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Mit Wasser-Nebel Wasser sparen

Wasser ist eine Ressource, die verschwenderisch verbraucht wird. Jedenfalls von denen, die uneingeschränkten Zugriff darauf haben. Doch Trinkwasser ist begrenzt! Eine Tatsache, die vielen bekannt, aber nicht bewusst ist. Schon seit einiger Zeit versucht die UNO darauf hinzuweisen, wie verschwenderisch die Menschheit mit Trinkwasser umgeht. Problematisch seien vor allem die fortschreitende Industrialisierung sowie der Anstieg der Weltbevölkerung und die Bewässerung der Landwirtschaft. Voraussichtlich soll der Wasserbedarf bis 2050 um 55 Prozent ansteigen.

Und da sind wir nun – können uns jeden Tag ein Bad einlassen, wenn wir es wollen, können während des Geschirrspülens das Wasser laufen lassen. Während wir Wasser unbedenklich nutzen können, leben laut “Technikneuheiten.de” rund eine Milliarde Menschen weltweit mit extremer Wasserknappheit. Sogar zwei Drittel der Weltbevölkerung haben mindestens einen Monat im Jahr nicht ausreichend Wasser zur Verfügung. Auch diese Zahlen sollen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter steigen.

Nun hat sich aber ein schwedischer Erfinder, Prof. Kaj Mickos, zur Aufgabe gemacht, an dieser Stelle anzusetzen. Mit seiner Innovation “Altered: Nozzle” soll es jetzt ganz einfach sein, Wasser im Alltag zu sparen. Mit einer Düse…

Diese lässt sich ohne Probleme auf bestehende Armaturen montieren. Letztendlich sorgt sie dann dafür, dass das Wasser im Inneren zu einem Wirbel rotiert wird. Dadurch wird ein Nebel erzeugt, da das Wasser mit hoher Geschwindigkeit in den Wasserhahn gedrückt wird. Und genau so soll Wasser gespart werden. Mit herkömmlichen Wasserhähnen hingegen soll laut “Altered” Wasser verschwendet werden, da es an Oberflächen abspritzt – durch den Nebel wird das aber verhindert. Und so soll es mit der innovativen Düse sogar möglich sein, 98% Wasser zu sparen.

Mickos, der pensionierte Dozent, hat sich für sein Projekt nun mit einem Designer und einem Marketingexperten zusammengetan. Mit Mikael Abbhagen und Johan Nyhlén gründete der Erfinder eine Kampagne, welche auf einer Online-Fundraising-Website präsentiert wurde. Das Geld, welches hierbei zusammen kommt, soll dann genutzt werden, um die Herstellung der Düse bei externen Herstellern zu finanzieren. Und dann waschen wir uns vielleicht zukünftig alle nur noch mit Wasser-Nebel die Hände…

Foto: Altered:Nozzle Mist Mode – 98% Savings

Lasst uns Wasser essen!

Aus Wasserflaschen trinken? Ach, das war so gestern! Lasst uns lieber Wasser essen. Ja, das könnte Zukunftsmusik sein, liebe Leser. Essbare Wasserkugeln statt Flaschenmüll!
Jeder kennt sie, die Bilder von Müllansammlungen am Meer. Möwen verhaken sich in den Plastikresten. Trotz 25 Cent Pfand landen Plastikflaschen immer noch im Müll. Oder Endstation Ozean. Und dort benötigt Plastik rund 700 Jahre, um völlig zu verrotten. Besonders Vögel und Meeresbewohner haben unter der Verschmutzung zu leiden, fürchten um ihren Lebensraum, um ihr Überleben. Auch die Herstellung von Plastikflaschen ist aus ökologischer Sicht nicht umproblematisch. Für die Produktion nur einer Flasche werden sieben Liter Wasser und 1,5 Liter Öl benötigt. Und letztendlich landet fast 80 Prozent der Behälter irgendwo, wo sie nicht landen sollten. Nur ca. 20 Prozent der Plastikflaschen werden tatsächlich recycelt. Der Kreislauf nimmt seinen Lauf…

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Diese Sorgen könnten jedoch bald der Vergangenheit angehören. Jetzt kommt das Trinken 2.0 – mit essbaren Wasserkugeln. Und wer hat’s erfunden? Die Londoner Studenten Rodrigo Garcia González, Pierre Paslier und Guillaume Couche, welche das Prinzip einer essbaren Blase entwickelten. Genauer erklärt handelt es sich bei der Innovation, namens Ooho, um einen XL-Wassertropfen, der von einer Doppelmembran aus Meeresalgen umschlossen ist – vergleichbar mit Eigelb. Der Vorteil: Der Durstlöscher kann inklusive Membran verzehrt werden. Flaschen ade! Die Plastik-Alternative soll übrigens nicht nur einfach zu machen sein, sondern auch günstig zu produzieren, hygienisch und biologisch abbaubar.
Und wie funktioniert der Wasserspaß? Mit der sogenannten Sphärifikation, bekannt aus der Molekularküche. Für den flüssigen Umweltretter benötigt man lediglich große Eiswürfel, die erst in ein Calciumchloridbad, dann in ein Braunalgendbad gelegt werden. So bildet sich um die Eiswürfel eine Membran, das Eis darin schmilzt, fertig ist das Wasserwunder.
Doch bevor der essbare Wasserblob endgültig zum Vorreiter wird und auf dem Markt kommt, bleiben einige Fragen offen. Wie sollen die Kügelchen zum Durststillen transportiert werden, ohne ein Malheur in der Tasche zu erwarten? Werden die Blasen schmutzig, wenn man sie durch die Gegend trägt? Wie alltagstauglich ist die Sensation im Bläschen wirklich? Und können wir uns wirklich das klassische Trinken abgewöhnen? Bevor wir uns also ganz von Plastikflaschen verabschieden dürfen, muss wohl noch etwas getüftelt werden. Bis dahin: immer schön recyceln!

 

Foto: Skipping Rocks Lab, Mark Doda, Matthew Koloski