sie sind fair und nachhaltig produziert und sie erfreuen sich eines außergewöhnlichen Design- und Markenauftrittes. Bunt und sexy. Auf den Tüten finden sich schlüpfrige und humorvolle Sprüche, lustige Figuren. Sex soll Spaß machen. So auch die Benutzung dieser Kondome. Das kurbelte nach und nach auch das Feedback der Kunden an. „Man sieht das auch bei Facebook oder Youtube. Die Leute kommentieren, wie schön und witzig das Ganze ist, dass alles nett durchdacht sei. Man führt mit Kunden auf einmal ganz offene Gespräche über die Geschlechtsteile, um der Sache auf den Grund zu gehen. Es passiert genau das, was wir wollten. Wir wollten eine Kommunikation auf Augenhöhe, bei der man offen über das Produkt reden kann. Das scheint mit einer lustigen Aufmachung sehr gut zu funktionieren“, erzählt Philip. „ Wenn wir ehrlich sind, ist es ja nur ein Körperteil. Über seinen Körper unterhält man sich ja auch – oder, wenn man sich die Nägel macht, wie man die Frisur trägt. Witzigerweise überträgt sich das langsam. Immer mehr Leute können das Wort Penis in den Mund nehmen, ohne dabei rot zu werden“, fügt Waldemar hinzu. Mit den Öko-Gummis plant das Start-up-Duo Großes: „Wir wünschen uns eine Sex-Revolution. Wir fänden es sehr gut, wenn wir es schaffen, mit unserem Produkt die Leute dazu zu bringen, offen über Sex zu reden, sich auszutauschen.“
Also Mund auf, Leute! Nicht nur, wenn es um die Kommunikation geht. Denn bei dem vielen Reden sollte natürlich das Wesentliche nicht vergessen werden…

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Credits: Liz von Wagenhoff, Marco Woldt